Hermann Knapp Der Tote, der nicht sterben konnte

(13)

Lovelybooks Bewertung

  • 10 Bibliotheken
  • 4 Follower
  • 0 Leser
  • 10 Rezensionen
(4)
(5)
(3)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Der Tote, der nicht sterben konnte“ von Hermann Knapp

Heinz hätte längst tot sein müssen, daran gab es keinen Zweifel. Mit dieser Einschätzung war er übrigens nicht allein. Er las sie auch in den entsetzten Augen der Feuerwehrleute, die an der Leitschiene herumhantierten.
„Warum stirbst du nicht?“, fragten ihn ihre anklagenden Blicke. „Warum schreist du stundenlang und machst die ohnehin schon schreckliche Arbeit, dich aus dem Auto zu schneiden, zu einem endlosen Albtraum?“
Wie gerne hätte Heinz ihnen den Gefallen getan und wäre gestorben.
Aber er lebte.
Unerbittlich!

Ausgerechnet in einer Kleinstadt in Österreich treffen ein Vogelgrippevirus, ein Schweinegrippevirus und ein Kakerlakengrippevirus aufeinander und mutieren zu einem monströsen Supervirus.
Martin Heinz ist der erste, der die Auswirkungen zu spüren bekommt. Er wird bei einem Autounfall von einer Leitschiene aufgespießt und erleidet tödliche Verletzungen – aber er stirbt nicht.
Die Ärzte im Krankenhaus können ihm nicht helfen, seine Gedärme, der Magen, die Nieren sind Matsch. Sie stopfen, was davon übrig ist, zurück in den Bauch, kleben diesen behelfsmäßig zu und schicken Heinz nach Hause.
Während das „Ambrosia“-Virus beginnt, sich auf der Welt auszubreiten, macht er sich auf die Jagd nach dem Tod …

Ein Buch, das viele Wendungen durchläuft und den Leser auf eine interessante Gedankenwelt mitnimmt. Mir hat es viel Spaß gemacht!

— Briggs

Gute Idee-Hat mich leider nicht überzeugen können. Die Idee mit dem Tod und den Artefakten war an sich gut aber viel zu wenig ausgearbeitet.

— LadyIceTea

dytopisches Buch mit Passagen zum Nachdenken und vielen Stellen zum Lachen

— SaintGermain

Die Grundidee hat mir sehr gut gefallen, bei der Umsetzung hat mich der Autor dann aber auf halber Strecke leider verloren.

— MissStrawberry

Eine schräge Zukunftsvision, die zum Schmunzeln und auch zum Nachdenken anregt. Wer es realistisch mag, ist hier jedoch falsch!

— SunshineSaar

Pratchett meets Monty Python meets Sartre - unglaublich, schräg, zum Brüllen komisch und philosophisch in einem!

— Huschdegutzel

Eine wirklich tolle Geschichte, mit einem etwas schwachen Ende. Und doch mit vielen philosophischen Fragen und Gedanken zum Mensch sein.

— Bücherwahnsinn

Stöbern in Romane

Der unerhörte Wunsch des Monsieur Dinsky

Dieser wundervolle Roman ist ein französischer, lebensbejahender Charmebolzen, der zart berührt und gleichzeitig auch sehr lustig ist.

talisha

Kleine große Schritte

Nachdem ich vom letzten Picoult Buch sehr enttäuscht war, finde ich, dass dieses ihr bestes geworden ist. Spannend, ergreifend, bewegend.

troegsi

Die Obstdiebin oder Einfache Fahrt ins Landesinnere

Eine Geschichte wie aus einer untergegangenen Welt und doch gegenwärtig.

jamal_tuschick

Claude allein zu Haus

Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte mit Herz. Genau das Richtige für Tierliebhaber.

Sissy0302

Die Außerirdischen

"Die Ausserirdischen" ist ein spitzes Portrait unserer heutigen Gesellschaft.

Jari

Lennart Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen

Witzig, chaotisch einfach unwiderstehlich!

Chriiku

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Der Tote, der nicht sterben konnte ... ein ideales Weihnachtsgeschenk für Leute mit schrägem Humor

    Der Tote, der nicht sterben konnte

    knapherm

    12. December 2016 um 23:50

    Liebe Leser und LeserinnenVielleicht ist ja der eine oder die andere noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk. Für Leute die schrägen Humor lieben würde sich da das "vielleicht schrägste Buch des Jahres" natürlich aufdrängen. "Der Tote, der nicht sterben konnte" so lautet der Titel meines Romans, der im Verlag Wortreich erschienen ist. Ein Vogelgrippevirus, ein Schweinegrippevirus und ein Kakerlakengrippevirus verbinden sich zu einem monströsen Supervirus. Das Ambroisavirus, benannt nach der Speise, die den griechischen Göttern die Unsterblichkeit verlieh, lässt Menschen, die einen unnatürlichen Tod erleiden, nicht sterben. Martin Heinz ist der erste, der dies am eigene Leib erfährt. Ein Menschheitstraum wird zum Fluch und ein Mann macht sich auf die Suche nach dem Tod ...

    Mehr
  • Leserunde zu "Der Tote, der nicht sterben konnte" von Hermann Knapp

    Der Tote, der nicht sterben konnte

    knapherm

    Liebe Leserinnen, liebe Leser,ich möchte Euch herzlich zur Leserunde meines Romans „Der Tote, der nicht sterben konnte“ einladen. Der Verlag verlost 10 Exemplare und ich bin schon sehr gespannt auf Euer Feedback zu meinem Buch. Viel Spaß beim Lesen und bis bald!Hermann Knapp Heinz hätte längst tot sein müssen, daran gab es keinen Zweifel. Mit dieser Einschätzung war er übrigens nicht allein. Er las sie auch in den entsetzten Augen der Feuerwehrleute, die an der Leitschiene herumhantierten.„Warum stirbst du nicht?“, fragten ihn ihre anklagenden Blicke. „Warum schreist du stundenlang und machst die ohnehin schon schreckliche Arbeit, dich aus dem Auto zu schneiden, zu einem endlosen Albtraum?“Wie gerne hätte Heinz ihnen den Gefallen getan und wäre gestorben. Aber er lebte. Unerbittlich! Ausgerechnet in einer Kleinstadt in Österreich treffen ein Vogelgrippevirus, ein Schweinegrippevirus und ein Kakerlakengrippevirus aufeinander und mutieren zu einem monströsen Supervirus. Martin Heinz ist der erste, der die Auswirkungen zu spüren bekommt. Er wird bei einem Autounfall von einer Leitschiene aufgespießt und erleidet tödliche Verletzungen – aber er stirbt nicht. Die Ärzte im Krankenhaus können ihm nicht helfen, seine Gedärme, der Magen, die Nieren sind Matsch. Sie stopfen, was davon übrig ist, zurück in den Bauch, kleben diesen behelfsmäßig zu und schicken Heinz nach Hause. Während das „Ambrosia“-Virus beginnt, sich auf der Welt auszubreiten, macht er sich auf die Jagd nach dem Tod …

    Mehr
    • 125
  • Wenn das Absurdgruselige ins Fantasyskurrile übergeht

    Der Tote, der nicht sterben konnte

    Briggs

    03. July 2016 um 14:59

    Am Anfang ist das Sterben. Unglaublich gut beschrieben. Und doch ist eben nicht das Sterben der Beginn: Martin Heinz ist gar nicht tot. Was wie im Film in Zeitlupe beginnt, wird zu einem Buch, das den Leser durch viele Gefühlsstadien schleust. Der Flug der Leitplanke. Die Langsamkeit des Sterbens. Alles umsonst. Irgendwas ist anders. Achso. Das Herz schlägt nicht mehr. Die Familie und der nicht lebensfähige, aber auch nicht tote Vater: Entsetzlich,nicht zu sterben und doch sein Leben zu verlieren! Doch es bleibt nicht lange deprimierend und aussichtslos. Die lebensnah geschriebene Geschichte wandelt sich in eine komplett unerwartete Szenerie; der Autor lässt den Leser galant von Mitleid über Amüsement zur Erleichterung schliddern. Wer Spaß am österreichischen Humor hat, dem wird das Buch gefallen. Es bietet Überraschung, ist sehr gut geschrieben mit einem interessanten Spannungsbogen und einem Ende, von dem man eben noch dachte, es könne gar keine Lösung geben. Von mir 5 Sterne für ein schönes Lesevergnügen, über das ich nicht mehr schreiben könnte ohne zu spoilern!

    Mehr
  • Gute Idee aber das Ende konnte mich nicht überzeugen

    Der Tote, der nicht sterben konnte

    LadyIceTea

    01. June 2016 um 17:18

    Unbemerkt bricht der Ambrosia-Virus aus. Eine Mischung aus Vogel-, Schweine- und Kakerlakengrippe. Er sorgt dafür, dass ein Mensch, der durch Gewalteinwirkung stirbt, untot wird. Seine kompletten Körperfunktionen kommen zum erliegen, nur das Gehirn und die Seele funktionieren wie zuvor. Martin Heinz ist der erste Ambrosianer. Wir erleben viel aus seiner Sicht. Wie er selbst, die Menschheit und die Regierungen damit umgehen und wie der Virus sich ausbreitet. Dann wird Heinz plötzlich auf die Suche nach dem Tod geschickt, um sie alle zu erlösen. Zu Beginn hat mich sofort die Story neugierig gemacht. Ich mag Endzeitgeschichten und Sachen mit Zombies. Besonders wenn auch über die Ursachen geredet wird. Das Buch begann vielversprechend für mich. Ich fand die Symptome, die Ausbreitung und das Drumherum des Virus sehr spannend. Zu lesen wie sich das alles entwickelt und wie alle damit Umgehen ist genau mein Fall. Leider wurde es zum Ende hin immer flacher und mythischer. Mythisch im Sinne von Griechischer Mythologie. Heinz macht sich nämlich auf die Suche nach dem Tod. Ab da ging es für mich bergab. Die Gespräche wurden zunehmend gestelzt und wirkten stark konstruiert und sollten wohl taff wirken. Auch das Mythische Thema hätte eine super Grundlage sein können, wurde aber so schnell abgehandelt, dass es einfach nur flach wirkt und wenig Tiefe hat. Ich habe das Gefühl, als hätte der Autor zwar gute Ideen gehabt aber keine Zeit diese umzusetzen. Was ich sehr schade finde, denn an sich hat die Story echt Potential und Heinz ist ein sympathischer Charakter mit gutem Humor. Guter Anfang - Schlechtes Ende. Schade!

    Mehr
  • Satire zum Nachdenken

    Der Tote, der nicht sterben konnte

    SaintGermain

    Ausgerechnet in einer Kleinstadt in Österreich treffen ein Vogelgrippevirus, ein Schweinegrippevirus und ein Kakerlakengrippevirus aufeinander und mutieren zu einem monströsen Supervirus. Martin Heinz ist der erste, der die Auswirkungen zu spüren bekommt. Er wird bei einem Autounfall von einer Leitschiene aufgespießt und erleidet tödliche Verletzungen – aber er stirbt nicht. Die Ärzte im Krankenhaus können ihm nicht helfen, seine Gedärme, der Magen, die Nieren sind Matsch. Sie stopfen, was davon übrig ist, zurück in den Bauch, kleben diesen behelfsmäßig zu und schicken Heinz nach Hause. Während das „Ambrosia“-Virus beginnt, sich auf der Welt auszubreiten, macht er sich auf die Jagd nach dem Tod … Das Cover des Buches ist sehr düster und makaber, passt aber perfekt zum Buch. Der Schreibstil des Buches regt zum Nachdenken an, trieft aber nur so vor Satire. Die Geschichte selbst ist zwar nicht sehr realistisch, trotzdem wäre sie bis etwas über die Hälfte doch möglich. Das Buch hat auch ein Problem mit den Personalpronomen und ich fand es etwas seltsam, dass der Hauptprotagonist immer nur mit Nachnamen angesprochen wird.  Nichtsdestotrotz konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen und mir das Lachen kaum verkneifen. Fazit: spannnende, satirische Dystopie zum Nachdenken; eines meiner besten Bücher dieses Genre betreffend

    Mehr
    • 2
  • Der Tote, der nicht sterben konnte

    Der Tote, der nicht sterben konnte

    Booky-72

    09. May 2016 um 00:05

    Alles beginnt mit einem Autounfall, bei dem Martin Heinz ums Leben kommt –nein, eben nicht ums Leben kommt. Alles an ihm ist kaputt – aber er atmet, er denkt, er lebt. Sein Leben, dass sich hier fortsetzt, was ist das eigentlich noch, er ist für alle nur noch das Monster. Und besonders krass, er ist mit seinem Schicksal nicht allein, es scheint sich um eine Seuche  zu handeln, die viele Menschen zu Untoten macht. Leider lässt die Story gegen Ende nach, wirkt nur noch verrückt und abgedreht. Alles in allem aber gelungen, schöner, gefälliger Schreibstil  und dafür gute 3 Sterne. Eine krasse Geschichte um den Tod und den beschwerlichen Weg dahin.

    Mehr
  • Dystopische Story um eine neue Virusmutation

    Der Tote, der nicht sterben konnte

    MissStrawberry

    01. May 2016 um 14:16

    Österreich in einer nicht allzu fernen, aber nicht genau datierten Zukunft. Ein neues Virus ist ausgebrochen. Es ist eine Mischung aus Vogelgrippevirus, Schweinegrippevirus und Kakerlakengrppevirus. Die Folge: bei einem gewaltsamen Tod kann der Betroffene einfach nicht sterben! Schnell bricht Panik aus, es gibt massive Anfeindungen, Lager entstehen – das ganze Programm eben. Und Martin Heinz, der erste bekannte Fall, muss sich nun auf die Suche nach dem Tod persönlich machen und ihn dazu bewegen, seine Arbeit ordentlich zu machen. Dabei und während dessen dreht die Menschheit völlig durch …Hermann Knapp hat hier eine glorreiche Idee anfangs sehr gut, dann aber immer weniger ausgearbeitet abgeliefert. Ein harter Zeitsprung wird erst im Laufe des Lesens bemerkbar, reißt mich persönlich dann auch völlig aus dem Lesefluss. Zudem habe ich ein großes Problem damit, dass in der direkten Anrede die Personalpronomen konstant klein geschrieben sind. Das verfremdet für mich die Sätze und ich muss sie zweimal lesen. Nicht gut.Der Ansatz ist toll: eine witzige Kreation einer neuen Seuche, die das Leben völlig verändert. Doch so humorvoll das Buch startet, recht bald wird alles überdramatisiert und wandert ins Pathetische ab. Eine ganze Reihe aktueller Bezüge finden sich, die insgesamt dann einfach zu viel in ein einziges Buch hineinpacken. Die Grundidee war toll, nur leider ist dann alles ein wenig im Sande verlaufen und zu viel angeschnitten worden.Mir gefiel am besten die Szene mit dem Tod. Das Gespräch ist sehr gut aufgebaut und dargestellt und die Argumente vom Tod kann ich absolut nachvollziehen. Dagegen kann ich mit den Charakterzügen einiger Protagonisten überhaupt nichts anfangen – besonders nicht das Verhalten von Martin Heinz‘ Familie. Ein paar österreichische Begriffe brachten mich ins Stolpern – aber der Autor ist nun mal Österreicher, da muss man wohl mit solchen Wörtern rechnen. Die „Lösung“ des „Problems“ fand ich dann schon sehr speziell und unwirklicher, als das Gespräch mit Gevatter Tod. Und das will ja schon was heißen.Insgesamt war die Lektüre interessant, aber kein Highlight für mich. Deshalb bleiben insgesamt drei Sterne übrig.

    Mehr
  • Hat mich positiv überrascht

    Der Tote, der nicht sterben konnte

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. April 2016 um 21:42

    Inhalt: In einer Kleinstadt in Österreich treffen ein Vogelgrippevirus, ein Schweinegrippevirus und ein Kakerlakengrippevirus aufeinander und mutieren zu einem monströsen Supervirus. Martin Heinz ist der erste, der die Auswirkungen zu spüren bekommt. Bei einem Autounfall wird er von einer Leitschiene aufgespießt und erleidet tödliche Verletzungen – aber er stirbt nicht. Während sich das Supervirus auf der Welt ausbreitet, macht sich Martin Heinz auf die Suche nach dem Tod.. Meinung: Die Geschichte fängt mit dem Autounfall von Martin Heinz an. Die letzten Sekunden vor seinem eigentlichen Tod, lernt man Martin etwas besser kennen. Die Szenen werden alle sehr bildlich wiedergegeben. Der Humor trifft genau meinen Geschmack und die ekligen Passagen werden dadurch aufgelockert. Die Charaktere sind authentisch und gut beschrieben. Mit Martin habe ich richtig mitgefühlt. Nach diesem Unfall musste er sich viel anhören und hatte es überhaupt nicht leicht. Er ist mir richtig ans Herz gewachsen. Im letzten Teil dieses Buches wird die Story so richtig schön schräg. Die Suche nach dem Tod war sehr humorvoll aber nicht zu abgedreht beschrieben. Fazit: Für mich war die Geschichte mal was ganz anderes und hat mich positiv überrascht. Wer gerne humorvolle und etwas schräge Bücher mag, kommt hier voll auf seine Kosten.

    Mehr
  • Schräg, aber sehr gelungenes Buch

    Der Tote, der nicht sterben konnte

    Alex1309

    24. April 2016 um 09:41

    Das Cover wirkt zum einen recht düster und bei genauerem Hinsehen auch makaber, denn die Person des Covers sitzt auf einem Sarg. Schon das Cover hat mich sehr neugierig gemacht auf das Buch. Ich habe sofort nach Beginn des Lesens gut in die Geschichte hineingefunden und der Schreibstil war flüssig und das Buch liest sich richtig gut. Die Hauptperson, Martin Heinz, ist sehr gut beschrieben und ich konnte ihn mir gut vorstellen. Die Geschichte hat mir, bis auf den Schluss, super gut gefallen. Der Schluss ist für mich etwas zu abwegig und aus diesem Grund ziehe ich einen Punkt bei der Bewertung ab. Aber alles in allem ein durchweg gelungenes Buch.

    Mehr
  • Pratchett meets Monty Python meets Sartre - schräg, urkomisch und philosophisch in einem!

    Der Tote, der nicht sterben konnte

    Huschdegutzel

    Heinz hätte längst tot sein müssen, daran gab es keinen Zweifel. Mit dieser Einschätzung war er übrigens nicht allein. Er las sie auch in den entsetzten Augen der Feuerwehrleute, die an der Leitschiene herumhantierten. „Warum stirbst du nicht?“, fragten ihn ihre anklagenden Blicke. „Warum schreist du stundenlang und machst die ohnehin schon schreckliche Arbeit, dich aus dem Auto zu schneiden, zu einem endlosen Albtraum?“ Wie gerne hätte Heinz ihnen den Gefallen getan und wäre gestorben. Aber er lebte. Unerbittlich! Ausgerechnet in einer Kleinstadt in Österreich treffen ein Vogelgrippevirus, ein Schweinegrippevirus und ein Kakerlakengrippevirus aufeinander und mutieren zu einem monströsen Supervirus. Martin Heinz ist der erste, der die Auswirkungen zu spüren bekommt. Er wird bei einem Autounfall von einer Leitschiene aufgespießt und erleidet tödliche Verletzungen – aber er stirbt nicht. Die Ärzte im Krankenhaus können ihm nicht helfen, seine Gedärme, der Magen, die Nieren sind Matsch. Sie stopfen, was davon übrig ist, zurück in den Bauch, kleben diesen behelfsmäßig zu und schicken Heinz nach Hause. Während das „Ambrosia“-Virus beginnt, sich auf der Welt auszubreiten, macht er sich auf die Suche nach dem Tod … So verspricht es die Inhaltsangabe und was ich hier vorfand, hat mich buchstäblich umgehauen! Konnte ich das Buch anfangs nicht aus der Hand legen, weil ich mich Lachen kaum auf der Couch halten konnte, wandelte sich nahezu unmerklich die Stimmung. Ich wurde zum bedingungslosen Gaffer und dachte beim Ende nur: so schlecht wäre diese Seuche eigentlich gar nicht....! Autor Hermann Knapp verschaffte mir ein wirklich besonderes Leseerlebnis, Philosophisch wie Sartre, schräg und durchgeknallt wie Pratchett und so schwarzhumorig wie Monty Python - diese Mischung ist einfach unwiderstehlich! Irgendwie bekommen wir hier alle unser Fett weg.- und dabei verschiebt sich so mancher Blickwinkel. Dazu ist das Geschehen auch noch irgendwie vorstellbar - da störte mich nicht einmal die Begegnung mit einem Tod, der mir fast schon leid tat. Mehr zum Inhalt möchte ich Ihnen gar nicht verraten, zeitweise hat "Der Tote, der nicht sterben konnte" sogar dystopische Züge - ich habe schon sehr lange nichts mehr in den Händen gehalten, bei dem ich mich gleichzeitig so amüsiert wie über das Gelesene nachgedacht habe. Ich kann nur eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen, dieses Buch ist schlicht großartig!

    Mehr
    • 2
  • Ein wirklich schräges Buch

    Der Tote, der nicht sterben konnte

    SunshineSaar

    23. April 2016 um 13:45

    Nachdem ich das echt schräge Buch „Der Mann, der nicht sterben konnte“ gelesen habe, bin ich etwas zweigeteilt. Die Grundidee der Geschichte gefällt mir sehr gut und in ihr steckt sehr viel Potential, aber gegen Ende war mir die Story dann doch leider etwas zu abgehoben.Zur Story:Ausgerechnet in einer Kleinstadt in Österreich treffen ein Vogelgrippevirus, ein Schweinegrippevirus und ein Kakerlakengrippevirus aufeinander und mutieren zu einem monströsen Supervirus. Martin Heinz ist der erste, der die Auswirkungen zu spüren bekommt. Er wird bei einem Autounfall von einer Leitschiene aufgespießt und erleidet tödliche Verletzungen – aber er stirbt nicht. Die Ärzte im Krankenhaus können ihm nicht helfen. Sie kleben den verletzten Bauch behelfsmäßig zu und schicken Heinz nach Hause. Während das „Ambrosia“-Virus beginnt, sich auf der Welt auszubreiten, macht er sich auf die Jagd nach dem Tod …Ich habe sehr gut in die Geschichte hineingefunden. Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt und es ist die ganze Zeit über ein schöner Lesefluss gegeben. Bereits die Grundidee hat mir sehr gut gefallen. Die Story ist dabei eine Mischung aus den TV-Serien „The Returned“ und „The Walking Dead“. Da ich beide sehr gerne gesehen habe, ist natürlich die Geschichte auch interessant für mich.Aber man kann von Anfang an sagen: Die Geschichte wird am Ende sehr schräg… Ich musste mir oft ein Schmunzeln unterdrücken, aber der Autor spricht auch ernste Themen an, die etwas zum Nachdenken anregen. Die Szenarien, die der Autor in dem Buch beschreibt, sind nämlich gar nicht mal so unrealistisch, wenn ein solches Virus heutzutage ausbrechen würde. Er hat sich – vor allem am Ende – eine nette, dystopische Welt ausgedacht, die vielleicht gar nicht mal so schlecht für die Menschen wäre…Was mir aber etwas Negativ aufgestoßen ist: Gegen Ende wird die Geschichte mir dann doch zu schräg. Gerade dann, wenn Heinz auf den Tod trifft und mit ihm spricht. So etwas ist mir dann doch etwas zu unrealistisch und nicht ganz mein Fall. Schade, denn ansonsten hat die Story mich sehr gefesselt.Fazit:Eine schräge Zukunftsvision, die zum Schmunzeln und auch zum Nachdenken anregt. Wer es realistisch mag, ist hier jedoch falsch!

    Mehr
  • Der Tote, der nicht sterben konnte - Hermann Knapp

    Der Tote, der nicht sterben konnte

    Bücherwahnsinn

    16. March 2016 um 10:28

    Zur GeschichteMein Name ist Martin, Martin Heinz, bin Verheiratet, habe 2 Kinder und bin Anfang 30 und mein Leben ist, wie soll ich sagen, normal. Ich geh zur Arbeit, wie jeden Tag und dann ist nichts mehr so wie es war.  Und nichts mehr ist normal, gar nichts mehr! Denn ich hatte einen Unfall. Einen, der mich hätte töten sollen. Und dennoch stehe ich hier und verzweifle. Weder ich, noch die Ärzte, noch die Wissenschaft weiss, was mit mir ist. Ich bin tot, und doch nicht. Meine Körperfunktionen sind eingestellt, doch ich bin noch hier. Ich "lebe". Auch wenn mein Körper das nicht mehr tut. Nur wie kann das sein? Die Wissenschaft hatrausgefunden das es an einem Supervirus liegt das manche Menschen nicht mehr richtig sterben können. Wie, die diesem Schicksal verfallen sind, werden "Unlebendige" oder auch "Abrosiander" genannt. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wir werden von den Menschen geächtet! Wie Aussätzige behandelt, sie haben Angst vor uns, vor dem Virus. Sie sehen uns nicht mehr als Menschen, doch was sind wir dann?Die Menschheit hat ein neues Feindbild, die Abrosianer! Der Anfang...    Ausgerechnet in einer österreichischen Kleinstadt trafen ein Vogelgrippevirus, ein Schweinegrippevirus und ein Kakerlakengrippevirus aufeinander und verschmolzen zu einem monströsen Supervirus.    Von der Kakerlakengrippe hatte zu diesem Zeitpunkt noch niemand auf der Welt etwas gehört, was eigentlich seltsam war, da grade Kakerlaken ein durchaus beliebtes Forschungsobjekt darstellten.Meine Gedanken zum BuchKlar fiel mir als erstes der Titel ins Auge. Ich mag ja Bücher die schräg sind und der Titel versprach doch eine etwas andere Geschichte. Und es hätte keinen bessern Titel geben können. Auch das Cover passt hervorragend, Heinz sitzt auf seinem Sarg, schaut Richtung Licht... Mehr verrate ich nicht, denn wer das Buch lesen mag, wird rausfinden auf welche Szene dieses Bild abzielt ;) Mir gefällt es, es ist düster, und irgendwie doch nicht. Hermann Knapp kannte ich als Autor noch nicht, aber ich mag sein Schreibstil wirklich gerne. Es ist gespickt mit Humor, Galgenhumor, wenn man es so sagen will. Denn das Thema ist ja an sich kein fröhliches. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, so das man wirklich schnell voran kommt. Was eben die Geschichte, das Thema angeht, es geht ums sterben. Den Tot. Aber auch um das Mensch sein, die Menschlichkeit. Um die Angst was danach kommt, Angst vor dem Unbekannten, die Trägheit der Menschen, der fatale Hang zur Gewalt wenn man sich Hilflos fühlt. Und um die Würde. All das wird in diser Geschichte untergebracht. In eine Geschichte die zum nachdenken anregt. Heinz hält uns den Spiegel vor, wenn auch immer nur ganz kurz. Aber es reicht um hinein zu sehen und sich Fragen zu stellen. Fragen wie "Was macht den Menschen aus", "Was ist Menschlichkeit" oder "Können die Menschen im gesamten sich ändern um den Untergang der Menschheit zu verhindern"? Oder werden diese sich immer bekriegen, terrorisieren, die Erde ausbeuten und so weiter? Eigentlich wurden sehr aktuelle Fragen in eine ganz spezielle Geschichte gepackt. Man muss manchmal auch zwischen den Zeilen lesen um all den Fragen zu begegnen aber ich finde dies macht die Geschichte eben auch grade so besonderen. Oberflächlich gesehen ist dies einfach nur eine etwas andere Art von Zombie-Geschichte,  die mit ein wenig Fantasy und Mythologie Elementen gespickt ist. Mir ist klar das dieses Buch nicht für jeden etwas ist, aber ich persönlich find es wirklich super. Heinz als Protagonist ist mir schnell ans Herz gewachsen. Man leidet mit ihm mit, nicht nur während des Unfalls, nein auch als er erkennen musste das sein neues "Leben" nicht so wird wie erhofft denn die Unlebendigen, wie sie erst genannt werden, machen den Menschen angst, und was passiert wenn Menschen angst vor dem Unbekannten haben? Genau, sie wollen es loshaben. Mit allen Mitteln. Nicht nur das Er und Seinesgleichen in speziell für sie errichtete Lager verfrachtet wurden, nein, Er, der Erste dieser Art, wird auch noch als Versuchskaninchen missbraucht. Heinz versucht sich zu arrangieren und versucht nicht zu verzweifeln. Doch was hat er noch, für das es sich zu leben lohnt? Sein Leben gibt's nicht mehr. Denn Job, Frau und Kinder, Freunde ebenso wenig, wollen je wieder etwas mit ihm zu tun haben. Also was ist er denn noch? Kein Mensch, so hat die Regierung entschieden und somit auch allen rechten und Pflichten beraubt. Zu einem Schattendasein verdammt, verfolgt zu werden, bis zu jenem Tag als er zum Kanzler gerufen wird und den Auftrag bekommt, den Tot zu finden. Und so macht er sich auf den Weg diesen zu suchen, nicht zuletzt weil er selber keinen Grund mehr sieht weiter zu leben. Leider ist mir aber der Schluss etwas zu abrupt. Die Ausführungen und die Schlusskonsequenz zwar nicht ganz unlogisch aber da es so schnell zusammen gefasst wurde, wirkt das ganze schon fast banal. Was ich wirklich schade finde. Denn eigentlich hätte diesem Teil auch 2 / 3 Kapitel gewürdigt gehört. Find ich zumindest, denn schlussendlich ist dies die Moral der Geschichte.Mein SchlussfazitEine wirklich tolle Geschichte, mit einem etwas schwachen Ende. Und doch mit vielen philosophischen Fragen und Gedanken zum Mensch sein. Man sollte allerdings nicht zu schnell drüber lesen sondern sich Zeit nehmen die kurz angedeuteten Gedanken auf zu nehmen und sich drauf ein zu lassen und nicht gleich wieder zu verwerfen. Ich hab mich immer wieder dabei ertappt die Geschichte mit der jetzigen Situation zu vergleichen, vieles passt einfach nur zu gut in die heutige Zeit. Es lohnt sich.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks