Hermann Multhaupt

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Das Geheimnis des Mönchs

Das Geheimnis des Mönchs

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Erschienen am 01.01.2006
Hildegard von Bingen – In seinem Licht

Hildegard von Bingen – In seinem Licht

 (1)
Erschienen am 01.05.2013
Elisabeth von Thüringen

Elisabeth von Thüringen

 (1)
Erschienen am 01.11.2006
Irische Weisheiten und Segenssprüche

Irische Weisheiten und Segenssprüche

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Erschienen am 04.09.2001
Die Hüter der Himmelsscheibe

Die Hüter der Himmelsscheibe

 (1)
Erschienen am 01.03.2012
Die Missionare von den Inseln

Die Missionare von den Inseln

 (0)
Erschienen am 08.06.2011
Vom Sinken und Heben der Liebe vor Kinsale

Vom Sinken und Heben der Liebe vor Kinsale

 (0)
Erschienen am 01.01.2015

Neue Rezensionen zu Hermann Multhaupt

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derMichis avatar

Rezension zu "Die Hüter der Himmelsscheibe" von Hermann Multhaupt

interessantes Thema anstrengend umgesetzt
derMichivor 2 Jahren

Normalerweise assoziiert man die Himmelsscheibe mit ihrem Fundort Nebra, doch in dieser Geschichte hat es das Instrument entgegen aller archäologischen Erkenntnisse bis nach Irland verschlagen. Macht erstmal nichts, im Roman darf man das, solange es eine halbwegs logische Erklärung dafür gibt. Noch dazu ist das irische Frühmittelalter eine spannende Epoche, in der sich politisch und (kirchen)geschichtlich eine Menge getan hat, der Autor selbst gilt laut Klappentext als Irland-Experte. Leider wird dieses Potential kaum genutzt.

Während manche Details gut recherchiert wirken, sorgen diverse Ungenauigkeiten, Logikfehler und Stilbrüche für Ärger. Neben der Handlung, in die natürlich noch eine eindimensionale Liebesgeschichte eingeflochten wird, wechselt Multhaupt jenseits der kargen Dialoge oft in den Tonfall eines belehrenden Sachbuches. Das geschieht teils so unvermittelt, dass man schon erstaunt fragen will, ob sich die irischen Mönche im achten Jahrhundert bereits als "mittelalterlich" bezeichnet hätten. Nein, denn dieser Begriff taucht nicht vor 1300 auf! Außerdem zitiert ein Charakter einen Bericht aus dem Jahr 842, obwohl die Handlung im Jahr 793 spielt (vgl. S. 158).

Dazu gesellen sich weitere sachliche Fehler: Das zu dieser Zeit gesprochene Altirisch wird kurzerhand "Gälisch" genannt, während andere keltische/gälische Sprachen, wie es sie zu dieser Zeit bereits in unterschiedlichen Varietäten gab, keinerlei Erwähnung finden. Die Wikinger stilisiert der Autor im Kontrast zu den friedliebenden Iren als rohes aber trotzdem literates Volk, das zwar Briefe schreibt, aber Blutrache höher schätzt als den Ehebund und die Verantwortung für die Familie. Da hilft es auch wenig, die längst zum Klischee gewordene kulturelle Verständigung im Mittelalter zu bemühen (der wilde Wikinger lernt von den braven Brüdern), auch wenn der Gedanke natürlich löblich ist. Des Weiteren leben die grundsätzlich keuschen Mönche zum Zeitpunkt der Handlung bereits vollständig nach Art der römischen Kirche, obwohl die Transformation von der iroschottischen Kirche zum katholischen Ritus zu dieser Zeit noch lange nicht abgeschlossen waren und auch die Doppelhäuser, in denen verheiratete Mönche und Nonnen zusammen lebten, immer noch existierten.

Die Dramaturgie weiß nur am Anfang einigermaßen zu fesseln. Konfliktpotenzial gibt es zuhauf, dennoch werden große Zeiträume kurzerhand übersprungen, gefährliche Situationen lösen sich in Wohlgefallen auf und über die Himmelsscheibe erfährt der Leser nichts neues. Ihre mögliche Hintergrundgeschichte wird am Ende des Buches, dem übrigens jeglicher Schlusskonflikt fehlt, nachgeschoben. Immerhin berücksichtigt Multhaupt die Tatsache, dass die Scheibe zusammen mit zwei bronzezeitlichen Kurzschwertern gefunden wurde und spekuliert sogar ein wenig über deren Funktion.

Fazit: Nichts neues unter der Himmelsscheibe. So spannend das Experiment auch sein mag, die fiktive Geschichte des Fundstücks ins irische Mittelalter zu verlegen, die sachlichen Fehler und die allzu vorhersehbare Handlung machen diesen "historischen Roman" für Freunde des Genres nur schwer genießbar. Auch sprachlich ist man hier auf einem Stand, den kaum ein Lektorat durchgehen lassen würde. Während viele Figuren für die damalige Zeit viel zu moderne Ausdrucksweisen verwenden, ist sie für ein heutiges Publikum nur schwer lesbar.

Seitenzahl: 205
Format: 14 x 17 cm, gebunden
Verlag: St. Benno

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Sunny1986s avatar

Rezension zu "Elisabeth von Thüringen" von Hermann Multhaupt

Rezension zu "Elisabeth von Thüringen" von Hermann Multhaupt
Sunny1986vor 11 Jahren

Eine schöne Geschichte. Sie liest sich jedoch zeitweise recht schwer. Nämlich, wenn über Seiten hinweg historische Zusammenhänge aufgezeigt werden, bei denen man als Laie jedoch nicht unbedingt durchblickt, da es sich um etliche verschiedene Jahreszahlen und Namen handelt. Ansonsten jedoch, wie gesagt, eine sehr schöne Geschichte. Aber ich hätte mir mehr Beschreibungen über die Dinge gewünscht, die Elisabeth in ihrer Nächstenliebe tat. Davon gab es jedoch nur verhältnismäßig wenig.

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