Hermann Multhaupt

 3,5 Sterne bei 14 Bewertungen

Lebenslauf von Hermann Multhaupt

geb. 1937, 1979–2000 Chefredakteur der Kirchenzeitung »Der Dom« in Paderborn, Autor zahlreicher Bücher zu irischen Segenswünschen und historischer Romane zur irischen Geschichte.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Luise Hensel - Ein Leben wie ein Gedicht (ISBN: 9783746263045)

Luise Hensel - Ein Leben wie ein Gedicht

Neu erschienen am 12.01.2023 als Gebundenes Buch bei St. Benno.

Alle Bücher von Hermann Multhaupt

Cover des Buches Wie’s früher Heiligabend war (ISBN: 9783746259543)

Wie’s früher Heiligabend war

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Erschienen am 01.08.2021
Cover des Buches Das Geheimnis der Buchmalerin (ISBN: 9783746261744)

Das Geheimnis der Buchmalerin

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Erschienen am 02.06.2022
Cover des Buches Die Heilerin (ISBN: 9783746221168)

Die Heilerin

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Erschienen am 01.08.2006
Cover des Buches Das große Irland-Buch (ISBN: 9783746223155)

Das große Irland-Buch

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Erschienen am 01.09.2007
Cover des Buches Die Hüter der Himmelsscheibe (ISBN: 9783746233598)

Die Hüter der Himmelsscheibe

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Erschienen am 01.03.2012
Cover des Buches Elisabeth von Thüringen (ISBN: 9783746221595)

Elisabeth von Thüringen

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Erschienen am 01.11.2006
Cover des Buches Hildegard von Bingen – In seinem Licht (ISBN: 9783746237374)

Hildegard von Bingen – In seinem Licht

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Erschienen am 01.05.2013

Neue Rezensionen zu Hermann Multhaupt

Cover des Buches Wie’s früher Heiligabend war (ISBN: 9783746259543)
FreydisNeheleniaRainersdottirs avatar

Rezension zu "Wie’s früher Heiligabend war" von Hermann Multhaupt

Das abhandengekommene Weihnachtsgefühl
FreydisNeheleniaRainersdottirvor einem Jahr

Weihnachten steht wieder einmal vor der Tür und wie jedes Jahr habe ich absolut keine Meinung zu dem Fest. Das hat mehrere Gründe (einer davon wäre, dass ich schlicht und ergreifend der Grinch bin). Der triftigste Grund ist ganz einfach, dass mir das Weihnachtsgefühl schon vor vielen, vielen Jahren abhanden gekommen ist. Ja, richtig gelesen, das Weihnachtsgefühl. Die, die meine Zeilen gerade belächeln, haben das Weihnachtsgefühl auch einmal gekannt, als Kinder haben wir es alle gekannt. Am besten könnte ich es als Mix aus Freude, Neugier, Wärme, Geborgenheit und angekommen sein bezeichnen. Das ist aber nur die Theorie. In der Praxis ist es ein Gefühl, dass uns das Herz wärmt, Sicherheit im Kreis der Lieben, Zusammenhalt, Gemeinschaft. Und wir, ja ich, war mal ein Teil davon. Seit vielen Jahren spielt sich Weihnachten aber immer gleich ab: Wenn wir in Leipzig bleiben, weil es aufgrund der Arbeit zu stressig ist, zu Weihnachten in die Heimat zu fahren, dann fehlt mir das Gefühl das Zuhauseseins, das Verwurzeltseins, wenn wir aber in Plauen sind, ist es ein Zerreißen zwischen meiner Familie und die meines Freundes und, auch wenn ich nicht undankbar erscheinen will, ein liebloses Aufeinanderhocken mit festgefahrener Traditionserfüllung, gute Miene machen und anschließender Sachübergabe, kurz: Es ist ein Krampf.

Vor Kurzem wurde ich auf ein Büchlein aufmerksam, dass "Wie's früher Heiligabend war" heißt, laut Klappentext eine Anthologie, in der Zeitzeugen von ihren Weihnachtserlebnissen aus der Kindheit berichten, die sie zwischen 1920 und den Fünfziger Jahren erlebt haben. Ich bin ehrlich, ich hoffte in dieser Anthologie das Weihnachtsgefühl zu finden, dass mir abhanden gekommen ist und während der Lektüre war es tatsächlich kurz wieder da. Oft schrieben die Zeitzeugen davon, dass ihre Eltern nicht viel hatten, was sie den Kindern schenken konnten, dass oft die Puppen, die Kleidung und die Schulsachen der älteren Geschwister generalüberholt und an die jünger Brüder und Schwestern weitergegeben wurden, dass es für jeden nur einen Teller Naschkram gab (heute kann man sich das nicht mehr vorstellen, weil wir nur so mit Süßkram überschüttet werden). Manches Mal wurde gar davon berichtet, dass nicht einmal sicher war, dass zu Heiligabend ein Tannenbaum da war, unter den man die Geschenke legen konnte und selbst, wenn von der härtesten Kriegs- oder Nachkriegszeitweihnacht berichtet wurde, das Weihnachtsgefühl war stets präsent. Es liegt wohl einfach daran, dass für diese Menschen, die so viel Not und Elend erlebt haben, die teilweise arm waren, nicht das Materielle zählte, sondern der Zusammenhalt, die Geborgenheit im Kreise der Familie, die Freude über Kleinigkeiten oder die Rückkehr eines Familienmitglieds aus dem Kriege, das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern und so viele andere kleine Dinge, die aber aus meiner Sicht viel mehr Bedeutung haben, als der Kommerz. 

Das Weihnachtsgefühl wird sich vermutlich nie mehr zu Heiligabend bei mir einstellen, aber Bücher wie "Wie's früher Heiligabend war" geben es mir wenigstens während des Lesens für ein paar Stunden zurück. Danke dafür.

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Cover des Buches Die Heilerin (ISBN: 9783746221168)
MeinNameistMenschs avatar

Rezension zu "Die Heilerin" von Hermann Multhaupt

Die Heilerin Katharina
MeinNameistMenschvor 3 Jahren

Die junge Kathafrina hatte schon von kleinauf eine sehr tiefe Verbindung zur Natur und lwrnte viel von den Pflanzen, den Tieren und einer alten Kräuterfrau, der Kräuterliesel. So konnte sbie dann im erachsenen Alter vielen Menschen mit heilenden Berhührungen und Kräutern helfen und sich so ihrer Lebensagufgabe widmen. Obwohl sie ihr ganzes Handeln auf christliche Grundlagen stellte wurde sie aber avus Neid und Habgier der Hexerei angeklagt, schlimmsten Folterungen unterworfen und überlebte als körperlich gebrjochene Frau-
Der Autor Herrmann Multhaupt entwirft mit "Die Heilerin" ein sehr lebensnahes Bild der grausamen Zeit in Deutschland des 17. Jahrhunderts, der Kämpfe zwischen Katholik_inen und Protestant_innen und auch relativ rechtlosen Stellung von Frauen.
Wer tiefer in diese dunkle Epoche deutscher Geschichte eintauchen will wird hier gute weiterfjührende Impulse finden und vielleicht auch heutige hahßerfüllte Kämpfe gegen Naturheilkunde oder Homöopafthie besser einordnen können. Ein gelungenes Buch, auch wenn mir persönlich dhie vorchristliche Perspektive leider zu kurz kommt.

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Cover des Buches Die Hüter der Himmelsscheibe (ISBN: 9783746233598)
derMichis avatar

Rezension zu "Die Hüter der Himmelsscheibe" von Hermann Multhaupt

interessantes Thema anstrengend umgesetzt
derMichivor 6 Jahren

Normalerweise assoziiert man die Himmelsscheibe mit ihrem Fundort Nebra, doch in dieser Geschichte hat es das Instrument entgegen aller archäologischen Erkenntnisse bis nach Irland verschlagen. Macht erstmal nichts, im Roman darf man das, solange es eine halbwegs logische Erklärung dafür gibt. Noch dazu ist das irische Frühmittelalter eine spannende Epoche, in der sich politisch und (kirchen)geschichtlich eine Menge getan hat, der Autor selbst gilt laut Klappentext als Irland-Experte. Leider wird dieses Potential kaum genutzt.

Während manche Details gut recherchiert wirken, sorgen diverse Ungenauigkeiten, Logikfehler und Stilbrüche für Ärger. Neben der Handlung, in die natürlich noch eine eindimensionale Liebesgeschichte eingeflochten wird, wechselt Multhaupt jenseits der kargen Dialoge oft in den Tonfall eines belehrenden Sachbuches. Das geschieht teils so unvermittelt, dass man schon erstaunt fragen will, ob sich die irischen Mönche im achten Jahrhundert bereits als "mittelalterlich" bezeichnet hätten. Nein, denn dieser Begriff taucht nicht vor 1300 auf! Außerdem zitiert ein Charakter einen Bericht aus dem Jahr 842, obwohl die Handlung im Jahr 793 spielt (vgl. S. 158).

Dazu gesellen sich weitere sachliche Fehler: Das zu dieser Zeit gesprochene Altirisch wird kurzerhand "Gälisch" genannt, während andere keltische/gälische Sprachen, wie es sie zu dieser Zeit bereits in unterschiedlichen Varietäten gab, keinerlei Erwähnung finden. Die Wikinger stilisiert der Autor im Kontrast zu den friedliebenden Iren als rohes aber trotzdem literates Volk, das zwar Briefe schreibt, aber Blutrache höher schätzt als den Ehebund und die Verantwortung für die Familie. Da hilft es auch wenig, die längst zum Klischee gewordene kulturelle Verständigung im Mittelalter zu bemühen (der wilde Wikinger lernt von den braven Brüdern), auch wenn der Gedanke natürlich löblich ist. Des Weiteren leben die grundsätzlich keuschen Mönche zum Zeitpunkt der Handlung bereits vollständig nach Art der römischen Kirche, obwohl die Transformation von der iroschottischen Kirche zum katholischen Ritus zu dieser Zeit noch lange nicht abgeschlossen waren und auch die Doppelhäuser, in denen verheiratete Mönche und Nonnen zusammen lebten, immer noch existierten.

Die Dramaturgie weiß nur am Anfang einigermaßen zu fesseln. Konfliktpotenzial gibt es zuhauf, dennoch werden große Zeiträume kurzerhand übersprungen, gefährliche Situationen lösen sich in Wohlgefallen auf und über die Himmelsscheibe erfährt der Leser nichts neues. Ihre mögliche Hintergrundgeschichte wird am Ende des Buches, dem übrigens jeglicher Schlusskonflikt fehlt, nachgeschoben. Immerhin berücksichtigt Multhaupt die Tatsache, dass die Scheibe zusammen mit zwei bronzezeitlichen Kurzschwertern gefunden wurde und spekuliert sogar ein wenig über deren Funktion.

Fazit: Nichts neues unter der Himmelsscheibe. So spannend das Experiment auch sein mag, die fiktive Geschichte des Fundstücks ins irische Mittelalter zu verlegen, die sachlichen Fehler und die allzu vorhersehbare Handlung machen diesen "historischen Roman" für Freunde des Genres nur schwer genießbar. Auch sprachlich ist man hier auf einem Stand, den kaum ein Lektorat durchgehen lassen würde. Während viele Figuren für die damalige Zeit viel zu moderne Ausdrucksweisen verwenden, ist sie für ein heutiges Publikum nur schwer lesbar.

Seitenzahl: 205
Format: 14 x 17 cm, gebunden
Verlag: St. Benno

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