Hermann Multhaupt Die Hüter der Himmelsscheibe

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Inhaltsangabe zu „Die Hüter der Himmelsscheibe“ von Hermann Multhaupt

Irland im Jahr 793: Grausame Wikinger versetzen das Land in Angst und Schrecken. Klöster und Dörfer werden überfallen. Auch die junge Brigid wird entführt. Sie soll die Zweitfrau eines Wikingerhäuptlings werden. Dessen Sohn Tyr verhilft ihr zur Flucht, und eine unmögliche Liebesgeschichte beginnt. Die Lage spitzt sich zu, als Tyr von irischen Mönchen gefangengenommen wird. Die Mönche hüten einen besonderen Schatz: eine uralte Himmelsscheibe, deren Ursprünge im Dunkeln liegen. Ohne es zu ahnen, werden die Feinde zu gemeinsamen Hütern der rätselhaften Himmelsscheibe.

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    Die Hüter der Himmelsscheibe

    derMichi

    15. December 2016 um 13:19

    Normalerweise assoziiert man die Himmelsscheibe mit ihrem Fundort Nebra, doch in dieser Geschichte hat es das Instrument entgegen aller archäologischen Erkenntnisse bis nach Irland verschlagen. Macht erstmal nichts, im Roman darf man das, solange es eine halbwegs logische Erklärung dafür gibt. Noch dazu ist das irische Frühmittelalter eine spannende Epoche, in der sich politisch und (kirchen)geschichtlich eine Menge getan hat, der Autor selbst gilt laut Klappentext als Irland-Experte. Leider wird dieses Potential kaum genutzt.Während manche Details gut recherchiert wirken, sorgen diverse Ungenauigkeiten, Logikfehler und Stilbrüche für Ärger. Neben der Handlung, in die natürlich noch eine eindimensionale Liebesgeschichte eingeflochten wird, wechselt Multhaupt jenseits der kargen Dialoge oft in den Tonfall eines belehrenden Sachbuches. Das geschieht teils so unvermittelt, dass man schon erstaunt fragen will, ob sich die irischen Mönche im achten Jahrhundert bereits als "mittelalterlich" bezeichnet hätten. Nein, denn dieser Begriff taucht nicht vor 1300 auf! Außerdem zitiert ein Charakter einen Bericht aus dem Jahr 842, obwohl die Handlung im Jahr 793 spielt (vgl. S. 158).Dazu gesellen sich weitere sachliche Fehler: Das zu dieser Zeit gesprochene Altirisch wird kurzerhand "Gälisch" genannt, während andere keltische/gälische Sprachen, wie es sie zu dieser Zeit bereits in unterschiedlichen Varietäten gab, keinerlei Erwähnung finden. Die Wikinger stilisiert der Autor im Kontrast zu den friedliebenden Iren als rohes aber trotzdem literates Volk, das zwar Briefe schreibt, aber Blutrache höher schätzt als den Ehebund und die Verantwortung für die Familie. Da hilft es auch wenig, die längst zum Klischee gewordene kulturelle Verständigung im Mittelalter zu bemühen (der wilde Wikinger lernt von den braven Brüdern), auch wenn der Gedanke natürlich löblich ist. Des Weiteren leben die grundsätzlich keuschen Mönche zum Zeitpunkt der Handlung bereits vollständig nach Art der römischen Kirche, obwohl die Transformation von der iroschottischen Kirche zum katholischen Ritus zu dieser Zeit noch lange nicht abgeschlossen waren und auch die Doppelhäuser, in denen verheiratete Mönche und Nonnen zusammen lebten, immer noch existierten.Die Dramaturgie weiß nur am Anfang einigermaßen zu fesseln. Konfliktpotenzial gibt es zuhauf, dennoch werden große Zeiträume kurzerhand übersprungen, gefährliche Situationen lösen sich in Wohlgefallen auf und über die Himmelsscheibe erfährt der Leser nichts neues. Ihre mögliche Hintergrundgeschichte wird am Ende des Buches, dem übrigens jeglicher Schlusskonflikt fehlt, nachgeschoben. Immerhin berücksichtigt Multhaupt die Tatsache, dass die Scheibe zusammen mit zwei bronzezeitlichen Kurzschwertern gefunden wurde und spekuliert sogar ein wenig über deren Funktion.Fazit: Nichts neues unter der Himmelsscheibe. So spannend das Experiment auch sein mag, die fiktive Geschichte des Fundstücks ins irische Mittelalter zu verlegen, die sachlichen Fehler und die allzu vorhersehbare Handlung machen diesen "historischen Roman" für Freunde des Genres nur schwer genießbar. Auch sprachlich ist man hier auf einem Stand, den kaum ein Lektorat durchgehen lassen würde. Während viele Figuren für die damalige Zeit viel zu moderne Ausdrucksweisen verwenden, ist sie für ein heutiges Publikum nur schwer lesbar.Seitenzahl: 205Format: 14 x 17 cm, gebundenVerlag: St. Benno

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