Hermann Scherer

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Hermann Scherer

Lebenslauf von Hermann Scherer

Über 2.000 Vorträge vor rund einer halben Million Menschen, 36 Bücher in 18 Sprachen, über 1.000 Presseveröffentlichungen, Vorlesungen an mehreren europäischen Universitäten, erfolgreiche Firmengründungen eine anhaltende Beratertätigkeit und immer neue Ziele – das ist Hermann Scherer. Er lebt in Zürich und ist in der Welt zu Hause, wo er mit seinen mitreißenden Auftritten Säle füllt. »Er ist einer der profiliertesten Coaches und Unternehmensberater Deutschlands. Belesen und voller Charisma gleichermaßen ...« (Handelsblatt). Der Bestsellerautor, Wissenschaftler und Business-Philosoph »zählt zu den Besten seines Faches« (Süddeutsche Zeitung).

Alle Bücher von Hermann Scherer

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Glückskinder

Glückskinder

 (12)
Erschienen am 01.05.2016
Wie man Bill Clinton nach Deutschland holt

Wie man Bill Clinton nach Deutschland holt

 (3)
Erschienen am 01.03.2006
Jenseits vom Mittelmaß

Jenseits vom Mittelmaß

 (2)
Erschienen am 31.03.2009
Glückskinder (Sonderausgabe)

Glückskinder (Sonderausgabe)

 (2)
Erschienen am 01.08.2012
Der Weg zum Topspeaker

Der Weg zum Topspeaker

 (1)
Erschienen am 13.02.2012

Neue Rezensionen zu Hermann Scherer

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Die-Rezensentins avatar

Rezension zu "Fokus!" von Hermann Scherer

Es lohnt sich nicht, über das Leben zu jammern, wenn man dessen Gestalter ist!!
Die-Rezensentinvor 2 Jahren


Allein das Cover und die edle Aufmachung des Buches haben mich schon begeistert. Der Umschlag wurde auf der Innenseite zusätzlich mit  einer Menge Fotos verziert, im Groben gesagt handelt es sich dabei um Wegbegleiter des Autors.

Außerdem lag dem Buch ein eBook-Code bei, sodass ich abwechselnd auf dem Reader oder im Buch lesen konnte.
Desweiteren findet man hinten einen Gutscheincode, mit dem man kostenlos einen Vortrag mit Hermann Scherer besuchen kann!!!! Ich habe mich direkt für Januar 2017 angemeldet, denn ich habe bisher einen Vortrag von Hermann Scherer gehört und fand ihn genial.

Doch nun mal etwas zum Inhalt..

Natürlich ist nicht alles, was Hermann Scherer schreibt, für jeden geeignet oder passt. Das ist sicher auch nicht Sinn der Sache.
Für mich persönlich erwartete ich von diesem Buch einige Tipps, Anregungen,  neue Impulse, vielleicht auch endlich den nötigen Ruck, um eine Entscheidung zu treffen, die ich bisher hinausgezögert habe.

Und genau das hat es bewirkt!! Ich bin wieder voll motiviert, einige Dinge zu ändern, nicht zu zaghaft  oder ängstlich zu sein und habe auf vieles einen anderen Blickwinkel erhalten.
Mit manchen Vorschlägen konnte ich nichts anfangen, weil sie einfach nicht zu meinem Leben passen, mit anderen dagegen richtig viel. Hermann Scherer hat mir mal wieder vor  Augen geführt, wie oft man den Fokus verliert, sich  von allen möglichen Dingen ablenken lässt und das Wesentliche dabei vergisst. Man sollte wieder mal den Fokus auf die Sachen richten, die einem wichtig sind oder einen weiterbringen im Leben. Das bedeutet auch, Dinge zu verändern, die einem nicht passen. 
Zwei Zitate fand  ich besonders gut: "Es lohnt sich nicht, über das Leben zu jammern, wenn man dessen Gestalter ist"  und "Love it, change it or leave it"

Diese Worte werden mir sicher noch ziemlich lange im Gedächtnis bleiben.

Ich denke, hier ist für jeden etwas dabei, das er für sich in Anspruch nehmen kann.
Wer etwas verändern möchte im Leben, der sollte auf jeden Fall zu `FOKUS` greifen, sich inspirieren lassen und möglichst auch den Gutschein einlösen und Hermann Scherer einmal LIVE erleben!!


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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Fokus!" von Hermann Scherer

"Nur wer klein denkt, kann Großes bewirken"
R_Mantheyvor 2 Jahren

Hatten wir das nicht auch schon anders gehört? Dröhnte uns nicht THINK BIG! in den Ohren? Das waren einstmals die positiven Denker, zu denen man Hermann Scherer nach seinem eigenen Bekunden nicht zählen kann. Nach dem Satz "Nur wer klein denkt, kann Großes bewirken." folgt Scherers Erklärung: "Lassen Sie den Unrat vorbeischwimmen!" (192), denn "Mittelmaß entsteht dann, wenn Sie es nicht lassen können, all den Unrat, der im Leben vorbeischwimmt, herauszufischen und anzusammeln". Klein denken heißt, sich auf das zu konzentrieren, was im Fokus der eigenen Interessen steht.

Scherers neuestes Buch wendet sich also an Menschen, die nicht zum Mittelmaß gehören, sondern das, was sie sich einst in der Jugend vorgenommen hatten, auch verwirklichen wollen. Dazu müsse man sich konzentrieren, seinen Fokus behalten, sich nicht von all den Ablenkungen, die einem im Leben so begegnen, beeinflussen lassen. Und tatsächlich: Wenn man sich die Lebensläufe "erfolgreicher" Menschen ansieht, dann haben sie genau das gemacht. Scherer selbst ist auch so ein Erfolgsmensch. Einst verdiente er sein Geld als Lebensmittelhändler, dann jedoch wollte er ein erfolgreicher Redner werden. Und genau das hat er mit einem unglaublichen Fokus auch erreicht.

Seine Reden sind brillant, seine Bücher Bestseller. Und ehrlich gesagt, er hat mich auch erwischt, obwohl ich dachte, inzwischen immun gegen solche Leute zu sein. Wenn man sich Veranstaltungen seiner vielleicht nicht ganz so brillanten Kollegen ansieht, dann kann man das ganze Spektrum von einer temporären, aber sich bald wieder auflösenden Gehirnwäsche bis zu bleibender Skepsis beobachten. Interessant wird es immer, wenn man die Lebensläufe solcher Motivationsredner liest. Meist sind es an anderer Stelle gescheiterte Menschen, die sich nun hinstellen und ihren Zuschauern die ultimative Motivation für einen dauerhaften Erfolg versprechen.

Bei Scherer ist das ein wenig anders. Er lebt wohl tatsächlich vor, was er predigt. Jedenfalls scheint das in diesem Fall so zu sein. Er arbeitet mehr als normale Menschen und ist nach seinen eigenen Aussagen unglaublich fokussiert, kommt mit vier Stunden Schlaf aus und redet in der ganzen Welt sehr erfolgreich Leuten ins Gewissen, die dafür Unsummen bezahlen.

Nachdem ich das Buch einige Tage habe sacken lassen, wurde mir klarer, dass Scherer zwar ein wirkliches Problem hervorragend beschrieben, aber seinen Kern dabei geschickt umschifft hatte. Man kommt dem wunden Punkt immer auf die Spur, wenn man relevante Aussagen auf den Menschen anwendet, der sie trifft. Kapitel 10 dieses Buches heißt "Rechnet sich Menschlichkeit?". Abgesehen davon, dass sich Menschlichkeit und Rechnen jedenfalls bei mir nicht unbedingt mögen, lernt man in diesem Kapitel etwas über Scherers Privatleben: "Manchmal fährt meine Familie für einige Zeit weg, weil sie es mit mir nicht mehr aushält. Ich bin zu fokussiert. So nehme ich nichts mehr um mich herum wahr. Ich bin zu fleißig. So habe ich keine Pausen und Freiräume mehr, die sich zufällig mit etwas füllen könnten, Ich bin zu zielorientiert. Ich bin im Tunnel. So habe ich keinen Sinn mehr für die Ziele anderer - überhaupt für andere. Soweit hätte es nicht kommen dürfen, denke ich dann." Um es auf den Punkt zu bringen: Ist seine Familie der Unrat, den man vorbeischwimmen lassen muss?

Wo endet der Fokus? Was kann ich zulassen, ohne ihn zu verlieren? Das sind nämlich die Fragen, die sich praktisch stellen, wenn man seine Lebensziele fokussiert angehen will. Wo sind belastbare Kompromisse und wo beginnt man sein Ziel aus den Augen zu verlieren? Darauf gibt Scherer keine Antwort. Wie auch, wenn er es bei seiner Familie offenbar selbst nicht schafft.

Übrigens gibt es noch eine andere verräterische Stelle. Scherer empfiehlt zu meditieren. Macht er das selbst? So wie er seine Abläufe beschreibt, scheint dafür kein Platz zu sein. Nicht dass der Eindruck entsteht, ich würde seine Glaubwürdigkeit bezweifeln. Darum geht es gar nicht. Ein Redner ist kein Vorturner, sondern jemand, der einem ins Gewissen reden, der Zusammenhänge eindrucksvoll offenlegt und sie seinen Zuhörern mit brillanten Formulierungen im Gehirn verankern will. Und genau das kann Scherer wirklich hervorragend. Um den Teufel, der in der persönlichen praktischen Umsetzung liegt, kümmert er sich nicht.

Nimmt man auch dieses Buch so auf, dann erfüllt es seinen Zweck. Natürlich hat sich Scherer nicht alles selbst ausgedacht. Seine Texte basieren nicht allein auf seinen eigenen Erkenntnissen, und seine Leistung besteht in Wirklichkeit nur darin, diese Zusammenhänge so eindrucksvoll darzulegen, dass seine Leser oder Zuhörer verblüfft sind und anfangen nachzudenken. Wenn daraus richtungsändernde Entscheidungen erwachsen, dann hat er seine Aufgabe erfüllt.

Solche Zusammenhänge findet man sehr konzentriert in diesem Buch. Beispielsweise beschreibt Scherer sehr klar, was passiert, wenn man eigene Vorhaben nicht erfüllt. Ein Vorhaben ist ein Vertrag mit sich selbst. Wenn man ihn nicht erfüllt, verliert man unbewusst das Vertrauen in sich. Solche Vertragsbrüche, die man leicht überspielen kann, haben also eine erhebliche Dauerwirkung.

Neben vielen sehr eindrucksvollen Kapiteln findet man auch einige seltsam unkonzentrierte. Zum Beispiel Kapitel 5 "Die Angst findet Dich. Immer." Gut angefangen, dann merkwürdig diffus geendet. Angst ist sicher ein großes Thema, das allerdings hier recht schwach beschrieben wird. Danach folgt ein Kapitel mit Werbung für die "Scherer Academy" und einen Besuch in New York. Auch merkwürdig unfokussiert. Hier geht es um die "Selbstwirksamkeitsüberzeugung", die die Teilnehmer dort lernten oder lernen sollten. Doch diese beiden Abschnitte sind eher Ausreißer. Im Großen und Ganzen findet der Leser dieses Buches alles zum Thema Fokus vor, das ihn an das erinnern soll, was er sich für sein Leben einst vorgenommen hatte.

Wenn man diesen Text richtig einordnen kann, dann ist er wirklich inspirierend. Scherer trifft zielsicher die gut verdrängten wunden Punkte im Leben seiner Leser und Zuhörer.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Glückskinder" von Hermann Scherer

Glückskinder, die nicht glücklich sind?
R_Mantheyvor 3 Jahren

Hermann Scherer ist ein Getriebener, und er ist nach seiner Definition ein Glückskind. Allerdings kriegt man das nicht so einfach heraus, denn er verrät uns erst am Ende seines Buches, wer oder was Glückskinder eigentlich sind. Etwas Verwirrung, ob nun absichtlich erzeugt oder nicht, trat bei mir jedenfalls schon viel früher ein. Auf Seite 31 lesen wir: "... der Preis, den die Glückskinder bezahlen, ist bisweilen hoch ... Als ... Reich-Ranicki (offenbar auch ein Glückskind - R.M.) ... sein Leben resümierte, fiel das so aus: >> Ich bin nicht glücklich. Ich war es nie. <<"

Ein Glückskind, das nie glücklich war? Über sich selbst schreibt Scherer (S. 84): "Nein, ich bin leider kein positiver Mensch. Ganz im Gegenteil, nicht selten bin ich negativ, pessimistisch, grüblerisch, kritisch und skeptisch. Ich wäre oft froh, wenn ich eine positivere Haltung einnehmen könnte." Scherer sucht "Chancen", und nichts graut ihn mehr, als sein Leben ängstlich und faul zu verplempern, wie das seiner Meinung nach die Mehrheit tut, die bekanntlich niemals Recht hat.

Glückskinder sehen, so Scherer, ihre Chancen im Leben und nutzen sie. Kurz vor Ende seines Buches steht: "Glückskinder sind Menschen, die so kompetent sind, dass sie es schaffen, ihren eigenen Willen so zu bekommen, dass sie damit niemandem schaden oder, noch besser, anderen sogar nutzen." Glückskinder, so lesen wir an einer ganz anderen Stelle, seien ausschließlich auf Lösungen fokussiert, nicht auf Probleme. Entweder hätten sie dies in die Wiege gelegt bekommen oder gelernt. Und für alle die, die es noch nicht verstanden haben, aber es nun lernen wollen, hat Scherer dieses Buch verfasst.

Er gibt als Beruf Redner an und lebt von dieser Tätigkeit offenbar hervorragend. Warum das so ist, kann man an diesem Buch in faszinierender Weise beobachten. Der Text liest sich sehr gut, und wahrscheinlich hört man Scherer auch entsprechend gerne zu. Sein Stil ist fesselnd, an den richtigen Stellen kommen bekannte und scheinbar überzeugende Beispiele, und nicht zuletzt hat er fast immer Recht. Entscheidend scheint mir jedoch, dass er seine Leser oder Zuhörer dazu anregt, doch wenigstens einmal über ihr Leben und ihre Träume nachzudenken. Lebt man wirklich das Leben, was man sich früher einmal vorgestellt hat, und falls nicht, warum?

Dass sich Scherer gelegentlich in Widersprüche verwickelt, Begriffe merkwürdig wählt oder Beispiele (wie Schrödingers Katze) etwas vergewaltigt, fällt dabei nicht so sehr ins Gewicht. Hauptsache, es passt ins Konzept. Und das zeigt offenbar bei vielen Menschen Wirkung. Und wenn diese Wirkung dazu führt, dass man sich in eine andere, bessere Richtung bewegt, dann kann man solche Kleinigkeiten in der Methodik irgendwie vernachlässigen oder belächeln. Oder?

Angesprochen auf die Widersprüche in seinen Gedanken, antwortet Scherer cool: "Dass ich mir selbst widerspreche ist erstens normal und zweitens sinnvoll." Weitere Erklärungen findet man im Text (S. 176/177). Auch dass er Glück mit einem wie auch immer definierten Erfolg verwechselt, ficht ihn nicht an. Scherer geht es darum, dass wir unser Leben nicht vergeuden, sondern es so leben, wie wir es uns einst erträumt haben. Leider kam bei vielen etwas dazwischen.

Wer also einen Ruck braucht, um sich wieder an einstige Träume zu erinnern und sie vielleicht doch zu verwirklichen, der greife zu diesem manchmal widersprüchlichen, aber gut geschrieben Buch. Ob er danach glücklicher wird, ist offenbar eine ganz andere Frage.

Sein Inhalt lässt sich nur schwer beschreiben. Es geht ums Loslassen, darum, dass das Leben keine Generalprobe ist und dass die Sonderangebote des Lebens zu billig sind. Erklärt wird die ausbremsenden Wirkung von Perfektionismus, genannt werden Gründe dafür, warum wir angeblich unglücklich sterben. Wir lernen die Nützlichkeit von Verwirrung vor Durchbrüchen zu schätzen und erfahren viel über Komplexitätskompetenz und Chancenintelligenz, und schließlich auch noch über sozialen Individualismus.

Wenn Scherer übrigens seine Batterien wieder einmal aufladen möchte, geht er gelegentlich für eine Woche in ein Zen-Kloster. Dort herrscht ein radikales Sprechverbot. Blickkontakte sind unerwünscht. Bereits vor Sonnenaufgang wird meditiert, ein wenig im Kreis gelaufen und wieder meditiert. Hat er mal einen Zen-Mönch, der gewiss nicht auf der Suche nach Chancen ist, gefragt, ob er glücklich sei?

Wir wissen es nicht. Aber Glücklichsein ist ja auch nicht das Thema dieses Buches.

Fazit.
Ein sehr gut geschriebenes Buch für alle, die einen Ruck brauchen oder an ihre einstigen Träume erinnert werden wollen.

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