Herta Müller Der Fuchs war damals schon der Jäger

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Inhaltsangabe zu „Der Fuchs war damals schon der Jäger“ von Herta Müller

Die Lehrerin Adina hat ein Fuchsfell in ihrer Wohnung. Eines Tages ist der Schwanz abgetrennt, dann ein Hinterfuß, ein Vorderlauf. Am Fuchsfell zeigt sich, dass sie der rumänische Geheimdienst bedroht: Der Fuchs ist der Jäger.

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  • Rezension zu "Der Fuchs war damals schon der Jäger" von Herta Müller

    Der Fuchs war damals schon der Jäger
    taralu

    taralu

    11. February 2013 um 20:18

    Ich fand das Buch, obwohl es nicht einfach zu lesen ist, sehr interessant. Es blieb mir in Erinnerung. Der Schreibstil ist bildhaft, sehr detailverliebt. Viel der teils trostlosen Stimmung, der ängstigenden Szenen oder der einfachen Alltagssituationen wird über Bilder transportiert. Das war zuerst sehr eigenartig, aber wenn man sich darauf einlässt durchaus spannend. Charaktere, deren Beziehungen und Geschichte erschließen sich zwar erst nach einiger Zeit, doch am Ende fand ich das Ganze richtig fesselnd. Kein leichter Stoff, aber lesenswert.

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  • Rezension zu "Der Fuchs war damals schon der Jäger" von Herta Müller

    Der Fuchs war damals schon der Jäger
    DrGordon

    DrGordon

    26. July 2011 um 16:32

    Sehr lyrisches und pittoreskes Buch. Sehr typisch für Herta Müller. Den Roten Faden der Handlung muss man suchen bzw. ist nicht immer leicht zu finden. Erst ab Mitte des Buches wird dies besser. Keine leichte Lektüre aber sehr lohnenswert. Nicht so gut wie Atemschaukel auch aufgrund des oftmals kaum erkennbaren Handlungsstranges. Auch die Beschreibung und Motivationen der Hauptcharaktere fallen des öfteren dem Sprachstil zum Opfer. Dies ist sehr schade, da das Thema Geheimdienst Securitate versus rumänische Gesellschaft ein sehr spannendes ist. Nicht nur für Rumänen selber. Leser welche selbst im Warschauer Pakt gelebt haben, werden sicherlich manche Bilder Herta Müllers mehr verstehen bzw. erst erkennen. Nichts desto trotz wird der alltägliche Terror bzw Ohnmacht der Menschen gegenüber dem rumänischen Systems im Alltagleben sehr gut von Müller herausgearbeitet. So z.B. in den Bissspuren auf den Beinen der Arbeiterinnen zugefügt durch den des Direktors des Drahtwerk oder den Zigarettenstummel der Securitate in Adinas Toilette eines der Hauptcharaktere. Wenn man sich aber auf den Sprachstil einstellt ist die teilweise mangelnde Handlung nicht so wichtig. Es kommt mehr auf die generelle Stimmung an, welche in kleineren Geschichten bzw Bildern beschrieben wird.

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  • Rezension zu "Der Fuchs war damals schon der Jäger" von Herta Müller

    Der Fuchs war damals schon der Jäger
    Readyforbooks

    Readyforbooks

    27. March 2011 um 16:29

    Herta Müller, was soll man sagen, wenn jemand den Literatur Nobelpreis bekommt, muss man als Leser einfach in die Buchhandlung stürmen und einige Bücher kaufen. Sehr sehr schwere Kost, Frau Müller jongliert so gnadenlos mit Stimmung, Gefühl, Wörtern, Sätzen, dass mir noch heute der Kopf rauscht!Aber sie bringt es trotzdem genau auf den Punkt. Meine grauen Hirnzellen waren wirklich sehr gefordert, es war wie eine Matheaufgabe. Nichts für eine lauschig faule Sommernacht, es ist wirkliche ARBEIT!ICH LIEBE ES!!!!Habe so viele Zweilen gefunden die ich mir sofort rausgeschrieben habe!!!!Solch eine wundervoll neue und moderne Poesie!

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  • Rezension zu "Der Fuchs war damals schon der Jäger" von Herta Müller

    Der Fuchs war damals schon der Jäger
    Lysander

    Lysander

    05. January 2011 um 22:42

    Es mag ja sein, dass der Schreibstil Müllers metaphorisch für die Lebensbedingungen in der Dikatatur ist - mich hat das alles gar nicht angesprochen, dieses Buch ist einer der wenigen Flops in meiner Bibliothek. Schade!

  • Rezension zu "Der Fuchs war damals schon der Jäger" von Herta Müller

    Der Fuchs war damals schon der Jäger
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. September 2010 um 22:43

    Herta Müller, die Literatur-Nobelpreisträgerin von 2009, schreibt über ein sehr ernstes Thema. Die rumänische Diktatur, die heutzutage aus den meisten Köpfen verschwunden ist, kommt in ihren Werken wieder zum Leben und macht deutlich, welche schweren Zeiten das Land durchmachen musste. Ich habe mehrere Bücher von Herta Müller gekauft, weil ich an der Uni ein Proseminar belege, welches sich den Werken Herta Müllers widmet. Davor habe ich noch nicht wirklich viel von ihr gehört, die Geschichten auf den Klappentexten haben mich jedoch sehr angesprochen. So auch die Geschichte von 'Der Fuchs war schon damals der Jäger'. Ich muss jedoch sagen, dass mir das Lesen nicht immer leicht gefallen ist. Vor allem die ersten 150 Seiten des Buchs bestehen nicht wirklich aus der Geschichte, die im Klappentext zu lesen ist. Vielmehr werden einzelne Szenen aus dem Alltag geschildert, die die Zerstörung aufzeigen sollen, die durch die Diktatur aufkamen und Menschen und Umwelt stark beeinflussten. Die ersten Kapitel im Buch haben keine Geschichte, keinen roten Faden. Ich konnte oft nach dem Lesen nicht sagen, um was es wirklich geht, außer um die vorher beschriebene Zerstörung oder die Einsamkeit, die Trostlosigkeit, die im Land vorherrscht. Es sind mehr Gefühle und Emotionen, die aus der beschriebenen Umgebung hervorgehen. Wer hier auf eine spannende Geschichte hofft, der wird leider enttäuscht. Die eigentliche Storyline, die Adina, Paul, Clara, Abi und Pavel betrifft, beginnt erst ca ab Seite 150. Die Geschichte an und für sich ist sehr interessant und sehr spannend. Ich konnte jedoch zu den Figuren kaum eine Beziehung aufbauen. Dies lag vielleicht an der Sprache, die Herta Müller in diesem Roman benutzt. Sie schreibt sehr lyrisch und bei vielen Sätzen braucht man mehrere Anläufe, bis man sie, wenn überhaupt, richtig verstanden hat. Ich konnte das Buch oft nicht geniesen, weil ich an einigen Stellen zu viel und zu stark interpretieren musste, um Herta Müllers Intensionen verstehen zu können. Ich gebe dem Buch jedoch drei Punkte, da es trotz der eben genannten Kritik geschafft hat, mich irgendwie zu berühren. Das Buch vermittelt sehr gut die Trostlosigkeit, die Hoffnungslosigkeit, die Trauer und den Hunger, die im Land vorherrschen. Die Geschichten wirken manchmal schon depressiv und beschreiben dadurch gut die damalige Stimmung. Es ist auf jeden Fall lesenswert, man sollte jedoch nicht mit zu großen Erwartungen an das Buch herangehen und sich im Klaren darüber sein, dass es nicht jedermanns Stil ist.

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  • Rezension zu "Der Fuchs war damals schon der Jäger" von Herta Müller

    Der Fuchs war damals schon der Jäger
    Gert

    Gert

    08. February 2010 um 19:08

    Dieses Buch ist schwer zu lesen, aber gerade daher lohnt es sich ! Die Sprache, grausam und zerbrechlich zugleich, fasziniert einfach ! Die Bilder, die entstehen, sind großartig. Natürlich, weil es vor der Hintergrund des alten Rumänien spielt, ist es politisch, das Großartige ist aber die Prosa.

  • Rezension zu "Der Fuchs war damals schon der Jäger" von Herta Müller

    Der Fuchs war damals schon der Jäger
    Clarisse

    Clarisse

    04. December 2009 um 16:05

    Beeindruckendes Buch! Für manche ist das Buch sicher schwer bis gar nicht lesbar...Der Stil ist bestimmt nicht jedermanns Sache... Ich war anfangs auch etwas irritiert und dachte: oh Gott ich verstehe das alles nicht. (Und ein bisschen eklig ist es manchmal auch - aber das ist die Zeit in der Diktatur denn ja auch; ekelerregend.) Aber ich habe einfach weitergelesen. Die kalte Sentimentalität, die dichte und poetische Sprache, die Atmosphäre; man muss sie einfach auf sich wirken lassen. Nach und nach habe ich auch reingefunden in diese eigenartige Welt. Ich habe diese Welt eigenartiger Wise fast noch schlimmer und bedrückender empfunden als die des Lagers in "Atemschaukel". Vielleicht weil Herta Müller hier ihre Sprache benutzt, nicht aus der Sicht von Oskar Pastior schreibt; hier spricht nur ihre Stimme.

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