Herta Müller Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt

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Inhaltsangabe zu „Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt“ von Herta Müller

Im Rumänien Ceausescus, in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts, wartet die deutschstämmige Familie Windisch auf die Ausreisegenehmigung in den Westen. Während immer mehr der rumäniendeutschen Nachbarn das Dorf verlassen, muss die Familie weiter warten – das Leben scheint stillzustehen. Erst als sich die Tochter Amalie für die Ausreisegenehmigung verkauft, bekommt die Familie die ersehnten Papiere.

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    Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt
    Speckelfe

    Speckelfe

    19. February 2014 um 23:13

    Familie Windisch wartet auf die Ausrisegenehmigung aus Rumänien und erst als sich die Tochter dafür "verkauft", kann die Familie das Land verlassen. An sich eine interessante und spannende Geschichte, der Schreibstil hat mir allerdings nicht gefallen. Der Handlung ist teilweise schwer zu folgen, der Stil eher einfach .. nicht mein Ding.

  • Grandiose Sprachkunst - der Text zeigt den Stillstand des Lebens

    Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt
    Eltragalibros

    Eltragalibros

    05. November 2013 um 19:57

    Inhalt: Rumänien in den 1980er Jahren. Die deutschstämmige Familie Windisch wartet darauf die Ausreisegenehmigung in den Westen zu erhalten. Während dieser schier endlosen Wartezeit, während die Nachbarsfamilien eine nach der anderen auswandern, scheint die Zeit und das Leben in einer Endlosschleife zu stecken. Meinung: In kurzen Kapitel, in Momentaufnahmen, zeigt Nobelpreisträgerin Herta Müller den Stillstand einer ganzen Familie, das Ausharren und Warten auf bessere Zeiten. Familie Windisch lebt ohne zu Leben. Vater Windisch betreibt eine Mühle, seine Frau vermeidet es, von ihm angefasst zu werden und seine Tochter Amalie entgleitet ihm immer mehr, bewegt sich so, als hätte sie ihre Jungfräulichkeit bereits verloren. Windisch lebt in seiner eigenen Welt. Die Realität berührt ihn kaum und doch ist er ein guter Beobachter, dem Details in seiner Umwelt auffallen, die sonst unbemerkt bleiben. Seine Familie ist zerrissen, seine Frau will ihren ehelichen Pflichten im Bett nicht mehr nachkommen und sucht doch ihre Befriedigung. Tochter Amalie arbeitet in der Stadt und lebt zwischen der väterlichen Maßstäben und den Versuchungen der Männer. Einen Fokus legt Herta Müller in ihrer kurzen Geschichte auf die Beschreibung des stagnierenden Lebens, auf kleine Momentaufnahmen, die beliebig gewählt, verdeutlichen, wie Leben gelebt werden, die einer wartenden Passivität verfallen sind. Den Stillstand weiß Müller gekonnt in Szene zu setzen, er fließt regelrecht durch die beschreibenden Sätze, die jeglicher Aktivität beraubt sind; Und auch dem Leser zwar viel zwischen den Zeilen lesen, aber nur wenig Handlung übrig lassen. Fazit: In einen zeitlichen Stillstand gehüllt berichtet Herta Müller über eine Familie, die aufgehört hat zu leben, die nur darauf wartet, dass endlich von außen die Stagnation aufgebrochen wird. Detailreich verfällt die Autorin in Beschreibungen, die ohne Handlung das langatmige, auf Warten ausgerichtete Leben der Familie Windisch, erzählen. Das Nicht-Leben bricht durch die Textzeilen – ohne Frage eine Kunst – die mir aber nur wenig Lesegenuss vermitteln konnte.

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  • Rezension zu "Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt" von Herta Müller

    Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. July 2010 um 14:33

    Oft sehr kurze Sätze. Bildhaft. Eine sehr große Aussagekraft in jedem einzelnem Kapitel. Eine hohe Kunst so schreiben zu können, aber lesbar für alle Bevölkerungsschichten geschrieben. Man muss vorher nicht die ganze Lebensgeschichte von Hertha Müller kennen, vieles erschließt sich durchs lesen dieses Buches. Für Mich hat ihr Schreibstil, Wolgang Borcherts Art zu schreiben geähnelt. Man wird in Details des rumänischen Kolonieleben hineingeführt. Das macht das Buch sehr spannend.

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  • Rezension zu "Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt" von Herta Müller

    Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt
    Beagle

    Beagle

    04. December 2009 um 07:35

    Die Welt im Rumänien der 1980er Jahre. Es leben Deutsche hier, die nach dem Krieg geblieben sind, nicht mit den anderen gegangen sind. Rund um Herrmannstadt ist eine ganze Kolonie Deutscher, die hier seit eh und je leben. Doch viele wollen nach Deutschland, da sie doch Deutsche sind und hier in Rumänien nichts mehr zu suchen haben, von den Rumänen zwar geduldet, nicht aber akzeptiert werden. Einer von ihnen ist Windisch, ein Müller, der mit seiner Frau und seiner Tochter Amalie in einem kleinen Dorf wohnt. Er wartet auf den Pass zur Ausreise. Und diese kurze Geschichte erzählt das Buch, wie er wartet, sehnt und hofft. Wir erfahren vom Leben, das doch gar nicht so grausam scheint, es ist einfach und beschaulich, nicht aber schlecht. Nach dem großen Wirbel, der um Herta Müllers Nobelpreisverleihung gezogen ist, habe ich mir weitaus mehr erwartet. Ich dachte an Unterdrückung, Angst und Grauen. Dieses Buch gibt nichts von dem wieder, weswegen Müller den Nobelpreis erhalten hat. Außerdem ist die Sprache kindlich einfach. Auf dem Buchcover erfahren wir, dass dieser Erzählstil poetisch sein soll – Ansichtssache.

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