Herta Müller Niederungen

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Inhaltsangabe zu „Niederungen“ von Herta Müller

In eindringlichen Szenen beschreibt Herta Müller das Leben der Banater Schwaben, einer deutschsprachigen Minderheit im kommunistischen Rumänien – eine Anti-Idylle, in der Angst und Hass herrschen, Intoleranz und Stillstand. Herta Müller schildert in ihrer einzigartig poetischen Sprache eine Heimat, die nichts Heimeliges hat und ein Dorf, das kein Zuhause ist. Es ist die Chronik einer untergehenden Welt. Von der Autorin durchgesehene, um bisher gestrichene Passagen ergänzte endgültige Fassung.

Ein frühes Werk, das durch eine dichte, zuweilen schockierende Sprache besticht.

— BuzziReads
BuzziReads

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  • Gefangen in einer Kiste

    Niederungen
    MuenisBookWorld

    MuenisBookWorld

    02. May 2017 um 17:56

    Der Roman "Niederungen" ist wie viele vielleicht sagen würden "anders". Es handelt sich nicht um ein abenteuerliches Buch mit Höhen und Tiefen, sondern mehr um einen schleppenden und trägen Roman, der mit einem Alptraum des Protagonists beginnt und mit der puren Realität aufhört.Der Roman ist in viele unterschiedliche Erzählungen (Kapitel) geteilt. "Niederungen" ist die Längste und wahrscheinlich bedeutsamenste Erzählung von allen.Die Geschichte spielt in einem kleinen Dorf, dessen Name nicht genannt wird. Selbst der Name des Protagonists wird nicht erwähnt. Dadurch wirkt die Geschichte nicht individuell, sondern eher anonym und distanziert. Der Protagonist ist ein kleines Mädchen, das zusammen mit seinen Eltern in dem Dorf lebt.Das Kind ist jung und hat nicht wirklich eine schöne Kindheit.Gewalt, Brutalität, Tod und das dumme Geschwätz der Bewohner dominieren in den Erzählungen des Romans.Das Kind muss den Alltag im Dorf und die Familie ertragen. Ständig wird es geschlagen. Obwohl die Familie beisamen ist und zusammen wohnt, fühlt sich das Kind in Stich gelassen und nicht geborgen. Die trostlose und eintönige Stimmung wird durch die Sprache, die Herta Müller in ihrem Roman konstruiert, vermittelt.Es scheint keinen Funken Individualität in dem Dorf zu geben, alles sieht gleich aus und alle denken gleich. Wenn es jemanden wagt "anders" zu sein, und sich damit von den anderen unterscheidet, wird er oder sie von den Dorfbewohnern ausgegrenzt. Deshalb traut sich das Kind auch nicht zu sprechen. Es ist lieber mit seinen Gedanken alleine.Die Konstruktion des Dorfes ist ebenfalls sehr merkwürdig. Es wird als Kiste beschrieben, das bloß in der Gegend steht. Diese Kiste grenzt sich von der Stadt ab. In der Stadt kann man frei sein, aber leider traut sich keiner diese Grenzen zu überschreiten. Der Protagonist sitzt in dieser Kiste fest, fühlt sich gefangen und bedrückt. Das Dorf ruft durch seine vier Wände eine klaustrophrobische Situation hervor. Als würde man der Kiste nicht entkommen können. 

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  • Rezension zu "Niederungen" von Herta Müller

    Niederungen
    sabatayn76

    sabatayn76

    18. October 2011 um 22:34

    Über diverse Körperflüssigkeiten und Ausscheidungsprodukte Inhalt: Herta Müller erzählt in 'Niederungen' vom Leben im deutschsprachigen Banatschwaben im kommunistischen Rumänien, berichtet vom Leben im Dorf, von Elend und Schmutz, von Gewalt und von einer Heimat, die sonderbar fremd bleibt. Mein Eindruck: Es ist kein schönes Leben, von dem Herta Müller erzählt. Normalerweise stört mich dies nicht, und ich erwarte von und in Büchern keine Heile-Welt-Atmosphäre. Doch hier hat es mich gestört, und ich empfand viele von Herta Müllers Schilderungen als viel zu explizit und zu eklig. Zwar gelingt es der Autorin, eindringliche Bilder ihrer Heimat herauf zu beschwören, dem Leser eine Vorstellung vom Leben in Banatschwaben zu vermitteln, doch gab es meiner Meinung nach zu viele detaillierte Erwähnungen von Exkrementen, schmutzigem Badewasser, Würmern, Rotz und Blut. Auch der Schreibstil der Autorin hat mir wenig gefallen und ist entweder durch kurze, staccatoartige Sätze geprägt, die für ein abgehacktes und stockendes Lesen sorgen, oder zeichnet sich durch verworrene Sätze voller Wiederholungen und bedeutungsschwangeren Phrasen aus. Mein Resümee: Ein interessantes Thema, das meiner Meinung nach enttäuschend bearbeitet wurde, und ein für meine Begriffe zu bemüht intellektueller Schreibstil - 'Niederungen' war mein erstes Buch von Herta Müller und wird sicherlich auch mein einziges bleiben.

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  • Rezension zu "Niederungen" von Herta Müller

    Niederungen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    'Niederungen' war das erste Werk von Herta Müller, welches jetzt nach der Vergabe des Nobelpreises für Literatur an Herta Müller noch einmal erscheint und zwar in ungekürzter Fassung. Zur Geschichte an und für sich lässt sich nicht viel sagen. Es handelt sich um einzelne Kurzgeschichten, die jedoch alle das Leben der Banat-Schwaben versuchen zu beschreiben. Herta Müller ist eine Sache für sich. Entweder man mag ihren Schreibstil, oder man kommt mit diesem nicht zurecht. Ich gehöre leider zur letzten Kategorie. Was mich an Müllers Art zu schreiben stört, ist, dass man das Lesen nicht wirklich genießen kann. Sie schreibt sehr metaphernreich und abstrakt und man kann ihre Werke, auch 'Niederungen', nicht einfach lesen, sondern man muss Satz für Satz interpretieren. Dass dabei das Lesevergnügen bei mir auf der Strecke gebelieben ist, ist wohl nachvollziehbar. Außerdem finde ich, dass man ein gewisses Hintergrundwissen braucht, um ihr Schreiben, die Motive und die konfusen Geschichten überhaupt interpretieren und hinterfragen zu können. Ich war froh, als ich mit dem Buch durch war. Teilweise sind schöne Geschichten dabei, die sich mir vom Sinn jedoch nicht ganz erschließen und daher auch kaum Eindruck bei mir hinterlassen haben. Mag man Herta Müller als Autorin, so mag man auch dieses Buch. Ich kann jedoch nur 2 Sterne vergeben.

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  • Rezension zu "Niederungen" von Herta Müller

    Niederungen
    firlefanz

    firlefanz

    22. May 2010 um 20:58

    Was bin ich dankbar, dass Herta Müller den Nobelpreis gewonnen hat. Sonst würde ich sie nämlich vermutlich nicht kennen, und das wäre jammerschade!