Hervé Guibert

 3.7 Sterne bei 9 Bewertungen

Alle Bücher von Hervé Guibert

Verrückt nach Vincent & Die Hunde

Verrückt nach Vincent & Die Hunde

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Erschienen am 01.09.1999
Meine Eltern

Meine Eltern

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Erschienen am 14.11.2016
Reise nach Marokko

Reise nach Marokko

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Erschienen am 01.03.2001
Mitleidsprotokoll

Mitleidsprotokoll

 (2)
Erschienen am 01.06.1997
Blinde

Blinde

 (2)
Erschienen am 01.07.1995
Das Paradies

Das Paradies

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Erschienen am 01.12.1996
Herve Guibert, Photographien

Herve Guibert, Photographien

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Erschienen am 01.01.1996

Neue Rezensionen zu Hervé Guibert

Neu

Rezension zu "Dem Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat" von Hervé Guibert

Eine literarische Enthüllung über die Erkrankung des Schriftstellers
Nespavanjevor 8 Monaten

Der Roman von Hervé Guibert – Dem Freund, der mir das Leben gerettet hat – erschien zu einer Zeit als die AIDS-Epidemie als Schwulenkrebs galt, viele Leben forderte und es keine ausreichende Behandlung gab. Er erzählt in dieser teilweise fiktiven Autobiografie von den Anfängen der Erkrankung, der Unwissenheit und Ungewissheit.

Es ist aber nicht nur eine emotionale Lebensbeichte, sondern auch eine wütende Abrechnung. Er erzählt von der Hexenjagd auf Personen und wie sie sich immer wieder erklären mussten nicht an HIV erkrankt zu sein und nicht an AIDS zu sterben; von Scharlatanen, der sich die Opfer oft freiwillig und unfreiwillig unterworfen haben, immer mit der Hoffnung auf die Gesundung durch Medikamente, deren Wirkung keine Resultate zeigten. Er erzählt von Menschen die an den Folgen gestorben sind. Prominentes Beispiel ist sein Freund Michel Foucault, in diesem Roman Muzil genannt, bedeutender Philosoph und Galionsfigur der Schwulenbewegung, der 1984 an den Folgen von Aids starb.

In einer französischen Literatursendung zitierte und mokierte ein Moderator aus seinem Buch und beschrieb eine Szene, in der sich Hervé Guibert, als er von seiner Erkrankung noch nichts wusste und die Hand des Freundes Muzil geküsst hatte, zuhause die Lippen beschämt einseifte und abwusch, mit den Worten: „Das ist schrecklich!“ Guibert, von Aids gezeichnet und todkrank, antwortete: „Ja, das ist schrecklich. Doch es ist die Wahrheit.“

Im selben Jahr als das Buch auf Deutsch erschienen ist, starb der Schriftsteller und Fotograf Hervé Guibert an den Folgen der Erkrankung, der sich 1982 mit der damals noch fast unbekannten Immunschwäche infizierte.

 


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Rezension zu "Verrückt nach Vincent & Die Hunde" von Hervé Guibert

Eine obsessive Hommage an eine große Liebe
Nespavanjevor 2 Jahren

Hervé Guiberts Roman - Verrückt nach Vincent & Die Hunde - erzählt rückwärts, in kleinen Absätzen, Reflexionen und Anekdoten aus gemeinsamen Momenten mit Vincent, von einer großen Liebe und einer körperlichen Besessenheit. Manche Textstellen sind sehr intim und erotisch, manche streifen die Grenzen des guten Geschmacks und zeigen den Lesern seine eigenen moralischen Grenzen auf. In der zweiten Erzählung - Die Hunde - lässt Guibert der erotischen Fantasien seinen Lauf und beschreibt sehr detailiert, mit keinem Blatt vor dem Mund und mit einer nicht vergleichbaren Intensität, sadomasochistischen und homosexuellen Handlungen.


Zu Beginn stirbt durch einen leichtsinnigen Fehler der junge Liebhaber Guiberts. Der Roman - der auf wahren Begebenheiten beruht und dessen Werke hauptsächlich nur auf antiquarisch auf Deutsch erhältlich sind - besticht durch die Schönheit der Einfachheit. In Tagebucheintragungen erfährt der geneigte Leser von dieser sehr intensiven Beziehung, die durch Dummheit, Alkohol und Drogen ein jähes Ende genommen hat. Hervé Guibert, Schriftsteller und Fotograf, aus einer bürgerlichen Familie stammend - der an den folgen eines Suizidversuchs Anfang der 90er des vorigen Jahrhunderts verstorben ist - zeigt in diesen zwei Erzählungen seine Kunstfertigkeit und in Hinblick auf die zweite Geschichte - Die Hunde - verstehe ich, wenn er als direkter Erbe des Sades gehandelt wird. Hervé Guibert - auch wenn seine Werke nicht so einfach zu besorgen sind - wird von mir wieder gelesen. Ein großartiger Erzähler!

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