Herve Jaouen Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?

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Inhaltsangabe zu „Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?“ von Herve Jaouen

Véro, 13, hat es nicht leicht: Ihre wechselnden Lover sind notorisch untreu,
ihr Bruder ist ein Ekel, und jetzt soll sie auch noch ihr Zimmer räumen,
weil ihre Oma dort einzieht. Und die leidet an Alzheimer …
Innerhalb kürzester Zeit ist das Familienleben komplett auf den Kopf gestellt.
Omama plündert nachts die Küche, hortet Unmengen Schokoriegel und
Silberlöffel unter ihrem Bett, weil sie glaubt, dass der Krieg noch immer
andauert, telefoniert stundenlang ins Ausland oder löscht versehentlich
extrem wichtige Dateien auf Mamans Computer.
Virtuos, liebevoll, mit hinreißendem Humor und ohne jede Sentimentalität
schildert Hervé Jaouen das turbulente Leben einer ganz normalen Familie,
die auch die absurdesten Situationen mit Bravour meistert. Ein herrlich
positives Buch über ein ernstes Thema.

"Eine mit Wärme und Respekt geschriebene Familienchronik, die ein ernstes
und schmerzhaftes Thema mit Zartheit und Humor angeht." Je Bouquine

Mit französisch sarkastischem Humor schafft Hervé Jaouen es den Leser mit in die Familienbande zu "integrieren" ohne den Ernst zu verlieren!

— Francine

Der Autor hat es wunderbar geschafft, die Botschaft des Buches ganz subtil und leicht an den Leser zu bringen! Toll!

— Alexandra_vom_Buecherkaffee

Eine sehr berührende Geschichte, wunderbar und hoffnungsvoll, mit ganz viel Herz und Feingefühl erzählt

— Klusi

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  • Leo Löwchen 14J. Rezi zu "Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?"

    Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?

    LeoLoewchen

    22. August 2015 um 18:03

    Heute habe ich für euch das Buch “Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?” von Hervé Jaouen aus dem Urachhaus Verlag. In Véro’s Leben geht gerade alles drunter und drüber. Sie bekommt bald Ferien, in der Liebe läuft es alles andere als gut und ihr Bruder nervt sie permanent. Als jetzt auch noch ihre Oma bei Ihnen einziehen soll, nachdem ein großer Brand ihr Haus vernichtet hat, ist das Chaos vorprogrammiert. Eigentlich mag Véro ihre Oma ja, aber seit sie unter Alzheimer leidet, ist sie nicht mehr die Selbe. Zu Beginn ist sie nur leicht zerstreut, aber irgendwann kann man kein vernünftiges Gespräch mehr mit ihr führen. Was Véro’s Oma alles so für verrückte Dinge anstellt und wie Véro diese Dinge wieder in Ordnung bringt… Das erfahrt ihr in diesem Buch! Dieses Buch gehört für mich in die Kategorie der Bücher, die wahrscheinlich lange im Gedächtnis bleiben sollten, eine besondere Message vermitteln möchten und in diesen und allen weiteren Aufgaben auf voller Länge scheitern! Der Schreibstil ist alles andere als fesselnd, die Charaktere waren mir viel zu wenig ausgearbeitet und viel zu schwach in ihren Handlungen und es hat sich permanent dasselbe Schema wiederholt. Für mich gab es einfach nichts an diesem Buch, das es irgendwie hätte interessant gemacht. Ich hatte auf eine wirklich schöne leichte Geschichte gehofft, die auch wirklich etwas aussagt und sich gut lesen lässt. Es wäre auch durchaus Potential für eine solche Geschichte da gewesen, aber leider wurde keine dieser Möglichkeiten ausgearbeitet. Ab und zu gab es wirklich gute Momente und Szenen von Véro’s Oma, die mir wirklich gefallen haben, aber selten länger als ein paar Sätze anhielten.  Danach wurde permanent dasselbe Schema wiederholt und ab und zu etwas verschlimmert. Für mich eine wirkliche Enttäuschung und ein Buch, das man nicht unbedingt lesen muss! Ich vergebe 2 von 5 Löwchens! Das war es dann von mir! Viele Grüsse Eure Leo Löwchen

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  • Ein sehr unterhaltsames Buch, mit viel Wärme und Witz

    Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?

    LettersFromJuliet

    01. May 2013 um 10:45

    Inhalt Véro ist 13 Jahre alt und lebt zusammen mit ihren Eltern und ihrem großen Bruder. Von einem Tag auf den anderen soll sie hier Zimmer räumen, denn ihre Omama wird zu ihnen ziehen, da diese nun nicht mehr alleine leben kann. Sie hat Alzheimer. Für die Familie bedeutet das eine ziemliche Umstellung und die Omama sorgt für allerlei Chaos, bringt ihre Lieben allerdings auch zum Lachen – wenn auch unfreiwillig. Sie plündert nach die Küche, versteckt alles mögliche unter ihrer Matratze, telefoniert stundenlang ins Ausland oder schwelgt in Kindheitserinnerungen. Meine Meinung Ich bin mit sehr gemischten Gefühlen an dieses Buch herangegangen, da ich genau weiß wie heimtückisch die Krankheit Alzheimer ist. Obwohl das Buch lustig geschrieben ist, hat es mich sehr mitgenommen, da Alzheimer eben nicht so komisch ist wie dort dargestellt. Es werden nur die Anfänge gezeigt, die mitunter wirklich zum Lachen sind, aber wo sind die Schattenseiten? Die Menschen vergessen zu Essen, sie nässen sich ein, sie werden aggressiv und sie erkennen einen überhaupt nicht mehr wieder – nicht mal die eigene Enkelin. Ich weiß wovon ich schreibe, mein Opa hat Alzheimer im Endstadium. Es ist zwar sehr schön, wie hier mit dem Thema umgegangen wird, aber mir fehlt da etwas die Tragik an der Geschichte. Der Schreibstil von Hervé Jaouen konnte mich absolut begeistern und ich würde sehr gerne weiter Bücher des Autors lesen. Er hat geschafft diesem Buch eine Wärme und einen Witz zugeben, dass ich mich beim Lesen sehr wohlgefühlt habe und das trotz dieses Themas. Mir haben die Kapitel gefehlt, denn das Buch ist lediglich in 4 Jahreszeiten aufgeteilt, wobei jede Jahrzeit mehrere Absätze hat und so werden die verschiedenen Anekdoten/Abschnitte der Geschichte untergliedert. Die Geschichte wird in der Ich-Form aus Véros Sicht erzählt. Wer jetzt denkt, dass er es dann mit einem Jugendbuch zu tun hat, da Véro erst 13 Jahre alt ist, der irrt sich. Es geht hauptsächlich um ihre Omama und wie die Familie mit ihrer Krankheit umgeht. Ab und zu fließt mal eine kleinen Schwärmerei oder auch ein Streit mit ihrem Bruder ein, aber das ist ziemlich nebensächlich. Ich war von den Charakteren sehr angetan, vor allem Maman und Omama konnten mich begeistern. Beide strahlen viel Wärme aus, ganz im Gegensatz zum Onkel und seiner Frau Katha. Die beiden (besonders Tante Katha) könnten gut Eiswürfel darstellen. Wie sie mit Omama umgehen finde ich ganz furchtbar, aber das gehört nun mal zur Geschichte und ohne die beiden würde auch etwas fehlen. Das Buch hat mich wirklich positiv überrascht und ich habe sehr gerne (und sehr schnell, was ein gutes Zeichen ist) gelesen. Warum dann keine volle Punktzahl? Mir hat die Tragik an der Krankheit gefehlt, ganz einfach. Wenn man es nur als humorvolles Buch betrachten würde, hätte es die volle Punktzahl absolut verdient. Auf Grund meiner eigenen Erfahren, kann ich aber nicht nur die humorvolle Seite betrachten. Fazit Ein sehr unterhaltsames Buch, mit viel Wärme und Witz. Alzheimer wird den Menschen näher gebracht, aber die Schattenseite wird nicht beachtet.

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  • Eine berührende Geschichte über eine an Alzheimer erkrankte alte Dame

    Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?

    bookscolorsandflavor

    29. April 2013 um 10:59

    Das Cover ist zwar lustig aber ich finde es nicht wirklich passend zum Inhalt der Geschichte. Dafür passt es aber wieder mit dem Titel zusammen.  Hervé Jaouen hat versucht, mit "Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?" die Krankheit Alzheimer auch an jüngere Leser ranzuführen. Seine Charaktere hat er allesamt sehr liebevoll gestaltet und ihnen mit seinem charmantem Schreibstil Farbe eingehaucht. Trotz der wenigen Seiten gewinnt man die dreizehnjährige Véro, ihre Eltern und auch die an Alzheimer erkrankte Oma sehr lieb. Das komplette Gegenteil dafür sind allerdings ihr Onkel Charles und ihre Tante Katha. Sie sind sehr materiell eingestellt und haben keine Zeit und vor allem keine Lust sich mit der Krankheit von Charles Mutter auseinander zu setzen. Die vielen humorvollen Geschichten von Véros Oma lassen aber auch nie die Ernsthaftigkeit dieser Krankheit vergessen, was ich persönlich sehr gut finde. So ein Thema sollte nicht verharmlost werden. Wobei ich glaube, dass Hervé Jaouen sich eher auf die Anfangsphase dieser Krankheit konzentriert hat. Véro erzählt von den kleinen und großen Problemen, dem alltäglichen Zusammenleben mit ihrer Oma. Die alte Dame macht es der Familie ungewollt nicht ganz einfach. Es ist berührend beschrieben worden wie liebevoll sich doch jeder Einzelne mit der Oma befasst und ihr die ein oder andere spannende Geschichte aus der Vergangenheit entlocken kann und ihr somit ein schönes und auch würdevolles Leben integriert in der Familie ermöglicht wird. Und auch die Familie lernt die alte Dame neu kennen. Es werden alte Schätze und Liebesbriefe wieder ans Tageslicht geholt, die das Gedächtnis der alten Frau für kurze Zeit nochmals auffrischen.  Hier und da wird auch mal eine Liebelei von Véro oder ein Streit mit ihrem Bruder Guillaume beschrieben, was das Thema noch einmal auflockert.  Fazit: Ein schönes Buch, welches auch unbedingt Jugendliche lesen sollten, die selbst jemanden mit Alzheimer in der Familie haben, um die Handlungen der Personen vielleicht besser verstehen zu können.  An und für sich ist hier eine kurze aber dafür sehr humorvolle und berührende Geschichte entstanden, die wohl in Frankreich schon fest als Schullektüre etabliert wurde. Und ich finde auch hier hat dieses Buch durchaus potential als Lektüre unserer Schüler. Es gibt einen Punkt Abzug für die fehlende Tragik.  Einen besonderen Dank gilt an der Stelle dem Urachhaus Verlag, der mir das tolle Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat und natürlich auch den Verantwortlichen von Blogg dein Buch.

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  • Mamie mémoire

    Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?

    Fiobella

    26. April 2013 um 10:19

    ...so lautet der Originaltitel dieses Buches. Véro, 13, muss ihr Zimmer räumen. Denn nachdem Omama fast ihr Haus abgebrannt hat, zieht sie bei ihrer Enkelin und deren Familie ein. Fest steht: Omama hat Alzheimer. Es beginnt eine turbulente Zeit, die allerlei skurrile Situationen hervorbringt. Omama hortet Schokolade und Besteck unter ihrem Bett, weil die denkt es sei Krieg, führt stundenlange Telefonate ins Ausland und wird ausgerechnet nachts immer erst so richtig munter. Doch was am Anfang noch als lustig erscheint, entwickelt bald eine nachdenkliche Ernsthaftigkeit. Der Autor erzählt eine brührende Geschichte über eine leider immer häufiger auftretende Krankheit, mit der auch ich schon konfrontiert wurde. Und es ist genau wie er es beschreibt. Je länger diese Krankheit andauert, die schlimmer es wird, desto genauer weiß man, dass es ernst ist und dass nichts und niemand etwas dagegen tun kann. Hinzu kommt, dass Véro, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, und ihr Bruder gerade mitten in der Pubertät stecken und eigentlich ganz andere Dinge im Kopf haben. Doch die Familie meistert ihre Aufgabe mit Bravur! Ich denke, dieses Buch kann für viele Betroffene eine Hilfe sein, die Krankheit zu verstehen und damit umzugehen. Nicht umsonst ist "Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?" inzwischen Pflichtlektüre an französischen Schulen geworden.

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  • Omama wird vergesslich

    Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?

    goldfisch

    17. April 2013 um 08:46

    Ein schönes Buch, nicht nur für Jugendliche, zum Thema Demenz. Vero hat es nicht leicht.Ihr Bruder nervt und nun zieht auch noch Omama ein und die wird von Tag zu Tag vergesslicher.Doch Vero lässt sich nicht unterkriegen.Die ganze Familie versucht dem Gedächtnis der Oma wieder auf die Sprünge zu helfen. Dabei werden ganz ungewöhnlich Methoden angewendet.Was am Anfang schwer erscheint, schweißt die Familie zusammen.Ein wirklich gutes Buch mit heiteren und traurigen Abschnitten zum Thema Demenz

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  • So ernst - und doch unglaublich liebevoll und voller Humor!

    Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?

    Alexandra_vom_Buecherkaffee

    11. April 2013 um 10:39

    Wenn ich mich recht erinnere, war es ein Brand, der die Ereignisse beschleunigt hat... Ein kleiner Einblick: ... Mit diesem ersten Satz beginnt die dreizehn-jährige Véro ihre Erzählung über das Leben mir Omama Bénédicte Lavielle. Der Brand in Omama's Haus verändert das ganze Leben von Véro's Familie, denn Sie müssen sich eingestehen, dass Oma dringend in Behandlung sollte. Sie wird vergesslich, was der Brand eindeutig bewies, bei dem Sie das auf den Herd aufgestellte Essen völlig aus dem Gedächtnis verbannte und statt dessen Rosen schneiden ging. Omama zieht in das Haus ihrer Tochter ein und Véro, ihre Enkelin, muss ihr Zimmer räumen. Zuerst enttäuscht darüber, gewöhnt sie sich doch schnell an die neuen Umstände. Doch Omamas Zustand verschlechtert sich immer mehr. Der Arzt redet von der Alzheimerkrankheit. Sie räumt nachts die Schränke aus, Besteck und Toilettenpapier hortet sie unter dem Bett, sie telefoniert stundenlang ins Ausland und möchte unbedingt auf dem Schwarzmarkt einkaufen, denn für sie ist immer noch Krieg. Doch die Familie lässt sich nicht erschüttern und stehen Omama trotz aller skurriler Aktivitäten zur Seite und beschäftigen sich mit ihr - und lernen sie dadurch auf eine ganz neue Weise kennen, bekommen plötzlich einen Einblick in das vergangene aufregende Leben der Bénédicte Lavielle Meine Gedanken zu dem Buch: "Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?", im französischen Original "Mamie mémoire" wurde 2000 mit dem Prix Chronos, 2001 mit dem Prix des Incorruptibles ausgezeichnet und 2006 als Theaterstück adaptiert. Das erfolgreiche Buch gehört inzwischen sogar zur Pflichtlektüre in den französischen Collèges. Als ich auf diesen Buch aufmerksam wurde, ist mir dieser letzte Satz in der Autoren-Vita gleich ins Auge gefallen und ich wurde neugierig auf die Geschichte. Und nachdem ich dieses Buch zugeschlagen habe, verstehe ich dies sehr gut und finde, dass es sich auch hierzulande sehr gut als Schullektüre eigenen würde. Hervé Jaouen befasst sich in seinem Jugendroman auf äußerst einfühlsame und liebevolle Weise mit der an sich so schweren Thematik der Alzheimerkrankheit [1]. Er schafft es, das Thema leicht zu verpacken, was unter anderem auch an dem begeisternden und herzlich-ironischen Humor der Erzählerin Véro liegt, die man sofort liebgewinnt. Sie widmet diese Erzählung voll und ganz ihrer Omama, zollt ihr Respekt und stellt ihre eigenen, jugendlich-typischen Sorgen in den Hintergrund. Mal kurz angesprochen, beendet sie dies auch schnell wieder ( "aber lassen wir das!") und widmet sie sich fast umgehend wieder der Geschichte ihrer Oma. Schnörkellos, ohne zu viel Sentimentalität berichtet sie aus dem plötzlich sehr turbulenten Familienleben - und das auf eine solch erfrischende und auch sehr humorvolle Art und Weise, dass man trotz der Ernsthaftigkeit immer wieder schmunzeln muss. Und genau dies macht das Buch zu etwas Besonderem! Denn trotz allem macht man sich als Leser seine Gedanken zur Krankheit selbst, zu den Folgen und man wird sehr sensibel für die Thematik. Anhand dieser Geschichte kann man sehr gut sehen, dass man auch auf eine sehr leichte Weise zum Nach- und Mitdenken angeregt werden kann, dass man sich mit dem Thema beschäftigen kann, ohne zu sehr belastet zu werden. Diese liebevolle Geschichte, die der Omama Bénédicte gewidmet wurde, geht dem Leser ans Herz und berührt - das ist sicher. Aber sie legt sich nicht so schwer auf das Herz, wie es manch andere Geschichten dieser Art tun. Und so können sich auch schon junge Leser etwas befreiter und leichter mit dem Thema Alzheimer beschäftigen. Ich denke, sie macht sensibler für das eigene Umfeld. Der ein oder andere kennt bestimmt jemanden, der dieser leider mittlerweile sehr verbreiteten Krankheit verfallen ist und sieht vielleicht manche Dinge aus einem anderen Blickwinkel. Die Familie lernt ihre Omama nochmals auf eine ganz neue Weise kennen, und erhält neue Einblicke in deren Vergangenheit, sie finden alte Schätze, alte Liebesbriefe, die der Schlüssel zu Omas Gedächtnis sind und so entsteht Zug um Zug eine Art Biografie über das vergangene Leben. Die Krankheit nimmt Oma mit, aber die Familie lernt trotz allem mehr über sie kennen als in all den Jahren zuvor. "Omama hat kein Gefühl mehr für die Jahreszeiten. Das muss furchtbar sein." "Nein. Weil die Jahreszeiten in ihrem Kopf in Lichtgeschwindigkeit vorüberziehen. Sie weiß seitdem nicht mehr, dass sie sterblich ist. Omama lebt im Paradies der vier Jahreszeiten, die sich unaufhörlich abwechseln." Seite 173 Kurz & gut - mein persönliches Fazit Mich konnte dieser Roman voll und ganz begeistern. Die Art und Weise, wie der Autor dies schwere Thema an- und verpackt hat, fasziniert mich, denn ich musste beim Lesen viel lachen und habe trotzdem zu keiner Sekunde die Ernsthaftigkeit dieses Buches in Frage gestellt. Der Autor hat es wunderbar geschafft, die Botschaft des Buches ganz subtil an den Leser zu bringen. In Frankreich ist dieses Werk schon zur Schul-Pflichtlektüre geworden - und ich wünsche mir auch hierzulande sehr viel mehr Aufmerksamkeit für dieses tolle Buch! Meine klare Leseempfehlung! Bisher gibt es leider keine weiteren übersetzen Werke dieses Autors, was ich sehr schade finde, denn ich bin auf Weiteres aus seiner Feder neugierig geworden. © Rezension: Alexandra buecherkaffee.blogspot.de

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  • Ein ernstes Thema mit einer Priese Humor

    Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?

    angeltearz

    11. April 2013 um 07:29

    Alzheimer ist nicht lustig, vor allem nicht, wenn es in der eigenen Familie passiert. Véro und ihre Familie nehmen ihre Oma auf, die schwer an Alzheimer erkrankt ist. Mir gefällt der Schreibstil des Autors. Die Art der Franzosen und deren Humor gefällt mit richtig gut. Es wird nicht so extrem übertrieben, wie es in Komödien meistens ist. Solch humorvollen Bücher sind eigentlich nicht die Art von Büchern, die ich mag. Aber dieses Buch kann ich wirklich nur weiterempfehlen. Mit einer gewissen Priese Humor nimmt sich der Autor dem Thema “Alzheimer“ an und lässt eine Leichtigkeit in das Leben der Familie fließen. Leichtigkeit in einer Situation, die alles andere als leicht ist. Alzheimer macht das Leben schwerer als es sein muss. In diesem Buch fühlt man mit der Familie mit und hat einfach Mitleid mit der Omama. Ganz toll finde ich auch, als ich den Titel des Buches im Buch selbst wiedergefunden habe. Der Titel hat praktisch seine eigene kleine Geschichte. Immer wenn ich jetzt den Titel lese, muss ich direkt an diesen Teil des Buches denken und schmuzeln. Die gut 190 Seiten sind einfach viel zu wenig und ich finde einige Stellen hätten gerne weiter ausgeschrieben werden. Ich hätte gerne mehr erfahren! Es heißt, wirklich gute Bücher fangen ab 200 Seiten an, was aber nicht bedeutet, dass dieses Buch schlecht ist. Es ist alles kurz und knackig gehalten. Nicht zu langatmig. Ich finde, es ist ein tolles Buch für zwischendurch und für jedermann, der gerne auch mal außerhalb von seinem Lieblingsgenre ein tolles Buch lesen möchte.

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  • Altern in Würde und Geborgenheit

    Pardon, Monsieur, ist dieser Hund blind?

    Klusi

    25. March 2013 um 11:53

    Die Geschichte ist aus Sicht der dreizehnjährigen Vero geschildert. Die Ich-Erzählerin muss ihr Zimmer räumen, denn der Platz wird für ihre Großmama benötigt. Die alte Dame kann nicht mehr alleine in ihrer Villa bleiben, da sie an Alzheimer leidet. Nun zieht sie also zu ihrer Tochter, dem Schwiegersohn und den beiden Enkelkindern, in das renovierte Bauernhaus der Familie. Ein Jahr lang begleitet man sie und erlebt mit, was jeder Einzelne dazu tut, es Omama so schön wie möglich zu machen. Mit gesundem Pragmatismus und warmherzigem Humor schildert Vero die großen und kleinen Alltagsprobleme, die eine Lebensgemeinschaft in so einem Fall mit sich bringt. Das Zusammenleben mit Oma gestaltet sich nicht leicht, denn es passieren immer wieder unvorhergesehene Dinge, welche die alte Dame irritieren oder völlig aus der Bahn werfen. Es ist nicht einfach, verständnisvoll zu reagieren, denn unbeabsichtigt spielt Oma der Familie so manchen Streich, weil eben ihre Sicht der Dinge anders ist und sie vieles vergisst. Mit Hilfe des Inhalts eines alten Koffers und viel Einfühlungsvermögen gelingt es der Familie, die Erinnerung an alte, schöne Zeiten für Omama wieder lebendig werden zu lassen und ihr damit so manchen Glücksmoment zu bescheren. Gemeinsam versuchen sie, den Gedächtnisverlust so lange wie möglich hinauszuzögern und feiern die lichten Momente als etwas ganz Besonderes. Es ist schön, zu erleben, dass die Familie ihr Halt gibt, wie liebevoll Omama umsorgt wird und dass sie ihren Lebensabend in Geborgenheit und Würde verbringen kann. Diese sehr berührende Geschichte, über den positiven und würdevollen Umgang mit einer schwierigen Krankheit, ist so wunderbar und hoffnungsvoll, mit ganz viel Herz und jeder Menge Feingefühl erzählt.

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