Hetty E. Verolme Wir Kinder von Bergen-Belsen

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Inhaltsangabe zu „Wir Kinder von Bergen-Belsen“ von Hetty E. Verolme

'Direkt und präzise ist die Sprache von Hetty Verolme. Gerade weil sie erkennbar nicht auf Wirkung zielen, treffen ihre Sätze mitten ins Herz.' Die Welt Ende des Jahres 1943 wird Hetty mit ihren beiden Brüdern sowie den Eltern aus dem jüdischen Viertel in Amsterdam ins KZ Bergen-Belsen deportiert. Zuerst ist die Familie vereint, doch dann werden Vater und Mutter auf einen Transport mit unbekanntem Ziel geschickt. Hetty und ihre Brüder bleiben zurück - zusammen mit etwa vierzig anderen Kindern. In ihrem ergreifenden Bericht schildert Hetty Verolme den Überlebenskampf der Gruppe: Als 'Ersatzmutter' akzeptiert, versucht sie gemeinsam mit einer polnischen Aufseherin Schutz und Geborgenheit für die Kinder zu bieten, Essen zu organisieren und sie vor allem über die lange Zeit der quälenden Ungewissheit zu trösten.

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    Wir Kinder von Bergen-Belsen
    TanteGhost

    TanteGhost

    28. December 2013 um 10:12

    Wenn man dieses nett lächelnde Mädchen auf dem Cover sieht und schon in etwas weiß, worum es im Inhalt des Buches geht, fragt man sich, wie das gehen kann. Hetty, die Hauptperson, die die das was im Buch steht durchlebt hat und im Nachhinein aufgeschrieben hat, sieht vollkommen arglos aus. Nicht mal irgendwie besonders Jüdisch oder Niederländisch... ein junges Mädchen eben.... Dieses junge Mädchen beschreibt in ihrem Buch, was sie in der Hölle des Konzentrationslagers von Bergen-Belsen durchlebt hat. Alles beginnt damit, dass die gesamte Familie Angst vor einer Deportation hat. Sie versuchen sich zu schützen, mit den Mitteln die ihnen gegeben sind, aber dann sind auch sie eines Tages in einem Zug unterwegs. Das Ziel kennen sie nicht und auch nicht, was da noch alles auf sie zukommt. Hetty und ihre Familie landen in Bergen-Belsen, einem Konzentrationslager in der Lüneburger Heide. Hier können sie als Familie noch eine Weile zusammen bleiben, doch dann wird als erstes der Vater abtransportiert. Der Abschied fällt allen sehr schwer, weil niemand weiß, ob man sich jemals wiedersehen wird. Dann wird auch die Mutter von ihren Kindern getrennt und Hetty bleibt mit ihren Geschwistern und vielen anderen Kindern in der „Kinderbaracke“ zurück. Sie wird eine Art Erzieherin und Ersatzmutter für alle und kämpft später mit Hilfe einer polnischen Schwester um das Überleben der Kinder. Ich will nicht verraten, ob sie es alle geschafft haben, fakt ist aber mal, dass das Gelesene ziemlich harter Tobak war. Hetty beschreibt alles mit einfachen aber sehr eindringlichen Worten. Ich war ans Buch gefesselt, konnte mich kaum los reisen vom Stoff und habe mehr als einmal an bestimmten Stellen Tränen in den Augen gehabt. Das Buch war für ein Taschenbuch wirklich sehr stabil gebunden. Das macht es langlebiger als eine minderwertige Bindung, ließ sich dann aber auch schwerer handeln. Das Buch war steifer als gewöhnlich und auch etwas schwerer. Von der Seitenaufteilung war es sehr angenehm für die Augen. Die Schrift war angenehm groß und hat die Augen auch bei Dauerlesen nicht überfordert. So gesehen ein Volltreffer. Absolut lohnenswerte Lektüre. Ich bin sogar der Meinung, dass das Tagebuch der Anne Frank nicht halb so ergreifend ist, wie dieses Buch...

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  • Rezension zu "Wir Kinder von Bergen-Belsen" von Hetty E. Verolme

    Wir Kinder von Bergen-Belsen
    Anni---

    Anni---

    23. May 2012 um 08:01

    Muss man lesen. Das Buch ist sehr einfach und flüssig geschrieben. Es erzählt verscheidene Situationen aus dem Lagerleben in der Ich-Version. Keinesfalls ein Buch das nur auf die Grausamkeiten des KZ eingeht sondern eher eine einfache Schilderung aus dem Leben eines Kindes. Sehr aufschlussreich. Hätte nicht gedacht das sich hinter so viel Leid und Tod auch noch Leben abspielt.

  • Rezension zu "Wir Kinder von Bergen-Belsen" von Hetty E. Verolme

    Wir Kinder von Bergen-Belsen
    PrinzessinAnne

    PrinzessinAnne

    15. December 2011 um 19:10

    Worum geht es: Hetty ist erst 13 Jahre alt, als das für sie Unfassbare geschieht. Sie und ihre Familie werden deportiert, und nur wenig später getrennt. Vor den Augen der Kinder werden die Eltern abtransportiert und Hetty bleibt mit ihren Brüdern, und der Ungewissheit ob und wie lange sie überleben können zurück. Jeder von uns hat wohl zumindest schon mal den einen oder anderen Bericht über die Todeslager gelesen, oder zumindest in der Schule davon gehört, und doch ist es etwas ganz anderes davon zu lesen, und miterleben zu "müssen" was Menschen einander antun können. Ich muss glaub ich jetzt nicht genau erläutern was alles in den Vernichtungslagern passiert ist, und von daher ist dieses Buch um so erschreckender aber auch wunderbarer, denn während die Aufseher und Verantwortlichen der Zustände arglose Menschen dazu bringen, um des eigenen Vorteils Willen, was ja nicht selten gleich bedeutend war mit dem eigenen möglichen Überleben, ihre Mitgefangenen zu verraten etc. bildet sich unter diesen Kindern in Bergen- Belsen ein Zusammenhalt der im Enteffekt das Überleben fast aller Kinder sicherte. Sie geben sich Halt, beschützen sich gegenseitig und versuchen einander abzulenken vom ständigen Tod, Hunger, Krankheit und Elend um sie herum. Meine Meinung: Hetty schrieb ihre Geschichte erstmals grob nieder nachdem sie von den Briten befreit wurde, und daraus ist letztlich dieses Buch geworden. Ich muss ehrlich sagen, dass mich vorher niemals ein Buch so aufgewühlt hat, und ich eigentlich noch nie so viel während des Lesens geweint habe. Es ist unheimlich schwer zu ertragen oder überhaupt zu fassen wie Kinder Kinder retten unter Umständen die sich keiner von uns vorstellen kann. Das Buch ist absolut schwere Kost, aber nunmal ein Teil unserer Geschichte der vielleicht auch von uns die wir ja nur in der 2./ 3. Generation davon erfahren mehr Beachtung geschenkt werden sollte.

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  • Rezension zu "Wir Kinder von Bergen-Belsen" von Hetty E. Verolme

    Wir Kinder von Bergen-Belsen
    nw0783

    nw0783

    12. April 2011 um 17:23

    Es ist immer wieder traurig von solchen Schicksalen zu lesen. Obwohl Hetty, ihre Brüder und ihre Eltern überlebt haben, kann man sich dennoch nicht mit ihnen freuen, da man so viele Menschen/Kinder sterben sehen/lesen musste. Ich möchte hier noch anmerken, dass ich denke das unsere jetztige Gesellschaft so etwas noch viel schwerer oder garnicht überlebt hätte. Es war toll zu lesen welchen Zusammenhalt und Fürsorge dem anderen gegenüber es damals gegeben hat. Leider stirbt es auch die Generation der Überlebenden aus und viele Geschichten werden vergessen.

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  • Rezension zu "Wir Kinder von Bergen-Belsen" von Hetty E. Verolme

    Wir Kinder von Bergen-Belsen
    Huebner

    Huebner

    30. October 2010 um 09:24

    Den Holocaust und die Schrecken, die damit verbunden sind, zu bewerten, liegt mir fern und scheint in keiner Weise angemessen. Deshalb möchte ich mich mit dem Stil des Buches beschäftigen. Hetty Esther Verolme wurde 1930 in Belgien geboren, 1943 nach Amsterdam deportiert. Sie durchlitt die Schrecken des KZ Bergen-Belsen und wurde nach dessen Befreiung dazu angehalten, ihre Geschichte niederzuschreiben. Es liegt uns ein chronolgischer Bericht ohne Schnörkel und ohne metaphorischer Rafinesse vor, der Zeugnis ist für das, was unvorstellbar ist. Da die Autorin unmittelbar nach dem Ende des realen Überlebenskampfes begonnen hat, wird dem Leser eine Ahnung davon deutlich, mit welchen psychischen Belastungen die Leidtragenden zu leben haben. Besonders schmerzlich sind die Schicksale von Kindern unter der Naziherrschaft zu lesen. Es ist kein leichtes Buch und der Gedanke, dass die Autorin überlebt hat, ist ein kleiner Trost gegenüber den vielen Kindern und Babys, denen ein Leben nicht vergönnt war.

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  • Rezension zu "Wir Kinder von Bergen-Belsen" von Hetty E. Verolme

    Wir Kinder von Bergen-Belsen
    pudelmuetze

    pudelmuetze

    14. October 2010 um 10:59

    Meine Meinung: Ich habe vor vielen, vielen Jahren schon mal das Tagebuch der Anne Frank gelesen auch das hat mich berührt. Aber diese Geschichte hat mich noch weitaus mehr berührt, ich hab teilweise die Tränen nur noch schwer zurückhalten können, so hat mich Hetty´s Schicksal bewegt. Hetty ist keine Romanfigur wie viele andere, sie ist die Autorin dieses Buches und hat dies leider alles erleben müssen was sie dort schildert und dabei hat sie letztenendes noch viel Glück gehabt. Hetty ist nämlich noch ein Kind als der Krieg in Deutschland ausbricht, sie lebt mit ihrer Familie in Amsterdam, welches ja von den deutschen erobert worden ist und von den Juden "gesäubert" werden sollte. Trotz der Tatsache das ihr Vater alles unternimmt damit seine Familie nicht deportiert wird kommt es dann doch irgendwann dazu und die ganze Familie wird in das Konzentrationslager Bergen-Belsen gebracht. Ich möchte nicht wissen wie es ist nur eine Scheibe Brot oder eine "Brühe" am Tag zu essen zu bekommen. Man kennt jene Bilder von ausgehungerten Menschen, Hetty war mittendrin und hatte doch immer ein wenig Glück gehabt, vermutlich hätte sie sonst auch dieses Buch nicht schreiben können. Eines Tages wird sie von Ihrem Vater getrennt, der in ein anderes Konzentrationslager geschickt wird, ihre Mutter wird ihr nur einen Tag später genommen und sie und Ihre beiden kleinen Brüder sind von dem Zeitpunkt auf sich alleine gestellt. Aber auch sie kommen in einen anderen Lagerteil wo das Kinderhaus von Bergen-Belsen entsteht. Hetty E Verolme beschreibt in diesem Buch das alltägliche Leben im Kozentrationslager Bergen-Belsen, ob es um das essen geht, Wäsche waschen oder die Hygienischen Zustände. Auch den Grausamkeiten die in den Konzentrationslagern an der Tageordnung waren kommen nicht zu kurz. Mein Fazit: Meist lass ich diesen Punkt ja weg. (Das Fazit) Und schreibe das mir ein Buch super toll gefallen hat, wenn es denn dann auch so ist. Bei diesem Buch mag ich es nicht wirklich so schreiben. Mir hat es mehr als gut gefallen, aber es hat mich auch sehr tief berührt, es hat mich nachdenklich gemacht. Ich lese viel in Bus und Bahn und wenn ich dann am Hauptbahnhof in Hamburg umgestiegen bin und mir der Duft der Bäcker oder sonstigen Fressmeilen in die Nase stieg habe ich oft so bei mir gedacht das Hetty auf derartiges viele, viele Jahre verzichten musste. Dieses Buch hat etwas in mir bewegt und mir gezeigt das es nicht normal ist das man Essen immer und überall in Überfluss bekommen kann, es hat mir vor allen dingen auch die Augen geöffnet wie schlimm es wirklich in Konzentrationslagern zugegangen ist. Klar man hat entsprechende Story schon oft gehört, im Geschichtsunterricht, im Fernsehen und wo sonst noch. Aber Hetty E Verolme hat IHRE Geschichte erzählt und zwar die ungeschönte Wahrheit und die ist viel Grausamer als jede Geschichtsstunde oder Fernsehbericht. Ich möchte euch einfach bitten, lest dieses Buch, denn es ist mehr als Lesenswert, am Ende hat sie noch Fotos eingefügt aus dem Lager und von sich und Ihrer Familie, es sind auch noch weitere Dokument mit drin. Erst diese Fotos und Dokumente machen aus Hetty einen echten Menschen.

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  • Rezension zu "Wir Kinder von Bergen-Belsen." von Hetty E. Verolme

    Wir Kinder von Bergen-Belsen
    simoneg

    simoneg

    12. August 2009 um 22:34

    Dezember 1944. Von ihren Eltern getrennt, bleiben im Konzentrationslager Bergen-Belsen etwas 40 Kinder zwischen 10 Monaten und 16 Jahren zurück. Noch am selben Tag finden sich ihre Namen auf einer Transportliste mit unbekanntem Ziel. Ein Transport, der Bergen-Belsen nie verlassen wird. Hetty Verolme, die das Inferno von Bergen-Belsen als 15-jährige nur wenige Schritte entfernt von der Baracke Anne Franks überlebt hat, erzählt ihre Geschichte: Von den anderen als "Ersatzmutter" akzeptiert, organisiert sie zusammen mit anderen Kindern und einer polnischen Aufseherin den Überlebenskampf der Gruppe gegen ihre Vernichtung... Das Buch kann man gut lesen. Der Schreibstil ist wenig anspruchsvoll und erinnert eher an einen Schulaufsatz. Doch der Inhalt braucht keine schönen Worte und die Geschichte spricht für sich.

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