Hideo Okuda Die merkwürdigen Fälle des Dr. Irabu

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Inhaltsangabe zu „Die merkwürdigen Fälle des Dr. Irabu“ von Hideo Okuda

Neue Geschichten vom japanischen Kult-Psychiater Dr. Irabu
Der Chef einer großen Tageszeitung und Besitzer einer eigenen Baseballmannschaft, der Angst vor der Dunkelheit hat. Ein äußerst erfolgreicher Geschäftsmann der IT-Branche, dem plötzlich die einfachsten Wörter nicht mehr einfallen. Eine berühmte Schauspielerin, die auf dem Höhepunkt ihrer Karriere panische Angst vor dem Alter bekommt. Und ein Tokioter Verwaltungsbeamter, der in die Provinz versetzt und unvermittelt mit den rauhen Sitten seines Landes konfrontiert wird. Sie alle suchen Hilfe bei Dr. Irabu, dem eigenwilligen Psychiater. Und siehe da – seine unkonventionellen Behandlungsmethoden zeigen Wirkung!

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  • Ein eigenwilliger Psychiater und seine noch eigenwilligeren Methoden

    Die merkwürdigen Fälle des Dr. Irabu

    Rebel_Heart

    21. September 2013 um 12:14

    Natürlich musste auch der dritte Teil her, nachdem ich die ersten beiden Teile der Reihe schon verschlungen habe. Dr. Irabu ist und bleibt ein Psychiater, wie er wortwörtlich im Buche steht. Seine Methoden sind so unkonventionell, dass sie einen schon wieder zum Lachen bringen. Und das "Schlimme" daran ist.. sie haben Erfolg. Sei es, um dem Geschäftsführer einer großen Tageszeitung die Angst vor der Dunkelheit zu nehmen oder einem erfolgreichen Geschäftsmann dazuzubringen, wieder in den Kindergarten zu gehen. Die Schauspielerin, die Angst vor dem Alter hat, ist seinen Methoden ebenso wenig gewachsen, wie der Beamte, der plötzlich in die Abgeschiedenheit seines eigenen Landes versetzt wird. Alle suchen sie mehr oder weniger freiwillig Hilfe bei dem eigenwilligen Arzt, welcher sich ihrer ohne zu Zögern annimmt. Immer mit dabei seine Krankenschwester Mayumi, welche ebenso wenig alle Tassen im Schrank hat und doch einfach nur herrlich zu ihm passt. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich einem solchen Arzt und seiner Krankenschwester wirklich einmal begegnen will. Der Schreibstil des Autors schmeisst einen sofort mitten in die vier Geschichten und allein aufgrund seiner unkonventionellen Methoden kann man das Buch nicht eher aus der Hand legen, bis man weiss, ob er Erfolg hat, zumal die Methoden seiner Heilungsmassnahmen nicht nur dem Patienten helfen, sondern auch ihm selbst. 5 von 5 Sonnenblumen "muss" ich auch hier wieder vergeben

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  • Rezension zu "Die merkwürdigen Fälle des Dr. Irabu" von Hideo Okuda

    Die merkwürdigen Fälle des Dr. Irabu

    dzaushang

    09. April 2011 um 16:35

    Nach „Die seltsamen Methoden des Dr. Irabu“ und „Die japanische Couch – Neue Geschichten aus der Praxis des Dr. Irabu“ liegt nun der dritte (und letzte?) Band „Die merkwürdigen Fälle des Dr. Irabu“ von Hideo Okuda in deutscher Übersetzung vor. Man fühlt sich in dieser Klinik einfach schon wie zu Hause, weiß genau, ja gleich, jetzt, da kommt sie, die unvermeidliche Spritze und wie immer wird diese von der unnahbaren, scheinbar Alterslosen Mayumi-chan präsentiert. Auch wenn ich mich zur Zeit doch sehr gesund fühle, wie gerne würde ich einmal persönlich in die dunklen Kellergewölbe der Irabu-Klinik hinabsteigen, um diesem unvergleichlichen Arzt der Neurologie [und natürlich seiner Assistentin '-) ….. aber das ist jetzt eine ganz andere Geschichte] begegnen zu können. Denn Dr. Irabu ist nicht nur kein Arzt im konventionellen Sinne, er ist gleichzeitig selbst auch das Heilmittel - für all seine Patienten. Witzige, skurrile Kurzgeschichten, gewohnt unvorhersehbar in ihrem Verlauf, einfach gute, kurzweilige Unterhaltung mit dem gewissen Etwas, das verbinde ich vor allem mit der Dr. Irabu Reihe. In diesem Sinne enttäuschte mich auch der dritte Band nicht. Interessierten Einsteigern empfehle ich allerdings mit einem der beiden früheren Bände, zu denen sich auch Rezensionen in meiner Bibliothek finden lassen, zu starten.

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  • Rezension zu "Die merkwürdigen Fälle des Dr. Irabu" von Hideo Okuda

    Die merkwürdigen Fälle des Dr. Irabu

    rumble-bee

    11. March 2011 um 21:08

    Was für ein kurzweiliger, und doch hintersinniger, Genuss! Das ist für mich Unterhaltungsliteratur im allerbesten Sinne. Dennoch finde ich, dass man dieses Buch, auf sich allein gestellt, nur schwer verstehen kann - oder, anders ausgedrückt, es entgehen einem Informationen, wenn man es nicht als Teil einer Reihe betrachtet. Der mehr als verschrobene Psychiater Dr. Ichiro Irabu aus Tokio hat die Literaturszene schon in zwei vorherigen Bänden gründlich aufgewirbelt: in "Die seltsamen Methoden des Dr. Irabu" und "Die Japanische Couch", wobei der Autor sogar für letzteres einen Literaturpreis in Japan erhielt. Ach, ich kann sie so gut verstehen, die Japaner. Dieses so auf Etikette und Hierarchien bedachte, strebsame Volk kann gar nicht anders, als angesichts der schrillen Persönlichkeit dieses literarischen Charakters und seiner bisweilen haarsträubend komischen Methoden in schallendes Lachen auszubrechen - auch wenn sich der Humor für einen Westler manches Mal erst auf den zweiten Blick erschließt. Da ist erst einmal der Arzt an sich. Es wird durch die Beschreibungen nicht ganz klar, ob er seinen Doktorgrad wirklich erworben hat, oder ob er nur im Untergeschoss dieser ominösen Klinik residieren darf, weil Papi im Vorstand sitzt. Doch das ist eigentlich auch völlig unerheblich, und trägt eher zur Würze der Handlung bei. An Irabu scheiden sich einfach die Geister, vor allem die seiner Patienten: er ist dick, vorlaut, stellt sich oft einfältig, er ist verfressen und auf Statussymbole bedacht, er freut sich an Streichen wie ein kleines Kind, er ist ein Spritzen-Fetischist, und er unterhält ein eigentümliches Verhältnis irgendwo zwischen Abhängigkeit und Antagonismus zu seiner Sprechstundenhilfe Mayumi. In den ersten beiden Bänden sind die Geschichten kürzer, und sehr bunt gewürfelt. Pro Band 6 oder 7 Geschichten sorgen für starke Heiterkeitsausbrüche. Die Patienten kommen eigentlich nie freiwillig zu Irabu, sondern werden durch kuriose Notlagen dazu gezwungen - weil ihn dann doch irgendjemand empfiehlt, oder weil sie einfach nicht mehr weiterwissen. Es sind Menschen aus allen Schichten der japanischen Gesellschaft, und insofern kann man sie auch als einen repräsentativen Querschnitt verstehen, den der Autor vor den Lesern ausbreitet - sie sind "Typen" viel eher als Charaktere. Die Symptome reichen von Handy-Sucht über eine Dauer-Erektion bis hin zu zwanghaftem Schwimm-Training. Wie gesagt, es sind kuriose Notfälle des Alltags, die Irabu mit sehr außergewöhnlichen Methoden stets zu heilen weiß. Als ich dann in der Buchhandlung las, dies sei der dritte und letzte Band der Reihe, dachte ich mir, dass sich der Autor dann bestimmt etwas Besonderes für diesen Band hat einfallen lassen. Und richtig. Die Unterschiede sind zunächst eher oberflächlicher Natur: hier sind es nur vier Geschichten, und alle sind wesentlich länger. Fast schon Novellen, keine Kurzgeschichten mehr - besonders die letzte, "Bürgermeisterwahl". Zweitens sind die vier ratsuchenden Personen hier doch nicht ganz so zufällig ausgesucht wie die "Helden des Alltags" aus den vorherigen Bänden. Mir scheint es, es sind speziell vier Menschen porträtiert worden, die Japan konkret darstellen sollen, wie es heute ist - vier Charaktere, die erstens einmal wirklich ausführlich als solche porträtiert werden, und die aus genau den vier Bereichen stammen, die die japanische Öffentlichkeit zur Zeit umtreiben: ein Zeitungsmagnat und Besitzer einer Baseballmannschaft, ein Emporkömmling aus der IT-Branche, eine erfolgreiche Schauspielerin, und ein mittlerer Verwaltungsangestellter. Was ganz neu ist, ist das Konzept, alle vier Geschichten miteinander zu verbinden. In jeder Geschichte wird auf die vorherige Bezug genommen - der Protagonist erfährt zum Beispiel, Irabu habe vorher den-und-den behandelt. Oder er sei für die Heilung von XY berühmt. Und in der letzten Geschichte erleben wir etwas noch nie Dagewesenes: Irabu verlässt sein stickiges Untergeschoss, und wird als Vertretung auf eine Insel vor der japanischen Küste versetzt. Doch auch dies hat seine Haken: bei der Bewerbung hatte sein Papi die Finger im Spiel, und der hat natürlich verschwiegen, dass Irabu Neurologe und kein Allgemeinmediziner ist... Wie sich Irabu nun mit kränkelnden Alten und sich bekriegenden Politikern mitten im Wahlkampf umgeht, das ist wieder einmal haarsträubend, komisch, und drastisch. In eine andere Umgebung versetzt, fällt dem Leser noch viel mehr auf, wie sehr Irabu sämtliche Vorstellungen von Etikette und Methodik sprengt. Man lacht quasi schon aus Hilflosigkeit! Mehr möchte ich über die einzelnen Fälle gar nicht sagen. Man erklärt ja schließlich auch keine Witze. Nur einige weitere Besonderheiten möchte ich noch erläutern. Wie bereits erwähnt, sind diese Geschichten einfach epischer. Ein oberflächlicher, auf reine Unterhaltung bedachter Leser könnte sich eventuell sogar langweilen. Aber ich persönlich finde, die ausführlichen Darstellungen aus den Lebenswelten der Helden sind notwendig, um wirklich zu verstehen, wie originell und hintersinnig Irabus Methoden sind. Denn er lässt die Menschen ganz konsequent mit ihren Obsessionen auflaufen, und konfrontiert sie genau mit dem, was sie nicht hören wollen. Zweitens hat mich in diesem Band ungeheuer gefreut, dass der "running gag" mit der obligatorischen Spritze so vielfältig variiert wird! Einmal kommt sogar ein Blecheimer zum Einsatz, der einem unwilligen Patienten schlicht auf den Kopf geschlagen wird. Und - zur Freude vieler Leser, die sich das schon in den vorherigen Bänden wünschten - hier tritt Mayumi endlich einmal stärker hervor. Sie bekommt eigene Szenen, wir erfahren mehr über sie. Und sie trägt sogar manchmal etwas zur Heilung bei. Für welche Leser ist dieses Buch also geeignet? Sicherlich besser für Leser mit Vorkenntnissen über die japanische Gesellschaft. Auch wären für eine der Geschichten Grundkenntnisse über das japanische, dreigeteilte Schriftsystem von Vorteil. Man sollte sich gefasst machen auf lange Schilderungen von alltäglichen Abläufen aus den Leben der Protagonisten - die jedoch immer wieder drastisch umschwenken, sobald Irabu ins Spiel kommt. Man sollte trockenen Humor und "running gags" mögen. Man sollte ein Faible für Anti-Helden haben. Und man sollte damit leben können, dass die letzte Geschichte quasi "offen" endet. Ein wahrer "Knalleffekt" für dieses Buch - im ganz wörtlichen Sinne... Ach, ich werde Sie vermissen, Dr. Irabu! Sie haben mir einige unvergeslliche Stunden bereitet. Und Mayumi wünsche ich alles Gute für ihre Karriere als Rock-Musikerin...!

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