Mein schönes falsches Leben

von Hilary Freeman 
3,7 Sterne bei33 Bewertungen
Mein schönes falsches Leben
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (23):
shari77s avatar

Hat mir gut gefallen

Kritisch (3):
L

Gutes Buch, aber mit offenem Ende. Ich überlege jetzt immer ob ich die richtige Entscheidung treffe. Buch "verfolgt" einen.

Alle 33 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Mein schönes falsches Leben"

Was wäre, wenn dein Leben ganz anders verlaufen wäre?

Als Ella eines Morgens aufwacht, hat sich auf einmal alles verändert: Ihre Haare sind über Nacht mehrere Zentimeter gewachsen, sie ist plötzlich eine Einser-Schülerin und ihre Eltern haben sich doch nicht getrennt. Was zunächst gar nicht so schlecht klingt, entwickelt sich zu einem wahren Albtraum. Denn ihr Freund weiß nicht mehr, dass sie schon seit Jahren zusammen sind, und ihre beste Freundin erkennt sie nicht wieder! Verzweifelt versucht Ella herauszufinden, was mit ihr geschehen ist. Eins ist klar: Sie will in ihr altes Leben zurück – koste es, was es wolle.

Ein ungewöhnlicher und mitreißender Jugendroman über die Suche nach sich selbst und die Konsequenzen, die unsere Entscheidungen nach sich ziehen. Diese perfekte Mischung aus Coming-of-Age und Mystery bietet Nervenkitzel bis zum Schluss und einen überraschenden Twist, der den Atem raubt!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783785584484
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:Loewe
Erscheinungsdatum:13.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,7 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne5
  • 4 Sterne18
  • 3 Sterne7
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    JuliaAndMyselfs avatar
    JuliaAndMyselfvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Interessanter Ansatz, mit komischem Ende.
    Interessanter Ansatz, mit komischem Ende.

    Als Ella eines Montagmorgens erwacht findet sie sich selbst zwar in ihrem Zimmer wieder, dieses ist jedoch zum Vorabend total verändert. Im Laufe des Tages merkt sie zudem, dass ihr Leben auch nicht ist wie sie es gewohnt ist. Ihre eigentliche beste Freundin kennt sie nicht, dafür hat sie zwei neue beste Freundinnen. Auch ihre fester Freund kennt sie nicht. Zudem sind ihre Eltern total verändert. Ella fühlt sich zunehmend als wäre sie in einem fremden Leben gefangen. In ihrem Nachhilfelehrer findet sie jemanden der ihr zuhört. Zudem glaubt der Physikdoktorand eine Lösung für Ellas Problem zu haben. Es ist lediglich die Frage ob Ella sich traut die Lösung zu probieren.
    Der Idee des Buches ist sehr interessant und hat viel Potential. Dennoch erinnert die Handlung mich an eine Jugendversion des Buches "Die Achse meines Lebens". Zudem finde ich das Ende komisch und die alternativen Ende verwirren mich. Das Buch würde ich nicht wirklich empfehlen, auch wenn mir die Idee wirklich gefällt.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Versgefluesters avatar
    Versgefluestervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Bis auf einige kleine Schwächen spannend und lesenswert!
    Spannend, aber leider schwaches Ende

    Die Thematik, mit der sich das Buch befasst, finde ich ziemlich spannend. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, was wäre, wenn du auf einmal im Leben einer Person aufwachst, die zwar du ist, aber irgendwie auch nicht und du hast keine Ahnung, warum? Gruselig, oder? Aber auch sehr faszinierend. Wie würde dein Leben aussehen? Was gefällt dir besser oder schlechter? Wie verhältst du dich? Merken deine Eltern, Freunde und Bekannte, dass du nicht mehr du selbst bist? 
    Genau damit beschäftigt sich dieses Buch. Wir begleiten Ella durch ihre Erlebnisse, durch all die Verwirrungen und offenen Fragen, bis zum Ende. Wir erleben ihre Verzweifelung mit, aber auch die neuen Chancen, die sich ihr bieten. 

    Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Ohne Vorwarnung wird man als Leser direkt in das Geschehen geworfen. Allerdings hat man auch die erste Hälfte des Buches gar keine Ahnung, in welche Richtung es eigentlich gehen möchte und was genau mit Ella passiert ist. Sie weiß es selbst schließlich auch nicht, wir als Leser sind genau so verwirrt wie sie. Sobald ich nach und nach eine Ahnung hatte, wohin das Buch möchte, wurde es richtig spannend. Ich habe mich ziemlich gefreut, mal wieder eines der Art von Büchern gefunden zu haben, die nicht mehr aus der Hand zu legen sind.

    Nicht ganz so gut konnte ich mich mit einigen Charakteren anfreunden. Während Ella nur zwischendurch Dinge tut, die ich nicht ganz nachvollziehen kann, gibt es beispielsweise ihre besten Freundinnen, die mir nicht gefallen haben und auch keinen wirklichen Mehrwert in dem Buch hatten. Ich denke, man hätte sie auch weglassen können. Beim Lesen werden euch vielleicht noch andere Charaktere auffallen, die irgendwie sinnlos sind und die Handlung nicht großartig weiterbringen.
    Dem Lesespaß hat das allerdings gar nichts ausgemacht, schließlich ist Ella als die Protagonistin die Person, auf die sich die Geschichte konzentriert. 


    Das Ende hat mich sehr überrascht, vielleicht auch ein bisschen enttäuscht. Es hat das Rätselhafte weggenommen. Ich hatte mehr erwartet und mir mehr gewünscht. Eine Fortsetzung halte ich übrigens für nicht nötig und auch nicht realistisch, da die Handlung in sich abgeschlossen ist. 


    Kurz gesagt

    Eine sehr interessante Idee wurde zu einer spannenden Geschichte gesponnen. Mal abgesehen von einem eher schwachen Ende und einigen unnötigen Charakteren ist es ein lesenswertes Buch, das besonders zum Nachdenken einlädt und den Leser dazu anregt, sein bisheriges Leben und seine Entscheidungen zu reflektieren und diese in Zukunft bewusster zu treffen.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Rousellas avatar
    Rousellavor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr gut geschrieben, möchte man nicht aus der Hand legen, jedoch enttäuschende Idee für die "Lösung des Problems"
    Sehr guter Schreibstil, jedoch Ende ohne Moral

    "Mein schönes falsches Leben" erzählt die Geschichte von dem Teenager Ella, die eines Tages aufwacht und sich in einem komplett anderem Leben wieder findet. Sie wacht zwar in ihrem eigenem Zimmer auf, jedoch sieht dieses ganz anders aus als beim Schlafengehen. Sie hat plötzlich sehr gute Noten, ihre Eltern sind noch zusammen, jedoch erkennt ihr fester Freund und ihre beste Freundin sie nicht. Ella möchte deshalb so schnell wie möglich in ihr eigenes Leben zurück und möchte alles dafür tun.

    Dieses mal war es mal nicht das Cover, das bei mir das Interesse geweckt hat (wenn ich ehrlich bin gefällt es mir auch nicht so sehr) sondern der Buchtitel. Durch den Widerspruch in sich hat er sich sehr interessant angehört. Nachdem ich dann den Klappentext gelesen habe, war meine Neugier noch immer geweckt jedoch hatte dieser Text nicht ganz deutlich gemacht, worum es in dem Buch geht. Erst der zweite Klappentext auf der Buchinnenseite hat da einwenig mehr Klarheit verschafft. Da sich die Geschichte dabei immer noch interessant angehört hat. Ich habe es also sofort ausgeliehen. 

    Das Buch hat sich sehr gut und schnell gelesen und hat einen sehr gelungenen Schreibstil. Und obwohl ich das Buch nicht unbedingt als "spannend" bezeichnen würde, da im Grunde ein ganz normaler Teenager Alltag beschrieben wird, wollte man wissen, wie die Geschichte zu Ende geht und wollte es somit nicht aus der Hand legen. Man konnte Ellas Verzweiflung und Verwirrtheit sehr gut wahrnehmen und auch nachvollziehen. Würde Ella in ihr altes Leben zurückfinden? 
    Als jedoch immer mehr der Grund und die Lösung für das Aufwachen in einer anderen "Realität" deutlich wurden, wurde ich immer skeptischer. Für den Grund hätte ich mir etwas mehr Spektakuläres bzw. Fantasievolleres erhofft. Was mich jedoch am meisten stört ist die Lösung für das Problem, das trotz drei verschiedener Enden (ja, das Buch hat 3 Alternativenden) das gleiche bleibt. Ich finde im wahren Leben ist mit der Vorgehensweise der Lösung nicht zu Spaßen und nichts, wirklich gar nichts, rechtfertigt so ein Verhalten. Ich habe das Gefühl, als wenn die Autorin damit dies irgendwie rechtfertigen wollte und es auch tatsächlich als Lösung im Leben sieht. Das kann ich und möchte ich auch nicht akzeptieren. Ich habe keine Ahnung was sie mit solche einer Lösung dem Leser sagen wollte, geschweige denn was für eine Moral man daraus ziehen soll ...


    Zusammenfassend finde ich das Buch wirklich gut geschrieben und es hätte sogar 5 Sterne (wenn nicht sogar mehr) bekommen wenn die Art der Lösung und somit das Ende etwas anders gelaufen wären. 

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    mii94s avatar
    mii94vor einem Jahr
    Kurzmeinung: War einfach nicht meins!
    Enttäuschend

    Inhalt
    Als Ella eines Morgens aufwacht, hat sich auf einmal alles verändert: Ihre Haare sind über Nacht mehrere Zentimeter gewachsen, sie ist plötzlich eine Einser-Schülerin und ihre Eltern haben sich doch nicht getrennt. Was zunächst gar nicht so schlecht klingt, entwickelt sich zu einem wahren Albtraum. Denn ihr Freund weiß nicht mehr, dass sie schon seit Jahren zusammen sind, und ihre beste Freundin erkennt sie nicht wieder! Verzweifelt versucht Ella herauszufinden, was mit ihr geschehen ist. Eins ist klar: Sie will in ihr altes Leben zurück – koste es, was es wolle.
    Charaktere
    Ella ist ein sehr ängstliches Mädchen. Sie ist sehr falsch und ein wenig naiv. Des Weiteren ist sie sehr verunsichert. Zugleich ist Ella auch sehr selbstbewusst und wirkt sehr fehlplatziert. Sie ist sehr zurückgezogen und wahnsinnig stur. Ella will sich auch nicht wirklich helfen lassen.

    Meine Meinung
    Das Buch ist sehr locker geschrieben, aber Stellenweise ist es mega zäh und langweilig. Des Weiteren bin ich einfach nicht wirklich in die Geschichte gekommen.

    Die Geschichte war mal was anderes, aber bis auf das Ende hat mir die Geschichte nicht wirklich gefallen. Aber das Ende war echt super!

    Zur Autorin
    Hilary Freeman ist freie Journalistin und Autorin von Jugendbüchern. Sie hat bereits für die Zeitung, verschiedene Magazine und Webseiten sowie für das Fernsehen und Radio gearbeitet. Zu ihren Leidenschaften gehören Karaokesingen und Vorsichhinkritzeln. Zurzeit lebt sie mit ihrem Partner im Norden von London.

    Empfehlung
    Ich kann zu dem Buch nicht wirklich eine Empfehlung aussprechen, da es mich einfach überhaupt nicht überzeugen konnte. Es hat einfach nicht gepasst.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Das_Lesedings avatar
    Das_Lesedingvor einem Jahr
    spannend

    Inhalt:
    Als Ella aufwacht ist nichts mehr wie es war. Ihr Zimmer, ihre Eltern, ihre Freunde, ihre Leistungskurse in der Schule – alles ist anders! Auch ihr langjähriger Freund will sie nicht kennen. Ella ist so durcheinander, das sie nach jedem Strohhalm der Erklärung greift, doch sind die Ratschläge und Erklärungen wirklich möglich?

    Schreibstil:
    Das Jugendbuch ist auch für Erwachsene interessant, weil es spannende Theorien vertritt und die Geschichte auch Themen für „die ältere Generation“ aufweist. Mir hat die Ausdrucksweise sehr gut gefallen und das Ende war sehr überraschend und gut gelöst.

    Charaktere:
    Ella war mir sehr sympathisch, sie hat sich immer versucht zu behaupten, war immer sehr höflich – egal wie sie selbst behandelt wurde – ohne dabei selbstlos zu sein. Endlich mal eine Protagonistin, welche glaubhaft wirkte.

    Die anderen Charaktere waren ebenfalls sehr sympathisch, einzig Daniel wirkte mir zeitweise zu allwissend. Wobei ich mir auch nicht vorstellen könnte, wie man ihn sonst hätte darstellen können.

    Cover:
    Das Cover finde ich sehr schön. Ich mag die Farben und dieses verwaschene, es passt einfach richtig gut.

    Fazit:
    Ein ganz tolles Buch, welches mich in seinen Bann zog. Ich empfehle es an Sci-Fi Leser und jene, welche gerne etwas außergewöhnlich lesen wollen. Von mir gibt es 4 Sterne, weil mir der allwissende Daniel nicht so gepasst hat.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    R_Mantheys avatar
    R_Mantheyvor einem Jahr
    Der Quanten-Oma auf der Spur

    Die "Quanten" habe ich eingefügt, ansonsten aber ist Ella tatsächlich einer Oma auf der Spur, die ihr immer wieder begegnet, sie beschimpft und dann wieder im Nichts verschwindet. Und keiner will sie gesehen haben. Ella vermutet, dass sie die Lösung für ihr Rätsel ist, das sie schier in den Wahnsinn treibt. 


    Die Vorstellung wird zum Horror, wenn man sie sich für sein eigenes Leben wirklich einmal durchdenkt. Man wacht früh auf, und plötzlich ist alles anders und doch gleich. Das gleiche Zimmer, die gleiche Wohnung - nur alles ist anders eingerichtet. Man findet seine Klamotten nicht, dafür liegen andere herum, die man eigentlich nicht anziehen möchte. Auch die lieben Verwandten sind noch da, aber sie wirken irgendwie anders. 


    Die eigenen Freunde erkennen einen kaum, stattdessen hat man andere, die man selbst kaum kennt. Man ist noch man selbst, besitzt aber für andere eine andere Bedeutung und Geschichte, die man jedoch selbst nie so durchlebt hat. Eine wahre Höllenidee, die Hilary Freeman mit  diesem Buch umsetzt. Alle, die sich schon einmal mit irgendeiner Art von Science Fiction beschäftigt haben, merken wahrscheinlich recht schnell, was hier wirklich gespielt wird. Nur leider adressiert sich dieser Jugendroman wohl mehr an Mädchen. Und die wiederum interessieren sich in der Regel nicht für die im Hintergrund angezapfte Quantenphysik. Missverständnisse und Enttäuschungen sind da wohl nicht zu vermeiden. 


    Kurz gesagt: In meinen Augen ein tolles Buch, das allerdings die Zielgruppe mit der letztlichen Erklärung des fiktiven Hintergrunds dieser Geschichte wohl nicht völlig erreichen wird. 

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    lex-bookss avatar
    lex-booksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schöne, ruhige, eher unterschwellig spannende Geschichte.
    Schöne Geschichte... das Ende "hm"

    Die 17jährige Ella wacht eines Morgens auf und alles ist fremd. Ihr Zimmer ist anders möbliert, sie hat keinen Kurzhaarschnitt mehr, sondern lange Haare, ihre Mutter sieht verändert aus und anscheinend hat Ella auch einen völlig neuen Freundeskreis, während ihre alten Freunde sie nicht mehr zu kennen scheinen. Es ist, als hätte jemand Ellas Leben gegen das einer anderen Ella getauscht.

    So beginnt Hilary Freemans "Mein schönes falsches Leben", ein Buch, das ich an zwei Nachmittagen sehr gerne durchgeschmökert habe. Der Einstieg fällt auch wirklich nicht schwer. Der Schreibstil ist leicht und fließend und die Autorin baut gleich auf den ersten Seiten eine unterschwellige, leise Spannung auf, die sich durch das ganze Buch zieht.

    Was die Handlung angeht, so hatte ich keine wirkliche Vorstellung, was auf mich zukommt. Vage geisterte der Begriff „Parallelwelt“ durch meinen Kopf, das war auch schon alles. Der Begriff suggeriert – jedenfalls war das bei mir so - eine Fantasygeschichte, aber eigentlich kann man den Plot nur schwer in eine Schublade stecken. Theoretisch könnte man ihn auch in einem übertragenen Sinne als fantasievolle, literarische Herangehensweise an die Themen "Identitätkrisen" und "Erwachsenwerden" lesen. Oder man bleibt beim Naheliegenden und spielt die Theorie der Parallelwelt für sich durch, was eigentlich nichts anderes bedeutet, als dass wir ständig Entscheidungen treffen, die sich auf unser Leben auswirken und die manchmal große, manchmal kleine Veränderungen nach sich ziehen. Je nachdem, wie wir uns entscheiden, entwickelt sich die Zukunft. Und Ella befindet sich auf einem von vielen möglichen Abzweigungen ihres Lebens.

    Nun darf man Ella begleiten, wie sie versucht, einen Weg zurück zu finden und wie sie nach und nach entdeckt, in welchen Punkten sich das Leben dieser anderen Ella von ihrem bisherigen unterscheidet. Sie bemüht sich, alles wieder in die gewohnten Bahnen zu lenken und sich auch ihren alten Freunden zu nähern, vor allem ihrer besten Freundin Deeta und ihrem Freund Billy. Dabei gibt es die eine oder andere Überraschung für den Leser, wirkliche Dramatik entwickelt sich aber nicht. Die Geschichte nimmt auf eine realistische, ruhige Weise ihren Lauf. Und Ella lernt einiges über sich selbst. Ab der Hälfte hätte ich mir gewünscht, dass Ella etwas mutiger neue Möglichkeiten in Betracht zieht, statt vorwiegend ihrem alten Leben hinterher zu jagen. Das hätte auch innerhalb des steten, aber nicht allzu steilen Spannungsbogens noch einmal einige Akzente gesetzt. Andererseits ist es verständlich, dass man wiederhaben möchte, was man kennt und was einen ausmacht, egal ob es nun perfekt ist oder nicht. Daher konnte ich Ellas Gefühle und Beweggründe fast immer gut nachempfinden.

    Da ich solche dezent-spannenden Geschichten ganz gerne lese, hat mir das Buch im Grunde gut gefallen. Und wäre da nicht dieses seltsame Finale, hätte ich wenig zu bemängeln. Ich möchte nicht spoilern, aber die Figur des jungen (und zunehmend dubiosen) Physikstudenten Daniel und seine Lösung für Ellas Problem ließ in meinem Kopf ein großes, verdattertes Fragezeichen entstehen. Und zwar ganz egal, wie man das Buch nun versteht, ob als Coming-of-Age-Variante oder als Roman zum Thema Parallelwelten. Diese Wendung hatte für mich einen bitteren Beigeschmack.
    Das Ende bleibt übrigens ein wenig offen, glücklicherweise! Zwei, drei Seiten weniger und es wäre mir absolut suspekt gewesen.

    Fazit: Ruhige, unterschwellig spannende Geschichte, die sich angenehm und flott lesen lässt. Mischung aus Selbstfindung und Fantasy. Das Ende versehe ich mal mit einem etwas unentschlossenen „Hm“.
    Gute 3,5 Punkte

    Kommentieren0
    17
    Teilen
    A
    Alinescotvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannende Geschichte mit besonderem Thema und richtig coolem Ende.
    Wer bin ich?

    Stell dir folgendes vor: Du wachst morgens auf. Du weißt, du befindest dich in deinem Bett, in deinem Zimmer, aber das war es schon mit den Vertrautheiten. Denn alles hat sich über Nacht verändert. Dein Zimmer ist anders gestrichen und die Möbel sind umgestellt. Dort liegen Dinge aus deiner Kindheit, die du vor Jahren längst weggeworfen hast. Du schaust in den Spiegel und siehst dass dein Haar um einiges länger geworden ist, und eine andere Farbe hat es außerdem. In der Schule geht es mit den Merkwürdigkeiten weiter. Du bist plötzlich eine Einser-Schülerin, aber in Kurse die du nie belegt hast. Deine beste Freundin erkennt dich nicht wieder, dafür scheinst du einen anderen Freundeskreis zu haben. Nur, mit diesen Leuten hast du nie ein Wort gewechselt. 
    Genauso ergeht es der 17 jährigen Ella, und sie versteht die Welt nicht mehr. Ist sie plötzlich verrückt geworden?

    Etwas stimmt nicht.
    Ich habe die Augen gerade mal zur Hälfte geöffnet und kann trotzdem schon erkennen, dass ich nicht da bin, wo ich sein sollte. Das Licht, das ins Zimmer sickert, ist zu warm, zu rosa, und als ich mich auf die rechte Seite drehe, stoße ich gegen eine massive Wand. Eine Wand, die dort nicht hingehört.
    Zitat aus "Mein schönes falsches Leben von Hilary Freeman. Seite 12


    Schon immer habe ich ein Faible für Jugendbücher gehabt. Und dieses hier hat mir sehr gut gefallen weil es ein besonderes Thema hat. Welches das ist darf ich leider nicht verraten, sonst würde ich die Überraschung verderben. Dieses Thema ist mir in diesem Genre jedenfalls noch nie untergekommen.
    Die Geschichte beginnt gleich mit dem was ich oben beschrieben habe. Ella wacht in einen fremden Pyjama auf und fällt aus allen Wolken. Man kann ihre Ratlosigkeit, und dann ihre Verzweiflung quasi fühlen. Da nur aus Ellas Sicht in der Ich-Perspektive erzählt wird, nimmt der Leser an ihren verschiedensten Gefühlen teil. Ihre Ängste und Hoffnungen werden sehr gut zur Geltung gebracht. Der Leser weiß immer nur soviel wie Ella gerade herausgefunden hat und das facht die Neugier an.
    Die anderen Figuren bleiben eher oberflächlich, was aber auch okay ist, denn der Hauptaugenmerk gilt nun mal Ella. 
    Vielleicht gibt es ein, zwei Längen. Ella muss sich erst mal zurecht finden, sie weiß nicht was passiert ist und so weiter, das nimmt schon ein paar Seiten in Anspruch.
    Es wurden ein paar gruselige Details eingefügt die richtig gut kommen. Dieses Gruselige hat mich jedenfalls immer bei der Stange gehalten, unbedingt wollte ich hinter das große Geheimnis kommen.
    Das aber allergenialste an dem Buch war für mich das Ende. Erst war ich da etwas verwirrt, dann aber fand ich es eigentlich total logisch und von der Autorin super gelöst. Anders hätte es gar nicht enden dürfen. 

    Fazit: Spannende Geschichte mit besonderem Thema und richtig coolem Ende.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Ruffians avatar
    Ruffianvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein flüssig zu lesender Coming of Age Roman mit einem ruhigen Handlungsverlauf einer interessanten Botschaft.
    Coming of Age Roman mit einer interessanten Botschaft

    Die 17jährige Ella liebt alte Schwarz-Weiß-Filme und ist ein Fan von Louise Brooks, nach deren Vorbild sie ihre Haare trägt. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Deeta besucht sie in der Schule den Kurs für Filmwissenschaften und in ihrer Freizeit hängen die beiden gerne zusammen ab, feiern Partys und haben jede Menge Spaß.
    Doch als Ella eines morgens aufwacht hat sie das Gefühl im falschen Film zu sein. Alles hat sich geändert, obwohl vieles noch gleich ist. Ihr Zimmer ist ein rosaroter Alptraum und selbst ihr Bett steht nicht an der gleichen Stelle wie sonst. Sie geht zwar noch zur selben Schule hat aber ganz andere Fächer belegt und statt mit Deeta ist sie scheinbar mit Jen und Rachel befreundet. Selbst die PIN für ihr Handy ist nicht mehr dieselbe. Was zum Teufel ist mit ihr passiert? Wo ist sie und wer ist die Ella, in deren Körper sie steckt?

    Nach und nach findet Ella heraus, was ihr neues und ihr altes Ich unterscheidet. Sie muss dabei vorsichtig sein, denn wie soll sie ihrem Umfeld erklären, dass sie sich an viele Ereignisse und Personen überhaupt nicht erinnern kann? Und so geht es anfangs hauptsächlich um Ellas Bestandsaufnahme und Recherche und was ihr dabei durch den Kopf geht. Trotz des flüssig zu lesenden Schreibstils der Autorin hat sich das für mich in die Länge gezogen.
    Vielleicht lag es auch daran, dass der Funken zwischen Ella und mir nicht übergesprungen ist und ich deshalb nicht richtig mit ihr mitgefühlt und mitgefiebert habe.

    Trotzdem fand ich interessant zu lesen, wie Ella versucht herauszufinden wer sie ist und wer sie sein möchte. Vor allem aber wollte ich wissen, ob sie eine Möglichkeit findet in ihr altes Leben zurückzukehren und welche Erklärung es für das Ganze gibt. Hier hat mich die Autorin überrascht und das Ende hat mir gut gefallen.

    Jeden Tag treffen wir eine Vielzahl an Entscheidungen, oft ohne groß darüber nachzudenken. Es ist der Autorin gelungen deutlich zu machen, wie sehr eine einzelne Entscheidung das ganze weiter Leben beeinflussen kann.

    Fazit: Ein flüssig zu lesender Coming of Age Roman mit einem ruhigen Handlungsverlauf einer interessanten Botschaft.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    his_and_her_bookss avatar
    his_and_her_booksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: kleine Entscheidungen mit weitreichenden Folgen
    kleine Entscheidungen mit weitreichenden Folgen


    Inhalt:
    Ella wacht eines Tages in einem falschen Körper auf. Nicht wirklich falsch, es ist nach wie vor ihr Körper, nur ein klein wenig anders. Ebenso wie ihr Zimmer, ihre Mutter und die Tatsache, dass sie plötzlich Leistungskurse besuchen soll, in denen sie eine Niete ist. Ihr Freund kennt sie nicht mehr und sie hat seltsame "langweilige" beste Freundinnen.
    Und doch scheint es kein Entkommen zu geben...


    Meinung:
    Die Idee von parallelen Universen ist nicht neu, dennoch mag ich diese Art von Geschichten und stürzte mich regelrecht in "Mein schönes falsches Leben".


    Gleich zu Beginn erwacht die Ich-erzählende Protagonistin Ella in einer falschen Welt. Es gibt unzählige Parallelen, aber das, was sie ausmacht, ist verschwunden. Stattdessen gibt es Kätzchen-Poster und Rosa. Auch kennen sie die scheinbar wichtigsten Personen ihres Lebens plötzlich nur noch flüchtig.
    Mehr und mehr wird ihr der Wert der Dinge und Personen bewusst und sie erkennt, wie die kleinsten Taten Auswirkungen haben oder wie manche Charakterzüge auch bei diesen vermeintlich fremden Personen ähnlich sind.
    Auf diese Dinge legt die Autorin Hilary Freeman eindeutig den Fokus und so deckte sich "Mein schönes falsches Leben" nicht ganz mit meinen Erwartungen, sondern liest sich eher wie eine Geschichte ohne "übernatürliche Elemente" durchwirkt mit zahlreichen Hürden des Erwachsenwerdens. Für mich leider die Art von Geschichte, zu der ich eher nicht greife.


    Dennoch war ich neugierig auf die Auflösung und erhielt "wissenschaftlich" gut begründete Antworten und ein absolut interessantes Ende dieses Einzelbandes.


    Urteil:
    Wer eine spannungs- oder actiongeladene Reise in parallele Universen erwartet, ist bei "Mein schönes falsches Leben" fehl am Platz. Diese Geschichte zeigt eher auf, wie die kleinsten Entscheidungen weitreichende Folgen haben können und dass man den Wert mancher Personen und Dingen erst schätzt, wenn man sie nicht mehr um sich hat.




    © hisandherbooks.de

    Kommentieren0
    0
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks