Hilary Mantel Wölfe

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Inhaltsangabe zu „Wölfe“ von Hilary Mantel

England im Jahr 1520: Das Königreich ist nur einen Pulsschlag von der Katastrophe entfernt. Sollte der König ohne männlichen Erben sterben, würde das Land durch einen Bürgerkrieg verwüstet. Henry VIII. möchte seine Ehe annullieren lassen und Anne Boleyn heiraten. Der Papst und ganz Europa sind dagegen. Die Scheidungsabsichten des Königs schaffen ein Machtvakuum, in das Thomas Cromwell tritt: Die Werkzeuge dieses politischen Genies sind Bestechung, Einschüchterung und Charme. Aus der Asche persönlichen Unglücks steigt er auf und bahnt sich seinen Weg durch die Fallstricke des Hofes, an dem »der Mensch des Menschen Wolf« ist. Hilary Mantel hat mit ›Wölfe‹ etwas sehr Rares geschaffen: einen wahrhaft großen Roman, der seinem historischen Gewand zum Trotz höchst zeitgemäß ist. Auf einzigartige Weise erforscht er die Choreografie der Macht. »Hieb- und stichfest ausgedacht und doch voll schauriger Anklänge, stellenweise auch sehr witzig – sobald der Leser dieses 780-Seiten-Buch fertig gelesen hat, will er mehr.« The Guardian

Der Schreibstil war nicht mein Ding. Ich habe nach 100 Seiten abgebrochen

— Traudich

Man muss sich an Mantels Schreibstil gewöhnen - sobald man das hat, ist das Buch großartig.

— Jessi_M

Emotionsloser, zusammenhangloser Schreibstil, mehr Geschwafel als Inhalt und ohne umfangreiches Vorwissen nicht lesbar - abgebrochen.

— hexepanki

Ein großer Wurf

— Lesefexin

Man braucht etwas um sich reinzulesen, aber dann kann man es kaum noch aus der Hand legen. Spannend bis zur letzten Seite.

— SaraBeth

Thema und Inhalt super - der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig

— DieBerta

Hilary Mantel hat mit Wölfe und Falken den historischen Roman in England angeblich neu erfunden. Ich komme mit dem Stil nicht zurecht.

— Klaus_Jaeger

ich komme leider mit dem Schreibstil von Hilary Mantel nicht klar

— Inge78

Ein etwas anderer historischer Roman mit literarischem Anspruch, der Thomas Cromwell unglaublich spannend porträtiert. Hervorragend!

— letusreadsomebooks

Endlich mal ein „historischer“ Roman, der ohne Mantel-Degen-Romantik auskommt.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Der Schreibstil

    Wölfe

    Traudich

    10. August 2017 um 15:33

    Der Schreibstil war nicht mein Ding. Für mich war es konfus und ich wußte oft nicht wovon die Rede ist.

  • Ein großer Wurf

    Wölfe

    Lesefexin

    08. January 2017 um 13:42

    Ein wirklich lesenswerter historischer Roman, der das Genre auf ein neues Niveau hebt. Nicht immer ganz leicht zu lesen, aber gerade der Versuch der Autorin, den Leser nicht über die bunt ausgemalten historischen Hintergrundgeräusche einer Epoche, oder süffige Bilder von Macht, Reichtum und königlichen Intrigen sondern über minutiöse Figurenzeichnungen und Charakterbilder gefangen zu nehmen zahlt sich aus. Noch nie ist jemand diesen oft besungenen Großfiguren der Geschichte wie Heinrich VIII. oder Cromwell so glaubwürdig so nahe gekommen. Der Roman strotzt vor historischem Detailwissen und besitzt gleichzeitig poetischen Zauber. Ein großer Wurf.

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  • Der Wolf im Schafspelz

    Wölfe

    dominona

    22. June 2016 um 09:29

    Der Kampf von Henry VIII. um den ehelichen Dispenz und die erhoffte Heirat von Anne Boleyn führte sogar dazu, dass der Sohn eines Schmiedes die rechte Hand des Königs wird. Die Autorin erzählt sehr anschaulich und die Dialoge sind so bildhaft, dass die dazu produzierte TV-Adaption alles wortwörtlich übernommen hat. Das ist ein historischer Roman, wie ich ihn mir vorstelle, auch, wenn er seine Längen hat.

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  • England unter Heinrich VIII.

    Wölfe

    letusreadsomebooks

    12. April 2015 um 21:51

    In ihrem Roman Wölfe erzählt Hilary Mantel vom Aufstieg Thomas Cromwells unter dem englischen König Heinrich VIII. Heinrich ist in Sorge ohne einen männlichen Erben zu sterben, weshalb er versucht seine Ehe durch den Papst annullieren zu lassen und Anne Boleyn zur neuen Königin zu machen. Doch nicht nur der Papst, auch die anderen Herrscher Europas stellen sich gegen Heinrich. Unterstützt wird Heinrich von Thomas Cromwell, einem Mann von einfacher Herkunft, dem trotz einiger Rückschläge ein schneller Aufstieg am Hof gelingt und der zum mächtigsten Mann Englands neben dem König wird. Seine Methoden zur Durchsetzung seiner politischen Ziele beruhen dabei vor allem auf Bestechung und Einschüchterung. Einer seiner Feinde im Kampf um die Annullierung der Ehe des Königs wird Thomas Moore. Hilary Mantel gelingt ein sehr gut gelungenes Porträt von Thomas Cromwell, der als Intrigant und Machtmensch dargestellt wird. Trotzdem entsteht ein vielschichtiges Bild des Hauptcharakters, der mir trotz all seiner negativen Eigenschaften und seines fragwürdigen Vorgehens durchaus auch sympathisch war. Die Autorin selbst geht nicht wertend vor, weshalb sich jeder Leser selbst eine Meinung bilden kann, die in vielen Fällen vermutlich sehr unterschiedlich ausfallen wird. Der Erzählstil, den Mantel benutzt, ist sicherlich nicht einfach, hat mir aber sehr gut gefallen. Geschrieben ist der Roman im Präsens, immer wieder werden Sätze abgebrochen oder nur die sprunghaften Gedanken Oliver Cromwells dargestellt, wodurch für mich eine Direktheit entstand, die sehr gut zum Erzählten gepasst hat. Als Beispiel die ersten Sätze des Buches: „Und jetzt steh auf.“ Niedergestreckt, benommen, stumm; er ist gefallen, der Länge nach hingeschlagen auf die Kopfsteine des Hofes. Sein Kopf wendet sich zur Seite; seine Augen richten sich auf das Tor, als könnte jemand kommen, um ihm zu helfen. Ein einziger guter Schlag könnte ihn jetzt töten. Die Geschichte wird ausschließlich aus der Sicht von Thomas Cromwell geschildert, allerdings geht die Autorin dabei nicht chronologisch vor, was zu Beginn teilweise verwirrend sein kann. Im Gegensatz zu vielen anderen historischen Romanen wird auch auf die ausführliche Beschreibung der äußeren Umstände, wie der Kleidung von Personen, verzichtet. Stattdessen konzentriert sich Mantel auf die Charakterbeschreibung. Ebenfalls positiv für mich war, dass das Geschehen vor allem durch Dialoge dargestellt wird. Wölfe gehört für mich zu den besten historischen Romanen, die ich bisher gelesen habe. Trotzdem sollten alle Interessierten vorgewarnt sein: Hilary Mantel hat eine völlig eigene Art des Erzählens und ihr Stil ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache. Daher kann es nicht schaden, sich für dieses Buch etwas mehr Zeit zum Reinschnuppern zu nehmen und so eine Enttäuschung zu vermeiden.

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  • Der ganz große Ploetz

    Wölfe

    glowinggloom

    29. December 2014 um 14:55

    In diesem historischen Roman, steigt um 1530 Thomas Cromwell vom Sohn eines Schmiedes zur rechten Hand des englischen Königs Heinrich VIII auf. Der Roman ist der erste Teil einer Trilogie, der sehr ausführlich (750 Seiten) die Geschehnisse in England und Europa in dieser Epoche schildert. Der Konflikt zwischen Heinrich und dem Papst um die Scheidung von seiner Frau, Heinrichs Loslösung von der römischen Kirche und Gründung einer unabhängigen englischen Kirche, die internationalen Verwicklungen, die Intrigen der Adelsgeschlechter am Hof. Wem der Grosse Ploetz nicht ausführlich genug ist, kann hier dasselbe in epischer Form erfahren. Aber lohnt sich das? Ich meine, eher nicht, da dem Werk, trotz gelungener Dialoge und gutem Aufbau, die sprachliche und ganz besonders die geistige Tiefe fehlt.

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  • Henry VIII Part 1

    Wölfe

    Bibliomania

    Obwohl ich das Buch schon vor etwa einem Monat gelesen habe, tue ich mich erstaunlich schwer mit einer Rezension. Es ist die Geschichte Englands im 14. Jahrhundert. Henry VIII ist König und mit Königin Katherine verheiratet. Da diese ihm jedoch keinen Thronerben gebären kann, will er die Ehe annullieren lassen, was niemandem gefällt. Doch wenn ein Bürgerkrieg ausbricht und der König keinen Erben hat, verbreiten sich Macht und Chaos im Land. In diesen Unruhezeiten taucht Thomas Cromwell auf. Ein Mann, der alles in die Hand nimmt und quasi die rechte Hand des Königs wird. Mit seiner Hilfe soll es dem König gelingen endlich einen Sohn vorweisen zu können. Sprachlich wirklich anspruchsvoll entführt Hilary Mantel ins England des 14. Jahrhunderts. Bisher das erste Buch, das ich über diese Zeit lese. Und obwohl es mich stark beeindruckt hat, habe ich doch ziemlich lange für das Buch gebraucht. Es ist wirklich etwas besonderes, dennoch musste ich mich voll und ganz darauf konzentrieren. Und ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Steht Henry VIII doch in Verruf alle seine Ehefrauen geköpft zu haben...

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    • 3
  • Wölfe von Hillary Mantel

    Wölfe

    werderaner

    15. June 2014 um 18:41

    Klappentext England im Jahr 1520: das Land befindet sich im Umbruch, und Thomas cromwell will es nach seinen Wünschen formen. Die mittel dieses politischen genies sind Bestechung,  Einschüchterung und Charme. Und er weiß genau das der Mensch des Menschen Wolf ist. Der Roman ist sehr komplex geschrieben und man muss konzentriert lesen um alles zu erfassen.  Anfangs hatte ich damit Probleme zumal mehrere Personen auf dem Vornamen Thomas hören.  Wenn man sich aber drauf einlässt erfährt man einiges über die damaligen Machtverhältnisse und die mittel mit denen sie durchgesetzt wurden. Sehr erdrückend fand ich auch das das Personen die nicht den vorgeschrieben glauben hatten und andere Meinungen verbreiteten verfolgt und sogar hingerichtet wurden.  Fazit Mir hat dieses Buch gut gefallen und ich kann es jeden empfehlen der bereit ist konzentriert zu lesen und gegebenfalls manche stellen 2mal zu lesen um alles zu verstehen. 

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  • Heinrich VIII

    Wölfe

    walli007

    03. January 2014 um 13:16

    Thomas Cromwell ist der geniale Strippenzieher am Hofe Heinrichs VIII. Als Jugendlicher von seinem Vater fast tot geprügelt, im Ausland zu Ansehen und Reichtum gekommen, gelangt er im Jahr 1527 in die Dienste des Kardinals Wolsey und damit auch in die des Königs. Es ist die Zeit zu der Anne Boleyn beginnt den König zu umgarnen. Sie macht in so närrisch, dass er sich von seiner Frau trennen möchte, was die katholische Kirche verbietet. Kardinal Wolsey fällt in Ungnade und Cromwell versucht das Vakuum, das durch das Fehlen des Kardinals entstanden ist, aufzufüllen. Mit seinem Charme und seiner Gewieftheit gelingt ihm das nicht schlecht, doch immer muss er Obacht geben, dass er nicht selbst Opfer einer Intrige wird. Preisgekrönt ist dieser Roman, was mich neugierig gemacht hat. Etwas einfacher wird die Lektüre dadurch, dass doch recht viel von der Geschichte Heinrichs VIII bekannt ist. Gerade vor nicht allzu langer Zeit wurde im TV ein Film gezeigt, der Anne Boleyn Ränkeschmiede zeigte. Doch ist die Art wie das Buch geschrieben ist, etwas gewöhnungsbedürftig. Aus Sicht Cromwells in der Gegenwartsform wird von den Ereignissen berichtet. Manche Passagen entwickeln einen eigenartigen Witz und Humor, so dass man in den Bann der Ereignisse gezogen wird. Anderseits ist der Stil manchmal so trocken, dass man sich etwas mühen muss nicht ein paar Absätze zu überlesen. Schließlich könnte man ein wichtiges Detail verpassen. Genial die Darstellung des Cromwell, sympathisch und schlau schafft er es meist die Figuren auf dem Schachbrett des Hofes so zu manipulieren, dass wenigstens kein größerer Schaden angerichtet wird. Einige Vorgaben der Natur kann jedoch auch ein Meister Cromwell nicht richten. Ein Buch von großer Fülle, das nicht so einfach zu lesen ist.

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  • Keine leichte Kost, aber jede Sekunde Konzentration wert!

    Wölfe

    JuliaB

    25. October 2013 um 14:38

    Man könnte meinen, dass die Geschichte von König Henry VIII. und seinen Frauengeschichten schon oft genug erzählt wurde. Hilary Mantel gelingt es aber, eine überraschende Perspektive zu wählen: sie stellt Thomas Cromwell ins Zentrum und berichtet in einer Trilogie über seine Sicht als Außenseiter, der sich vom Sohn eines einfachen Schmieds zu einem der mächtigsten Männer am englischen Hofe hocharbeitet. Cromwell ist dabei nicht einfach der gewissenlose, machtgierige Emporkömmling, sondern wird als sehr vielschichtiger, manchmal auch undurchschaubarer Charakter gezeichnet, der von seiner schwierigen Kindheit und Jugend ebenso geprägt wird wie durch die Jahre im Dienste von Kardinal Wolsey. Dieser ermöglicht ihm den Zugang zum Hof, wo sich Cromwell durch die Verliebtheit des Königs in Anne Boleyn ganz neue Aussichten bieten, denn er weiß, wie Henry einen Ausweg aus seiner Ehe mit Katharina finden kann... Für „Wölfe“, den ersten Teil ihrer Cromwell-Biographie, wurde Hilary Mantel völlig zu Recht mit dem Booker-Preis 2009 ausgezeichnet. Ihr Schreibstil ist in seiner Schlichtheit sehr klar und elegant, allerdings nicht ganz einfach und zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Hilary Mantel nutzt die personale Erzählweise, geht aber oft eher sparsam mit Namen (vor allem mit dem ihrer Hauptperson) um, so dass manchmal auf den ersten Blick nicht ganz klar wird, wer jetzt gerade handelt. Dass es nicht immer ganz einfach ist, den Überblick über die Personen zu behalten, ist allerdings nicht nur dem knappen Stil geschuldet, sondern liegt zu einem großen Teil daran, dass man damals halt eine Vorliebe für die Namen Thomas, Henry, John, Mary und Anne hatte (die fünf Seiten Personenregister und zwei Stammbäumen bieten da eine nützliche Gedächtnisstütze). Wenn man sich aber darauf einstellt, dass „Wölfe“ kein leicht zu verschlingender Historien-Schmöker ist, sondern etwas Konzentration verlangt, wird man mit einem wunderbaren Kaleidoskop an brillanten Charakterdarstellungen belohnt. Und es ist sehr erfrischend, dass Hilary Mantel nicht bloß bei ihrer Hauptperson die gängigen Klischees umgeht, sondern auch Thomas More mal nicht nur als feinsinnigen Renaissance-Gelehrten zeigt, sondern auch als gefühlskalten Gefangenen seiner Prinzipien. Dabei steht immer die Interaktion der Personen im Vordergrund, so dass sich die Figuren aus vielen einzelnen Szenen und Dialogen langsam entwickeln und ein schillerndes Bild einer Gesellschaft im Umbruch entstehen lassen. Fazit: keine leichte Kost, aber ein grandioses Portrait einer faszinierenden Persönlichkeit, wenn man sich an den zurückhaltenden Stil gewöhnt hat.

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  • Ein bisschen mehr Gefühl

    Wölfe

    Darius

    16. August 2013 um 16:48

    Das Buch ist vom Inhalt her grandios und auch der schwere Schreibstil geht in Ordnung.  Was mich stört, ist das Fehlen jeglicher Gefühlsregung. Ich tauche gerne hinab in die Zeit des Romans und die Gefühle der Protagonisten, was mir hier aber einfach nicht gelang.

  • Wölfe

    Wölfe

    Zuellig

    06. July 2013 um 17:51

    Ich fand das Buch klasse, auch wenn es anstrengend und anspruchsvoll zu lesen war. Es gab mir ganz viele Einblicke ins Funktionieren der Politik im 16. Jahrhundert und hat diese Zeit tatsächlich wieder lebendig gemacht.

  • angenehm überrascht

    Wölfe

    carlinda

    02. July 2013 um 21:24

    Dieses Buch hat mehre Preise gewonnen, deswegen war ich skeptisch . Weil mir gefallen diese Art Bücher meistens nicht. Aber das Buch hat mich angenehm überrascht. Man wird sehr schnell in die Geschichte hineingeworfen und das ist der einzige Nachteil , es wird  ein Grundwissen über Henry den VIII vorrausgesetzt.  Während  im dunklen Thron Cromwell als Emporkömmling und Kriecher gezeigt wird, ist er hier auch einer der nach oben will, aber nicht so gewollt. Er steht auch zu seinen Förderer, auch als dieser in Ungnade gefallen ist.  Der sich um seine Familie und Freunde sorgt und auch vielen seiner Mündel oder Diener . Am Anfang gibt es ziemlich viele Zeitsprünge, die etwas verwirrend sind.Es ist interessant wie Cromwell interessant Ränke schmiedet und man  nie genau weiß , was er beabsichtigt. Er mag Anne Boylin übrigens nicht, dafür aber ihre Schwester Ich werde den zweiten Teil  um Cromwell auch noch lesen, da mir der Mann ans Herz gewachsen ist .

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  • Rezension zu "Wölfe" von Hilary Mantel

    Wölfe

    Dubhe

    "Sperren sie Cromwell in ein tiefes Verlies- und am Abend sitzt er auf einem Plüschkissen und verspeist Lerchenzungen, und alle Aufseher schulden ihm Geld." . Dieses Buch spielt im 16. Jahrhundert und erzählt die Geschichte von Thomas Cromwell, einem jungen Mann, der vom Vater geschlagen wird und deswegen die Heimat verlässt. So gerät er an den Hof von England, wo derzeit Heinrich der 8. regiert. Dort zeigt er ein gutes Gespür für Manipulation und versucht das Land nach seinen Wünschen zu formen... . Dieser kleine Ausschnitt aus dem Buch hat mich dazu veranlasst es zu lesen. Eine Fehlentscheidung, wie sich herausstellt, denn der Stil der Autorin ist grottenschlecht und die Personen und die Beziehungen unter den Personen sind verwirrend. Überhaupt weiß man noch nicht einmal, wo man sich befindet, noch wie alt die Personen sind. Deswegen habe ich das Buch abgebrochen.

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    • 4
  • Rezension zu "Wölfe: Roman" von Hilary Mantel

    Wölfe

    Phil Decker

    04. June 2012 um 15:52

    Es ist ein anspruchsvolles Buch, das mir England und seine Geschichte, obwohl nur ein Zeitrraum von 5 Jahren erfasst wird, viel näher gebracht hat. Habe nur den Fehler gemacht, es an einem normalem Wochenende zu beginnen. Da ziehen sich dann 730 Seiten sehr lange hin, wenn man während der Woche kaum zum Lesen kommt. Auch die Aneinanderreihung von Dialogen hat mir viel vom Spannungsbogen geraubt und ich war ein paar mal davor abzubrechen. Aber, es hat sich gelohnt durchzuhalten und öfter auch mal im Geschichtsbuch nachzuschlagen.

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  • Rezension zu "Wölfe" von Hilary Mantel

    Wölfe

    Amandarine789

    07. May 2012 um 13:20

    Nach den zahlreichen, bisher erschienen historischen Romanen mit einer weiblichen Berufs/ Eigenschaftsbezeichnung im Titel möchte man meinen, es gibt in diesem Genre nur den "einen" gefühlsgeladenen und dramatischen historischen Roman voll deplatzierter Emanzipation. "Wölfe" von Hilary Mantel ist die von mir lang gesuchte Alternative. Zu Stil und Inhalt: Der Handlungsraum ist (für einen historischen Roman) erfreulich kurz. Während Rebecca Gable in "Der dunkle Thron" alle sechs Frauen in einem Buch abhandelt (und gerade noch Zeit hat die Verwandtschaftverhältnisse der von ihr geschaffenen Figuren zu entfrieseln), begnügt sich Hilary Mantel mit den Jahren 1520-1535. Sie lässt Raum für die Details von Heinrichs Scheidungskriegs und - noch mehr - für den Charakter Thomas Cromwell. Der nüchterne Schreibstil deckt sich bestens mit der Art und Weise, mit der Cromwell die Welt womöglich betrachtet hat. Hinzu kommt sein herrlicher trockener Humor, der den Leser die ein oder andere Länge in der Handlung mühelos überstehen lässt. Cromwell wird vor allem über sein Handeln beschrieben: So wird - soweit ich das mitbekommen habe - nicht einmal erwähnt, dass er sich dem protestantischen Glauben zuwendet, man merkt erst auf, wenn er auf einmal ein Buch von Tyndale in der Hand hält oder seine Politik nach seiner Glaubensauffassung ausrichtet. Mitdenken muss man schon und je mehr man auf die Details achtet, desto mehr Freude hat man an dem Buch. Die Darstellung der Charaktere empfinde ich als genial. Die Autorin ist vom historischen Standpunkt aus korrekter als es in einem Roman nötig tut. Sie schreibt aus Cromwells Sicht und macht seine Gedankengänge nachvollziehbar, verschweigt aber auch nicht die Fakten. Lobend zu erwähnen ist übrigens auch das Layout und die typografische Gestaltung der deutschen Ausgabe. Der deutsche Titel mag dem englischen Original ("Wolf's Hall") nicht exakt entsprechen, passt aber durchaus. Also - nein - "Wölfe" erzählt uns nicht noch einmal die tragischen Geschichten um Heinrich, Anne und Katharina vor einer bunten historischen Kulisse, sondern konzentriert sich auf einem stilistisch hohen Niveau auf den hochinteressanten Charakter Thomas Cromwell. Ich erwarte sehnsüchtig die Fortsetzung. Hier ein kleiner Ausschnitt aus einem wirklich genialen Dialog zwischen Cromwell und dem Herzog von Norfolk, ich würde am liebsten die ganze Szene herunterschreiben... „Ich habe mich beim König für Sie eingesetzt, und er freut sich ebenfalls. Sie werden im Unterhaus seine Anweisungen ausführen. Und meine.“ „Werden es dieselben sein, Mylord?“ Der Herzog macht ein finsteres Gesicht. Er läuft auf und ab; er klappert ein wenig ; endlich bricht es aus ihm heraus: „Verdammt, Cromwell, warum sind Sie so eine … Person? Es ist schließlich nicht so, als könnten Sie sich das erlauben.“ Er wartet, lächelt. Er weiß, was der Herzog meint. Er ist eine Person, hat eine Präsenz. Er weiß zwar, wie man sich verstohlen in einen Raum schiebt, sodass man nicht gesehen wird, aber vielleicht sind diese Tage vorbei.

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