Hilde Domin

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Autor von Nur eine Rose als Stütze, Sämtliche Gedichte und weiteren Büchern.

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Hilde DominSämtliche Gedichte
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Sämtliche Gedichte
Sämtliche Gedichte
 (13)
Erschienen am 21.05.2015
Hilde DominGesammelte Gedichte
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Gesammelte Gedichte
Gesammelte Gedichte
 (12)
Erschienen am 01.05.1987
Hilde DominNur eine Rose als Stütze
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Nur eine Rose als Stütze
Nur eine Rose als Stütze
 (14)
Erschienen am 01.09.1994
Hilde DominIch will dich
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Ich will dich
Ich will dich
 (4)
Erschienen am 01.10.1995
Hilde DominDer Baum blüht trotzdem
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Der Baum blüht trotzdem
Der Baum blüht trotzdem
 (3)
Erschienen am 25.06.1999
Hilde DominDas zweite Paradies
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Das zweite Paradies
Das zweite Paradies
 (3)
Erschienen am 01.10.1993
Hilde DominAbel steh auf
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Abel steh auf
Hilde DominHier
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 (2)
Erschienen am 01.10.1993

Neue Rezensionen zu Hilde Domin

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Monsignores avatar

Rezension zu "Gesammelte Gedichte" von Hilde Domin

Rezension zu "Gesammelte Gedichte" von Hilde Domin
Monsignorevor 9 Jahren

Menschliche Grenzsituationen sind ihre Themen - und diese Situationen kannte sie gut. Als Jüdin vertrieben, benannte sie sich nach dem Ort ihres Exils, der Dominikanischen Republik. Breite Facetten von Befindlichkeiten brachte sie in lyrische Form, jedes Wort hat sein genau gesetztes Gewicht, kein Wort zuviel, keines zu wenig. "Du darfst einen Löffel haben, / eine Rose, / vielleicht ein Herz / und, vielleicht, / ein Grab." Wie Hilde Domin in ihrer Lyrik, so gelang Manés Sperber in einer Laudatio der richtige Ton, als er von Hilde Domins Botschaft sprach: "... die Botschaft einer wunderbar schöpferischen und abscheulich zerstörerischen Epoche (...), in der man es oft nötig hatte, nach einem Halt zu suchen und 'eine Rose als Stütze' zu wählen".

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Leserrezension_2009s avatar

Rezension zu "Im Vorbeigehn" von Hilde Domin

Rezension zu "Im Vorbeigehn" von Hilde Domin
Leserrezension_2009vor 9 Jahren

Eingereicht von Werner F.

Die Wortmagierin des Dennoch
Zum 100. Geburtstag von Hilde Domin
“Ein Gedicht ist ein gefrorener Augenblick, den jeder Leser für sich wieder ins Fließen, ins Hier
und Jetzt bringt.”
Derart pointiert verteidigte die 2006 verstorbene Lyrikerin Hilde Domin schon 1968 in dem Essay
“Wozu Lyrik?” die Poesie gegen ihre Widerredner. Und hielt sich selbst bis zu ihrem
Abschiedsband “Der Baum blüht trotzdem”, den die zarte Wortmagierin noch voll auf der Höhe
ihrer Kunst 1999 im Alter von 90 Jahren veröffentlichte, an den damit selbstgestellten Anspruch:
Ein Dichter muss sein Erleben und sein Leid mit Worten so gestalten, dass sich der Leser damit
identifizieren kann.
Das Schreiben aus Leiderfahrungen ist bei Hilde Domin authentisch, musste
sie doch als Jüdin und NS-Regimegegnerin bereits 1932 mit ihrem späteren
Mann, dem Kunsthistoriker Erwin Walter Palm, Deutschland und ihr
heimisches Köln verlassen, um via Italien und England schließlich in die
Dominikanischen Republik zu emigrieren. Sie hatte Jura,
Wirtschaftswissenschaften, Soziologie und Philosophie (bei Karl Jaspers und
Karl Mannheim) studiert und arbeitete während der Exiljahre als
Sprachlehrerin und Übersetzerin, bevor sie 1954 unverbittert nach Deutschland
zurückkehrte und sich 1961 endgültig in Heidelberg niederließ, weil sie immer
am Glauben an die Möglichkeit eines zivilisierten Deutschlands festgehalten
hatte und sich in diesem Sinn politisch in der SPD und als Vordenkerin der Grünen engagierte.
Der literarische Durchbruch gelang ihr 1959 mit dem bei S. Fischer erschienenen Gedichtband “Nur
eine Rose als Stütze”, in dem sie das Vertrauen in die Literatur als lebenshelfende Kraft mit
virtuoser Schlichtheit in ein eindringliches Bild setzte, von Walter Jens als die “Vollkommenheit im
Einfachen” gelobt.
Im Juli 2009 wäre die vielfach ausgezeichnete Dichterin 100 Jahre alt geworden und aus diesem
Anlass wird sie mit Recht als eine der bedeutendsten deutschen Nachkriegsdichterinnen mit
mehreren Publikationen gewürdigt. So zeigte der Kultursender 3sat im Mai 2009 die
dokumentarische Hommage “Ich will dich - Begegnungen mit Hilde Domin” von der fast 70 Jahre
jüngeren Filmemacherin Anna Ditges, die damit ein intimes und glaubhaftes Lebens-Portrait der
Lyrikerin zeichnete.
Für das literarische Portrait engagiert sich seit einiger Zeit der Präsenz Kunst & Buch Verlag mit
einer Auswahlreihe aus Domins lyrischen Arbeiten, deren mittlerweile dritter Band “Im
Vorbeigehn” nun vorliegt.
Der edle haptische Eindruck des schmalen Hardcover wird beim ersten Aufschlagen visuell noch
verstärkt durch die hochwertig gedruckten, abstrakt-assoziativen farbigen Aquarelle von Andreas
Felger, den mit Hilde Domin eine tiefe gegenseitige Bewunderung und Freundschaft verband.
Eine ähnliche Nähe zu Domin hatte auch ihre langjährige Assistentin Marion Tauschwitz, die in
ihrem Vorwort die Inspiration der Lyrikerin aus der Naturphilosophie Spinozas betont, nach der der
Mensch in eine kosmische Ordnung gestellt ist, die Liebe und die Natur Spiegel für das Perpetuum
der Erneuerung sind und dass der Neuordner / in dir in mir / fingernagelgroß schläft.
So befasst sich die “Dichterin der Rückkehr”, wie der langjährige Freund Hans-Georg Gadamer sie
einst nannte, nicht nur mit dem Verlust essenziellen Lebensinhalts und dem Gewinn des dadurch
ermöglichten Neuen, sondern vor Allem mit der dem Menschen innewohnenden Kraft zu einer
aufrechten Haltung gegenüber dem Schicksal, das es anzunehmen gilt mit dem Mut zur aktiven
Teilhabe: “Brenne / Wir sind Fackeln mein Bruder / Wir sind Sterne / Wir sind Brennendes /
Steigendes / Oder wir sind nicht / gewesen”. Daraus spricht keine Verbitterung, sondern die
Aufforderung zur Zivilcourage, diese Hoffnung des “Fürchte dich nicht / es blüht / hinter uns her.”
Hilde Domins Gedichte sind nie hochkomplex oder metaphorisch verstiegen, bedürfen aber einer
aufmerksamen Annäherung durch den Leser, um die Wirkung der vielfach geglückten Symbiosen
von feinsinniger Sprachästhetik und Engagement zu erspüren.
Auch bei nach ’schwerer Besetzung’ verlangenden Themen wie der Liebe zeigen sich die hier
zusammengestellten Gedichte meist knapp und unprätentiös; sie begnügen sich mit fast
ökonomischer Bildhaftigkeit, erschließen aber gerade durch den Verzicht auf adjektivischen Tand
und Euphemisierungen ein umso eindringlicheres poetisches Wahrnehmungsfeld: “Ich liege in
deinen Armen / wie in einem Schiff, / ohne Route noch Hafen / aber mit Delphinen am Bug.”
Mit ihrem hohen Anspruch an Wahrhaftigkeit in der Selbstoffenbarung und einem trotz Flucht und
Exil bewahrten Lebensmotiv der Hoffnung trotzen Hilde Domins Gedichte der Schwere des Lebens
mit Leichtigkeit, “weil das Wunder immer geschieht”.
Ich gehe vorüber -
aber ich lasse vielleicht
den kleinen Ton meiner Stimme,
mein Lachen und meine Tränen
und auch den Gruß der Bäume im Abend
auf einem Stückchen Papier.
Und im Vorbeigehn,
ganz absichtslos,
zünde ich die ein oder andere
Laterne an
in den Herzen am Wegrand.

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Cams avatar

Rezension zu "Ich will dich" von Hilde Domin

Rezension zu "Ich will dich" von Hilde Domin
Camvor 9 Jahren

Ein Band, mit schönen Werken, das man gerne wieder in die Hand nehmen wird.
Und man findet darin jedes Mal ein neues Gedicht, welches einen anspricht. Empfehleswert !!!

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