Hilde Fritz Bitten statt fordern

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Inhaltsangabe zu „Bitten statt fordern“ von Hilde Fritz

Ein ganz anderer Umgang mit Macht Schon wieder: eine Schlägerei auf dem Schulhof; ein verzweifelter Elternanruf, die Tochter werde seit Wochen von Mitschülerinnen gemobbt; frustrierte Lehrer und Lehrerinnen, die über häufige Unterrichtsstörungen klagen und so gern in Ruhe unterrichten würden. Stimmen nach mehr Strafen und mehr Konsequenz werden laut. Aber auch solche, die ganz andere Wege suchen, haben doch Ordnungsmaßnahmen bislang keine nachhaltigen Erfolge gezeigt. Eigenverantwortung und Wertschätzung gelte es zu fördern. In diesem Buch wird beispielhaft ein weiter andauernder Entwicklungsprozess an einer öffentlichen Schule beschrieben, in dem sich Kollegium und Schulleitung darauf einließen, auf ganz andere Weise mit Macht umzugehen und ein neues Verständnis kommunikativer Prozesse zu entwickeln. Forderungen an die jeweils andere Seite – an Schülerinnen und Schülern genauso wie an Lehrerinnen und Lehrer – wurden durch Bitten ersetzt. Erzählend und reflektierend berichtet das Buch über einen Versuch gewaltfreier Schulentwicklung, der von Lehrerinnen und Lehrern selbst initiiert wurde.

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  • Für das gemeinsamen Lernen, Leben und Arbeiten nur förderlich

    Bitten statt fordern
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    15. January 2014 um 11:31

        Die Bücher von Gottfried Orth und Hilde Fritz („Gewaltfreie Kommunikation in der Schule“ und der nun hier vorliegende Projektbericht) begreifen die Schule, von der sie handeln, als einen gemeinsamen Lebens- und Arbeitsort von Lehrern und Schülern. Damit das geschehen kann, was in Schule geschehen soll, Lernen und Erfahrungen machen, braucht es eine gemeinsame Wertschätzung, der Lehrer untereinander, zwischen Lehrern und Schülern, insbesondere aber bei den Schülern untereinander. Gerade hier, so wird allenthalben geklagt und beschrieben, seien verbale und nonverbale Gewalt und Missachtung des anderen gestiegen. So stark, dass mancherorts dadurch der Lernerfolg der Kinder gefährdet ist. Im Kindergarten unseres Sohnes wurde schon vor vielen Jahren mit einem Projekt namens „Faustlos“ versucht, Kindern gewaltfreie und wertschätzende Formen der Auseinandersetzung und Konfliktlösung nahe zu bringen. Die Grundschule hat daran nahtlos angeschlossen, dennoch gibt es einen zunehmend raueren Ton und Umgang der Schüler untereinander. Die Bücher der beiden Pädagogen Gottfried Orth und Hilde Fritz richten sich an Lehrer und Lehrerinnen, um ihnen zu helfen, sich selbst als Lehrerin oder Lehrer wichtig zu nehmen, sich kraftvoll zu behaupten, eigene Grenzen zu ziehen und diese gewaltfrei zu schützen. Es soll ihnen weiterhin helfen, einen wertschätzenden Umgang mit Schülerinnen und Schüler und mit ihren KollegInnen zu pflegen. Damit sie das tun können, weshalb sie den Beruf gewählt haben: gut unterrichten. Mit vielen Übungen und überaus verständlich zeigen die beiden Autoren, wie Lehrerinnen und Lehrer ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen können und helfen ihnen, sie deutlich auszudrücken. Sie lernen, wie sie einfühlsame Dialoge mit Schülerinnen und Schülern führen können und wie sie, manchmal auch ihre eigene Lebensgeschichte bearbeitend, Konflikte gewaltfrei gestalten können, als selbstverständliche und alltägliche Phänomene des Zusammenlebens, gerade und auch in der Schule. Schüler, aber auch Kollegen und Eltern, die mit einem solchen Kommunikationsverhalten eines Lehrers in Berührung kommen, werden davon nicht unberührt bleiben, es wirkt ansteckend, abrüstend und den Schulalltag befriedend. Für das gemeinsamen Lernen, Leben und Arbeiten nur förderlich.   Das hier beschriebene Projekt „Bitten statt fordern“ ist ein beeindruckendes Beispiel einer solchen Arbeit im Rahmen einer Schulentwicklung. Ein Kollegium und eine Schulleitung haben sich darauf eingelassen, auf ganz andere Weise mit Macht umzugehen und kommunikative Prozesse neu zu gestalten. Dabei wurden Forderungen an die andere Seite ersetzt durch Bitten. Sehen Sie selbst, wie Schüler und Lehrer mit dieser Form der Kommunikation umgegangen sind, was es bei ihnen verändert und in Fluss gebracht hat.   Es wäre ein interessanter Gedanke, diese Haltung zusammenzubringen mit dem systemischen Denken, wie es die Bücher für Lehrer im Carl Auer Verlag versuchen.

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