Hilde Kvalvaag Das ist der Sommer im Paradies, wie er eben aussieht, wenn man die Sonnenbrille abnimmt

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Inhaltsangabe zu „Das ist der Sommer im Paradies, wie er eben aussieht, wenn man die Sonnenbrille abnimmt“ von Hilde Kvalvaag

Kein Sommermärchen. Johanne liebt es, die Ferien mit ihrer Schwester
bei den Großeltern am Fjord zu verbringen: Sonne, Schwimmen,
Schaumbananen futtern, im kleinen Lebensmittelladen jobben und dort
Are wiedertreffen – das ist der Sommer im Paradies! Doch dieses Jahr
ist alles anders. Ein atmosphärisch dichter Roman über Sehnsüchte
und den Abschied von der Kindheit.

Ich fand das Buch überhaupt nicht gut. Die Geschichte ging nur total schleppend vor sich. Hab es dann am Ende abgebrochen.

— Keri

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  • Wenn die sommerliche Stimmung fehlt...

    Das ist der Sommer im Paradies, wie er eben aussieht, wenn man die Sonnenbrille abnimmt

    Federchen

    24. April 2017 um 20:31

    Johanne verbringt jedes Jahr ihre Sommerferien gemeinsam mit ihrer älteren Schwester bei Oma und Opa. Doch dieser Sommer ist anders. Katrin ist nicht da, aber sie will nachkommen. So verbringt Johanne Tag um Tag in ihrem Sommerferienjob, wird von Oma bekocht und hat das Gefühl niemandem Rechenschaft ablegen zu müssen, wenn sie am Wasser spazieren geht. Doch da ist auch noch Are, ihr Schwarm vom letzten Jahr. Ob sie diesen Sommer mehr Zeit mit ihm verbringen wird? Jeden Tag wartet sie im Laden auf ihn...doch es scheint, als ob Are andere Interessen hat..."Das ist der Sommer im Paradies, wie er eben aussieht, wenn man die Sonnenbrille absetzt" ist ein Jugendroman, deren Protagonistin sich auf dem Weg zum Erwachsenwerden befindet. Das sie damit allerdings so ihre Probleme hat, lässt sich sehr leicht herauslesen. Johanne ist sehr sprunghaft und wenig gefestigt in ihrem Charakter. Sie schwankt ständig zwischen Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt hin und her. Dieses Verhalten macht es dem Leser nicht unbedingt leicht, sie zu mögen. Sie wechselt ihre Ansichten, wie manch anderer seine Kleidung. Leider gewinnt die Figur von Hilde K. Kvalvaag so auch nicht wirklich an Tiefe. Es ist einfach schwer, sich Johanne bildlich vorzustellen. Auch mit anderen Figuren passiert da eher wenig. Are bleibt flach, genauso wie sein Verhalten gegenüber Johanne, die wohl viel mehr in ihn hinein interpretiert als er an Signalen sendet. Die Großeltern stellt man sich am ehesten wie die eigenen vor. Durch die wenig intensiv gezeichneten Figuren erscheint auch die Handlung etwas dünn, obwohl sie das nicht sein müsste. Natürlich ist es nicht immer einfach, mitten in der Pubertät oder am Rande zum Erwachsensein zu sein. Dennoch hätte man hier mehr darauf achten müssen, das auch in der Sommerzeit gewisse Grenzen einzuhalten sind. Diese werden weder von den Großeltern noch von der erwachsenen Freundin gesetzt. Im Gegenteil alle leben ganz wunderbar aneinander vorbei und nur die jugendliche Johanne dreht sich im Mittelpunkt dieses Lebens. Sicher wird hier und da an die Verantwortung erinnert, die man auch in jungen Jahren schon hat. "Das ist der Sommer im Paradies, wie er eben aussieht, wenn man die Sonnenbrille absetzt" lässt vom Titel erahnen, dass es nicht der glücklichste Sommer sein wird, aber etwas mehr sommerliche Leichtigkeit und vor allem "Paradies" hätte dem Plot sehr gut gestanden. Und damit meine ich nicht den Einsatz von Strandpartys. Hier spielt eher der fehlende beschriebene Hintergrund eine Rolle. Beim kühlen norwegischen Sommerwetter kommt einfach keine warme Stimmung auf. Auch dann nicht, wenn man in eiskaltes Wasser springt und im Sommerkleidchen an der Kasse sitzt. Mit wärmerer Umgebungsbeschreibung und sommerlichen Erlebnissen, wie Eisessen, Freunde treffen, die Sonne genießen wäre sicherlich das ein oder andere mehr aus der Geschichte zu holen gewesen, auch wenn es banal klingt. Trotz all der zuweilen negativen Empfindungen beim Lesen sticht der Schreibstil insofern hervor, dass man sehr schnell am Ende der Geschichte angelangt ist. Kurze knackige Sätze ohne Schnörkel, leider auch ab und an ohne Emotionen, führen durch die ebenfalls knackig kurzen Kapitel. Da hilft es leider wenig, dass die Autorin in der Ich-Perspektive schreibt. Ein So-was-habe-ich-auch-schon-erlebt-Gefühl stellt sich einfach nicht ein. Verständnis für die ein oder andere Situation in der sich die Protagonistin befindet, mit eingeschlossen. Schade, denn so ein sommerlicher Jugendroman wäre sicherlich nicht nur für die dementsprechende lesende Altersgruppe interessant.(c) buchgefieder.blogspot.com

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  • Schonungslos ehrlich

    Das ist der Sommer im Paradies, wie er eben aussieht, wenn man die Sonnenbrille abnimmt

    MarionHue

    06. March 2015 um 18:09

    Johanne erzählt ihre Geschichte vom Paradies im Sommer, das plötzlich kein Paradies mehr ist. Jedes Jahr kommt Johanne mit ihrer älteren Schwester in den Ferien in den kleinen Ort, in dem ihre Großeltern leben. Jeder Sommer war bisher unbeschwerlich, vertraut und verträumt. Denn Johanne schwärmt heimlich für Arne, auf den sie sich diesen Sommer besonders freut. Doch alles kommt ganz anders. Ihre Schwester Katrin kommt nicht mit, sie reagiert viel zu selten auf Johannes Anrufe, Arne interessiert sich für eine in Johannes Augen ältere Frau und sie sitzt enttäuscht an der Kasse des kleinen Ladens und wartet darauf, dass das große Ferienabenteuer beginnt. Dann taucht plötzlich Mathias, Arnes Bruder im Laden auf und lädt sie zu einer Spritztour mit dem Motorrad ein. Für Johanne das Zeichen, das sie jetzt endlich etwas erleben wird. Doch Mathias ist schwierig, gehört nicht zur Ferienclique, will nur mit Johanne allein sein, und Johanne macht solange mit, bis sie merkt, dass sie für Mathias nichts empfindet, obwohl er mehr von ihr möchte. Als sie ihm dies ziemlich klar sagt, verschwindet Mathias über Nacht in den Bergen. Das halbe Dorf ist in Aufruhr, eine dramatische Suchaktion beginnt, und Johanne merkt, dass doch nicht alles nur ein Abenteuer sein kann. Das Buch hat mich bewegt, Johanne mochte ich eigentlich gar nicht so sehr, aber ihre verzweifelte Suche nach Anerkennung und Zuneigung bildet eine roten Faden, den ich nicht mehr loslassen wollte. Die knappen Bilder, die immer kürzer werdenden Kapitel gegen Ende passten gut zu der gesamten Dramatik.

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