Hilde Kvalvaag Prison Island

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Inhaltsangabe zu „Prison Island“ von Hilde Kvalvaag

Idun ist ehrgeizig und angepasst - bis Mai in ihr Leben tritt, ihre emotionale, immer am Rande des Abgrunds balancierende Cousine. Mai wirft sich jedem Jungen an den Hals und verliebt sich ausgerechnet in den jungen Straftäter Johan, der auf einer Gefängnisinsel im Fjord seine Strafe absitzt. Von Anfang an ahnt der Leser die bevorstehende Katastrophe. Die Lage spitzt sich zu, als Mai Idun dazu überredet, mit ihr zu der Gefängnisinsel zu rudern. Ein atmosphärisch dichter Roman über das Ausloten von Grenzen, das Spiel mit der Gefahr und die komplizierten Gefühle zweier junger Mädchen an der Schwelle zum Erwachsenwerden.

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    Prison Island
    R_Manthey

    R_Manthey

    17. July 2015 um 10:41

    Im Original heißt dieses 2010 mit "dem Brage-Preis für das beste Jugendbuch" in Norwegen ausgezeichnete Werk wohl "Gefängnisse". Dass daraus der nichts sagende "deutsche" Titel "Prison Island" wurde, verwirrt im doppelten Sinne, nicht nur, weil damit der deutschen Sprache das Vertrauen entzogen wurde, sondern vor allem, weil die Botschaft des Originaltitels abhanden gekommen ist. Idun wohnt mit ihrer Mutter in irgendeinem norwegischen Kaff. Iduns Eltern sind geschieden. Ihre Mutter sucht nach einem neuen Mann, und ihren Vater sieht Idun zwar täglich, aber nur kurz, wenn er auf dem Wege in die Fabrik am Haus vorbeiradelt. In der Schule ist Idun nicht schlecht. Nebenbei trainiert sie 800 Meter-Läufe, scheitert aber immer wieder an ihrer Konkurrentin Ane Mo. Auch mit den Jungs läuft es eher mäßig. Dann plötzlich zieht ihre Cousine Mai bei ihr ein. Bei Mai scheint die familiäre Entwurzlung noch weiter fortgeschritten zu sein. Sie hat sich mit ihrer Mutter verkracht. Die Gründe dafür bleiben im Dunkeln, doch die Trostlosigkeit, mit der all dies geschildert wird, ist bedrückend. Im Gegensatz zu Idun verhält sich Mai extrovertiert. Sie schläft mit jedem, der ihr irgendwie gefällt. Was nach außen wie Gefühllosigkeit aussieht, demonstriert lediglich hoffnungslose Verzweiflung und die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit, die ihr als Kind offenbar verweigert wurden. Im Hintergrund macht sich bei Mai bereits eine latente Todessehnsucht breit, die nach Grenzüberschreitungen sucht. Im Fjord vor dem Dorf liegt eine Insel, auf der sich jugendliche Gefangene nach guter Führung auf ihre baldige Entlassung vorbereiten sollen. Nachdem sich Mai für einen von ihnen zu interessieren beginnt, gewinnt die Handlung an Geschwindigkeit und Tragik, denn nun tut sich eine Gelegenheit auf, um weitere Linien zu überschreiten. Man kann sicher darüber streiten, ob man ein solch trauriges Buch mit einem Preis auszeichnen sollte. Allein die Tatsache jedoch, dass dies geschehen ist, erzählt viel über den Zustand der westlichen Gesellschaften. Von jugendlichem Optimismus und Aufbruchstimmung fehlt in diesem Buch eigentlich jede Spur. Stattdessen vermitteln die Figuren und Ereignisse eine gewisse Trostlosigkeit des Gefangenseins im eigenen, eher traurigen Schicksal, zu dem es keine Alternative zu geben scheint. Mit Idun und Mai stehen sich zwei unterschiedliche Mädchen mit einem ähnlichen Hintergrund gegenüber. Bereits mit 16 scheint sich das Leben bei ihnen festgefahren zu haben. Während Idun eher den üblichen Weg des Mittelmaßes beschreitet, reagiert Mai aggressiver, weil sie hungriger nach Liebe und sehnsüchtiger nach Erfüllung zu sein scheint. Doch stellt sich so die Alternative da? Bietet das Leben keine Überraschungen mehr? Die Geschichte wird in diesem Buch von Idun spröde erzählt. Vom literarischen Standpunkt aus kann man kaum etwas an diesem Buch kritisieren. Ich würde allerdings lebensfrohere und optimistische Geschichten für Heranwachsende solchen Büchern vorziehen.

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  • Rezension zu "Prison Island" von Hilde Kvalvaag

    Prison Island
    Cadiz

    Cadiz

    10. July 2012 um 17:36

    „Weißt du, wo wir wohnen?“, fragte er. „Nein“, sagte Mai. „Wir wohnen auf der Insel." Er sah sie an, als wollte er sehen, ob sie jetzt schockiert war. „Ist es schön da?“, fragte Mai. „Da ist eine Anstalt für schlimme Jungs.“ (Seite 33) Inhalt: Die fünfzehnjährige Idun ist ein ruhiges Mädchen. Ihre Leidenschaft ist das Laufen, sie ist talentiert und ehrgeizig. Als Mai, Iduns Cousine, bei ihr und ihrer Mutter einzieht, bricht das Chaos aus. Mai ist temperamentvoll und launisch. Und sie verliebt sich in den viel älteren Johan, der auf der Gefängnisinsel lebt, die sich in der Nähe von Iduns Heimatort befindet. Mai hat sich in den Kopf gesetzt, mit Johan zusammen zu sein und will Idun dazu überreden, mit ihr auf die Insel zu fahren… Zum Buch: Ich habe etwas anderes bekommen, als ich eigentlich erwartet habe, doch was ich bekam, war gar nicht schlecht. Die Geschichte um die beiden Mädchen Idun und Mai, die sich irgendwie lieben und hassen, beides gleichzeitig und mit gleicher Intensität, wird durch eine knapp gehaltene Sprache und ganz nett lesbaren Dialogen zum kleinen, aber feinen Lesespaß. Die Autorin erzählt oft in doch recht kurzen Sätzen, woran man sich aber bald gewöhnt und was mich auch im Lesefluss nicht störte. Das Buch lässt sich gut lesen, wird durch eine sympathische Protagonistin lebendig, die man sogleich ins Herz schließt und bei der man ein wenig Entwicklung verfolgt. Idun bekommt nämlich eine ganz Hand voll Gelegenheiten, sich neuen Dingen zu stellen. Dass sie nämlich mal die „schlimmen Jungs“ auf der Gefängnisinsel besuchen würde und sogar in einen von ihnen so etwas wie einen „Vertrauten“ findet, hätte sie nämlich niemals gedacht. Mai fand ich zwischendurch etwas nervig, aber auch interessant. Leider bekommt der Leser nur die wenigen wichtigen Figuren deutlicher zu Gesicht, Charaktere wie Iduns Mutter usw. bleiben dagegen eher blasser. Eine größere Rolle für Idun spielt etwa auch der Trainer, an den sie immer wieder denkt, der allerdings ebenso wenig Farbe bekommt. Im Grunde passiert nicht viel. Man sollte nicht das absolute Abenteuerbuch voller Action erwarten, denn das ist „Prison Island“ nicht. Vom Ende hätte ich mir mehr versprochen, war aber okay. Ich würde das Buch eher als ruhig, besonnen, nachdenklich und leise beschreiben. Lässt sich prima zwischendurch lesen. Lesenswert.

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