Hildegard Baumgart

 3,6 Sterne bei 10 Bewertungen

Lebenslauf

Hildegard Baumgart ist promovierte Romanistin und übersetzte aus dem Spanischen (u.a. Jorge Guillén, Ramón del Valle-Inclán). Neben journalistischen Arbeiten zum Paarthema veröffentlichte sie bislang die Bücher Briefe aus einem anderen Land (1972), Eifersucht. Erfahrungen und Lösungsversuche im Beziehungsdreieck (1985, dann öfter mit verschiedenen Titeln wieder aufgelegt) sowie die viel beachtete Doppelbiographie Bettine Brentano und Achim von Arnim: Lehrjahre einer Liebe (1999). Seit etwa dreißig Jahren beschäftigt sie sich mit der Romantik, besonders mit deren Ehe- und Liebesauffassung.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Hildegard Baumgart

Cover des Buches Bettine Brentano und Achim von Arnim (ISBN: 9783458362531)

Bettine Brentano und Achim von Arnim

(4)
Erschienen am 08.03.2016
Cover des Buches Bettine und Achim von Arnim (ISBN: 9783458176619)

Bettine und Achim von Arnim

(0)
Erschienen am 07.03.2016
Cover des Buches Jealousy: Experiences and Solutions (ISBN: 9780226039350)

Jealousy: Experiences and Solutions

(0)
Erschienen am 01.05.1990

Neue Rezensionen zu Hildegard Baumgart

Cover des Buches Damals (ISBN: 9783446204515)
claudiaausgrones avatar

Rezension zu "Damals" von Reinhard Baumgart

claudiaausgrone
Rezension zu "Damals" von Hildegard Baumgart

Großartig geschrieben! Reinhard Baumgart schildert sein Leben. Gerade bei seiner Darstellung seiner Kindheit und Jugend, bei seiner Schilderung der Flucht liegen Schmunzeln und Weinen ganz nah beieinander.

Cover des Buches Der Cimarrón (ISBN: 9783518395400)
Beagles avatar

Rezension zu "Der Cimarrón" von Miguel Barnet

Beagle
Rezension zu "Der Cimarrón" von Miguel Barnet

Als der Schriftsteller Miguel Barnet im Jahre 1963 Esteban Montejo – den Cimarrón – kennenlernte, war dieser bereits 103 Jahre alt. Es ist seine Geschichte, die Lebensgeschichte eines Mannes, der seiner Lebtag lang nicht viel hatte und dennoch viel erlebte. Barnet dient hier lediglich als „Sprachrohr“, denn die eigentlichen Begebenheiten dieses Buches, erzählt der alte Mann selbst.

Esteban Montejo wurde 1860 auf einer Zuckerrohrplantage auf Cuba geboren. Das Land war noch unter der Herrschaft der Spanier, die Sklaverei noch immer legal und gang und gäbe. Auch Esteban wurde als Sklave geboren, schon mit sechs Jahren musste er für seine Herren schuften. Von seiner Familie wurde er, sobald er „arbeitsfähig“ war getrennt, indem er an einen anderen Gutsbesitzer verkauft wurde. Doch Esteban konnte sich mit einem Leben als Sklave nicht abfinden. Die Neger (Esteban spricht selbst von sich als Neger!) arbeiteten teilweise bis zu 20 Stunden am Tag, da die allgemeine Meinung vorherrschte, Neger bräuchten nur 4 Stunden Schlaf. Wer nicht gehorchte wurde gezüchtigt. Die Männer arbeiteten auf dem Feld oder in den Zuckerfabriken, die Frauen wuschen für die Herren Wäsche und säuberten die Häuser. Geschlafen wurde in Baracken, die nicht einmal ordentlich klimatisiert waren, aus Angst, die Sklaven könnten fliehen.

Und Esteban floh! Aber nicht des Nachts, sondern am hellen Tag. Er zog sich in die Wälder und Berge zurück und wurde Cimarrón, wie man entflohene Sklaven bezeichnete. Er lernte, für sich allein zu leben, sich zu verstecken, seine Angst vor den wilden Tieren in den Griff zu bekommen und sich zu ernähren. Jahrelang sprach er mit Niemandem, da er Angst hatte, man könnte ihn verraten und auf die Farm zurückbringen. Und dennoch erfuhr er vom Ende der Sklaverei. Anfangs konnte er es nicht glauben, nur sehr zögerlich wagte er sich vor und beobachtete alles mit großer Skepsis.

Esteban begab sich schließlich auf eine Zuckerrohrplantage zurück, um dort zu arbeiten. Aber auch, wenn die Sklaverei abgeschafft worden war, so behandelten viele Gutsbesitzer die Neger weiterhin als solche. Die Arbeit war nach wie vor hart, der ausgezahlte Lohn dürftig. Aber Esteban geklagte sich nicht mehr darüber, er bewohnte eine der Baracken, die nun ohne den Riegel vor der Tür waren, vergnügte sich mit Frauen, lernte von den Alten viel über Religion und Zauberei und ging ab und an einen Trinken. Ein einfaches, aber doch glückliches Leben.

Esteban Montejo erzählt über die Zeit als Sklave, über seine Zeit als Cimarrón, dem Leben nach der Abschaffung der Sklaverei und dem Unabhängigkeitskrieg Cubas, in dem er gekämpft hatte. Es ist ein Leben voller Entbehrungen, voller Leid und doch auch voller Glück. Denn wenn Esteban sich beschwert, dann nur über die Leute, die nicht gut waren, niemals aber über sein Leben.

Schade nur, dass das Buch nach dem Krieg endet, es wäre doch interessant gewesen, wie Estebans Leben nach 1900 weiterverlaufen ist, immerhin wurde er ja mindestens 63 Jahre älter. Dadurch, dass der Autor die Geschichte nur aufschrieb, ist die Sprache, bedingt dadurch, dass Esteban nie eine Schule besucht hatte und sich seine Philosophie im Laufe der Jahre aneignete, einfach und gut zu verstehen. Dennoch bereitet gerade dies in manchen Episoden Langeweile, weshalb das Buch keine 5 Sterne verdient hat. Ansonsten kann ich es demjenigen empfehlen, der sich für Cuba interessiert und auch demjenigen, der gerne über Abenteuer liest.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

in 15 Bibliotheken

auf 1 Merkzettel

Worüber schreibt Hildegard Baumgart?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks