Hildegard Knef Der geschenkte Gaul

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Inhaltsangabe zu „Der geschenkte Gaul“ von Hildegard Knef

Das Leben hat Hildegard Knef oft genug aus dem Sattel geworfen. Trotzdem blieb es für sie der 'geschenke Gaul', der nicht immer bequem ist, den man aber stets behält - weil er ein Geschenk ist. Mit ihrer bewegten Autobiographie schuf die Knef ein hinreißendes Stück Erlebnisliteratur: engagiert, couragiert - die Geschichte einer Generation, die Geschichte der »Knef.«

Ich habe es geliebt das Buch zu lesen!!! <3

— Linatost
Linatost

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  • Ich habe es geliebt dieses Buch zu lesen!

    Der geschenkte Gaul
    Linatost

    Linatost

    20. March 2017 um 11:17

    Der Name Hildegard Knef war mir schon immer ein Begriff, auch Ihren Song "Für mich soll's rote Rosen regnen" kannte ich. Aber wie ihr Leben wirklich aussah und was sie so gemacht hat, kannte ich bis dahin nicht. So fing ich das Buch mit der Erwartung an, mehr über die Deutschen Filmstars aus den 60ern zu Erfahren und war bald ziemlich überrascht wie das Leben der Frau Knef wirklich verlaufen ist. Ziemlich beeindruckt haben mich ihre Erlebnisse am Ende des zweiten Weltkriegs und die Zeit in den Trümmern von Berlin. Wir blicken ja heute meist nur auf das Wirtschaftswunder zurück, denken an die Anfänge des Rock'n'Roll... Aber das die Menschen wirklich in Ruinen gehaust haben, ist uns gar nicht so bewusst. Der Erzählstil der Knef ist einzigartig. Intensive Erlebnisse, lässt sie den Leser nachempfinden, in dem sie einzelne Wörter aneinander reiht. Auf mich machte es genau den Eindruck, als hätte ich ihre Gedanken, würde durch ihre Augen blicken, wie sie es gerade in dem Moment erlebt. "Sie wühlten in Koffern und Taschen, wollten wissen, wo Goldbarren, Rauschgift, Apfelsinen versteckt wären, schoben die Zerwühlten über lange Tische dem Nächsten zu, in der Tischmitte erreichten Misstrauen und Verhör den Höhepunkt, die Fragen wurden bedrohlicher, Herablassung offensichtlicher; greisenhaft zittrig, bereit, alles einzugestehen, überzeugt, ein Rußfleck auf der glitzernd weißen Weste der Vereinigten Staaten zu sein, erreichte man die Coca-Cola-Maschine am Ende des Tisches." Das macht das Buch jetzt nicht gerade zu einer Lektüre durch die man durch fliegen kann. Das Lesen des Buches erfordert Konzentration. Aber für mich hat es sich allemal gelohnt. Besonders da sie in ihrer Erzählweise etwas Bescheidenes hat. Niemals spricht sie davon, dass sie erfolgreich war, nur woran sie gearbeitet hat. Ich denke, das ist auch der Grund warum einige das Buch langweilig finden, Frau Knef nimmt sich nicht zu wichtig. Ein kleiner Minuspunkt ist für mich das Ende. Sie hatte das Buch 1970 geschrieben, in der Zeit, wo sie als Sängerin erfolgreich war. Davon bekommt man jedoch wenig mit, es wird lediglich Erwähnt. Sie hinterlässt den Eindruck, als wenn Sie nun nicht mehr erfolgreich war.

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  • Kann es so langweilig sein, Filmstar zu sein?

    Der geschenkte Gaul
    Liebes_Buch

    Liebes_Buch

    24. May 2015 um 17:26

    Die Autobiographie von Hildegard Knef ist schwierig zu bewerten, weil sie enorme Stärken und enorme Schwächen hat. Knefs Schilderungen des Kriegs oder auch ihrer Pleite sind sehr packend. Das gesamte Buch besticht durch eine schnodderige Berliner Schnauze und augenzwinkernden Zynismus, an den man sich gewöhnen muss. Trotzdem schimmert hier und da die Zerbrechlichkeit der Autorin durch. Aber weite Teile des Buches handeln von ihrer Karriere und sind dermassen langweilig, dass man denkt, Schauspieler wäre der langweiligste Beruf auf Erden. Gerade mal die Begegnung mit Marilyn Monroe ist erwähnenswert. Sonst scheint ihr Astrologe der einzig interessante Mensch zu sein, den sie kennt. Die grösste Pointe des Buches betrifft diesen Astrologen. Da Knef auch vieles auslässt, erscheinen Passagen manchmal kryptisch. Ich kenne Hildegard Knef kaum und konnte teilweise erst mit Hilfe von Wikipedia folgen. Man sollte ihre Arbeit und ihr Privatleben kennen, um sich hier zurechtzufinden. Ich glaube, Schriftsteller werden dieses Buch verschlingen und die Knef in jedem Fall um ihren saloppen Tonfall beneiden. Aber 3/4 des Buchs fand ich langweilig. Das schockiert, denn das Leben der Knef war definitiv nicht langweilig.

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  • Rezension zu "Der geschenkte Gaul" von Hildegard Knef

    Der geschenkte Gaul
    Bokmask

    Bokmask

    08. August 2009 um 22:58

    Autor: Knef, Hildegard Titel: Der geschenkte Gaul Verlag: Weltbild [Sammeledition Starke Frauen des Jahrhunderts] Erschienen: 2006 Original Erschienen: 1970 Seiten: 450 ISBN-10: 3548363768 ISBN-13: 978-3548363769 Cover: HC Preis: 9,95 € [b]Inhaltsangabe:[/b] [quote] Das Leben hat Hildegard Knef oft genug aus dem Sattel geworfen. Trotzdem bleibt es für sie der 'geschenkte Gaul', der nicht immer bequem ist, den man aber stets behält, weil er ein Geschenk ist und weil man sich an ihn gewöhnt hat. Hier schreibt sie über sich und ihren 'geschenkten Gaul' und schuf damit ein hinreißendes Stück Erlebnisliteratur: engagiert, couragiert - die Geschichte einer Generation, die Geschichte der 'Knef[/quote]Quelle: Klappentext [b]Meine Meinung[/b] Dieses Buch ist ein weiteres aus der Sammeledition Starke Frauen des Jahrhunderts vom Weltbildverlag, Es ist eine Autobiographie. Hildegard Knef starb 2002, auch wenn ich sie als Schuspielerin nicht besonders gemocht habe, so muss ich doch nach dieser Lektüre den Hut vor dieser Frau ziehen. Die Geschichte beginnt kurz vor dem 2. Weltkrieg als Hildegard Knef ca. 4-5 Jahre alt war. Ein richtiges Familienleben hat sie nie erlebt, war sie doch überwiegend bei ihren Großeltern, da die Mutter in einem anderen Ort lebte und ständig arbeiten musste. Die Menschen um sie herum waren alle ein wenig korios und das Kind musste seinen Weg selber für sich finden. Im Krieg erlebte sie ständigen Hunger immer wieder Umziehen und hat selbst unter Brücken und in Scheunen schlafen müssen. Gefangenenlager bei den Russen blieb ihr auch nicht erspart. Sehr früh entdeckte sie für sich das Theater und später den Film, ging nach Amerika und erwarb die Amerikanische Staatsangehörigkeit, das sie bis dato las Staatenlos galt und deshalb in den USA nicht drehen durfte. Von Agenten und anderen wichtigen Leuten abgezockt lebte sie fast ständig in Geldnot obwohl sie eigentlich reich sein müsste. Nach der Scheidung von ihrem 1. Mann ging sie zurück nach Europa und versuchte dort ihr Glück, aber auch hier bekam sie mehr Steine in den Weg gelegt als alles andere. Die wankelmutigen Menschen glaubten halt alles was in der Zeitung stand. Leider war das fast nur erfunden. Aber ist es heute anders als damals...? Das Buch ist in der Ich Erzählform verfasst und am Anfang waren sehr viele Aufzählungen für ein und die selbe Situation, ich dachte bei mir , hoffentlich bleibt das nicht so. Es war schwierig dabei zu bleiben. Aber das hat sich dann wieder eingestellt. Im laufe der Geschichte erfährt der Leser schohnungslos wie es sich zugetragen hat im 2. Weltkrieg, Besatzungszeit in Berlin, die Flucht aus Europa weil sie einen Freund hatte der sich als Kommusist geoutet hatte. Keine wollte mehr mit ihr zusammenarbeiten. In den USA war es irgendwie das gleiche in Grün, bis sie den Amerikanischen Pass bekam. Figuren die in ihrem Leben eine gewisse Rolle spielten werden kurz beleuchtet, aber leider teils etwas zu wenig vorgestellt. Ihre Filme werden auch nur ganz kurz angerissen auch deren Titel. Und Hildegard Knef müsste eigendlich eine ganze Menge gedreht haben, ihre Theaterzeit wird leider auch nur sehr kurz erfasst. Man liest das sie da und dort spielte, aber nicht mit welchem Stück. Das sie an der Geburt ihrer Tocher Christina fast gestorben ist war für mich neu und ich habe mitgezittert das sie das überlebt. Hildegard Knef war eine ungewöhnliche Frau und so kommt auch ihre Biographier rüber, aber denn noch hat dies Buch etwas was einem weiterzieht zu lesen was sie geleistet und erliten hat. Ich habe dies Buch gerne gelesen und eine Menge dazugelernt aus dem Leben der Hildegard Knef. Dieses Buch erhält 3,5 von 5 Sternen von mir.

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