Hildegard Schicke Organisation als Kontext der Professionalität

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Organisation als Kontext der Professionalität“ von Hildegard Schicke

Die Professionalisierung des Bildungspersonals in der Erwachsenenbildung steht seit wenigen Jahren im Fokus der Bildungsforschung. Dieses Buch präsentiert eine kritische Systematisierung, Ausdifferenzierung und innovative Weiterführung des gegenwärtigen Fachdiskurses. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Wandel von Organisation und Beruflichkeit im pädagogischen Feld und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten der Professionalisierung.

Stöbern in Sachbuch

Der Egochrist

ein zeitgemäßes Werk voller Authentizität, Introspektion und Kritik

slm

Nur wenn du allein kommst

Sehr lesenswerter Bericht, der informiert, nachdenklich macht und um gegenseitiges Verständnis wirbt.

Igelmanu66

It's Market Day

Ein gelungenes Kochbuch mit tollen Rezepten und eine Reise zu den angesagtesten Märkten Europas

isabellepf

Was das Herz begehrt

In einer lockeren, einfachen Art das wichtige Organ Herz näher gebracht!

KleineLulu

Die Stadt des Affengottes

Spannende Reise ins Herz Südamerikas

Sabine_Hartmann

Green Bonanza

Inspirierend, lecker und mit der Illusion, mal etwas richtig gesundes auf den Tisch zu stellen

once-upon-a-time

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Organisation als Kontext der Professionalität: Beruflichkeit pädagogischer Arbeit in der Transformationsgesellschaft" von Hildegard Schicke

    Organisation als Kontext der Professionalität
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    05. February 2013 um 12:05

    Professionalität als Schlüsselkategorie Lehrender Trotz aller aktuellen Betrachtungen und, hier durchaus zu erleben, Relativierungen der Rolle der Lehrenden im pädagogischen Kontext, bleibt festzuhalten, wie Hildegard Schicke deutlich herausstellt, dass „Lernen nur als Koproduktion von Lernenden und Lehrenden“ möglich ist. Wobei die Leitenden und Planenden„in pädagogischen Kontexten“ Schlüsselfiguren darstellen, deren Haltung und Kompetenz gravierende Folgen nach sich zieht. So ist im Buch das Thema wohlbegründet: „Professionalität ist und bleibt in allen ihren Facetten ein wichtiges Foschungsthema“. Hildegard Schicke macht sich auf, empirisch im Buch, auch in Form einer konkreten Fallstudie nachvollzogen, ein Konzept zur „organisationsgebundenen Professionalität“ zu untersuchen und darzustellen. Einzuordnen ist die vorliegende Studie in den Gesamtrahmen der Untersuchungen zur „Professionalität im Beruf“ (genauer: in der Erwachsenenbildung) und bietet weitgehend vor allem Argumente und Thesen zur weiterführenden theoretischen Diskussion. Wobei Hildegard Schicke zunächst von der breit diskutierten „Transformation“ des Berufsfeldes ausgeht, deren „neue“ Deutungshorizonte weitgehend nicht eindeutig und klar formuliert, sondern sich in einem aktuelle fließenden Stand der Diskussion befinden. Da nun zumindest unstrittig ist, „dass die Verberuflichung der Erwachsenenbildung nur über den Aufbau von Organisationsstrukturen erfolgen kann“, ist es durchaus naheliegend, diesen organisationsgebundenen Anteil der Professionalitätsentwicklung in der Erwachsenen- und Weiterbildung näher zu beleuchten. Im Rahmen dieser Thematik ist es sodann durchaus ein Schwerpunkt der vorliegenden Studie, ein vierjähriges Projekt der Mitarbeiterentwicklung in einer Weiterbildungseinrichtung (auf Basis des Konzeptes der „lernenden Organisation“) als empirische Basis zu nutzen und ausführlich darauf im Buch Bezug zu nehmen. Die Auswertung der Empirie führt Schicke dann zu dem, was sie „Best Practice“ nennt, sinnvolle und effektive „Muster einer organisationsgebundenen Professionalitätsentwicklung“. Fundiert recherchiert und in nachvollziehbarer Struktur (aber auch auf sprachlich komplexen Niveau) setzt Schicke dann ihre Thesen eines „Best Practice“ in den Raum. Wahrnehmungsfähig sein für den Wandel der gesellschaftlicher Hintergrundstrukturen des „Lebenslangen Lernens“. Je bestmögliche Auswahl der Strategie entweder in Richtung einer kontextgebundenen Optimierung oder in Richtung einer kontextüberschreitenden Neuerung. Hierzu gehört ein kollektiver Prozess der Kompetenzentwicklung in der konkreten Einrichtung, der auf den drei Ebenen der Institutionsentwicklung, der Organisationsentwicklung und der Personalentwicklung abzulaufen hat. Eine „Offenheit für Entwicklung“ auch des eigenen Prozesses der Lerngestaltung und des Lehrens (auf der Basis der vorhandenen „Ressourcen“, sprich Mitarbeiter) gehört ebenso zu den „Best Practice“ Methoden, die im Buch vorgestellt, empirisch belegt und differenziert begründet werden. Eine Haltung, die es dann auch erleichtert, „Übergänge“ in „noch nicht“ bekannte Kontexte zu gestalten. Damit aber legt Schicke erst die Grundlagen für ihre außerordentlich breiten Betrachtungen der „pädagogischen Profession“ und deren Transformationsprozesses, Elemente, derer es für die Umsetzung eines „Best Practice“ bedarf. Selbstbeobachtung, Disziplin im Wandel, Aufwertung „praktischen Wissens“, die kulturtheoretische Perspektive, der Strukturwandel gesellschaftlicher Arbeit, die Trennung zwischen pädagogischer Profession und Verwaltung derselben und vertiefende Erkenntnisse über die Strukturen der Weiterbildungseinrichtung an sich mögen hier nur als Schlagworte die fundierte Auseinadersetzung der Autorin mit dem Thema beleuchten. Alles in allem eine Studie von hoher wissenschaftlicher Qualität, die vor allem für die weitere Forschung Impulse zu setzen versteht, aber auch zur Reflektion des eigenen Verständnisses und des Status Quo der eigenen Einrichtung dienen kann. Eine konzentrierte Haltung bei der Lektüre ist jedoch nötig, um in allen Darlegungen folgen zu können. Gut, dass das ein oder andere auch graphisch dargelegt und somit „fassbarer“ wird (Professionalität als triadische Struktur). Ein für den Diskurs wichtiger Beitrag im Blick auf die Transformation pädagogischer Professionalität.

    Mehr