Hildi von Henn

 4,2 Sterne bei 33 Bewertungen

Lebenslauf

Hildi von Henn ist leidenschaftliche Sandkasten-Feministin und Vollzeit-Oma. Sie gehört zum verarmten Adel und ist 70+, das sieht man ihr aber beides nicht an. Oma Hildegard ist glücklich geschieden und hat die Weltreise erst mal verschoben, damit sie sich um ihre zwei Enkelkinder kümmern kann.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Hildi von Henn

selbst erwischt!

Oma Hildegard zeigt uns Ihre interessante Lebensweise. Sie möchte sich mit Ihrer Freundin auf Reise begeben. Um sich zu erhohlen. Doch so weit soll es gar nicht kommen, denn ihre Tochter benötigt Hilfe. Die Tochter und ihr Mann haben beide viel mit der Arbeit zu tun und somit kaum zeit die Kinder zu betreuen. Das Problem ist, dass es auch noch keinen Kitaplatz gibt. Also kann nur noch Sie helfen. Gefragt wird sie nicht, es ist eher eine Pflicht, welche ihr aber viele neue Eindrücke zeigt und uns auf die Reise in die Probleme des modernen Lebens mit nimmt. 

Sie, als starke, interessierte Frau möchte den Enkeln den Alltag schön gestalten. Sie fragt sich dabei oft, warum heutzutage die Eltern so sehr gestresst sind, warum man der Kindern alles gibt, außer Zeit, warum es streit um die schönsten Brotdosen gibt und warum man vor allem in so unnötiges Zeit rein steckt. Sie möchte es anders machen, doch merkt schnell, dass auch Sie in das Stressige hineingeratet. Auch, dass die Kinder heutzutage irgendwie Erwachsener sind und wenig Lust auf so alltertümliches haben. 

Mir gefällt es, welchen Humor sie mit bringt und dass wir durch ihre Ansichten und Erlebnisse uns mehr Gedanken über das heutige Leben machen. Doch zwischendurch ist es einfach zu viel und dadurch geht leider auch die Lust am Lesen verloren. Wäre es weniger, so fände ich das Buch sehr gut, da man so viel mitnehmen kann. Über den Stress durch die Arbeit, das Vergleichen, das Leben mit dem Handy, das Übertreiben von seinen Ansichten und dem Lieben des Lebens.

Cover des Buches Oma Hildegard und der Spielplatz des Schreckens (ISBN: 9783426447864)
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Rezension zu "Oma Hildegard und der Spielplatz des Schreckens" von Hildi von Henn

Lesekatze-1407
Überzogen, aber amüsant

Eigentlich wollte es sich Hildegard „Hildi“ von Henn (rüstige Rentnerin, verarmter Adel und glücklich geschieden, 74) mit ihrer Freundin Tati im Lieblings Ashram in Indien mit einem Yoga-Retreat gutgehen lassen. Kurz vor dem Gate am Flughafen erhält sie von ihrer Tochter Tini einen verzweifelten Anruf. Sie steht vor einem Karrieresprung, fürchtet aber, dass sie von kinderlosen Frauen in der Firma abgehängt wird. Der Vater der Kinder (Fritz Ferdinand und Sophia) ist „bis über beide Ohren“ damit beschäftigt seiner Idee Craftbeer zu brauen umzusetzen und der Kita-Platz hat sich in Luft aufgelöst. So dreht Hildegard um und fährt zum Haus ihrer Tochter.

Also: kein Yoga in Indien, sondern Familienstress wo es nur geht.

Oma Hildegard setzt ihre Enkel nicht einfach vor die Glotze, um Ruhe zu haben. Sie „zerrt“ die aufgeweckten Kinder in die Natur und auf den Spielplatz.

Hildi nimmt bei Nichts ein Blatt vor den Mund: Über die Botox-Abenteuer ihrer Tochter spottet sie herzhaft. Weil Tinis Mann nichts auf die Reihe bekommt, bezeichnet sie ihn als Taugenichts. Die im Text erwähnten Kinder sind ein Abbild der Namensentgleisungen, mit dem die armen Kinder heute von ihren ach so phantasievollen Eltern bedacht werden. Über das Gendern feixt sie ordentlich und so weiter. Je länger sie sich mit den ganz alltäglichen Familienangelegenheiten herumschlägt, merkt sie, dass sie immer mehr Verständnis für die Mütter entwickelt, die durch die Gegend hetzen und, teilweise vergeblich, versuchen Familie, Haushalt und Karriere unter einen Hut zu bringen.

Hildi von Henn – die „zufällig“ wie die Protagonistin heißt, nimmt so gut wie alles auf die Schippe, was man auf die Schippe nehmen kann. Gut so, allein bei der Erwiderung des Enkels, die Oma hätte „indigene Völker“ gespielt, oder bei den dämlichen Äußerungen des Lastenradfahrer sollte auffallen, das politische Korrektheit mittlerweile ziemlich bescheuerte Blüten treibt. Tatsache ist, man darf eine eigene Meinung haben und auch äußern – ohne, dass gleich ein Dutzend Leute über einen herfallen.

Die Autorin Hildi von Henn lässt ihre Oma Hildegard erklären, was in unserer Gesellschaft schiefläuft, aber auch, was eigentlich im Leben wichtig ist.

Manchmal wird einem dann aber doch das Gute zu viel.

Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen.

Knaur Verlag bezeichnet das Buch als „humorvolles Sachbuch“ – das ist ein bisschen übertrieben. Dafür sind die angeschnitten Themen oft zu überspitzt dargestellt. Es ist eher ein humoriges Buch, in dem viele Klischees bedient werden. Durch die kurzen Kapitel ist es gut für zwischendurch.

Cover des Buches Oma Hildegard und der Spielplatz des Schreckens (ISBN: 9783426447864)
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Rezension zu "Oma Hildegard und der Spielplatz des Schreckens" von Hildi von Henn

Carmen_Dietz
unkonventionelle Oma

Oma Hildegard plaudert aus dem Nähkästchen einer modernen Oma. Ihre Pläne wurden durch die Berufstätigkeit der Tochter und fehlende Kinderbetreuungsplätze der Enkelkinder durchkreuzt. Mit einem gewissen Augenzwinkern und Ironie berichtet sie über viele Alltagssituationen denen junge Eltern (und auch sie als Großmutter) ausgesetzt sind. Viele Probleme sind für sie vorher unvorstellbar gewesen und manchen Dingen wie bspw. Lastenrädern steht sie durchaus kritisch gegenüber.

Auf den ersten Blick sind viele Dinge lustig gemeint, doch durch die Ironie und einen gewissen Sarkasmus lese ich heraus, dass die Autorin vielen Dingen der Neuzeit sehr kritisch gegenüber steht.

Gespräche aus der Community

Ich bin die coolste Oma Deutschlands. Behauptet jedenfalls mein Verlag! Vermutlich weil ich kein Blatt vor den Mund nehme, den Tschibo-Look  und altersgerechte Zurückhaltung verweigere. Ich möchte Opulenz, bis der Kronleuchter kracht. Und dann stellen plötzlich meine Enkel meine Welt auf den Kopf, denn ohne Kita-Platz muss Omi ran! Ein Abenteuer! Und was für eins!  Wer ist dabei? 

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Letzter Beitrag von  rewareni

Hildi von Henn ist 70 plus und die coolste Oma Deutschlands. Eine Oma, die sich jeder wünscht. Als Feministin der ersten Stunde muss sie nun die Enkel hüten, da ihre Tochter keinen Kitaplatz bekommen hat- und die will ja auch Feministin sein. Finde den Fehler. Was Hildi alles in der heutigen Elternwelt erlebt und was sie darüber denkt, erzählt sie ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. 

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Letzter Beitrag von  Tulpe29

Dankeschön, das Buch ist da. Ich freue mich sehr.

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