Hilke Müller Die Tochter des Gerbers

(16)

Lovelybooks Bewertung

  • 19 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 4 Rezensionen
(4)
(9)
(1)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Tochter des Gerbers“ von Hilke Müller

Längst wäre ihr Schicksal vergessen – doch ihre Söhne schrieben Geschichte … Die junge Arlette scheint das Glückskind der Gerberfamilie Fulbert zu sein. Sie ist nicht nur ungewöhnlich hübsch, sondern zudem klug und ehrgeizig. Doch als sie von einem Adeligen vergewaltigt und schwanger wird, fällt sie tief. Sie wird als Hure verschrien und mit Verachtung gestraft. Beschämt weist Arlette den Annäherungsversuch eines jungen Ritters ab, der sie bewundert. Noch ahnt sie nicht, dass Herluin de Conteville in einigen Jahren ihr Ehemann und die große Liebe ihres Lebens sein wird. Auch wenn ihr berühmtester Sohn, Wilhelm der Eroberer, von einem anderen stammt: von Robert, dem Herzog der Normandie.

Dieses Buch fand ich hingegen super, denn des ist die Vorgeschichte zu Willhelm dem Eroberer.

— arno

Leider konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen. Schade...

— MerlinundPaula

Stöbern in Historische Romane

Grimms Morde

Zu wenig Spannung, zu langatmig und viele Anspielungen die man nur versteht, wenn man die Biografien aller Beteiligten kennt.

hasirasi2

Das Fundament der Ewigkeit

Ein tolles Buch, dessen Spannung am Ende nachlässt und meine persönlichen Erwartungen leider nicht erfüllt hat.

wsnhelios

Das Erbe der Tuchvilla

Eine wundervolle Familiengeschichte mit viele Fassetten, die mir viele schöne Stunden bereitet hat.

Any91

Im Feuer der Freiheit

Dieser historische Frauenroman ist kein Rührstück, er hat Ausdruckskraft und dennoch Einfühlungsgabe.

baronessa

Winterblüte

Ein fesselnder Familienroman vor einer großartigen Kulisse.

Maro67

Die Legion des Raben

Invita, die Kriminalbeamtin, versucht einen Mord aufzuklären, um einen ganzen Sklavenhaushalt vor der Hinrichtung zu bewahren.

MalaikaSanddoller

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Die Tochter des Gerbers" von Hilke Müller

    Die Tochter des Gerbers

    Nina2401

    27. December 2011 um 19:19

    Als ich den Titel las, dachte ich, ach nein, schon wieder ein historisches Massenwarebuch. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Hilke Müller bringt mir in ihrem Erstlingswerk die Geschichte von Wilhelm, dem Eroberer nahe und das auf eine sehr interessante und unterhaltsame Art und Weise. Dieses Buch hat alles, was ich von einem guten historischen Roman erwarte: eine gründliche Recherche, eine bildhafte Sprache, eine interessante Geschichte, die in diesem Fall das Leben geschrieben hat. Ich fand es klasse, viele Hintergrundinfos zu bekommen und gleichzeitig in die Geschichte eintauchen zu können. Die Sprache hat mir gut gefallen, sie ist der Zeit angemessen und nicht zu modern. Ich durfte die Gerbertochter und ihre Kinder in einem Zeitraum von über 20 Jahren begleiten und ich habe jede Zeile genossen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Tochter des Gerbers" von Hilke Müller

    Die Tochter des Gerbers

    arno

    19. October 2011 um 18:04

    Ein Buch das auffällt, aber nicht aus dem Rahmen. Hilke Müller schreibt über eine Person die zwar bekannt ist, aber über die nichts aktuelles geschrieben steht. Ich wage zu behaupten, daß "Die Tochter des Gerbers" in die Reihe von Rebecca Gablé passt, in Stil und Spannung ist es das Buch welches vor "Das zweite Königreich" kommt. Ich hoffe auf einen neuen Stern am Histo-Himmel.

  • Rezension zu "Die Tochter des Gerbers" von Hilke Müller

    Die Tochter des Gerbers

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. June 2011 um 20:00

    Arlette, die Tochter eines Gerbers, ist 16, als sie von dem Ritter Gilbert de Brionne vergewaltigt wird. Das Mädchen will die furchtbare Tat nicht einfach hinnehmen und findet den Mut, den Ritter vor dem Herzog der Normandie anzuklagen. Der jedoch weist die Anklage zurück und auch bei kirchlichen Würdenträgern findet Arlette keine Unterstützung. Zu allem Unglück bleibt die Tat nicht ohne Folgen, denn Arlette trägt ein Kind. Der Weg in eine standesgemäße Hochzeit ist ihr damit verwehrt. Als Ritter Gilbert de Brionne ihr den Sohn streitig macht, zieht Arlette erneut vor den Hof um Anklage zu erheben. Dort herrscht nun mit Robert I. ein neuer Herrscher, dessen Aufmerksamkeit sie erlangt. Statt ihr zu ihrem Recht zu verhelfen, macht er sie zu seiner Geliebten. Viele Jahre wird diese Friedelehe andauern, in deren Verlauf Arlette weitere Kinder gebiert, weit aufsteigt und tief fällt. Hilke Müller erzählt über einen Zeitraum von knapp 20 Jahren die Geschichte Herlevas/Arlettes, der Mutter des als Wilhelm der Eroberer in die Geschichte eingegangene Königs von England. Wenig ist bekannt über diese Frau, die in der Gunst Roberts I. weit nach oben stieg und über lange Jahre seine Geliebte war. Vermutlich aus politischen Gründen musste Arlette später eine Ehe mit dem Ritter Herluin eingehen, mit dem sie weitere Kinder bekam. Es ist ein farbenprächtiges Bild, das Hilke Müller zeichnet, das Bild einer unruhigen Zeit, die geprägt war von Machtkämpfen und Thronstreitigkeiten, die oft damit endeten, das unliebsame Mitbewerber aus dem Weg geräumt wurden. Inmitten dieser bewegten Zeit steigt Arlette zur Geliebten auf, die dem Herzog zwar Kinder schenkt, aufgrund des Status der Geliebten am Hof aber den Ruf der Hure nie loswird. Ihr Einfluss auf Robert I., ein Herrscher, der sich durch Versprechungen aber weniger durch Taten auszeichnet, ist groß und nicht Wenigen ein Dorn im Auge. Um die unliebsame Frau loszuwerden wird der Herzog dazu überredet, sie mit einem Ritter zu verheiraten, dem sie auf sein Gut folgen muss. Doch es dauert nicht lange und die Wege von Arlette und Robert kreuzen sich erneut. Es klingt wie eine große Liebesgeschichte, aber Hilke Müller zeichnet hier auf 600 Seiten das Bild einer Frau, die aus einfachen Verhältnissen kommt, große Ungerechtigkeit erfährt und darüber die Fähigkeit einbüßt, wirklich zu lieben. Ihr Herz hängt an ihren Kindern, die Männer in ihrem Leben benutzt sie für ihre Zwecke. Sie manipuliert und steuert, wenn sie ihren Willen nicht durchsetzen kann, entfacht sich in ihrem Inneren unglaublich Wut. Echte Liebe kann sie nur von ihren Kindern annehmen und als sie endlich begreift, was für ein Mensch aus ihr geworden ist, ist es fast zu spät, um die Dinge noch zum Guten zu wenden. Ich finde es unglaublich mutig von der Autorin, die Hauptperson des Buches so negativ zu besetzen. Hier bekommt man definitiv keine weichgespülte Heldin in Hosen, keine bequemen Protagonisten in einer netten Geschichte sondern erlebt diese unruhige Zeit genauso knallhart, wie sie gewesen sein dürfte. Arlette führt einen Kampf um Anerkennung und ums tägliche Überleben. Gerade diese unbequeme Figur sorgt aber dafür, dass Hilke Müllers Geschichte und deren Hintergründe beim Lesen nicht einfach als Kulisse an einem vorbeizieht, sondern bis ins Detail bewusst wahrgenommen wird. Ich kann mich nicht erinnern, wann mir eine Protagonistin beim Lesen je so viel abverlangt hat wie Arlette, denn über fast die gesamten 600 Seiten dieses Buches möchte man sie am Liebsten permanent schütteln oder anschreien. Sie ist arrogant, trotzig und herrschsüchtig, vergisst, wo ihre Wurzeln liegen, ist mit nichts zufrieden. Arlettes Erkenntnis, Fehler gemacht zu haben und der Wunsch sich zu ändern, kommen langsam und spät. Fast zu spät. Ich hätte diesen Lernprozess gerne etwas ausführlicher gehabt, denn er setzt im Buch leider erst ziemlich zum Schluss ein. Gerne hätte ich gewusst, wie es mit Ihr und dem ihr anverheirateten Herluin weitergegangen ist, denn die Geschichte endet doch ziemlich abrupt. Auch die Nebenfiguren seien hier erwähnt, denn blass oder oberflächlich bleibt keine von ihnen. Besonders haben es mir hier der junge Wilhelm und der Ritter Jean le Paien angetan. Hilke Müller fordert den Leser mit Figuren, die eigentlich nie so handeln, wie man es erwartet, belohnt aber im Gegenzug mit einer reichhaltigen, lebendigen und üppigen Geschichte ohne klassische Liebesgeschichte dafür aber mit sachlich fundiertem historischen Hintergrund. Von dieser Autorin möchte ich definitiv mehr lesen und hoffe, dass sie auch im nächsten Buch wieder mit ungewöhnlichen Protagonisten überraschen kann.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Tochter des Gerbers" von Hilke Müller

    Die Tochter des Gerbers

    Tanzmaus

    06. March 2011 um 15:40

    Die Autorin beschreibt in ihrem historischen Erstling das Leben einer eher unbekannten und für die Geschichte doch wichtigen Frau. Arlette ist die Tochter des Gerbers Fulbert aus Falaise. Als sie von dem Adligen Gilbert de Brionne vergewaltigt und schwanger wird, ändert sich ihr Leben schlagartig. Die für sie vorgesehene Ehe ist nicht mehr möglich. Sie bekommt das kind und lebt daher weiterhin auf dem elterlichen Hof. Doch als Gilbert von der Geburt seines Sohnes erfährt, setzt er alles dran, diesen in seine Hände zu bekommen. Arlette will sich das nicht gefallen lassen und kämpft vor dem Grafen Robert um ihren Sohn und wird damit unverhofft zur Geliebten des Grafen und späteren Herzogs der Normandie... Das Buch beginnt sehr schnell und gerade die Schlüsselrolle mit der Vergewaltigung nimmt man als Leser kaum wahr. Als Arlette dann an den Hof geht und die Geliebte von Robert wird, steigt die Spannung zusehens an. Der Leser wird regelrecht mit den Geschehnissen um Arlette und die politischen Ereignisse mitgerissen. Arlette bekommt noch weitere Kinder und als Frau kann man ihre Angst und ihren Kampf um ihre Kinder gut nachfühlen. Aber auch die historisch-politischen Aspekte kommen hier nicht zu kurz. Eine sehr gelungene Geschichte um Arlette, die durch ihre Freundschaft zur Hebamme Godhild abgerundet wird. Das Ende kam mir allerdings zu abrupt. Hier hätte ich mir einen schönen Ausklang der Geschichte gewünscht. Dennoch ist es ein empfehlenswertes Buch, das bisher nur beim Club Bertelsmann als Club Premiere im Hardcover-Format erschienen ist.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks