Hilke Rosenboom Das falsche Herz des Meeres

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Inhaltsangabe zu „Das falsche Herz des Meeres“ von Hilke Rosenboom

Da schloss sich die Luke über ihr mit einem dumpfen Schlag. Das Schiff ruckte, oben knallten die Segel, der Schoner drehte sich langsam und nahm im nächsten Augenblick Fahrt auf. Der Gedanke hatte es schwer, sich in Leevkes Kopf festzusetzen. Das Schiff hatte den Anker gelichtet und war in See gestochen – und sie, Leevke Magnussen, 14 Jahre alte Kapitänswaise von der Insel, konnte nicht glauben, dass sie geraubt worden war ... Nach einer abenteuerlichen Schiffspassage findet sich die Kapitänstochter Leevke im März 1855 in einem Palast in Rabat wieder – umgeben von unermesslichem Luxus, gefangen wie in einem goldenen Käfig. All ihre Hoffnungen ruhen auf dem reichen Kaufmannssohn Hanrib el Aniil, der versprochen hat, für ihre Heimkehr zu sorgen. Als Hanrib sich ihr entzieht, flieht sie nach Venedig, kommt bei einem jüdischen Seidenhändler unter und schlägt sich schließlich bis in ihre Heimat durch. Doch das erzwungene Schicksal und die Begegnung mit Hanrib haben einen anderen Menschen aus ihr gemacht …

Ein etwas leicht vorhersehbares, aber insgesamt ein gutes, Jugendbuch, das den Leser in die Welt des Orients im 19. Jahrhundert entführt.

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  • Orient trifft auf Schifffahrt

    Das falsche Herz des Meeres

    CataleyaCorazon

    Ich habe dieses Buch bereits vor drei Jahren gelesen und habe es schon damals geliebt. Heute muss ich aber sagen, dass das Buch nicht absolut perfekt ist. Persönlich finde ich das Buch teilweise etwas zu kurz. Auf den fast 400 Seiten spielt die Geschichte innerhalb von 4 Jahren. Manchmal fehlt meiner Meinung nach ein bisschen der Tiefgang der Geschichte. Ausserdem bin ich ein absoluter Orientfan und Orient und Historie ist noch viel besser *fangirling*!! Aufgrund dessen hätte ich mir etwas mehr Geschichte und Inhalt gewünscht. Auch Venedig war toll, doch auch hier hätte die Geschichte etwas länger sein können. Ich kann die Leute verstehen, wenn sie sagen, dass die Protagonistin ihnen nicht so ganz sympatisch ist. Leevke ist zu Beginn 14 und teilweise ein bisschen frech und eingebildet, aber durchaus liebeswürdig. Je älter sie wird umso erwachsener und auch sympatischer. Das sind jedoch nur kleine Mankos, wären die nicht gewesen, wäre das sonst vielleicht das perfekteste Buch, aber so ist es einfach nur ein richtig gutes Jugendbuch!  http://fizzybooks.blogspot.de/ 5 von 5 Sternen

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  • Liebe, die weiterreicht, als wir erahnen

    Das falsche Herz des Meeres

    MyriamErich

    26. May 2015 um 19:06

    Leevke ist 15 und lebt auf der Nordseeinsel Wangerooge. Als ihre Mutter stirbt und ihr Vater von seiner Walfangexpedition nicht nach Haus zurückkehrt, müssen Leevke und ihre kleine Schwester Ebba zu den Katrepels ziehen. Um ihrem tragischen Schicksal zu entfliehen, beschließt Leevke ind Hamburg ihr Glück zu machen. Unglücklicherweise wird sie auf einem Schiff verschleppt und begibt sich unweigerlich auf eine Reise nach Marokko. Dort lernt sie den reichen Kaufmannssohn Hanrib el Aniil kennen, der ihr verspricht, für ihre Heimreise zu sorgen. Leider hat dieser ganz andere Pläne und so flieht Leevke nach Venedig und schlägt sich von dort aus zu ihrer Heimatinsel durch. Doch ihr Schicksal verschlägt sie unweigerlich zurück... Nachdem ich diese Buch gelesen hatte, wollte ich am liebsten noch einmal von vorne anfangen. Es handelt sich hierbei nicht um irgendein Buch, sondern um eine faszinierende Liebesgeschichte voller Witz, Humor und mit einer Leichtigkeit, die einem das Gefühl gibt, Teil der Geschichte zu sein. Die Autorin versteht es, ihre Leser zu fesseln und sie auf ein unvergessliches Abenteuer einzuladen. Man hat das Gefühl, die gesamte Szenerie vor dem geistigen Auge mitzuerleben. Alles ist farbenfroh und detailliert beschrieben und bleibt dennoch komplett authentisch. Ich hab mich auf Anhieb in diese Geschichte verliebt auch wenn die Geschichte an manchen Stellen ein wenig langatmig wird. Meiner Meinung nach sind die Charaktere auch sehr gut konstruiert auch wenn de Hauptperson an einigen Stellen etwas zu aufmüpfig oder gar frech dargestellt wird. Dennoch: Im Großen und Ganzen ein sehr gelungenes Buch vor einer atemberaubenden Kulisse und spannenden Szenen. Empfehlenswert für Groß und Klein :)

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  • Abenteuer vor toller Kulisse - leider mit Schwächen

    Das falsche Herz des Meeres

    PaperPrincess

    11. July 2014 um 12:14

    „Kurz blickte sie in Hanribs von der Krankheit gezeichnetes blasses Gesicht, dann schloss sie die Augen und nahm den Anblick seiner dunkelgrünen Augen und des blassblauen Himmels mit in den Schlaf.” Seite 154 Zum Inhalt: Alles beginnt 1854 auf Wangerooge. Leevke, die Tochter eines bekannten Seefahrers, ist 14, als sie plötzlich allein mit ihrer kleinen Schwester dasteht. Beim Versuch an Geld zu kommen, geht alles schief und Leevke wird von ausländischen Seemännern geraubt. Kurz darauf erobert der junge Hanrib das Schiff und bringt Leevke nach Marokko und dort in dem Palast seines Bruders unter. Dort bekommt sie alles, steht aber unter ständiger Beobachtung / Bewachung. Schließlich fasst Leevke den Entschluss, dem goldenen Käfig zu entfliehen und wieder zu ihrer Schwester nach Wangerooge zurückzukehren. Egal, was sie dafür auf sich nehmen muss. Meine Meinung: Für den Anfang des Buches habe ich etwas länger gebraucht. Es war definitiv kein Buch, das sich schnell lesen ließ. Es gab immer mal wieder ein paar Stellen, die sich etwas gezogen haben, ansonsten war ich aber nach einiger Zeit (ca. 100 Seiten, wenn ich mich nicht irre) total abgetaucht. Was mich total gepackt hat, war das Setting. Es war super beschrieben, man konnte alles direkt vor sich sehen. Die verschiedenen Orte, die Sonne, die Menschen in der Stadt. Alles, was in die Richtung Marokko geht, fasziniert mich aber eh total. Die Geschichte folgt natürlich in erster Linie Leevke, aber es gibt noch ihre Freundin Johanna, die den ganzen Anfang über und später immer mal wieder dabei ist. Sie ist so eine Person, die ich erst gar nicht einschätzen konnte und für die ich dann regelrecht Hassgefühle im Laufe des Buches entwickelt habe. Ich hätte es voll verstanden, wenn Leevke ihrer „Freundin” mal eine gescheuert hätte. Leider hätte Leevke das in abgeschwächter Form auch mal gebraucht. Sie war mir manchmal viel zu aufmüpfig und frech / nervig. Und vor allem gegen Ende hätte ich ihr dann gerne mal ins Gesicht gesagt, ob sie eigentlich blind oder nur ein bisschen dumm ist? Ich mag es überhaupt nicht, wenn Mädchen in dem Liebesteil der Geschichte so voll auf dem Schlauch stehen. Klar, manchmal ist das nicht sofort klar und es kann ja auch ganz niedlich sein, wenn sie nicht checkt, dass er auf sie steht. Bei Leevke aber nicht. Man weiß nämlich schon lange vor dem Ende und lange vor ihr, wie das Ganze ausgeht. So etwas passt auch eigentlich nicht zu ihr, denn sie ist sonst ein echt starkes Mädchen, das auch nicht auf den Kopf gefallen ist. Es ist einfach ein bisschen schade, denn ansonsten ist die Geschichte super originell und eine tolle Abwechslung zu den anderen Geschichten, die sonst so unterwegs sind. Kommen wir am Ende zur Covergestaltung, die mir ziemlich gut gefällt. Die Farben, das Mädchen, welches in der Haarfarbe mit der Leevke im Buch übereinstimmt, unten der Sand und im Hintergrund diese Art Arkade. Alles sehr schön abgestimmt und passend zum Buch. Fazit: Kein Buch, das man mal kurz dazwischenschieben kann. „Das falsche Herz des Meeres” ist für alle, die Interesse an einem historischen Liebes-/ Abenteuerroman haben.

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  • Mädchenabenteuer von Wangerooge bis Marokko

    Das falsche Herz des Meeres

    sursulapitschi

    Dieses Buch hat jede Menge euphorische Rezensionen bei Amazon. Hier hat sich noch keiner dazu geäußert, deshalb melde ich mich mal zu Wort, komme mir allerdings etwas mies vor. Ich fand es eher albern. Eine Abenteuergeschichte. Die 14jährige Leevke lebt auf Wangerooge, es ist 1854, sie wird durch einen dummen Zufall von Piraten verschleppt und befreit, landet in Marokko, später in Venedig... Ja, es ist abenteuerlich, man schnuppert Seeluft und lustwandelt im Orient. Die Geschichte ist wirklich schön erzählt. Aber nach spätestens der Hälfte des Buches geht einem die süße Leevke fürchterlich auf die Nerven. Sie kann alles, weiß alles, und was auch passiert, es kann sie nicht erschüttern. Sie hat von ihrem Vater, der Seemann war, alles über die Seefahrt gelernt. Deshalb kann sie mitten im Sturm problemlos das Kommando über das Schiff übernehmen. Selbst erfahrene Kapitäne wissen nicht so viel wie sie. Sie hat mit ihren 14 Jahren alles im Griff. Sie hilft jedem, egal wo, aus der Lebenskrise, wird durch die halbe Welt geschleppt, erleidet dabei aber nicht viel. Kurz bevor es brenzlig werden könnte, trifft sie immer hilfreiche Menschen, die ihr in kürzester Zeit zu Dank verpflichtet sind und ihr ein angenehmes Leben verschaffen. Endgültig den Rest gegeben hat es mir, als sie in Venedig bei einem alten Seidenhändler unterkommt, den Laden wieder auf Trab bringt und dort ruck zuck berühmt wird... Auch wenn man dieses Buch durch die Jugendbuchbrille sehen sollte, kann ich ihm nicht sehr viel abgewinnen. Zu einem Abenteuer gehört auch Gefahr. Hier ist die Gefahr vorbei, bevor man sich Sorgen machen konnte. Ein wenig hat es den Charme von Pippi im Takka Tukka Land: Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern - Hej, ho, und ne Buddel voll Rum.

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  • Rezension zu "Das falsche Herz des Meeres" von Hilke Rosenboom

    Das falsche Herz des Meeres

    Ami Li Misaki

    02. June 2012 um 19:03

    Leevke Magnussen und ihre kleine Schwester Ebba verlieren in einer Nacht ihre Mutter (bei der Geburt des kleinen Bruders) und den Vater. Leevkes Vater ist Kapitän, die Familie wohlhabend - eigentlich. Doch Leevke ist minderjährig und so übernimmt der Landvogt die Vormundschaft und eine befreundete Familie nimmt Leevke und ihre Schwester auf. Doch Leevke ist ein aufbrausendes, junges Mädchen, das sich von ihrer besten Freundin überreden lässt, auszubrechen. Weg von der kleinen Insel Wangerooge. Nach Hamburg soll es gehen. Eine Anstellung als Dienstmädchen gebe es dort zu Hauf. Wie gut, dass Leevke das Meeresherz, ein Stück Bernstein in Form eines Herzens, vor den raffgierigen Händen des Landvogts retten konnte. Als Leevke eben jenes Stück an Händler verkaufen will, die vor Wangerooge anlegen, gerät sie in die Fänge von Piraten... und mit ihnen auf eine weite und lange Reise. Das falsche Herz des Meeres ist genau das richtige Buch für Fernweh, für Interesse an andere Kulturen und für starke Mädchen. Der Einstieg fiel mir etwas schwer. Denn Leevke ist ein richtiges Seemannsmädchen und es kommen im gesamten Buch so viele "Fachwörter" der Seemanssprache vor, die man sicherlich schon mal gehört hat, aber eben nicht genau weiß, was es ist. Leider gibt es auch kein Glossar, das ich an dieser Stelle wirklich etwas vermisst habe. Man braucht es jetzt zwar nicht zum Verständnis der Geschichte, aber es hätte sie noch eindringlicher gemacht, finde ich, noch bunter und lebendiger. Auch mit Leevke hatte ich anfangs Probleme. Sie ist 14 und schon da ein starkes Mädchen mit Charakter. Mutig, wenn auch noch manchmal unsicher. Besserwisserisch (oft mehr als gerade gut für sie ist) und ihrer Zeit einfach meilenweit voraus. Sie ist ein bisschen wie das Meer, das sich nicht von den Menschen zähmen lässt, das keine Grenzen kennt und doch auf welche stößt. Doch nach und nach mochte ich Leevke immer mehr und bewunderte dieses harte, salzige Mädchen. Sie ist klug, vielleicht ein bisschen naseweis, ungestühm und furchtbar neugierig und wissbegierig. Außerdem hat Leevke die ganz besondere Gabe das Meer zu lesen - was ich aber etwas unrealistisch fand. Nicht, weil ich nicht glaube, dass es Menschen mit diesem Talent tatsächlich so gibt. Sondern weil Leevke zwar von ihrem Vater viel über Seefahrt, das Meer gelernt hat, aber eben nie selbst direkt auf dem Meer war. Zumindest wird das so nicht im Buch erwähnt. Den rauen Charme der Nordsee hat Hilke Rosenboom sehr gut eingefangen. Die Geschichte beginnt ja auf Wangerooge. Die Menschen sprechen noch verständlich, aber eben auch mit dem 'typischen' Dialekt. Der Leser begleitet Leevke in Form des Er-Erzählers (Vergangenheit) und ich würde behaupten, dass selbst im Orient und später in Venedig immer ein bisschen von Wangerooge mitschwingt - nicht nur durch Leevkes Gedanken. Gleichzeitig ist auch Hanrib el Aniil immer präsent, auch wenn er als Charakter an sich nicht so präsent ist. Die zarte Liebesgeschichte, die sich hier entspinnt, ist eher... ich will nicht sagen nebensächlich, denn sie nimmt durchaus einigen Raum ein, aber eher unterschwellig. Ja, unterschwellig. Die Autorin entführt Leevke - und mit ihr die Leser - in eine so wunderbare, duftende, bunte Welt, die alles vermischt: Kultur, Liebe, Sehnsucht, Fernweh, Heimweh, Freundschaft, Verrat, Graumsamkeit, Freundlichkeit, Abneigung, Zerrissensein. Man lernt sicherlich auch noch einiges über Schifffahrt, Marokkos Kultur, das Venedig des 19. Jahrhunderts. Alle Charaktere haben dabei - wie auch die Welt und die Geschichte, der Plot an sich - ihre Ecken und Kanten. Aber das macht für mich einen Roman immer so lebendig und realistisch. Auch wenn sich einige Stellen etwas ziehen, wird es nie langweilig. Fragen bleiben zum Schluss an sich keine offen. Der Leser kann die Geschichte im Kopf gut weiterspinnen, aber im Endeffekt ist alles gesagt. Die Wendung zwischen Leevke und ihrer besten Freundin Johanna hat mich zum Schluss sehr erschreckt und ich konnte es nicht ganz nachvollziehen. Da hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht. Kurz: Ein Buch mit vielen Worten und doch ohne Worte. Das falsche Herz des Meeres hat seine Macken und doch war es eine so wunderbare Reise, die ich jederzeit wieder mitmachen würde - ohne Umschweife.

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  • Rezension zu "Das falsche Herz des Meeres" von Hilke Rosenboom

    Das falsche Herz des Meeres

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. February 2012 um 21:56

    Ein Jugendbuch, bei dem einen das Fernweh packt. Wangerooge, 1854: Bei dem Versuch, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen, gerät die 14-jährige Leevke in die Fänge von Piraten. Doch wird sie unerwartet von dem jungen Kapitän Harib el Aniil gerettet, als er das Piratenschiff erobert. Obwohl er verspricht, Leevke zurück nach Hause zu bringen, segelt er mit ihr in seine Heimat und bringt sie in den Palast seines Bruders, ohne ihr seine Gründe zu nennen. Gefangen in diesem goldenen Käfig, kann sie bald nur noch an Flucht denken. Nun beginnt eine abenteuerliche Reise durch Afrika und Europa, bei der Harib ihr jedoch dicht auf den Fersen ist... Meine Meinung: Dieses Buch hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen, was vor allem an den tollen Schauplätzen liegt, an die es den Leser entführt. Mit Leevke zusammen reist man von der Insel Wangerooge, über Marokko, bis nach Venedig. Mit ihren wunderbaren Beschreibungen gelingt es der Autorin meisterhaft, die jeweilige besondere Atmosphäre dieser so verschiedenen Orte zu vermitteln. Deshalb wird es - obwohl die Handlung recht vorhersehbar ist - auch nie langweilig. Leider weist die Geschichte jedoch diverse Ungereimtheiten auf, was vor allem an den teilweise schwer nachvollziehbaren Handlungen einiger Charaktere liegt. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Liebesgeschichte, die man eigentlich kaum so nennen kann. Die Liebe spielt hier bloß eine untergeordnete Rolle und wird erst gegen Ende des Buches etwas wichtiger. Das ist grundsätzlich natürlich nichts Schlechtes und sogar sinnvoll, da Leevke zu Beginn des Buches erst 14 Jahre alt ist, aber trotzdem hätte man auch aus dieser "kleinen" Liebesgeschichte etwas mehr machen können. Hier sind viele Dinge einfach zu offensichtlich und andere dagegen zu widersinnig, um irgendwelche Romantik aufkommen zu lassen. Viele Schwächen dieses Buches lassen sich jedoch darauf zurückführen, dass es sich hierbei wirklich um ein Jugendbuch handelt, wo die Prioritäten einfach anderwärtig liegen. Die Haupthandlung dreht sich um Leevkes Abenteuer in fernen Ländern und ihre Entwicklung von einem naiven 14-jährigen Mädchen zu einer selbstbewussten 18-jährigen jungen Frau. Und gerade dies wird so unterhaltsam, mitreißend und sympathisch geschildert, dass man das Buch kaum aus den Händen legen kann. Fazit: Es passiert selten, dass mir ein Buch gefällt, obwohl die Handlung nicht immer logisch ist. Trotz einiger Schwächen hat es mich jedoch wirklich gut unterhalten, mit Leevke durch marokkanische Paläste und die Gassen von Venedig zu streifen. Deshalb vergebe ich 3,5 von 5 Punkten.

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  • Rezension zu "Das falsche Herz des Meeres" von Hilke Rosenboom

    Das falsche Herz des Meeres

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. February 2012 um 17:50

    Wangerooge 1854 Nach dem Tod ihrer Mutter und deren Babys, will die 14-jährige Leevke Handel auf einem arabischen Schiff treiben. Dort wird sie aber eingesperrt und entführt. Denn das Handelsschiff ist von Piraten gestohlen worden. Als der junge Kapitän Hanrib el Aniil es schafft sein Schiff zurückzuerobern, bringt er Leevke in den Palast seines Vaters. Leevke aber will nur eins, nämlich so schnell wie möglich nach hause zurück.

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  • Rezension zu "Das falsche Herz des Meeres" von Hilke Rosenboom

    Das falsche Herz des Meeres

    elli_ge

    26. January 2012 um 18:27

    Wangerooge, 1854: Leevke wird auf einem arabischen Handelsschiff von Piraten entführt! Doch dem jungen Kapitän Hanrib el Aniil gelingt es, sein Schiff zurückzuerobern. Mit dem Mädchen an Bord segelt er in Richtung Rabat … Dort bringt Hanrib sie im Palast seines Bruders unter. Umgeben von unermesslichem Luxus, hat Leevke nur ein Ziel: auszubrechen aus ihrem goldenen Käfig. Als sie fliehen kann, beginnt eine abenteuerliche Reise quer durch Afrika und Europa. Was sie nicht weiß: Hanrib folgt ihr wie ein Schatten … Der erste Satz: In der Nacht hatte der Wind auf West gedreht - ein feuchter Atlantikwind, nicht kalt genug für den Oktober. Da verletzten Sie sich doch nur an Ihren eigenen Träumen! Kritik Als ich es im Buchladen das erste Mal sah, fühlte ich mich vom Cover und vom Namen her schon angesprochen, aber ich lies es - zunächst! - noch stehen. Als ich jedoch das nächste Mal kam, konnte ich nicht mehr wiederstehen. Ich holte es mir, fing sofort an mit Lesen, war drei Stunden später damit fertig. Ich konnte nicht mehr aufhören und las es direkt danach noch einmal. Nun habe ich es mittlerweile schon seeeeehr oft gelesen und liebe es immer noch. Es ist eines dieser besonderen, seltenen Bücher, die man wieder und wieder lesen kann und jedesmal wieder aufs neue überrascht wird. Fazit: Es ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher und es ist einfach nur wunderschön und absolut lesenswert...

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  • Rezension zu "Das falsche Herz des Meeres" von Hilke Rosenboom

    Das falsche Herz des Meeres

    Lalapeja

    18. September 2011 um 11:13

    Zu Beginn der Geschichte befinden wir uns auf der Insel Wangerooge im Jahr 1854. Die 14-Jährige Leevke lebt dort mit ihrer kleinen Schwester und ihren Eltern, ihr Vater ist Walfänger. Ihre Mutter liegt in den Wehen und stirbt leider nach der Geburt des Sohnes, den Sohn verliert die Familie ebenfalls und der Vater segelt mit seinem Schiff davon. Leevke und ihre Schwester sind nun allein, werden in eine andere Familie aufgenommen und versuchen ihre Trauer um die Eltern zu verarbeiten. Eines Tages kommt ein arabisches Handelsschiff zu der Insel. Leevke würde gerne etwas verhandeln, wird jedoch von der Besatzung geraubt. Seitdem sie nicht mehr auf der Insel ist, beginnt eine spannende und abenteuerliche Reise quer durch Europa und Arabien. Liest man einige Rezensionen zu diesem Buch und auch den Klappentext, so stellt man sich einen jugendlichen Abenteuer- und Liebesroman, hauptsächlich vielleicht Liebesroman, vor. Dieses ist jedoch nicht der Fall. Die Liebe zwischen Leevke und Hanrib kommt lange, lange Zeit gar nicht zum Vorschein. Mitunter glaubt man als Leser, dass so etwas wie Liebe zwischen den beiden gar nicht existiert. Und das finde ich gut. Es ist überhaupt kein Kitsch in diesem Buch. Die Schauplätze werden sehr schön und ausführlich beschrieben, das Meer spielt natürlich eine sehr große Rolle und man spürt schon auf den ersten Seiten den rauen Wind, die salzige Meeresluft und das Tosen der See. Für mich ist "Das falsche Herz des Meeres" einfach ein unglaublich schöner Jugendroman gewesen, in den man prima abtauchen konnte und sich in völlig neue Welten begeben konnte. 5 Sterne! :)

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  • Rezension zu "Das falsche Herz des Meeres" von Hilke Rosenboom

    Das falsche Herz des Meeres

    Ballettmond

    16. August 2011 um 10:46

    Definitiv eins der besten Bücher, die ich bisher gelesen habe. Die Geschichte um Leevke und ihre Reise ist spannend, faszinierend, gut geschrieben, nachvollziehbar und hinterlässt einfach ein warmes und wolliges Gefühl. Das Buch ist voll von realistischen Personen, die man einfach gerne haben muss, auch wenn die Person an sich vielleicht nicht so toll ist.

  • Rezension zu "Das falsche Herz des Meeres" von Hilke Rosenboom

    Das falsche Herz des Meeres

    merle81

    02. January 2010 um 08:38

    Leevke Magnussen lebt auf einer kleiner noddeutschen Insel. Wir schreiben das Jahr 1854. Leevkes Leben ist wie das der meisten Inselkinder gepärgt von Schiffahrt und Wohlbehütet sein. Nachdem ihre Mutter am Kindbett gestorben und Ihr Vater vom Meer verschluckt worden scheint wird es sfchwer für die beiden Mädchen. Um an Geld zu kommen möchte Leevke das wertvolle Herz des Meeres verkaufen, doch der Händler hat mehr Interesse an einer anderen Ware... nämlich an ihr. Und das Abenteuer beginnt fern der heimatlichen Gefilde. Ich finde das Buch fantastisch und einfühlsam geschrieben. Die Story hat nichts alltägliches, so das sie keinesfalls abgedroschen wirkt. Und - ich finde das Buch durchaus auch für ältere Leserinnen interessant-

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  • Rezension zu "Das falsche Herz des Meeres" von Hilke Rosenboom

    Das falsche Herz des Meeres

    Ezri

    10. December 2009 um 14:40

    "Das falsche Herz des Meeres" ist für mich einfach nur ein schönes Buch. Man muss keine hochtrabende deutsche Erzählkunst erwarten und auch keine ausgefeilte tolle Geschichte, aber das Buch hat trotzdem alles, was ich von einem guten Buch erwarte. Es ist gut geschrieben, liest sich flüssig, ist spannend und irgendwie rührig, süß und schön. Die 14 jährige Leevke lebt Mitte des 19. Jahrhunderts auf Wangerooge, als sie ihre Eltern verliert. Zusmammen mit ihrer kleinen Schwester verliert sie ihren Stand und versucht, nach Hamburg zu gelangen, um sich dort durchzuschlagen. Dabei wird sie zunächst von Piraten entführt. Der vormalige Schiffseigner holt sich aber sein Schiff zusammen mit Leevke (und einer Freundin von ihr) zurück und bringt Leevke kurzerhand nach Marokko. Dort lebt sie in einem Palast in Luxus und Reichtum. Schnell hat sie Heimweh und will nach Hause. Sie läuft weg und dabei gleich wieder ihrem "Retter" von damals in die Arme. Anschließend landet sie in Venedig, wo sie "sicherheitshalber" wieder flüchtet und bei einem Seidenhändler unterkommt. Irgendwann nach fast 4 Jahren Abenteuer kommt es dann natürlich zum erwartungsgemäßen Happy End - alles andere wäre auch gemeiner Frevel an dem Buch gewesen!!! Ich fand es wirklich toll, weil man so herrlich in die Geschichte versinken konnte und mit der Protagonistin mitfiebern konnte. Es macht auch gar nichts, dass die Geschichte absehbar ist und die "Abenteuer" ziemlich konstruiert sind. Darum geht es bei diesem Buch nicht, es ist einfach nur pure Unterhaltung und Spaß. Ich empfehle das Buch wärmstens weiter!

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