Hilkje Hänel

 4.3 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf von Hilkje Hänel

Freiheit des Geistes und des Körpers: Hilkje Charlotte Hänel wurde 1987 in eine Schriftstellerfamilie geboren. Nach dem Schulabschluss begann sie ein Psychologiestudium, das sie jedoch bereits nach zwei Wochen wieder abbrach. Stattdessen schrieb sie Texte, zunächst für’s Theater, später auch Romane. Sie begann ein zweites Studium, diesmal Englische Literatur und Philosophie, das sie in Göttingen, Berlin, Sheffield und Boston absolvierte und abschloss. 2018 promovierte sie mit einer Doktorarbeit zum Thema Vergewaltigung. Ihr erster Roman, »Engel der Erlösung«, erschien 2017 und bildet den Auftakt zu einer Reihe um die Berliner Hauptkommissarin Alexandra Gode. Auch Hilkje Hänel lebt heute in Berlin. Sie arbeitet am Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin und beschäftigt sich vor allem mit Themen wie sozialer Gerechtigkeit und Feminismus.

Alle Bücher von Hilkje Hänel

Cover des Buches Letzter Ausweg Tempelhof (ISBN:9783442486083)

Letzter Ausweg Tempelhof

 (2)
Erschienen am 15.04.2019
Cover des Buches Engel der Erlösung (ISBN:9783442486076)

Engel der Erlösung

 (1)
Erschienen am 20.11.2017

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Rezension zu "Letzter Ausweg Tempelhof" von Hilkje Hänel

Bedrückender Krimi der nichts für schwache Nerven ist
Scarlett's Leseweltvor 3 Monaten

Das Buch "Letzter Ausweg Tempelhof" von Hilkje Hänel war mein erstes Buch von ihr und ich muss sagen, die Geschichte hat mich echt getroffen. Schon der Einstieg mit dem ersten Mord ist sehr bedrückend und man steckt gleich mitten im Geschehen.
Es geht um die Flüchtlingsproblematik aber auch um Kindesmissbrauch und Zwangsprostitution. Das sind Themen die auch in unserer Zeit einen nicht loslassen und noch immer präsent sind. Also nichts für schwache Nerven.
Die Geschichte selber ist in einzelnen Kapiteln und dann in kleinen Absätzen unterteilt. Das Buch lässt sich flüssig lesen und auch die Spannung bleibt bei jedem Kapitel erhalten.  Von mir gibt es eine Leseempfehlung...

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E

Rezension zu "Letzter Ausweg Tempelhof" von Hilkje Hänel

Großstadt voller Gewalt - letzter Ausweg Tempelhof
evaczykvor 8 Monaten

er auf leichte Spannungskost steht und harmoniebedürftig auf ein happy end für die Gerechtigkeit wartet, ist mit Hilkje Hänels Berlin-Krimi "Letzter Ausweg Tempelhof"nicht richtig bedient. Hier geht es hart und düster zu wie sonst vor allem in skandinavischen Krimis.

Depremierend ist schon der erste Mordfall, zu dem das Team des Berliner LKA gerufen wird: Zwei tote Flüchtlingskinder und ihre erhängt aufgefundene Mutter. Alles weist auf einen erweiterten Suizid hin, der in der tristen Flüchtlingsunterkunft in einer Halle auf dem früheen Flughafen Tempelhof stattgefunden hat. Ermittlungschef Lepke steht vor einem Rätsel: warum hat die Frau, die schon so viel durchgestanden hat, an einem Ort ihr Leben beendet, an dem sie nach geglückter Flucht auf einen Neuanfang hoffen konnte?

Weitere tote Kinder und tote Frauen werden im Verlauf von "Letzter Ausweg Tempelhof" die Ermittler beschäftigen. Alexandra Gode, gerade erst wieder nach einem langen Krankenhausaufenthalt als Folge der Begegnung mit einem psychopatischen Killer zurück in den (Innen-)Dienst gekehrt, kann so einen Fall eigentlich nicht gebrauchen: Sie soll den traumatischen Vorfall - offenbar Inhalt des Vorgängerbandes - mit Hilfe eines Psychologen verarbeiten. Ihre mütterliche Freundin, die ihr den Weg zur Kripo geebnet hat, ist unerwartet gestorben, ihre Freundin ist offenbar auf Tauchstation gegangen. Statt dessen fühlt sich Gode beobachtet und verfolgt.

Da ist es um so frustrierender, wenn die Ermittlungen ins Leere laufen. Tote oder schweigende Zeugen, ein zweifelhafter Sicherheitsdienst mit Rechtsttendenzen und ausländerfeindlichen Sprüchen ausgerechnet in der Flüchtlingsunterkunft, Gerüchte über sexuelle Gewalt, über verschwundene Frauen und Kinder. Allzu viel geht schief, ohne dass die Ermittler Fortschritte machen. Statt dessen gibt es plötzlich Einmischung von ganz oben, in Form des Leitenden Oberstaatsanwalts und des Innensenators....

Spröde, düster und gewalttätig geht es zu in diesem Krimi, bei dem die Autorin offenbar nicht dem Drang widerstehen konnte, einiges dermaßen auf die Spitze zu treiben, dass es ein bißchen zu viel des Guten wurde, um noch glaubwürdig zu wirken. Da wäre weniger mehr gewesen, oder vielleicht ein bißchen gründlichere Recherche über den Geheimnisdrang in Pädophilen-Netzwerken.

Ähnlich ist es mit der Person von Alexandra Gode, die von klein auf ein solch gerütteltes Maß an Schicksal und Gewalt abbekommen musste, dass sie zur Mutter aller Schmerzen gerät. Und das alles nur, um den Label toughe Großstadtpolizistin zu erhalten? Diese Detektivin wirft eher die Frage auf, wie sie im realen Leben jemals die psychologischen Einstellungstests für die Polizei bestanden hat. Da ist die Phantasie mit der Autorin ein bißchen durchgaloppiert. Wer sich daran nicht stört,  kann sich an spröder Großstadtprosa und einem trotz aus meiner Sicht unnötiger Überdramatisierung über einen spannenden Plot zu einem aktuellen Thema freuen.

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Rezension zu "Engel der Erlösung" von Hilkje Hänel

Engel der Erlösung
twentytwovor 2 Jahren

Alexandra Gode, Hauptkommissarin der Mordkommission, ist überzeugte Einzelkämpferin. Entsprechend sauer reagiert sie als man ihr einen neuen Kollegen zuteilt, der von Hannover nach Berlin versetzt worden ist. Aber sie wird schnell eines Besseren belehrt, denn entgegen allen Erwartungen haben beide mehr gemeinsam als ihr lieb ist. Und als sie Dank ihrer unkonventionellen Ermittlungsmethode, die sich meist am Rand des Vertretbaren bewegt, ihren ersten gemeinsamen Fall gelöst haben, scheint aus ihnen ein echtes Team geworden zu sein.

Fazit
Ein vielversprechender Start einer neuen Krimireihe, mit einer ungewöhnlichen Ermittlerin im Berliner Milieu.

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