Hillary Jordan

 3.8 Sterne bei 85 Bewertungen

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Hillary JordanDie Geächteten
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Die Geächteten
Die Geächteten
 (38)
Erschienen am 22.11.2013
Hillary JordanMudbound – Die Tränen von Mississippi
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Mudbound – Die Tränen von Mississippi
Mudbound – Die Tränen von Mississippi
 (21)
Erschienen am 02.11.2017
Hillary JordanMudbound – Die Tränen von Mississippi: Roman
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Mudbound – Die Tränen von Mississippi: Roman
Hillary JordanDie Geächteten: Roman
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Die Geächteten: Roman
Die Geächteten: Roman
 (0)
Erschienen am 22.11.2013
Hillary JordanMudbound – Die Tränen von Mississippi
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Mudbound – Die Tränen von Mississippi
Mudbound – Die Tränen von Mississippi
 (21)
Erschienen am 17.11.2017
Hillary JordanMudbound – Die Tränen von Mississippi
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Mudbound – Die Tränen von Mississippi
Mudbound – Die Tränen von Mississippi
 (0)
Erschienen am 02.11.2017
Hillary JordanWhen She Woke
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When She Woke
When She Woke
 (2)
Erschienen am 01.02.2012
Hillary JordanRojo: la piel del delito / When She Woke
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Rojo: la piel del delito / When She Woke
Rojo: la piel del delito / When She Woke
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Erschienen am 30.12.2012

Neue Rezensionen zu Hillary Jordan

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eulenmatzs avatar

Rezension zu "Mudbound – Die Tränen von Mississippi" von Hillary Jordan

Großartige Südstaatengeschichte
eulenmatzvor 4 Monaten

INHALT:

Mississippi, 1946: Laura McAllan ist ihrem Ehemann zuliebe aufs Land gezogen, der als Farmer einer Baumwollplantage Fuß fassen will. Doch ihr ist die Umgebung fremd, und auf Mudbound gibt es weder fließendes Wasser noch Strom. Unterstützung erhalten die McAllans durch die Jacksons, ihre afroamerikanischen Pächter. Die aufgeweckte Florence Jackson hilft Laura, wo sie nur kann. Aber auch wenn der Alltag sie an ihre Grenzen treibt und sie für gewöhnlich nicht auf den Mund gefallen ist, würde sie es nicht wagen, ihre Stimme zu erheben und Missstände anzumahnen. In diese angespannte Situation geraten zwei junge Kriegsheimkehrer: Florences Sohn Ronsel und Lauras Schwager Jamie. Deren Freundschaft wird zu einer Herausforderung für beide Familien, und so lassen Missgunst und Ausgrenzung die Stimmung bald kippen ...

MEINUNG:

Seit längerem schon lese ich gerne Bücher aus den Südstaaten bzw. generell Thematiken, die sich mit Rassismus und Unterdrückung der Schwarzen beschäftigen. Initial kam dieses Interesse von Gute Geister von Kathryn Stockett, verfilmt als The Help. Mudbound ist für mich ganz klar ein Kandidat, welcher sich in der Literatur in dieser Thematik zu einem möglichen Klassiker entwickeln könnte.

Die Geschichte spielt nach dem ersten Weltkrieg, aber beim Lesen hat man oft das Gefühl, dass auch ein paar Jahrzehnte früher möglich wären. Mudbound ist der Name der Farm bzw. Plantage, welche die McAllans erworben haben und nun darauf leben. Mudbound ist außerdem die Geschichte zweier Familie, die unterschiedlicher nicht sein könnten und deren Schicksal sich eng miteinander verknüpft. Die Geschichte wird aus mehreren Sichten erzählt. Besonders interessant fand ich die von Ronsel, denn von ihm erfährt man wie es war für die Amerikaner in Deutschland im zweiten Weltkrieg zu kämpfen. Ganz deutlich ist hier auch spürbar, dass in Deutschland kein Unterschied gemacht wird, ob der amerikanische Soldat schwarz oder weiß ist. Umso schockierender ist es als Ronsel heimkehrt und genau damit wieder konfrontiert wird.

Besonders Lauras Schwiegervater, Pappy, ist absolutes Scheusal von Mensch, der nicht nur Schwarze tyrannisiert. Ich war beim Lesen stellenweise unfassbar wütend auf diesen Mann und entsetzt von seinem Verhalten. Ich habe Laura dafür bewundert, wie sie Umzug aus der Stadt aufs Land meistert, obwohl ihr das unfassbar schwerfällt. Obwohl die Jacksons Pächter sind und Florence Jackson Laura im Haushalt hilft, könnten die Unterschiede nicht größer sein. Es werden noch immer enorme Rassenunterschiede gemacht und Schwarze sind Menschen zweiter Klasse.

Dank des Prologes ist klar, dass es zu einer Katastrophe kommen wird und auf diese habe ich angespannt gewartet, obwohl die Geschichte relativ ruhig erzählt wird. Obwohl das Buch relativ schmal ist für diese Thematik, war ich sofort in der Geschichte drin und konnte es kaum noch bei Seite legen. Der Autorin gelingt es außerordentlich gut jeden Charakter auszuprägen, obwohl es so viele Personen sind.

Auf Netflix gibt es dazu auch eine gleichnamige Verfilmung, die ich mir auf jeden Fall noch ansehen werde. Auch das Hörbuch dazu kann ich sehr empfehlen, da es noch mal eine ganz andere Intensität in die Geschichte bringt.

FAZIT:

Ein großartiges und vor allem wichtiges Buch, dem sich nur schwer entziehen kann. Hillary Jordan beweist, dass historische Romane auch auf unter 400 Seiten spannend, informativ und mitreißend sein können.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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Leseratte87s avatar

Rezension zu "Mudbound – Die Tränen von Mississippi: Roman" von Hillary Jordan

Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legt
Leseratte87vor 8 Monaten

Laura McAllen, die Protagonistin dieses Buches, heiratet spät und verlässt auf Wunsch ihres Mannes Henry ihre Heimatstadt, um mit ihm auf seine eigene Farm zu ziehen, die er sich ohne ihr Wissen gekauft hat. Begleitet von ihren zwei Töchtern und dem rassistischen und bösartigen Schwiegervater, versucht sie sich in ihrem neuen Leben einzurichten und stößt immer wieder an ihre Grenzen. Dann kehrt Jamie, Henrys jüngerer Bruder,  aus dem Krieg nach Hause und kann sich nicht wirklich in das gemeinsame Leben einfügen, weil er seine Erlebnisse aus dem Krieg nicht verarbeiten kann. Hinzu kommt das schwierige Verhältnis zu seinem Vater, dessen Rassismus sehr oft und sehr deutlich zum Ausdruck kommt. Als Jamie mit Ronsel, dem Sohn des farbigen Pächters und ebenfalls Kriegsheimkehrer, Freundschaft schließt, bahnt sich eine Katastrophe an, die niemand aufhalten kann.
Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Es ist aus wechselnden Perspektiven geschrieben, jeder Protagonist hat sein eigenes Kapitel, was das Buch für mich nur noch spannender machte, da die Geschichte dadurch nur an Dramatik und Intensität gewinnt. Man sieht schon nach kurzer Zeit die Charaktere vor sich und kann sich ihr Leben sehr gut vorstellen. Besonders spannend fand ich auch den Aufbau der Geschichte. Man wird quasi mit dem Ende des Romans konfrontiert und erfährt danach Stück für Stück, wie es dazu kam, das hat mir sehr gut gefallen.

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Losnls avatar

Rezension zu "Mudbound – Die Tränen von Mississippi" von Hillary Jordan

Vollste Leseempfehlung
Losnlvor 8 Monaten

„Mudbound – Die Tränen von Mississippi“ von Hillary Jordan, ließ mich anhand des Covers, einen soliden historischen Roman vermuten. Doch dieser vereinnahmte mich als Leser völlig und hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Mississippi, 1946: Laura McAllan ist ihrem Ehemann zuliebe aufs Land gezogen, der als Farmer einer Baumwollplantage Fuß fassen will. Doch ihr ist die Umgebung fremd, und auf Mudbound gibt es weder fließendes Wasser noch Strom. Unterstützung erhalten die McAllans durch die Jacksons, ihre afroamerikanischen Pächter. Die aufgeweckte Florence Jackson hilft Laura, wo sie nur kann. Aber auch wenn der Alltag sie an ihre Grenzen treibt und sie für gewöhnlich nicht auf den Mund gefallen ist, würde sie es nicht wagen, ihre Stimme zu erheben und Missstände anzumahnen. In diese angespannte Situation geraten zwei junge Kriegsheimkehrer: Florences Sohn Ronsel und Lauras Schwager Jamie. Deren Freundschaft wird zu einer Herausforderung für beide Familien, und so lassen Missgunst und Ausgrenzung die Stimmung bald kippen … 

Die Autorin Hillary Jordan entführt mit ihrer Geschichte in die Nachkriegszeit, wo wir die Familie McAllan in einer abstrusen Situation begegnen. Diese versetzt die Leserschaft gleich beim Einstieg, in eine spannungsgeladene und unheilvolle Atmosphäre, der man sich kaum noch entziehen kann.

Zunächst lernen wir die junge Laura McAllan etwas intensiver kennen, die für ihre Verhältnisse erst sehr spät, ihren Mann Henry kennen und lieben lernt. Aus Liebe zu ihm, zieht sie mit auf eine Baumwollplantage, um den Traum ihres Ehemannes auszuleben. Auf der Farm ist die Situation für alle sehr beschwerlich, ohne fließend Wasser und Strom, sorgt auch ihr Schwiegervater Pappy, für eine spannungsgeladene Atmosphäre. Laura kann es dem alten Herrn kaum recht machen, denn er findet immer wieder einen Grund zum Nörgeln.

Henry hingegen scheint sehr unsicher und unbeholfen. Sein großes Ziel, eine eigene Plantage zu besitzen, stellt er an erste Stelle. Diesbezüglich nimmt er die Empfindungen seiner Frau kaum wahr, was in Laura ein Gefühlschaos auslöst. Sein einigermaßen faires Verhalten gegenüber seinen farbigen Pächtern, brachten ihm einige Sympathiepunkte bei mir ein.

Die Thematik Rassentrennung, sowie die Ausläufer des Zweiten Weltkriegs, spielen hierbei eine wesentliche Rolle. Sehr intensiv und eindrucksvoll, werden dem Leser die damaligen Zustände vermittelt, welche auch in der heutigen Zeit noch aktuell erscheinen. Es schockierte mich zu lesen, wie zum Beispiel Ronsel, wegen seiner Hautfarbe, die Hintertür eines Geschäftes nutzen muss, anstatt über den Eingang, den Laden zu betreten. Diese Aspekte brannten sich tief in mein Herz ein und beschäftigen mich gedanklich auch noch heut.

Die Handlung wird aus sechs verschiedenen Sichtweisen, in der Ich – Perspektive, geschildert. Somit lernen wir nicht nur die Sichtweise von Laura intensiver kennen, sondern auch die Pächter Florence, ihren Mann Heb, sowie deren Sohn Ronsel.

Durch die vielen verschiedenen Blickwinkel, gewinnt die Geschichte zunehmend an Intensität und Dramatik. Es gelang mir ausgezeichnet, mich in jeden Einzelnen von ihnen einzufühlen und mir eine Meinung zu bilden. Manch einer, war mir von Anbeginn sehr sympathisch, zu anderen hingegen, konnte ich aufgrund der beschriebenen Gedanken und Gefühle, kaum eine Bindung aufbauen. Die Handlung ist somit sehr abwechslungsreich geschildert.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Hillary Jordan ist es durch ihren bildgewaltigen Stil wunderbar gelungen, mir die Umgebung der Farm und ihrer Bewohner, vor Augen zu führen.

Fazit

Der Roman „Mudbound – Die Tränen von Mississippi, entführt uns in die Südstaaten und schildert sehr beeindruckend und bildgewaltig, die Situation der Nachkriegszeit und Rassentrennung, anhand zweier Familien. Dieser konnte mich durch authentisch gezeichnete Charaktere und einer spannungsgeladenen Atmosphäre überzeugen und wird mir aufgrund seiner tragischen Dynamik, noch weiterhin in Gedanken bleiben. 

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