Hillary Jordan Mudbound – Die Tränen von Mississippi

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Inhaltsangabe zu „Mudbound – Die Tränen von Mississippi“ von Hillary Jordan

Mississippi, 1946: Laura McAllan ist ihrem Ehemann zuliebe aufs Land gezogen, der als Farmer einer Baumwollplantage Fuß fassen will. Doch ihr ist die Umgebung fremd, und auf Mudbound gibt es weder fließendes Wasser noch Strom. Unterstützung erhalten die McAllans durch die Jacksons, ihre afroamerikanischen Pächter. Die aufgeweckte Florence Jackson hilft Laura, wo sie nur kann. Aber auch wenn der Alltag sie an ihre Grenzen treibt und sie für gewöhnlich nicht auf den Mund gefallen ist, würde sie es nicht wagen, ihre Stimme zu erheben und Missstände anzumahnen. In diese angespannte Situation geraten zwei junge Kriegsheimkehrer: Florences Sohn Ronsel und Lauras Schwager Jamie. Deren Freundschaft wird zu einer Herausforderung für beide Familien, und so lassen Missgunst und Ausgrenzung die Stimmung bald kippen ...

Großartiges Buch, auch wenn esmit einem schalen Beigeschmack beendet.

— eulenmatz

Dramatisch, spannend, bewegend

— raven1711

“Mudbound“ ist ein sehr aktueller und überaus lesenswerter Roman.

— Greedyreader

Ein beeindruckender Roman, der mich sehr nachdenklich gemacht hat

— Curin

Packendes und dramatisches Südstaaten-Epos,,,,

— Angie*

Mitreißendes Buch über Rassismus.

— EmmaBunny

Eine Tragödie, die sich immer weiter zuspitzt. Eine Geschichte, die sich vermutlich genau so oder ähnlich schon abgespielt hat.

— wunderliteratur

Entwickelt einen Lesesog, nimmt den Leser gefangen, besticht durch lebendige Charaktere und ist unheimlich intensiv zum Lesen.

— Buchraettin

Ein Buch, das sowohl spannend als auch beklemmend ist.

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4, 5 Sterne für diese berührende, gefühlvolle und wunderschön geschriebene Geschichte...😍😭

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    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    Losnl

    12. February 2018 um 08:49

    „Mudbound – Die Tränen von Mississippi“ von Hillary Jordan, ließ mich anhand des Covers, einen soliden historischen Roman vermuten. Doch dieser vereinnahmte mich als Leser völlig und hinterließ einen bleibenden Eindruck.Mississippi, 1946: Laura McAllan ist ihrem Ehemann zuliebe aufs Land gezogen, der als Farmer einer Baumwollplantage Fuß fassen will. Doch ihr ist die Umgebung fremd, und auf Mudbound gibt es weder fließendes Wasser noch Strom. Unterstützung erhalten die McAllans durch die Jacksons, ihre afroamerikanischen Pächter. Die aufgeweckte Florence Jackson hilft Laura, wo sie nur kann. Aber auch wenn der Alltag sie an ihre Grenzen treibt und sie für gewöhnlich nicht auf den Mund gefallen ist, würde sie es nicht wagen, ihre Stimme zu erheben und Missstände anzumahnen. In diese angespannte Situation geraten zwei junge Kriegsheimkehrer: Florences Sohn Ronsel und Lauras Schwager Jamie. Deren Freundschaft wird zu einer Herausforderung für beide Familien, und so lassen Missgunst und Ausgrenzung die Stimmung bald kippen … Die Autorin Hillary Jordan entführt mit ihrer Geschichte in die Nachkriegszeit, wo wir die Familie McAllan in einer abstrusen Situation begegnen. Diese versetzt die Leserschaft gleich beim Einstieg, in eine spannungsgeladene und unheilvolle Atmosphäre, der man sich kaum noch entziehen kann.Zunächst lernen wir die junge Laura McAllan etwas intensiver kennen, die für ihre Verhältnisse erst sehr spät, ihren Mann Henry kennen und lieben lernt. Aus Liebe zu ihm, zieht sie mit auf eine Baumwollplantage, um den Traum ihres Ehemannes auszuleben. Auf der Farm ist die Situation für alle sehr beschwerlich, ohne fließend Wasser und Strom, sorgt auch ihr Schwiegervater Pappy, für eine spannungsgeladene Atmosphäre. Laura kann es dem alten Herrn kaum recht machen, denn er findet immer wieder einen Grund zum Nörgeln.Henry hingegen scheint sehr unsicher und unbeholfen. Sein großes Ziel, eine eigene Plantage zu besitzen, stellt er an erste Stelle. Diesbezüglich nimmt er die Empfindungen seiner Frau kaum wahr, was in Laura ein Gefühlschaos auslöst. Sein einigermaßen faires Verhalten gegenüber seinen farbigen Pächtern, brachten ihm einige Sympathiepunkte bei mir ein.Die Thematik Rassentrennung, sowie die Ausläufer des Zweiten Weltkriegs, spielen hierbei eine wesentliche Rolle. Sehr intensiv und eindrucksvoll, werden dem Leser die damaligen Zustände vermittelt, welche auch in der heutigen Zeit noch aktuell erscheinen. Es schockierte mich zu lesen, wie zum Beispiel Ronsel, wegen seiner Hautfarbe, die Hintertür eines Geschäftes nutzen muss, anstatt über den Eingang, den Laden zu betreten. Diese Aspekte brannten sich tief in mein Herz ein und beschäftigen mich gedanklich auch noch heut.Die Handlung wird aus sechs verschiedenen Sichtweisen, in der Ich – Perspektive, geschildert. Somit lernen wir nicht nur die Sichtweise von Laura intensiver kennen, sondern auch die Pächter Florence, ihren Mann Heb, sowie deren Sohn Ronsel.Durch die vielen verschiedenen Blickwinkel, gewinnt die Geschichte zunehmend an Intensität und Dramatik. Es gelang mir ausgezeichnet, mich in jeden Einzelnen von ihnen einzufühlen und mir eine Meinung zu bilden. Manch einer, war mir von Anbeginn sehr sympathisch, zu anderen hingegen, konnte ich aufgrund der beschriebenen Gedanken und Gefühle, kaum eine Bindung aufbauen. Die Handlung ist somit sehr abwechslungsreich geschildert.Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Hillary Jordan ist es durch ihren bildgewaltigen Stil wunderbar gelungen, mir die Umgebung der Farm und ihrer Bewohner, vor Augen zu führen.FazitDer Roman „Mudbound – Die Tränen von Mississippi, entführt uns in die Südstaaten und schildert sehr beeindruckend und bildgewaltig, die Situation der Nachkriegszeit und Rassentrennung, anhand zweier Familien. Dieser konnte mich durch authentisch gezeichnete Charaktere und einer spannungsgeladenen Atmosphäre überzeugen und wird mir aufgrund seiner tragischen Dynamik, noch weiterhin in Gedanken bleiben. 

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  • ein Buch, das man nicht vergisst

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    robbylesegern

    31. January 2018 um 23:44

    Mudbound ist mit einer großen Wucht geschrieben und hinterlässt beim Leser einen tiefen Eindruck. So ging es jedenfalls mir, als ich dieses Buch gelesen habe.Laura, die Protagonistin dieses Buches heiratet spät und zieht auf Wunsch ihres Mannes auf einen einsam gelegenen Hof, der immer sein Wunschtraum war. Doch im Mississippi der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts, ist das Landleben kein Zuckerschlecken und auch die Rassentrennung ist noch immer nicht ganz aufgehoben. Dass Farbige Menschen zweiter Klasse sind, steckt noch in vielen Köpfen der Menschen dieser Region. Und so bahnt sich ein Drama an, was man zu Anfang dieses Buches noch nicht erwartet hat und schlägt mit solcher Wucht zu, dass ich manchmal den Atem anhalten musste.Die Autorin versteht es mehr als gut , die Stimmung dieser Zeit einzufangen. Das Leben auf dem Land auf einem heruntergekommen Hof genauso, wie die Atmosphäre in dem Bundesstaates der USA in der Zeit , der noch immer mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat.Ein Buch, das einen den Atem anhalten lässt und einen großen Nachhall zurücklässt.

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  • Dramatisch, spannend, bewegend

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    raven1711

    23. January 2018 um 13:43

    Rezension Hillary Jordan - Mudbound: Die Tränen von MississippiKlappentext:Mississippi, 1946: Laura McAllan ist ihrem Ehemann zuliebe aufs Land gezogen, der als Farmer einer Baumwollplantage Fuß fassen will. Doch ihr ist die Umgebung fremd, und auf Mudbound gibt es weder fließendes Wasser noch Strom. Unterstützung erhalten die McAllans durch die Jacksons, ihre afroamerikanischen Pächter. Die aufgeweckte Florence Jackson hilft Laura, wo sie nur kann. Aber auch wenn der Alltag sie an ihre Grenzen treibt und sie für gewöhnlich nicht auf den Mund gefallen ist, würde sie es nicht wagen, ihre Stimme zu erheben und Missstände anzumahnen. In diese angespannte Situation geraten zwei junge Kriegsheimkehrer: Florences Sohn Ronsel und Lauras Schwager Jamie. Deren Freundschaft wird zu einer Herausforderung für beide Familien, und so lassen Missgunst und Ausgrenzung die Stimmung bald kippen ...Meinung:Die Geschichte spielt in Mississippi gegen Ende der 1940er Jahre. Kriegstraumata müssen immer noch überwunden werden und die Rassentrennung beherrscht den Alltag der Menschen. In diesen Jahren beschließt Henry MacAllen sich seinen Traum einer eigenen Farm zu erfüllen. Doch schon von Anfang an scheint das Schicksal ihnen nicht gewogen zu sein. Erst muss Henrys Vater mitkommen, dann steht das gemietete Haus nicht zur Verfügung und das Wetter ist alles andere als ihnen gewogen. Die Pächter machen Ärger, es drohen Ernteausfälle und als dann Bruder Jamie aus dem Krieg heimkehrt, ziehen weitere Dämonen in die Familie ein, bis die Situation eskaliert.Schon auf den ersten Seiten erfährt man, dass der Vater von Henry und Jamie Tod ist. Doch wie kam es zu dem Todesfall? Wie starb er und welche Ereignisse haben zu dieser abschließenden Szene geführt? Und so wird die Geschichte von hinten nach vorne aufgerollt durch die Stimmen vieler Protagonisten. So kommen hier nicht nur Henry und Jamie zu Wort, sondern auch Laura, Henrys Ehefrau, sowie die Pächter Florence und ihr Mann Heb, sowie deren Sohn Ronsel.Durch diese vielen verschiedenen Blickwinkel bekommt der Roman eine ganz besondere Dynamik und die Dramatik der Geschichte kann geschickt gesteigert werden. Auch lernt man die Progatonisten dadurch sehr gut kennen und baut eine starke Verbindung zu ihnen auf. Natürlich hat man hier Figuren, die einem mehr oder weniger sympathisch sind, doch schafft die Autorin es spielend, dass man sich in deren Gedanken und Handlungen sehr gut einfinden kann. Die wechselnden Blickwinkel sorgen auch dafür, dass es in der Handlung abwechslungsreich bleibt und somit keine Längen auftauchen.Wirklich beeindruckt hat mich aber hier noch mehr, wie gekonnt hier die Themen des Romans miteinander verknüpft werden. Hillary Jordan erzählt über Rassismus, über den Krieg, über das Leben auf einer Farm, die trotz modernerer Zeiten rückständig wirkt und natürlich über die Auswirkungen des Kriegs auf das Leben der Soldaten und ihrer Familien. Fazit:Mudbound ist ein richtig gutes Buch, dramatisch und kritisch, spannend und bewegend. Ich bin jetzt schon gespannt, ob die Serie an das Buch anknüpfen kann.Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.Vielen Dank an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar.

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  • Drama um zwei Familien in Mississippi

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    Gluecksklee

    14. January 2018 um 23:06

    Hillary Jordans Familiendrama „Mudbound – Die Tränen von Mississippi“ spielen zwei Familien, die Familie McAllan und die Familie Jackson, die Hauptrolle. Die verschiedenen Familienmitglieder berichten dabei, jeweils aus der Ich-Perspektive, einzelne Abschnitte der Handlung aus ihrer ganz persönlichen Sichtweise. In einem Amerika, in dem die afroamerikanische Bevölkerung zwar endlich nicht mehr versklavt wird, in der diese aber noch immer nicht den gleichen Status und die gleichen Privilegien und Rechte genießt wie die weiße Bevölkerung, führt das Schicksal in Hillary Jordans Roman die beiden Familien zusammen. Neben den Widrigkeiten des Landlebens setzt sich Laura McAllan mit ihrer Zuneigung zu ihrem Schwager Jamie und ihrer Antipathie für ihren Schwiegervater, der gemeinsam mit ihrer Familie aus der Stadt aufs Land gezogen ist, auseinander. Jamie McAllan und Ronsel Jackson, die beide als Soldaten in der Armee im zweiten Weltkrieg gekämpft haben, kämpfen mit ihren traumatischen Kriegserinnerungen. Und Ronsel fällt es nach seiner Zeit beim Militär schwer, sich weiter mit der ungerechten Behandlung der afroamerikanischen Bevölkerung in seiner Heimat Mississippi abzufinden. Aus heutiger Sicht ist es erschreckend über die Ungerechtigkeit zu lesen, mit der Afroamerikaner selbst um die Zeit noch zu kämpfen hatten, in der diese Geschichte spielt. Insbesondere mit Ronsel, der zwar für sein Land in den Krieg ziehen durfte, aber der sich dennoch mit den Vorurteilen und den Schikanen seiner weißen Mitbürger abfinden muss, fühlt man als Leser sehr mit. Die MacAllans sind, bis auf Jamie, der sich auf Basis der vergleichbaren Kriegserfahrungen mit Ronsel anfreundet, keine Ausnahme von diesen Vorurteilen. Für Henry McAllan ist es beispielsweise ein Unding, dass Ronsel von seinem kleinen Bruder Jamie im Auto mitgenommen wird und in dem Pickup vorne in der Fahrerkabine mitfahren darf anstatt auf der Ladefläche. „Mudbound – die Tränen von Mississippi“ ist eine bewegende Geschichte zweier Familien, die von mir volle fünf Sterne erhält.  

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  • Südstaaten Flair am Ende des 2. Weltkrieges

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    Patno

    27. December 2017 um 12:22

    Als ich vom Piper Verlag/ Pendo Verlag eine Werbeanzeige zu diesem Roman sah, konnte ich der Verlockung nicht widerstehen. Südstaaten Flair aus Mississippi am Ende des 2. Weltkrieges, geprägt von Rassenhass und Diskriminierung - das interessierte mich.Die Geschichte geht ins Jahr 1946 zurück. Laura Mc Allan verlässt ihre Heimat, denn Ehemann Henry will sich einen Traum verwirklichen und eine Baumwollfarm im Mississippi-Delta bewirtschaften. Doch der Start im neuen Zuhause ist alles andere als einfach. Laura hat bisher in der Stadt gelebt, kommt nun in ein baufälliges Haus, ohne fließend Wasser und Strom und zu allem Übel zieht auch noch ihr miesepetriger Schwiegervater mit ein. Außerdem verwüsten Schlammmassen das Land, sobald es regnet und schneidet die Farm von der Außenwelt ab. Lichtblick im tristen Landleben ist Lauras Schwager Jamie, zu dem sie sich hingezogen fühlt. Eine tägliche Herausforderung hingegen ist Florence Jackson, eine Afroamerikanerin, die mit ihrer Familie das Land der Mc Allan’s bestellt. Als ihr Sohn Ronsel aus dem Krieg zurückkehrt und sich mit Jamie anfreundet, werden beide Familien auf eine schwere Belastungsprobe gestellt, denn Missgunst und Ausgrenzung infolge rassistisch bedingter Unterschiede sind allgegenwärtig. Gleich zu Beginn des Romans setzt die Autorin einen Spannungseffekt in die Handlung, der bei mir eine gewisse Neugier erzeugte. Ich wollte die Hintergründe erfahren und die Menschen kennenlernen. In den einzelnen Kapiteln lässt Hillary Jordan die Akteure der Geschichte zu Wort kommen. Sie erzählen ihre ganz eigene Sicht der Dinge in der Ich-Perspektive. Damit wurden die Charaktere für mich lebendig, Gefühle und Meinungen, Ängste, Nöte und Sorgen, aber auch Hass und Fremdenfeindlichkeit schlugen mir entgegen. Sehr stimmungsvoll und bildhaft beschreibt Jordan die damaligen Zustände auf den Baumwollplantagen, die Rassendiskriminierung und die traumatischen Kriegserlebnisse, genauso wie die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Tristesse des Alltags und Sehnsüchte und Träume ihrer Protagonisten. Dass alles schafft eine stimmungsvolle Roman-Atmosphäre. Allerdings muss ich gestehen, dass mir zwischendurch ein wenig Pep in der Szenerie fehlte, es etwas langatmig wurde. Dies änderte sich im letzten Drittel des Buches wieder. Ab da konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Insgesamt hat mich Mudbound- Die Tränen des Mississippi beeindruckt und mitgerissen.  Das Buch stimmt nachdenklich und man fragt sich, wann dieses „Schwarz-Weiß-Denken“ wohl ein Ende nimmt. Ein gefühlvoller, emotionaler Roman mit Südstaaten-Feeling und Baumwollduft, der mir unterhaltsame Lesestunden bescherte! 

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  • Gefangen im Schlamm

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    Greedyreader

    26. December 2017 um 16:09

    “Mudbound“ ist Hillary Jordans hoch gelobter Debütroman aus dem Jahr 2008. Er spielt in den 40er Jahren in Mississippi. Laura Chappell ist Anfang 30 und arbeitet als Lehrerin in Memphis, als sie den zehn Jahre älteren Henry McAllen kennenlernt. Das Paar heiratet und bekommt zwei Töchter. Eines Tages erfüllt sich Henry seinen Lebenstraum, ohne Laura nach ihrer Meinung zu fragen. Er kauft sich eine abgelegene Baumwollfarm im Mississippi Delta. Fortan lebt die Familie in einem heruntergekommenen Farmhaus ohne jeden Komfort. Zu allem Überfluss müssen sie auch noch mit Henrys unsympathischem Vater zusammenleben, der keine Gelegenheit auslässt, Laura zu schikanieren. Das Leben ist hart, der Ertrag gering. Extreme Witterungsverhältnisse wie Starkregen und Stürme verwandeln die Gegend in eine trostlose Schlammwüste und schneiden die Menschen von der Außenwelt ab. Noch schlechter als den McAllens geht es den Pächterfamilien auf der Farm, die einen beträchtlichen Teil des von ihnen Erwirtschafteten abgeben müssen. Ein Lichtblick für die unglückliche Laura ist die Rückkehr von Henrys jüngerem Bruder Jamie von seinem Einsatz als Bomberpilot. Auch Ronsel Jackson, der älteste Sohn einer farbigen Pächterfamilie, kehrt aus dem Krieg zurück. Er war ein vielfach dekorierter Panzersoldat. Die beiden jungen Männer sind schwer gezeichnet von dem, was sie getan und gesehen haben und haben Schwierigkeiten, ihr altes Leben wieder aufzunehmen. Es ist die Zeit der Jim Crow-Gesetze. Rassentrennung und allgewärtiger Hass, soziale Ungerechtigkeit und wirtschaftliche Benachteiligung bestimmen den Alltag der Farbigen. Der Ku-Klux-Klan begeht ungestraft seine Verbrechen, Lynchmorde sind an der Tagesordnung. In einem solchen Klima führt die Freundschaft der beiden Ex-Soldaten unausweichlich in die Katastrophe. Erzählt wird die düstere Geschichte aus der kapitelweise wechselnden Perspektive der wichtigsten Figuren. Sie beginnt mit der Ermordung und Beerdigung des rassistischen Schwiegervaters und lässt den Leser den Weg zu diesem Endpunkt nachvollziehen. Man hat nicht den Eindruck, einen historischen Roman zu lesen – in dem Sinne, dass die geschilderten Probleme der Vergangenheit angehören. „Das Vergangene ist nie tot, es ist nicht einmal vergangen“, wie es in dem berühmten Faulkner-Zitat heißt. Dies zeigt nicht nur die beträchtliche Zahl von Romanen über Sklaverei und Rassismus, die in den letzten Jahren in den USA erschienen sind, sondern nicht zuletzt auch die überproportional hohe Zahl von farbigen Insassen in amerikanischen Gefängnissen und von Opfern exzessiver Polizeigewalt. Die achtjährige Präsidentschaft Barack Obamas hat den Rassismus nicht beendet, und es ist leider nicht zu erwarten, dass dies unter Donald Trump der Fall sein wird. “Mudbound“ ist ein sehr aktueller und überaus lesenswerter Roman, den ich im Original gelesen habe.

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  • Ein Roman, der mich auch nach dem Lesen nicht loslässt

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    Curin

    20. December 2017 um 19:12

    1946: Auf einer Farm abseits der Stadt lebt Laura mit ihrem Ehemann Henry, der dort mehrere Baumwollplantagen bewirtschaftet. Mit ihren kleinen Töchtern und ihrem schwierigen Schwiegervater fühlt sie sich von der Außenwelt abgeschnitten und erlebt als einzigen Lichtblick ihren Schwager Jamie, in dessen Gesellschaft sie sich seit langem wieder wohlfühlt. Doch als der Sohn ihrer afroamerikanischen Pächter nach Hause zurückkehrt und dieser sich mit Jamie anfreundet, stößt das bei vielen Menschen auf Kritik... .Die Autorin Hillary Jordan beschreibt in diesem Roman nicht nur die Geschichte der Familien McAllan und Jackson, sondern greift auch das Thema Rassentrennung in besonderer Weise auf. Dies ist eines von den Büchern, wo man weiß, dass sie nicht gut ausgehen und wo man sich über das Denken der Figuren richtig aufregen kann.Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von sechs verschiedenen Figuren jeweils aus der Ich-Perspektive. So lernt man jeden individuell kennen und erfährt so auch, welche Einstellung vertreten wird. Eine der Protagonistinnen ist Laura, die für die damaligen Verhältnisse spät geheiratet hat und nie so recht glücklich an der Seite von Henry geworden zu sein scheint. Auf der Farm, wo es nicht einmal Strom und fließendes Wasser gibt, fühlt sie sich unwohl und auch Pappy, ihr nörgelnder Schwiegervater, trägt zu einer schwierigen Atmosphäre bei. Obwohl man soviel über Laura erfährt, blieb sie farblos für mich und zum Ende hin hat sie immer mehr Sympathiepunkte bei mir verloren.Ihr Mann Henry wirkt auf den ersten Blick irgendwie unbeholfen und es zeigt sich auch, dass er etwas naiv ist. Bei ihm sieht man, wie erschreckend normal damals noch die Rassentrennung war. Obwohl er sich im Gegensatz zu Pappy noch relativ vernünftig gegenüber seinen afroamerikanischen Pächtern verhält, ist es für ihn dennoch normal, dass Ronsel wegen seiner Hautfarbe niemals die Vordertür eines Geschäfts benutzen darf und auf keinen Fall bei Jamie im Wagen als Beifahrer mitfahren kann.Gleich als die Handlung beginnt, ahnt man schon, dass etwas Schlimmes passieren wird, doch was dann wirklich vorfällt, ist einfach nur furchtbar und beim lesen schwer zu ertragen. Mich hat diese Geschichte doch sehr mitgenommen und lässt mich jetzt auch nach dem lesen nicht richtig los.Vom Schreibstil her ist es Hillary Jordan sehr gut gelungen, mir als Leserin die Situation in der damaligen Zeit so zu schildern, dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Man sieht förmlich das etwas heruntergekommene Farmhaus vor sich und kann sehr gut nachfühlen, was es für die Familie bedeutet haben muss, in einer schlammigen Gegend ohne Wasser und Strom zu leben.Insgesamt ist ,,Mudbound" ein gelungener Roman, der zeigt, welche erschreckenden Ausmaße und auch Folgen Rassentrennung haben kann. Mich hat dieses Buch sehr nachdenklich gemacht und ich empfehle es gerne hier weiter. 

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  • Dramatisches Südstaaten Epos,,,,

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    Angie*

    19. December 2017 um 12:57

    Rezension INHALT:  In Mississippi, am Ende des 2. Weltkrieges spielt dieses mitreissende Südstaaten-Drama. Die etwas spröde, schon ältere Laura heiratet den Kriegsheimkehrer Henry McAllan. Sie verlässt ihr wohl behütetes Elternhaus und folgt ihrem Ehemann auf eine abgelegene Baumwollfarm mit dem bezeichnenden Namen *MUDBOUND*, was soviel wie Schlammloch bedeutet. Das Leben auf der Farm verlangt einiges von Laura ab, doch Florence, die Frau des farbigen Land-Pächters Hap steht ihr im Haushalt und bei den Geburten ihrer Kinder zur Seite. Wäre da nicht der liebenswerte und freundliche , immer mit guter Laune auftretende Bruder Jamie, auch ein Kriegsheimkehrer, der bei der Luftwaffe gedient hat, würde sie an dem für sie ungewohnten primitiven und  hartem Alltag verzweifeln.So erträgt sie alles klaglos, tapfer und verliebt sich sogar in ihren Schwager. Schwüle, brütende Hitze , Insektenplagen , immer wiederkehrendes Hochwasser, kein fliessendes Wasser und kein Strom erschweren das tägliche Leben der weissen Familie.  Grossvater Pappy, der mit auf der Farm lebt, ist keine Hilfe , sondern terrorisiert auf gerissene und unsympathische Art seine beiden Söhne , die Schwiegertochter  und Enkeltöchter. Hap’s Sohn Ronsel kehrt auch aus dem Krieg heim. Er war bei einem Panzerbataillon in Europa und hat dort eine weisse Frau lieben gelernt und leidet darunter, dass er zu Hause als *schwarzer Nigger* wieder abschätzig behandelt wird. Ronsel und Jamie freunden sich an - und ein dramatisches Geschehen bestimmt das Schicksal der beiden Familien,,,,,MEINE MEINUNG:Atemlos  habe ich dieses dramatische Südstaatenepos verschlungen.Die Autorin bedient sich eines mitreissenden, sehr bildhaft beschreibenden Schreibstils. Sie lässt die sechs Protagonisten Laura, Henry, Jamie, Hap, Florence und Ronsel jeweils aus ihrer Sicht diese schlimme Atmosphäre der damaligen strikten Rassentrennung von *Schwarz* und *Weiss* erzählen. Diese katastrophalen Zustände haben abstruse Gesellschaftsnormen hervorgebracht. Zum Beispiel durfte ein Farbiger nicht neben einem weissen Menschen vorne im Auto sitzen. Farbige wurden auf die Ladefläche verbannt. Die Autorin spricht packend unser  Herz und Mitgefühl an mit ihrer Geschichte. Sie erzählt eindrucksvoll von Freundschaft, Liebe und Mut, seelischen Verletzungen und Verzweiflung , vor allem aber von der Hilflosigkeit der Betroffenen, diese Unmenschlichkeiten zwischen Farbigen und Weißen zu verhindern oder gar zu besiegen.  Es ist ein sehr dunkles Thema der amerikanischen Geschichte, welche auch heute immer noch krasse und bösartige Auswüchse von Diskriminierung  und Rassismus in der Gesellschaft hervorbringt.Hillary Jordan hat übrigens in ihren Roman vieles aus den Erzählungen ihrer Grosseltern geschöpft, die auf einer einfachen Farm in Arkansas gelebt haben. Sie hat ihre Grossmutter als die Protagonistin Laura in ihrem Buch verewigt. Erst durch das Auftauchen des farbigen Ronsel nahm dieser Roman wohl einen dramatischen, ganz eigenen Verlauf. Dieser Roman wird mich innerlich noch lange Zeit beschäftigen. Meine Bewertung: FÜNF ***** STERNE für diese grossartige Lektüre! Herzlichen Dank an die Autorin und den Pendo Verlag bei PIPER für dieses Rezensionsexemplar.

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  • Die Tränen von Mississippi

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    EmmaBunny

    15. December 2017 um 11:38

    Guten Morgen meine Lieben!Ich hoffe, ihr befindet euch wohl. Desweiteren bin ich guter Hoffnung, dass ich in nächster Zeit wieder etwas häufiger zum Rezi schreiben komme... ;PHeute habe ich für euch meine Meinung zu "Mudbound" von Hillary Jordan für euch. Dieses Buch ist bei Pendo, der zum Piper Verlag gehört, erschienen. Darum geht's: Mississippi, 1946: Laura McAllan ist ihrem Ehemann zuliebe aufs Land gezogen, der als Farmer einer Baumwollplantage Fuß fassen will. Doch ihr ist die Umgebung fremd, und auf Mudbound gibt es weder fließendes Wasser noch Strom. Unterstützung erhalten die McAllans durch die Jacksons, ihre afroamerikanischen Pächter. Die aufgeweckte Florence Jackson hilft Laura, wo sie nur kann. Aber auch wenn der Alltag sie an ihre Grenzen treibt und sie für gewöhnlich nicht auf den Mund gefallen ist, würde sie es nicht wagen, ihre Stimme zu erheben und Missstände anzumahnen. In diese angespannte Situation geraten zwei junge Kriegsheimkehrer: Florences Sohn Ronsel und Lauras Schwager Jamie. Deren Freundschaft wird zu einer Herausforderung für beide Familien, und so lassen Missgunst und Ausgrenzung die Stimmung bald kippen ... Meine Meinung: Das Cover ist nicht aufdringlich und passt sehr gut zur Geschichte. Es gefällt mir persönlich sehr. Im Vordergrund der Geschichte steht natürlich immer der Unterschied zwischen Afroamerikanern und den hellhäutigen Amerikanern. Selbst lange nach der Sklavenzeit werden Menschen mit dunkler Haut immer noch zweitklassig behandelt. Das ist heute ja stellenweise immer noch so.Die Story wird aus der Perspektive von verschiedenen Charakteren erzählt, die mit jedem Kapitel wechselt. Man wird Anfangs direkt in die Geschichte hineingeworfen, bevor dann etwas zurückgegangen wird, um die Anfänge zu erläutern. Der Höhepunkt ist grausig und schockierend.Beim Lesen habe ich Belustigung, Mitgefühl, Unverständnis, aber vor allem Verärgerung empfunden. Mir persönlich hat sich der Unterschied in der Behandlung von menschen mit verschiedener Hautfarbe ja nie erschlossen. Innen drin sind wir doch alle gleich. Und im Grunde entscheidet unser Handeln darüber, wer wir wirklich sind.Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Geschichte absolut packend und mitreißend. Da ich gerne aus der Zeit während und nach dem amerikanischen Bürgerkrieg lese, war dieses Buch Pflicht für mich. Ich empfehle es absolut weiter. :) (P.S. Die Verfilmung zu diesem Buch gibt es bei Netflix.^^) ⭐⭐⭐⭐⭐ für ein Buch, dass einen allerlei Dinge fühlen lässt. Für eine Geschichte, die beeindruckt und ordentlich an die Nieren geht.

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  • Entwickelt einen Lesesog, nimmt den Leser gefangen, besticht durch lebendige Charaktere

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    Buchraettin

    07. December 2017 um 08:40

    Ich würde empfehlen den Klappentext nicht zu lesen und sich einfach einzulassen auf die Geschichte. Ich werde auch hier kaum etwas zum Inhalt sagen, denn ich finde, das sollte jeder selbst entdecken.Ich dachte anfangs, es ginge um eine Art Familiengeschichte in den 1940er Jahren. Die Zeit des 2. Weltkrieges, den Wunsch nach einer Familie, einer Farm. Aber auch um den Umgang untereinander. Das Zusammenleben von Schwarzen und Weißen, Rassentrennung, Vorurteile, Schuld.Das Buch habe ich eben zugeklappt und  ich habe immer noch einen Kloß im Hals und kann es nur empfehlen. Ab einer bestimmten Stelle im Buch kann man nicht mehr aufhören zu lesen. Es ist ein Buch, das mich nachdenklich zurücklässt, das mir Gänsehaut beschert hat, das mich fesselte und wo mir wirklich der Atem stockte beim Lesen. Es kein Krimi, aber dennoch hat mich komplett in seinen Bann gezogen.Der Prolog, der führt den Leser mitten in die Geschehnisse ein. Im Verlauf der Geschichte lernt der Leser nun die Figuren kennen und der Kreis zum Prolog schließt sich wie in einer Art Spirale, in der sich die Handlung steigert. Das hat mir unglaublich gut gefallen, dieser Stil.Das Buch ist in 3 Teile unterteilt. Die Kapitel sind einer Figur vorbehalten, die jeweils aus ihrer Sicht erzählen. Die Seiten sind unten auch mit dem Namen der jeweiligen Figur gekennzeichnet, das gefiel mir auch gut.Beim Lesen hatte ich immer mehr das Gefühl, ein unsichtbarer Begleiter, Beobachter zu sein. Der jeweilige Erzählstil der einzelnen Figuren wirkte auf mich individuell. Als seien es echte Personen, die hier ihre Geschichte erzählen. Ich bekomme als Leser so einen Rund-um-Blick auf das Geschehen. Das war für mich ein Buch, das mich abtauchen lässt, Eintauchen in seine Geschichte. Eine Geschichte, in deren Verlauf sich die Spannung immer mehr steigert. Die Figuren in ihren Handlungen verschmelzen scheinen, sich durchdringen und mich als Leser gefangen nehmen. Das raubt einem schon ein wenig den Atem. Die Spannung steigert sich wie in einer Art Thriller. Kleinste Andeutungen lassen einen das Unheil schwanen, doch überrascht es mich als Leser.Es hat eine klare Sprache das Buch, aber gelangt zu einer Tiefe in den Figuren, die mir sehr gefallen hat. Diese lebendigen Figuren sind durchaus anspruchsvoll. Der Autorin ist es gelungen, eine eigene Welt zu erschaffen. Eine Welt, in die der Leser eintaucht und die er im Buch fast hautnah dabei sein kann.Die Geschichte ist dann wie eine Spirale. Es steigert sich immer mehr, sie schraubt sich zu einer Art Höhepunkt zu und lässt den Leser dadurch gefesselt lesen.Entwickelt einen Lesesog, nimmt den Leser gefangen, besticht durch lebendige Charaktere und ist unheimlich intensiv zum Lesen.

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    • 3
  • Mudbound

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    Claudias-Buecherregal

    03. December 2017 um 13:15

    Mississippi, USA, 1946. Laura McAllan folgt ihrem Ehemann auf eine Farm, wo er eine Baumwollplantage betreiben will. Doch in diesem Südstaat gibt es zahlreiche Probleme. Laura kann sich nur schwer mit dem einfachen Leben auf der Farm anfreunden. Ihr Ehemann Henry sorgt sich regelmäßig um seine Ernte und muss ein Auge auf seine afroamerikanischen Erntehelfer haben. Sein Bruder stößt als Kriegsheimkehrer dazu. Seine Psyche hat mehr Schäden erlangt, als sein Körper und er freundet sich mit dem Sohn der Erntehelferfamilie an. Doch diese schwarz-weiße Freundschaft widerstrebt vielen im Ort."Mudbound – Die Tränen von Mississippi" wurde bereits in 15 Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet. Ich war gespannt auf den Roman, da mich die USA interessieren - auch die dunklen Kapitel des Landes. Außerdem ist Rassendiskriminierung leider immer noch sehr aktuell - nicht nur in den USA.Der Roman wird aus der Sicht von sechs Protagonisten geschildert. Zu Wort kommen dabei Laura, ihr Mann Henry und ihr Schwager Jamie. Außerdem eine der Erntehelferfamilie mit Florence, Hap und ihrem Sohn Ronsel. Alle berichten als Ich-Erzähler, wodurch der Leser ein gutes Gesamtbild erhält und die Gedanken und unterschiedlichen Ansichten der Charaktere kennenlernt. Allerdings ist es mir nicht gelungen eine Beziehung zu einer der Figuren aufzubauen. Die Geschichte nimmt eine schlimme Wendung. Es gibt Situationen, in denen der Konflikt zwischen schwarz und weiß so grausam wird, dass man diese Ungerechtigkeit kaum aushält. Trotzdem hat der Roman mich emotional nicht abgeholt.Die Verfilmung des Buchs findet man seit dem 17. November auf Netflix. Fazit: Die Thematik des Buches ist wichtig und interessant, aber die Umsetzung hat mich leider emotional nicht abholen können. Broschiert: 384 Seiten Verlag: Pendo (2. November 2017) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3866124562 ISBN-13: 978-3866124561

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  • schwarz und weiß

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    brauchnix

    26. November 2017 um 10:42

    Wer kennt nicht „Roots“ und „Twelve Years a Slave“ und so manchen anderen Film, der im Süden der USA die Sklaverei und später den tiefverwurzelten Rassenhass zum Thema hat. In diesem Millieu spielt auch „Mudbound“. Zeitlich spielt das Buch noch vor Martin Luther und der Afroamerikanischen Freiheitsbewegung. Man erfährt, wie hartnäckig sich Vorurteile und rassistische Grenzen die Bevölkerung in schwarz und weiß spalten. Der Krieg, in dem die Männer noch Seite an Seite kämpften, hat daran nichts geändert. Zuhause gibt es noch immer die gleichen Rollenbilder und Freundschaften untereinander werden von der Gesellschaft nicht geduldet. Keine neue Geschichte, aber eine, die man nicht oft genug erzählen kann. Eine menschliche Geschichte, denn leider gibt es dieses Verhalten der Menschen gegenüber dem Fremden oder dem Anderen überall und noch heute. Deshalb ist dieses Buch auch eine Mahnung und der Versuch, aus historischen Fehlern vielleicht für die Zukunft etwas mitzunehmen, was uns schlauer und besser macht. „Mudbound“ hat einen sehr kraftvollen und realistischen Erzählstil und hat mir ausgesprochen gut gefallen.

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  • Ein Buch, was ich so schnell nicht vergessen kann!

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    Eliza1991

    24. November 2017 um 13:24

    'Mudbound' hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen! Und genau diese Art von Büchern sollten wirklich von jedem gelesen werden. ~"Mississippi, 1946: Laura McAllan ist ihrem Ehemann zuliebe aufs Land gezogen, der als Farmer einer Baumwollplantage Fuß fassen will. Doch ihr ist die Umgebung fremd, und auf Mudbound gibt es weder fließendes Wasser noch Strom. Unterstützung erhalten die McAllans durch die Jacksons, ihre afroamerikanischen Pächter. Die aufgeweckte Florence Jackson hilft Laura, wo sie nur kann. Aber auch wenn der Alltag sie an ihre Grenzen treibt und sie für gewöhnlich nicht auf den Mund gefallen ist, würde sie es nicht wagen, ihre Stimme zu erheben und Missstände anzumahnen. In diese angespannte Situation geraten zwei junge Kriegsheimkehrer: Florences Sohn Ronsel und Lauras Schwager Jamie. Deren Freundschaft wird zu einer Herausforderung für beide Familien, und so lassen Missgunst und Ausgrenzung die Stimmung bald kippen ..." (Quelle: Amazon)~Das Buch ist aus dem Blickwinkel mehrerer Protagonisten geschrieben. Somit hat man die Chance, jeden etwas mehr kennen zu lernen, bevor das Buch immer mehr an Tempo zunimmt und man sich diesem Sog nicht mehr entreißen kann. Die Geschichte wird 'erzählt' - und das vorerst sehr ruhig und dennoch mit einer Wucht, in der man schnell ahnt, worauf das alles hinausläuft. Der Schreibstil von Hillary Jordan ist toll. Sie fängt die Bildfläche, toll ein und man kann sich beinahe jede Situation bildhaft vorstellen - man fühlt den Schlamm an den eigenen Händen. Das Buch hat mich nicht nur gefesselt, sondern auch entsetzt und sehr wütend gemacht. Ich klappte das Buch am Ende zu und denke noch immer darüber nach. Über die Konflikte, die, wenn auch nicht mehr so erschreckend wie 1946 (Beispiel Buch) , noch immer anhalten. POC kämpfen noch heute gegen Polizeigewalt, gegen Rassismus, gegen Diskriminierung. Und das sollte sich jeder vor Augen führen.

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  • Ein Buch, das sowohl spannend als auch beklemmend ist

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    jaylinn

    19. November 2017 um 18:39

    Allgemeines: Hillary Jordans Roman Mudbound – Die Tränen von Mississippi ist bereits 2009 in Amerika erschienen. Jordan hat sieben Jahre an diesem Buch geschrieben, das gleich nach Erscheinen hoch gelobt, mit namhaften literarischen Preisen ausgezeichnet und in mittlerweile 15 Sprachen übersetzt wurde. Mudbound ist von Netflix verfilmt worden und hat am 17.11.2017 weltweit Premiere gefeiert. Das Buch ist am 02.11.2017 bei Piper Pendo als Paperback erschienen, umfasst 375 Seiten und kostet 15 Euro. Inhalt:  „»Mudbound ist gigantisch!« The Guardian Mississippi, 1946: Laura McAllan ist ihrem Ehemann zuliebe aufs Land gezogen, der als Farmer einer Baumwollplantage Fuß fassen will. Doch ihr ist die Umgebung fremd, und auf Mudbound gibt es weder fließendes Wasser noch Strom. Unterstützung erhalten die McAllans durch die Jacksons, ihre afroamerikanischen Pächter. Die aufgeweckte Florence Jackson hilft Laura, wo sie nur kann. Aber auch wenn der Alltag sie an ihre Grenzen treibt und sie für gewöhnlich nicht auf den Mund gefallen ist, würde sie es nicht wagen, ihre Stimme zu erheben und Missstände anzumahnen. In diese angespannte Situation geraten zwei junge Kriegsheimkehrer: Florences Sohn Ronsel und Lauras Schwager Jamie. Deren Freundschaft wird zu einer Herausforderung für beide Familien, und so lassen Missgunst und Ausgrenzung die Stimmung bald kippen …“ (Quelle: Piper Verlag) Meine Meinung: Mudbound wurde bereits vor dem Erscheinen in Zeitschriften, Magazinen und im Buchhandel beworben, sodass ich zunächst dachte, dieses Buch will ich in keinem Fall lesen. Denn Werbeaktionen, auf deren Grundlage man ein Buch kauft, haben mich meistens im Nachhinein enttäuscht. Und wenn dann noch, wie bei Mudbound, ein Film zum Buch Grund für das massive Bewerben ist, bin ich mittlerweile besonders misstrauisch. Dieses Mal aber muss ich meine früheren Erfahrungen beiseite legen. Mudbound entspricht so gar nicht den gängigen Klischees von Südstaatenromanen. Ort der Handlung ist Mississippi im Jahr 1946. Der zweite Weltkrieg ist vorbei, das Leben beginnt, wieder in normalen Bahnen zu laufen. Erzählt wird aus der Perspektive der Protagonisten, die Kapitel sind jeweils mit ihren Namen überschrieben, was die Orientierung beim Lesen sehr erleichtert. Jeder von ihnen nimmt die Menschen und Geschehnisse um sich herum vollkommen anders wahr. Man merkt schnell, dass das geradezu nach Konflikten schreit. Hinzu kommt die (leider auch heute noch aktuelle) Thematik des Rassismus. Jordan gelingt es großartig, jedem Charakter ihres Romans Glaubwürdigkeit zu verleihen. Sie lässt jeden seine eigene Sprache sprechen, seine eigenen Gedanken zu seiner Rolle in der Gesellschaft, seine Vorurteile und Meinungen formulieren. Dem Leser erschließt sich so ein stimmiges Bild des großen Ganzen, ohne dass er dazu gedrängt wird. Man muss einfach eine Haltung zu den Geschehnissen entwickeln, merkt man doch, wie ähnlich die Gesellschaft in Bezug auf die hochaktuelle Flüchtlingsthematik den Protagonisten in Mudbound ist. Ronsel, Sohn der afroamerikanischen Pächter auf Henrys Farm, kehrt aus dem Krieg in sein Heimatdorf zurück: „Wieder zu Hause, welch ein Jubel! Affe, Schwarzgesicht, Nigger. Ich hatte für mein Land gekämpft und bei meiner Rückkehr festgestellt, dass es sich kein bisschen verändert hat. Schwarze saßen noch immer hinten im Bus, mussten die Hintertür benutzen, pflückten Baumwolle für die Weißen und bettelten um Verzeihung. […] Und die schwarzen Soldaten, die gefallen waren, waren eben tote Nigger.“ (S. 169) Anders als Harper Lee in Wer die Nachtigall stört erzählt Jordan von einer anderen, späteren Zeit in den Südstaaten. Sie gibt ihren Charakteren mehr Tiefe, lässt sie stärker über Recht und Unrecht nachdenken. Dieses ist sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass Lees Roman bereits 1960 erschien, einer Zeit, die von politischem Umbruch geprägt war, einer Zeit, in der Rassismus oft nur hinter vorgehaltener Hand thematisiert wurde. Zudem setzt Lee einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt und lässt ihre Handlung in den 1930er Jahren spielen. Beide Romane sind wichtig und ergänzen einander wunderbar. Auffallend ist zudem, dass die Cover beider Bücher sehr ähnlich gestaltet sind. Ich vermute, dieses geschah nicht unabsichtlich. Fazit: Ein Buch, das sowohl spannend als auch beklemmend ist. Denn es führt uns vor Augen, wie Emanzipation im Kleinen funktionieren kann und wie es gelingt, sich nicht alles gefallen zu lassen und seine Würde zu bewahren. Es zeigt aber auch sehr drastisch, dass auch Zivilcourage nicht immer ein gutes Ende nimmt. Was mich außerdem beeindruckt: Jordan hat sich unglaublich gut mit den 1940er Jahren in Amerika auseinander gesetzt.

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  • Dicke Leseempfehlung

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    gagamaus

    16. November 2017 um 17:04

    Das Buch hatte mich von Anfang an interessiert. Ich mag Geschichten, die im Süden der USA spielen und in denen es auch um Rassenkonflikte geht. Klingt jetzt komisch, dass ich das mag. Ich meine natürlich, dass ich solche Bücher als wichtig und lesenswert finde, da das Thema leider weltweit immer aktuell ist und bleibt. Der Mensch ist einfach im tiefsten Innern ein Rassist. Und nur Verstand und Lebenserfahrung können ihn eines Besseren belehren. Darum geht es auch in Mudbound welches 1946 auf einer Baumwollfarm im Mississippi-Delta spielt. Zwei Soldaten kehren aus dem Weltkrieg heim. Über alle Rassengrenzen und Standesdünkel hinweg verbinden sie die traumatischen Erlebnisse miteinander und die beiden freunden sich an. Allerdings versuchen sie zuerst, dies geheim zu halten, da die Landbevölkerung solche Verbrüderungen nicht gerne sieht. Geschildert wird ihre Freundschaft aber auch ihre psychischen Probleme mit den Kriegserlebnissen. Die Diskriminierung der Schwarzen ist tief in der Gesellschaft verwurzelt und hat erschreckende Züge angenommen. Man bang von Anfang an mit den zwei jungen Männern und ihren Familien. Das Buch hat mir rundrum sehr gut gefallen. Ansprechendes Cover, toller Titel, wunderschöner eindringlicher Schreibstil. Und dann habe ich auch noch herausgefunden, dass das Buch bereits verfilmt wurde. Bei Netflix kann man den Film ab dem 17.11. sehen. Gut, dass ich den Roman schon gelesen habe. Ich bin auf die Umsetzung gespannt. Dicke Leseempfehlung von mir.

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