Hillary Jordan Mudbound – Die Tränen von Mississippi

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Inhaltsangabe zu „Mudbound – Die Tränen von Mississippi“ von Hillary Jordan

Mississippi, 1946: Laura McAllan ist ihrem Ehemann zuliebe aufs Land gezogen, der als Farmer einer Baumwollplantage Fuß fassen will. Doch ihr ist die Umgebung fremd, und auf Mudbound gibt es weder fließendes Wasser noch Strom. Unterstützung erhalten die McAllans durch die Jacksons, ihre afroamerikanischen Pächter. Die aufgeweckte Florence Jackson hilft Laura, wo sie nur kann. Aber auch wenn der Alltag sie an ihre Grenzen treibt und sie für gewöhnlich nicht auf den Mund gefallen ist, würde sie es nicht wagen, ihre Stimme zu erheben und Missstände anzumahnen. In diese angespannte Situation geraten zwei junge Kriegsheimkehrer: Florences Sohn Ronsel und Lauras Schwager Jamie. Deren Freundschaft wird zu einer Herausforderung für beide Familien, und so lassen Missgunst und Ausgrenzung die Stimmung bald kippen ...

Eine Tragödie, die sich immer weiter zuspitzt. Eine Geschichte, die sich vermutlich genau so oder ähnlich schon abgespielt hat.

— wunderliteratur

Entwickelt einen Lesesog, nimmt den Leser gefangen, besticht durch lebendige Charaktere und ist unheimlich intensiv zum Lesen.

— Buchraettin

Ein Buch, das sowohl spannend als auch beklemmend ist.

— jaylinn

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  • Entwickelt einen Lesesog, nimmt den Leser gefangen, besticht durch lebendige Charaktere

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    Buchraettin

    07. December 2017 um 08:40

    Ich würde empfehlen den Klappentext nicht zu lesen und sich einfach einzulassen auf die Geschichte. Ich werde auch hier kaum etwas zum Inhalt sagen, denn ich finde, das sollte jeder selbst entdecken.Ich dachte anfangs, es ginge um eine Art Familiengeschichte in den 1940er Jahren. Die Zeit des 2. Weltkrieges, den Wunsch nach einer Familie, einer Farm. Aber auch um den Umgang untereinander. Das Zusammenleben von Schwarzen und Weißen, Rassentrennung, Vorurteile, Schuld.Das Buch habe ich eben zugeklappt und  ich habe immer noch einen Kloß im Hals und kann es nur empfehlen. Ab einer bestimmten Stelle im Buch kann man nicht mehr aufhören zu lesen. Es ist ein Buch, das mich nachdenklich zurücklässt, das mir Gänsehaut beschert hat, das mich fesselte und wo mir wirklich der Atem stockte beim Lesen. Es kein Krimi, aber dennoch hat mich komplett in seinen Bann gezogen.Der Prolog, der führt den Leser mitten in die Geschehnisse ein. Im Verlauf der Geschichte lernt der Leser nun die Figuren kennen und der Kreis zum Prolog schließt sich wie in einer Art Spirale, in der sich die Handlung steigert. Das hat mir unglaublich gut gefallen, dieser Stil.Das Buch ist in 3 Teile unterteilt. Die Kapitel sind einer Figur vorbehalten, die jeweils aus ihrer Sicht erzählen. Die Seiten sind unten auch mit dem Namen der jeweiligen Figur gekennzeichnet, das gefiel mir auch gut.Beim Lesen hatte ich immer mehr das Gefühl, ein unsichtbarer Begleiter, Beobachter zu sein. Der jeweilige Erzählstil der einzelnen Figuren wirkte auf mich individuell. Als seien es echte Personen, die hier ihre Geschichte erzählen. Ich bekomme als Leser so einen Rund-um-Blick auf das Geschehen. Das war für mich ein Buch, das mich abtauchen lässt, Eintauchen in seine Geschichte. Eine Geschichte, in deren Verlauf sich die Spannung immer mehr steigert. Die Figuren in ihren Handlungen verschmelzen scheinen, sich durchdringen und mich als Leser gefangen nehmen. Das raubt einem schon ein wenig den Atem. Die Spannung steigert sich wie in einer Art Thriller. Kleinste Andeutungen lassen einen das Unheil schwanen, doch überrascht es mich als Leser.Es hat eine klare Sprache das Buch, aber gelangt zu einer Tiefe in den Figuren, die mir sehr gefallen hat. Diese lebendigen Figuren sind durchaus anspruchsvoll. Der Autorin ist es gelungen, eine eigene Welt zu erschaffen. Eine Welt, in die der Leser eintaucht und die er im Buch fast hautnah dabei sein kann.Die Geschichte ist dann wie eine Spirale. Es steigert sich immer mehr, sie schraubt sich zu einer Art Höhepunkt zu und lässt den Leser dadurch gefesselt lesen.Entwickelt einen Lesesog, nimmt den Leser gefangen, besticht durch lebendige Charaktere und ist unheimlich intensiv zum Lesen.

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  • Mudbound

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    Claudias-Buecherregal

    03. December 2017 um 13:15

    Mississippi, USA, 1946. Laura McAllan folgt ihrem Ehemann auf eine Farm, wo er eine Baumwollplantage betreiben will. Doch in diesem Südstaat gibt es zahlreiche Probleme. Laura kann sich nur schwer mit dem einfachen Leben auf der Farm anfreunden. Ihr Ehemann Henry sorgt sich regelmäßig um seine Ernte und muss ein Auge auf seine afroamerikanischen Erntehelfer haben. Sein Bruder stößt als Kriegsheimkehrer dazu. Seine Psyche hat mehr Schäden erlangt, als sein Körper und er freundet sich mit dem Sohn der Erntehelferfamilie an. Doch diese schwarz-weiße Freundschaft widerstrebt vielen im Ort."Mudbound – Die Tränen von Mississippi" wurde bereits in 15 Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet. Ich war gespannt auf den Roman, da mich die USA interessieren - auch die dunklen Kapitel des Landes. Außerdem ist Rassendiskriminierung leider immer noch sehr aktuell - nicht nur in den USA.Der Roman wird aus der Sicht von sechs Protagonisten geschildert. Zu Wort kommen dabei Laura, ihr Mann Henry und ihr Schwager Jamie. Außerdem eine der Erntehelferfamilie mit Florence, Hap und ihrem Sohn Ronsel. Alle berichten als Ich-Erzähler, wodurch der Leser ein gutes Gesamtbild erhält und die Gedanken und unterschiedlichen Ansichten der Charaktere kennenlernt. Allerdings ist es mir nicht gelungen eine Beziehung zu einer der Figuren aufzubauen. Die Geschichte nimmt eine schlimme Wendung. Es gibt Situationen, in denen der Konflikt zwischen schwarz und weiß so grausam wird, dass man diese Ungerechtigkeit kaum aushält. Trotzdem hat der Roman mich emotional nicht abgeholt.Die Verfilmung des Buchs findet man seit dem 17. November auf Netflix. Fazit: Die Thematik des Buches ist wichtig und interessant, aber die Umsetzung hat mich leider emotional nicht abholen können. Broschiert: 384 Seiten Verlag: Pendo (2. November 2017) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3866124562 ISBN-13: 978-3866124561

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  • schwarz und weiß

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    brauchnix

    26. November 2017 um 10:42

    Wer kennt nicht „Roots“ und „Twelve Years a Slave“ und so manchen anderen Film, der im Süden der USA die Sklaverei und später den tiefverwurzelten Rassenhass zum Thema hat. In diesem Millieu spielt auch „Mudbound“. Zeitlich spielt das Buch noch vor Martin Luther und der Afroamerikanischen Freiheitsbewegung. Man erfährt, wie hartnäckig sich Vorurteile und rassistische Grenzen die Bevölkerung in schwarz und weiß spalten. Der Krieg, in dem die Männer noch Seite an Seite kämpften, hat daran nichts geändert. Zuhause gibt es noch immer die gleichen Rollenbilder und Freundschaften untereinander werden von der Gesellschaft nicht geduldet. Keine neue Geschichte, aber eine, die man nicht oft genug erzählen kann. Eine menschliche Geschichte, denn leider gibt es dieses Verhalten der Menschen gegenüber dem Fremden oder dem Anderen überall und noch heute. Deshalb ist dieses Buch auch eine Mahnung und der Versuch, aus historischen Fehlern vielleicht für die Zukunft etwas mitzunehmen, was uns schlauer und besser macht. „Mudbound“ hat einen sehr kraftvollen und realistischen Erzählstil und hat mir ausgesprochen gut gefallen.

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  • Ein Buch, was ich so schnell nicht vergessen kann!

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    Eliza1991

    24. November 2017 um 13:24

    'Mudbound' hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen! Und genau diese Art von Büchern sollten wirklich von jedem gelesen werden. ~"Mississippi, 1946: Laura McAllan ist ihrem Ehemann zuliebe aufs Land gezogen, der als Farmer einer Baumwollplantage Fuß fassen will. Doch ihr ist die Umgebung fremd, und auf Mudbound gibt es weder fließendes Wasser noch Strom. Unterstützung erhalten die McAllans durch die Jacksons, ihre afroamerikanischen Pächter. Die aufgeweckte Florence Jackson hilft Laura, wo sie nur kann. Aber auch wenn der Alltag sie an ihre Grenzen treibt und sie für gewöhnlich nicht auf den Mund gefallen ist, würde sie es nicht wagen, ihre Stimme zu erheben und Missstände anzumahnen. In diese angespannte Situation geraten zwei junge Kriegsheimkehrer: Florences Sohn Ronsel und Lauras Schwager Jamie. Deren Freundschaft wird zu einer Herausforderung für beide Familien, und so lassen Missgunst und Ausgrenzung die Stimmung bald kippen ..." (Quelle: Amazon)~Das Buch ist aus dem Blickwinkel mehrerer Protagonisten geschrieben. Somit hat man die Chance, jeden etwas mehr kennen zu lernen, bevor das Buch immer mehr an Tempo zunimmt und man sich diesem Sog nicht mehr entreißen kann. Die Geschichte wird 'erzählt' - und das vorerst sehr ruhig und dennoch mit einer Wucht, in der man schnell ahnt, worauf das alles hinausläuft. Der Schreibstil von Hillary Jordan ist toll. Sie fängt die Bildfläche, toll ein und man kann sich beinahe jede Situation bildhaft vorstellen - man fühlt den Schlamm an den eigenen Händen. Das Buch hat mich nicht nur gefesselt, sondern auch entsetzt und sehr wütend gemacht. Ich klappte das Buch am Ende zu und denke noch immer darüber nach. Über die Konflikte, die, wenn auch nicht mehr so erschreckend wie 1946 (Beispiel Buch) , noch immer anhalten. POC kämpfen noch heute gegen Polizeigewalt, gegen Rassismus, gegen Diskriminierung. Und das sollte sich jeder vor Augen führen.

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  • Ein Buch, das sowohl spannend als auch beklemmend ist

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    jaylinn

    19. November 2017 um 18:39

    Allgemeines: Hillary Jordans Roman Mudbound – Die Tränen von Mississippi ist bereits 2009 in Amerika erschienen. Jordan hat sieben Jahre an diesem Buch geschrieben, das gleich nach Erscheinen hoch gelobt, mit namhaften literarischen Preisen ausgezeichnet und in mittlerweile 15 Sprachen übersetzt wurde. Mudbound ist von Netflix verfilmt worden und hat am 17.11.2017 weltweit Premiere gefeiert. Das Buch ist am 02.11.2017 bei Piper Pendo als Paperback erschienen, umfasst 375 Seiten und kostet 15 Euro. Inhalt:  „»Mudbound ist gigantisch!« The Guardian Mississippi, 1946: Laura McAllan ist ihrem Ehemann zuliebe aufs Land gezogen, der als Farmer einer Baumwollplantage Fuß fassen will. Doch ihr ist die Umgebung fremd, und auf Mudbound gibt es weder fließendes Wasser noch Strom. Unterstützung erhalten die McAllans durch die Jacksons, ihre afroamerikanischen Pächter. Die aufgeweckte Florence Jackson hilft Laura, wo sie nur kann. Aber auch wenn der Alltag sie an ihre Grenzen treibt und sie für gewöhnlich nicht auf den Mund gefallen ist, würde sie es nicht wagen, ihre Stimme zu erheben und Missstände anzumahnen. In diese angespannte Situation geraten zwei junge Kriegsheimkehrer: Florences Sohn Ronsel und Lauras Schwager Jamie. Deren Freundschaft wird zu einer Herausforderung für beide Familien, und so lassen Missgunst und Ausgrenzung die Stimmung bald kippen …“ (Quelle: Piper Verlag) Meine Meinung: Mudbound wurde bereits vor dem Erscheinen in Zeitschriften, Magazinen und im Buchhandel beworben, sodass ich zunächst dachte, dieses Buch will ich in keinem Fall lesen. Denn Werbeaktionen, auf deren Grundlage man ein Buch kauft, haben mich meistens im Nachhinein enttäuscht. Und wenn dann noch, wie bei Mudbound, ein Film zum Buch Grund für das massive Bewerben ist, bin ich mittlerweile besonders misstrauisch. Dieses Mal aber muss ich meine früheren Erfahrungen beiseite legen. Mudbound entspricht so gar nicht den gängigen Klischees von Südstaatenromanen. Ort der Handlung ist Mississippi im Jahr 1946. Der zweite Weltkrieg ist vorbei, das Leben beginnt, wieder in normalen Bahnen zu laufen. Erzählt wird aus der Perspektive der Protagonisten, die Kapitel sind jeweils mit ihren Namen überschrieben, was die Orientierung beim Lesen sehr erleichtert. Jeder von ihnen nimmt die Menschen und Geschehnisse um sich herum vollkommen anders wahr. Man merkt schnell, dass das geradezu nach Konflikten schreit. Hinzu kommt die (leider auch heute noch aktuelle) Thematik des Rassismus. Jordan gelingt es großartig, jedem Charakter ihres Romans Glaubwürdigkeit zu verleihen. Sie lässt jeden seine eigene Sprache sprechen, seine eigenen Gedanken zu seiner Rolle in der Gesellschaft, seine Vorurteile und Meinungen formulieren. Dem Leser erschließt sich so ein stimmiges Bild des großen Ganzen, ohne dass er dazu gedrängt wird. Man muss einfach eine Haltung zu den Geschehnissen entwickeln, merkt man doch, wie ähnlich die Gesellschaft in Bezug auf die hochaktuelle Flüchtlingsthematik den Protagonisten in Mudbound ist. Ronsel, Sohn der afroamerikanischen Pächter auf Henrys Farm, kehrt aus dem Krieg in sein Heimatdorf zurück: „Wieder zu Hause, welch ein Jubel! Affe, Schwarzgesicht, Nigger. Ich hatte für mein Land gekämpft und bei meiner Rückkehr festgestellt, dass es sich kein bisschen verändert hat. Schwarze saßen noch immer hinten im Bus, mussten die Hintertür benutzen, pflückten Baumwolle für die Weißen und bettelten um Verzeihung. […] Und die schwarzen Soldaten, die gefallen waren, waren eben tote Nigger.“ (S. 169) Anders als Harper Lee in Wer die Nachtigall stört erzählt Jordan von einer anderen, späteren Zeit in den Südstaaten. Sie gibt ihren Charakteren mehr Tiefe, lässt sie stärker über Recht und Unrecht nachdenken. Dieses ist sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass Lees Roman bereits 1960 erschien, einer Zeit, die von politischem Umbruch geprägt war, einer Zeit, in der Rassismus oft nur hinter vorgehaltener Hand thematisiert wurde. Zudem setzt Lee einen anderen inhaltlichen Schwerpunkt und lässt ihre Handlung in den 1930er Jahren spielen. Beide Romane sind wichtig und ergänzen einander wunderbar. Auffallend ist zudem, dass die Cover beider Bücher sehr ähnlich gestaltet sind. Ich vermute, dieses geschah nicht unabsichtlich. Fazit: Ein Buch, das sowohl spannend als auch beklemmend ist. Denn es führt uns vor Augen, wie Emanzipation im Kleinen funktionieren kann und wie es gelingt, sich nicht alles gefallen zu lassen und seine Würde zu bewahren. Es zeigt aber auch sehr drastisch, dass auch Zivilcourage nicht immer ein gutes Ende nimmt. Was mich außerdem beeindruckt: Jordan hat sich unglaublich gut mit den 1940er Jahren in Amerika auseinander gesetzt.

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  • Dicke Leseempfehlung

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    gagamaus

    16. November 2017 um 17:04

    Das Buch hatte mich von Anfang an interessiert. Ich mag Geschichten, die im Süden der USA spielen und in denen es auch um Rassenkonflikte geht. Klingt jetzt komisch, dass ich das mag. Ich meine natürlich, dass ich solche Bücher als wichtig und lesenswert finde, da das Thema leider weltweit immer aktuell ist und bleibt. Der Mensch ist einfach im tiefsten Innern ein Rassist. Und nur Verstand und Lebenserfahrung können ihn eines Besseren belehren. Darum geht es auch in Mudbound welches 1946 auf einer Baumwollfarm im Mississippi-Delta spielt. Zwei Soldaten kehren aus dem Weltkrieg heim. Über alle Rassengrenzen und Standesdünkel hinweg verbinden sie die traumatischen Erlebnisse miteinander und die beiden freunden sich an. Allerdings versuchen sie zuerst, dies geheim zu halten, da die Landbevölkerung solche Verbrüderungen nicht gerne sieht. Geschildert wird ihre Freundschaft aber auch ihre psychischen Probleme mit den Kriegserlebnissen. Die Diskriminierung der Schwarzen ist tief in der Gesellschaft verwurzelt und hat erschreckende Züge angenommen. Man bang von Anfang an mit den zwei jungen Männern und ihren Familien. Das Buch hat mir rundrum sehr gut gefallen. Ansprechendes Cover, toller Titel, wunderschöner eindringlicher Schreibstil. Und dann habe ich auch noch herausgefunden, dass das Buch bereits verfilmt wurde. Bei Netflix kann man den Film ab dem 17.11. sehen. Gut, dass ich den Roman schon gelesen habe. Ich bin auf die Umsetzung gespannt. Dicke Leseempfehlung von mir.

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  • Dramatisch, voller Tragik und Ausweglosigkeit

    Mudbound – Die Tränen von Mississippi

    aly53

    16. November 2017 um 00:54

    Als dieses Buch bei mir eintraf, musste ich sofort damit starten, um herauszufinden was sich hinter Mudbound verbirgt.Es startet mit einem Geschehen, das die unterschiedlichsten Gedankengänge in mir auslöste und mich ein Stück weit auch zum nachdenken brachte. Mir wurde sofort klar, dass es hier um Großes ging. Etwas das man nicht so einfach wegsteckt und das mich auch auf emotionaler Ebene an meine Grenzen bringen würde.Die Atmosphäre ist sofort sehr drückend und düster. Es schwingt aber auch ein Hauch von Sehnsucht und Wehmut darunter mit.Hierbei erfahren wir verschiedene Perspektiven, dies ist in den Überschriften immer sehr gut gekennzeichnet, was mir sehr gut gefallen hat. Dadurch erlangten die Charaktere mehr Präsenz und Tiefe. Man konnte sich ein Stück weit in sie hineinversetzen, ihre inneren Kämpfe spüren und einfach verinnerlichen was sie ausmacht.Das Buch ist dabei in drei Teile gegliedert, die einzelnen Kapitel normal gehalten.Zunächst hat man die Chance die Charaktere kennenzulernen. Dieser Teil war für mich jedoch von einigen Längen begleitet und ich hatte Schwierigkeiten Bindungen zu Ihnen aufzubauen. Besonders Henry und Laura haben zunächst überhaupt nichts in mir ausgelöst. Besonders bei diesen beiden hat mir die Leidenschaft und Hingabe gefehlt. Man hatte einfach das Gefühl,es fehlte einfach etwas. Besonders Henry blieb für mich sehr blass. Bei Laura wurde es besser und es gelang ihr, mich doch einige Male zu überraschen und aus dem Tief wieder herauszuholen.Erst nach und nach fand ich Zugang und es wurde besser.Das änderte sich schnell als Jamie und die Jacksons auf der Bildfläche erschienen.Besonders Florence und Jamie mochte ich unheimlich gern. Und schon da hatte ich das Gefühl, einen Teil des Verlaufs zu erahnen.Mudbound ist ein sehr gewaltiges Werk in dem es zum einen um eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen zwei Menschen unterschiedlicher Rassen geht. Ein Umstand der hier, für besonders große Konflikte sorgt.Mich hat gerade dieser Aspekt sehr bewegt, erschüttert und teilweise an meine Grenzen gebracht. Schwarz und Weiß, Grautöne nicht ausmachbar. Man folgt strengen Regeln. Entweder man ordnet sich unter, oder verliert dabei.Im schlimmsten Fall sogar sich selbst.Besonders anhand von Pappy wurde das sehr gut ersichtlich. Dieser Mensch hat einfach so unglaubliche Wut in mir ausgelöst. Ich hätte die Wände hochgehen können, so hat mich dieser Mann zur Weißglut getrieben. Einfach unvorstellbar, wie perfide und kaltblütig manche handeln und denken. Alleine die Vorstellung davon, hat mir schon Gänsehaut beschert.Je tiefer ich in diese Geschichte eintauchte , umso mehr fesselte sie mich.Die Autorin hat dabei eine sehr einnehmende und fließende Art zu schreiben, was mir sehr gut gefiel.Es geht um so viel.Um Freundschaft, Vertrauen und Liebe.Um Mut, Akzeptanz und Stärke.Die Charaktere sind unterschiedlich , facettenreich und reißen mit ihrer Lebendigkeit mit.Mir hat diese Geschichte, der Grundgedanke dahinter keine Ruhe gelassen.Es hat mich berührt, die Grenzen verschieben lassen.Entsetzen, Trauer und Fassungslosigkeit in mir ausgelöst.Die Autorin macht dabei sehr eindringlich auf die Thematik aufmerksam und rüttelt damit auch stellenweise auf.Es gibt so viele Hindernisse, Wahrheiten und Erkenntnisse, die einfach erschüttern.Es ist kein Liebesroman.Es geht um das Schicksal zweier Familien. Wie sie sich dem Leben stellen und wie sie letztlich damit umgehen und daran wachsen.Wie sich das Schicksal immer mehr verselbständigt und man einfach nichts dagegen tun kann. Wie sich alles immer mehr zuspitzt und es schließlich auf dramatische Art und Weise in einem gewaltigen und emotionalen Showdown endet.Es beinhaltet so viel Tragik, Leid und Verzweiflung, das es schwer zu ertragen ist. Besonders im letzten Drittel hatte ich ordentlich daran zu knabbern.Man kann es nicht verstehen, will es auch gar nicht. Es bricht einfach über einen herein und man kann es nicht ändern.Die Macht, die Gier und Wut dahinter. Das Ausweglose, die Hoffnungslosigkeit haben mich förmlich erdrückt.Die Engstirnigkeit und teilweise Besessenheit hat so viel Wut und Unglauben erzeugt.Umso schöner waren die sanften und leisen Töne dazwischen. Es nahm dem Ganzen etwas die Schwere.Auch wenn es größtenteils vorhersehbar war. So hat es die Autorin doch glänzend verstanden mit einigen Wendungen zu punkten.Schlussendlich ein Roman bei dem es um vieles geht, das jedoch in erster Linie mit einem rauhen Setting und herausragenden Charakteren punktet.Besonders Florence und Jamie waren für mich am greifbarsten von allen. Sehr starke und ausdrucksstarke Personen , die mir einfach unter die Haut gingen.Dabei war auch der Alltag sehr aufschlussreich und zeigte wie schwer es zu dieser Zeit war.Ein Roman der seine Finger langsam nach dir ausstreckt und dich langsam aber sicher ins Verderben stürzt.Fazit:Hillary Jordan hat mit “Mudbound “ ein sehr gewaltiges und emotionales Werk zu Papier gebracht.Es ist kein einfaches Buch, bei weitem nicht.Es ist schmerzlich, voller Verzweiflung und Wut.Es streckt die Finger langsam nach dir aus und wenn du einmal drinsteckst, lässt es dich nicht mehr los. Es stürzt dich immer mehr ins Verderben.Herausragende Charaktere und eine Handlung die mich bewegt, mitgerissen und zum nachdenken gebracht hat.Dramatisch, voller Tragik und Ausweglosigkeit.© magischemomentefuermich.blogspot.de

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