Hillary Manton Lodge

 4.1 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Journalistin auf Abwegen, Ganz einfach Sara und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Hillary Manton Lodge

Journalistin auf Abwegen

Journalistin auf Abwegen

 (10)
Erschienen am 01.07.2010
Ganz einfach Sara

Ganz einfach Sara

 (5)
Erschienen am 01.05.2011
Plain Jayne

Plain Jayne

 (0)
Erschienen am 05.05.2010
Simply Sara

Simply Sara

 (0)
Erschienen am 05.01.2011

Neue Rezensionen zu Hillary Manton Lodge

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Rezension zu "Ganz einfach Sara" von Hillary Manton Lodge

Ganz einfach Sara
Ruth_Freyvor 9 Monaten

Habe das Buch zu Weihnachten bekommen, und mit Vorurteilen gelesen, da ich normalerweise keine Amisch-Romane mag. Das Buch hat mich aber sehr positiv überrascht, da es sehr schön geschrieben, und sehr angenehm und flüssig zu lesen ist.


Viel Spannung und tolle Charaktere!!
Sehr zu empfehlen!

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Tintensports avatar

Rezension zu "Journalistin auf Abwegen" von Hillary Manton Lodge

Oh mein Gott!
Tintensportvor einem Jahr

So etwas zweidimensionales Naives habe ich im Leben noch nicht gelesen!

Ich habe tapfer durchgehalten (Seite 183 von 273), aber mehr ertrage ich nicht! Mir wird regelrecht schlecht von all der Wohltemperiertheit, in der man gebadet ... ach was ... ersäuft wird! Da geschieht nichts, aber auch gar nichts, von dem womit Normalsterbliche (ja, sogar Christen!) sich im Leben herumschlagen müssen.

Keiner leidet unter irgendetwas, nirgends gibt es Lebenswidersprüche ... Dies wäre Sinn und Zweck eines Romans, dass seine Figuren etwas erleben, etwas zu erzählen oder zu sagen haben - das bestenfalls von irgendeinem geistigen (hier einem geistlichen) Nährwert sein sollte - doch weder die Autorin noch ihre Hauptfigur scheinen zu wissen, was das Schreiben ausmacht ... nichtsdestotrotz die Hauptfigur JOURNALISTIN sein soll?

Der Amisch-Teil ist der einzige, der interessant ist und einigermassen Sinn macht - obwohl selbst hier keinen Millimeter unter der Oberfläche geschürft wird.

Übel stösst auf, dass die `Journalistin´ bloß im Alltag der Amisch mitschwimmt, ihren Job aber gänzlich zu vergessen scheint? Auch stört sie sich an nichts! Und es mutet schon reichlich irritierend an, wenn sie - als angeblich moderne in der `normalen´ Welt lebende Frau, ja sogar studiert im Kerngeschäft der Kritik, dem Journalismus - die Bevorzugung der Männer beim Essen bei den Amisch noch nicht einmal realisiert, ganz zu schweigen von der strikten Rollendefinition Frau-gehört-ins-Haus- und-basta? Stattdessen sehnt sie sich bald nach ihrem Besuch nach der Schürze, die sie dort immer trug?

Dann folgt der eigene-Familie-Part, in dem die seit der Kindheit schwelende - und behauptete-  Entzweiung weder gezeigt, noch erklärt oder gar glaubhaft unterfüttert wird! Im Gegenteil, ein Konfliktgespräch mit der Schwester ist ein lauer Witz. Da habe ich  mehr Intimität und Streit mit meinem letzten Taxifahrer erlebt!
Nein, dieser geschwisterliche `Streit' löst sich ebenso puderzuckerig-harmlos in Wohlgefallen auf, wie die Beziehung zum Freund. Mit dem war unsere Heldin ein halbes Jahr lang zusammen, ohne dass sie sagen konnte, ob er ihr besonders wichtig war - während er behauptet, dass er sie geliebt habe, dann aber lediglich nett Tschüss sagt? Und während der Beziehung, mochte sie ihn ebenso gerne küssen, wie sie das Küssen lässlich fand???

Und selbstverständlich hatten die beiden auch niemals vorehelichen Sex!? Hä? Wenn sich eine Figur zum amischen Leben bekehrt - also einen Bruch im Leben erfährt - dann sollte ein Autor diese zwei Welten auch als konträre zeigen! Über Unterschiedslosigkeiten braucht man nicht lesen. Das ist pille-palle!
Ach so, ja, sie muss sich ja noch nicht einmal bekehren, denn - wie praktisch - der Angebetet ist ja ein Ausgestiegener! Da lässt sich natürlich easy liebäugeln ... mit einer anspruchsvollen Lebensart wie der der Amisch!

Die Kerle im Roman gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Sie könnten geklont sein, in ihrer Art zu sprechen, zu sein und zu handeln. Immernett-lau und nichtssagend sind diese `Männer'. Warum will sie da jetzt einen Neuen haben? Hier fehlt jeglicher Ansatz von Unterschieden, Charakterzeichnungen, Konfliktpunkten,  Nachzeichnung der Beweggründe; also all das wovon ein Roman lebt - die Entwicklung ihrer Figuren!

Deses Buch belästigt seine Leser nicht mit Unbequemlichkeiten. Selbst ein Herzinfarkt und ein Diebstahl werden zum Wohlfühlerlebnis.

Noch nicht einmal die christliche Ausrichtung - um die scheint es  der Autorin wie dem Verlag zu gehen - wird ansatzweise glaubwürdig geschildert. Da gibt es keine Lebens- oder Glaubens-Krise, keine irgendwen treibende oder belastende Frage, kein Ahaerlebnis ... Da gibt es ein paar kleine Unannehmlichkeiten und ansonsten wird auf die belangloseste Art gequatscht und ... gequiltet. Oder - wer dafür zu herausgefordert ist - der schneidet halt ewige Zeiten lang Quadrate aus Stoff. Ächz!
Und das höchste der Gefühle, dem die Autorin ihre Hauptfigur unterzieht, zeigt sich darin, dass sie ihre Haarsträhne hinters Ohr streicht. So wild geht es da zu ... wahre "Abwege" sind das!

Wäre ich jetzt bösartig ... och doch ... ich bin jetzt mal böse: war die Autorin dauerbekifft? WAS hat sie genommen und kann ich davon auch was haben? Selten einen sinnloseren Roman in der Hand gehabt! Was soll das?

In der Bibel steht, dass Christen das Salz der Erde sein sollen, nicht der Puderzuckerguss! ... und dass es verboten sei Pfeffer unterm Arsch zu haben steht da nirgends!

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Damarels avatar

Rezension zu "Journalistin auf Abwegen" von Hillary Manton Lodge

Eher Journalistin auf Selbstfindungstrip
Damarelvor 2 Jahren

Jayne ist trotz ihrer 26 Jahre eine der besten Journalistinnen einer großen Portlander Zeitung. Bis ihr Vater stirbt. Was eigentlich nichts zur Sache tun dürfte, denn sie hat sich mit ihrem alten Herren nie gut verstanden und sich so selten wie möglich zu Hause blicken lassen.
Doch plötzlich scheint ihr alles zu entgleiten und ihr Chef stellt sie vor die Wahl: Urlaub oder Kündigung. Doch Jayne ist wild entschlossen auch diese Zwangspause zu nutzen, um Karriere voranzutreiben und sich nicht mit ihren Problemen zu beschäftigen.
Und so mietet sie sich auf einer Amish-Farm ein, um freelance eine Reportage über diese Glaubensgemeinschaft zu schreiben.
Aber genau dort, wo man sich nicht nonstop mit Internet, Smartphone, Fernsehen, Nachrichten, schicken Essen und der modernen Welt ablenken kann, holen ihre Probleme sie ein. Die Ruhe bei den Amish zwingt sie, sich mit ihren eigenen Problemen zu beschäftigen. Die Ruhe und Levi, der verstoßene Sohn ihrer Gasteltern, dem das Leben als Amish nicht genug war, der aber auch nicht ganz von seiner Familie lassen kann.




Die Idee der Geschichte um die arbeitswütige Reporterin, die eigentlich nur vor sich selbst flieht und deren Plan ihr ins Gesicht schlägt, weil die Ruhe der Amish sie zum Nachdenken zwingt, hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Außerdem hat die Aussicht, etwas mehr über diese Glaubensgemeinschaft und ihre Motivation zu erfahren, mich neugierig gemacht. Das Buch ist auch nicht so furchtbar schlecht, aber es ist weit hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben.

Ich fand es bspw. sehr schade, dass die Amish eigentlich nur ein plakativer Hintergrund für Jaynes Gefühlschaos und Selbstfindungsphase waren. Wirklich tiefergehende Einblicke woran diese Leute glauben, was sie antreibt und motiviert solch ein Leben zu führen, was ihren Glauben (Glauben wohlgemerkt, nicht Lebensstandard) vom normalen christlichen Glauben unterscheidet, gab es für mich leider nicht. Mehr als dass die Herrschaften altmodische Sachen tragen, sich von Technik fernhalten, hart arbeiten, viele Kinder haben und keine Kindstaufen praktizieren, kann man eigentlich nicht mitnehmen und das weiß wohl jeder, der schon mal im einschlägigen Internet-Lexikon nachgeschaut hat.

Auch die beiden Hauptfiguren konnten mich leider nicht in ihren Bann ziehen. Jayne war mir zu gewollt besonders mit den ständigen Verweisen auf ihre Genialität als junge Journalistin, ihr angebliches Rebellentum in der Jugend und der Motorradfahrerei.
Levi dagegen war einfach nur ein netter Kerl, der immer das Richtige tut, ohne Ecken oder Kanten. Bis der Autorin auf den letzten 30 Seiten dann anscheinend plötzlich einfiel, dass ein Held nicht  zu perfekt sein sollte und er plötzlich völlig unsinnig darüber rumzickt, dass Jayne ihm nach knapp 4 Wochen Bekanntschaft nicht sagen kann, dass sie ihn liebt.

Was mich zu meinem eigentlichen Hauptkritikpunkt bringt. Die Story wirkt unausgegoren und nicht völlig durchdacht. Zum einen geht die Handlung viel zu schnell vonstatten, wenn man bedenkt, dass die Geschichte sich in nur vier Wochen abspielt. Paradebeispiel für mich war da, dass Jayne eigentlich keine Kinder will und nicht weiß, ob sie je heiraten will. Nach einem Nachmittag Amish-Kinder sitten, will sie dann plötzlich doch Kinder. Als würde man eine Lebenseinstellung, die solch ein wichtiges Thema betrifft, einfach so über den Haufen werfen, nur weil man einen Nachmittag lang mal ein Baby im Arm hatte...
Die og Punkte kann man gut und gerne als Geschmacksfrage abtun, aber je weiter das Buch fortschritt, umso öfter hatte ich das Gefühl, dass der Autorin zum Ende hin noch dies und das eingefallen ist, was sie dann einfach mit reingeworfen hat, am Anfang aber gar nicht bedacht.
Wie gesagt, Levi ist immer der nette, verständnisvolle Typ, der für alle da ist und für alles Verständnis hat. Und kurz vorm Ende die bereits erwähnte Kehrtwendung zur beleidigten Diva. Ein Charakterzug, der vorher nicht einmal angedeutet wurde.
Ein ähnliches "Was ist jetzt los?"-Erlebnis hatte ich bei Jaynes Jungfrauen-Offenbarung. Nicht gegen 26-jährig Jungfrauen, find ich sogar mal richtig erfrischend in zeitgenössischer Literatur, aber dann kann ich diesen Fakt nicht erst nach einem Dreiviertel des Buches erwähnen, als wäre es mir gerade eingefallen. Vor allem dann noch in dem Kontext, dass ihr Freund (nein, nicht Levi) ein Hotelzimmer mit ihr zusammennehmen möchte und sie ihm einen Korb gibt, weil sie eben ja doch irgendwie christlich erzogen ist und sowas sich nicht gehört. Dabei bleibt anzumerken, dass sie mit diesem Herren bereits seit 6 Monaten eine Beziehung pflegt. Soll ich ernsthaft glauben, dass in diesen 6 Monaten nicht einmal das Thema Sex aufgekommen ist?
Das sind nur zwei Beispiele, solche plötzlichen, unvorbereitet-dahingeworfenen Wendungen gab es einige.

Auch der Schreibstil war nicht ganz mein Geschmack. Die vielen Wortwiederholungen in einem Absatz und die oftmals kurzen, abgehackten Sätze, die teilweise sinnlosen Dialoge haben mich immer wieder im Lesefluss stolpern lassen.



Alles in allem liest sich das Buch ganz ok weg, die Idee war wie gesagt gut, die Figuren sind recht anschaulich dargestellt, wenn auch für mich nicht unbedingt sympathisch oder fesselnd. Für Zwischendurch ok, aber bei Weitem nicht ausgefeilt und durchdacht genug  für ein gedrucktes Buch, wie ich finde. 2,5 Sterne.

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