Hilma Wolitzer

 4.2 Sterne bei 10 Bewertungen

Lebenslauf von Hilma Wolitzer

Die us-amerikanische Schriftstellerin Hilma Wolitzer wurde 1930 geboren und hat mehrere Romane geschrieben. "Charmanter Mann aus Erstbesitz" ist ihr erster Roman auf Deutsch. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, hat an verschiedenen Universitäten Creative Writing unterrichtet.

Alle Bücher von Hilma Wolitzer

Hilma WolitzerCharmanter Mann aus Erstbesitz
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Charmanter Mann aus Erstbesitz
Charmanter Mann aus Erstbesitz
 (9)
Erschienen am 19.06.2017
Hilma WolitzerCharmanter Mann aus Erstbesitz
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Charmanter Mann aus Erstbesitz
Charmanter Mann aus Erstbesitz
 (1)
Erschienen am 27.07.2015
Hilma WolitzerAn Available Man
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An Available Man
An Available Man
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Erschienen am 24.01.2012
Hilma WolitzerAn Available Man
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Erschienen am 14.02.2012

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Rezension zu "Charmanter Mann aus Erstbesitz" von Hilma Wolitzer

Charmanter Mann aus Erstbesitz von Hilma Wolitzer
printbalancevor einem Jahr

Inhaltsangabe:
In dem Buch geht es um den 62-jährigen Edward Schuyler, der voller Schmerz und Trauer allein mit seinem Hund Bingo in einem Vorort von New York lebt. Plötzlich und unerwartet verstirbt seine geliebte Ehefrau Bee und hinterlässt ihn zusammen mit seinen zwei Stiefkindern und ihrer Mutter. Die Trauer überschattet Edwards komplettes Leben. Er zieht sich immer weiter von seinen Freunden und Familie zurück und stürzt sich in seine Arbeit als Biologielehrer.
Seine beiden Kinder- die Bee mit in diese Ehe gebracht hat, wollen den Kummer ihres Stiefvaters nicht länger mit ansehen und schalten für den Witwer eine Kontaktanzeige in der New York Times. Viele unterschiedliche Frauen scheinen Interesse an dem charmanten Mitsechziger zu haben und wollen diesen kennen lernen. Edward, der alles andere als begeistert über diese Annonce ist, lässt sich schließlich auf das Experiment ein und lernt ein paar Damen kennen die aber nicht seinem Interesse entsprechen.
Schnell merkt er, dass er wieder ein wenig mehr am Leben teilnimmt- kann aber den Verlust von Bee nicht verdrängen.
Wird Edward jemals wieder die Kraft und den Mut haben Glück, Liebe und Nähe zuzulassen?

Eigene Meinung:
Als ich dieses Buch in der Buchhandlung als Werbung auf dem Verkaufstisch gesehen habe, hat es mich - alleine schon wegen des Covers - angesprochen. Als ich dann noch den Klappentext durchgelesen habe, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Es interessiert mich sehr, wie sich Menschen über eine Kontaktanzeige kennen lernen und was daraus später wird. Edward scheint ein sehr geradeliniger und sensibler Mann zu sein, der den Tod seiner Frau nur schwer verkraften kann und sich immer mehr vom Leben zurückzieht.
Doch dann wendet sich langsam das Blatt zum Guten...
Das Buch ist leicht und fließend zu lesen. Man fiebert von Kapitel zu Kapitel mit Edward mit, wie er langsam wieder in seinen Alltag zurückfindet. Die Autorin beschreibt das Leben als Witwer- mit allen Höhen und Tiefen- und gibt allen Trauernden wieder Mut, dass man sich selbst nicht aufgeben darf und sich ein Stück weit zum Glück zwingen muss, um ins wirkliche Leben wieder zurückkehren zu können.
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

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Sikals avatar

Rezension zu "Charmanter Mann aus Erstbesitz" von Hilma Wolitzer

Wenn die Zeit reif ist …
Sikalvor 2 Jahren

Edward, 62, Biologielehrer kann sich nach dem plötzlichen Tod seiner geliebten Frau Bee nicht von seiner Trauer lösen. Mit seinem Hund Bingo lebt er nun ein einsames Leben. Bee fehlt ihm, jede Ecke des gemeinsamen Heims erinnert ihn an sie – wenn er es gar nicht aushält, fängt er an zu bügeln. Bei dieser Tätigkeit fühlt er sich Bee verbunden. Doch bald beginnen Damen um den charmanten Witwer zu werben, versuchen Freunde ihn zu verkuppeln und sogar seine Stiefkinder sowie die Schwiegermutter wollen nicht zulassen, dass er sein Leben alleine bestreitet. Edward lässt sich auf einige Dates ein, merkt jedoch rasch, dass dies nicht sein Ding ist. Er ist ganz schön aus der Übung und muss letztendlich erkennen, dass er noch lange nicht über Bee hinweg ist.

Die Autorin Hilma Wolitzer hat hier einen wunderbaren Roman geschrieben über die Zeit der Trauer, über den Kampf zurück ins Leben und wie schwierig es wohl ist, den Blick wieder nach vorne zu richten, ohne die Vergangenheit zu verherrlichen. Der Protagonist Edward weiß um seine Liebe zu Bee, doch ihre Fehler und Schwächen sind genauso präsent wie ihre Stärken.

Die Charaktere sind vielseitig, großteils sympathisch und öfters ziemlich skurril. So führt Edwards Weg über eine breite Palette an Persönlichkeiten, die einzigartig sind in ihrem Werben – und auch in ihrer Verzweiflung, den richtigen Partner und die große Liebe zu finden.

Der Schreibstil ist leicht, jedoch nicht oberflächlich, oftmals melancholisch. Besonders wenn Edward wieder in seinem Kummer versinkt, möchte man ihn trösten und in den Arm nehmen. Die Autorin schafft hier ein authentisches Bild von einem trauernden Mann, ohne zu übertreiben oder allzu sehr auf die Tränendrüse zu drücken.

Eine Geschichte über eine große Liebe, Trauer, das Netz der Familie und einen Wiederanfang. Auch wenn das Thema an sich traurig stimmt, schafft es die Autorin Positives einfließen zu lassen.

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Rezension zu "Charmanter Mann aus Erstbesitz" von Hilma Wolitzer

Charmanter Mann aus Erstbesitz - Hilma Wolitzer
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Inhalt

Edward Schuyler, 62 und Biologielehrer in New York, vergräbt sich nach dem plötzlichen Tod seiner Frau Bee in Arbeit. Bald schon wird die Damenwelt auf den kultivierten verwitweten Gentleman aufmerksam: Frühere Freundinnen rufen an, die Kinder geben eine Kontaktanzeige in der New York Times auf. Ed hat daraufhin einige jedem Woody-Allen-Film würdige, skurrile Begegnungen, etwa mit Datingprofi Karen oder der trauernden Roberta. Doch bald muss er feststellen, dass er aus der Übung ist – und wirft die restlichen Zuschriften weg. Nur eine gewisse Ann gibt nicht auf.

Meine Meinung

Dieses Buch war wieder eine Empfehlung von Nina @hauptsachebunt und ich habe es ganz spontan mitgenommen, als ich letztens bei Thalia war. Nach Science-Fiction, Zeitreisen und Fantasie war mir auch nach etwas Realem zumute.

Die Geschichte fängt eigentlich recht traurig an. Edward Schuyler bügelt ein altes Hemd im Wohnzimmer. Das Bügeln hilft, wenn er sich auf nichts anderes konzentrieren kann als seinen Kummer und seine Sehnsucht nach seiner verstorbenen Frau Bee. Anfangs hat er auch nur Sachen von ihr gebügelt und fühlte sich dadurch noch mit ihr verbunden. Bee, Beatrice, war seine große Liebe. Sie hatte bereits zwei Kinder und war geschieden, als sie sich kennenlernten. Edward wurde von seiner Verlobten Laurel am Altar stehengelassen, das hat ihn emotional ziemlich mitgenommen. Darum hat er fast 15 Jahre lang jede Beziehung, die enger wurde, beendet und sich der nächsten Affäre zugewandt. Auf einer Hochzeit lernt er nun Beatrice kennen, die so gar nicht sein Typ ist. Es war nicht Liebe auf den ersten Blick, doch sieben Monate später feiern sie selbst Hochzeit. Und jetzt, nach einer sehr glücklichen Ehe ist Bee gestorben und Edward ist mit 62 Jahren allein und einsam, voll Sehnsucht nach seiner Bee.

Noch während er trauert, wird er schon von fremden Frauen angerufen, Freunde versuchen ihn zu verkuppeln und die erwachsenen Kinder schalten ohne sein Wissen eine Kontaktanzeige. Es ist sicherlich schwer zu erkennen, wann die Zeit des Trauerns vorbei ist und nur mehr die Einsamkeit bleibt. Die Menschen um Edward sind natürlich besorgt und möchten nicht, dass er sich zurückzieht. Ihre Besorgnis ist rührend, aber Edward ist einfach noch nicht so weit. Die Kinder bringen ihm die Zuschriften von der Kontaktanzeige und er lässt sich tatsächlich auf ein paar Dates ein, die aber teilweise recht katastrophal enden. Man kann es sich lebhaft vorstellen und schwankt zwischen schmunzeln über die skurrilen Begegnungen und tiefstem Mitleid für diese einsamen Frauen. Und dann begegnet Edward Ann und sieht sich mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Die Flut an Emotionen, die er durchlebt, ist nachvollziehbar, auch wenn ich sein späteres Verhalten doch nicht ganz verstehe. Vielleicht ist einfach der Teufel, den man kennt, besser als der, den man nicht kennt.

Die Charakterisierung von Edward, und so mancher Frau, die er kennenlernt, ist bunt und lebhaft, dazu noch sehr realistisch. Edward ist äußerst sympathisch, sieht nicht schlecht aus und liebt seinen Beruf als Biologielehrer. Die Frauen, die er trifft, könnten nicht kontrastreicher sein, von »verzweifelt auf der Suche« bis »noch immer den verstorbenen Partner nachtrauernd«, von Vamp bis Mütterchen. Edward selbst sucht nicht nach »Ersatz« für seine Bee, aber allein bleiben möchte er auch nicht. Gibt es noch die Chance auf eine zweite Liebe?

Diese Geschichte ist bewegend und so richtig aus dem Leben gegriffen. Sie befasst sich mit der Lebensbejahung nach dem Tod des Partners/der Partnerin. Jeder braucht seine Zeit um zu trauern, manche mehr andere weniger. Es ist kein einfacher Weg und das hat die Autorin wirklich hervorragend vermittelt. Edwards Kummer ist greifbar und verständlich, sein Weg zurück ins Leben steinig, humorvoll aber nie ins Lächerliche gezogen, auch wenn er in die verrücktesten Situationen gerät. Seine Stiefkinder, seine Schwiegermutter und Freunde geben ihm Halt. Es wird zurückgeblickt auf eine glückliche Ehe, ein glückliches Familienleben mit den typischen Problemen. Bee konnte Edward auch auf die Nerven gehen; Sie las ihm etwas vor, wenn er gerade selbst am Lesen war, zum Beispiel. Und genau solche Erinnerungen von Edward sind es, die diese Geschichte auch authentisch machen.

Eine wunderbare Geschichte über Liebe, Verlust, Trauer, Einsamkeit und den Weg zurück ins Leben. Über eine Familie, die einem Rückhalt gibt, Verständnis zeigt und für einen da ist. Nicht jeder hat das Glück eine zweite Liebe zu finden, aber vielleicht muss man einfach nur offen dafür sein, eine zweite Chance willkommen heißen und es nicht als Verrat an den Verstorbenen sehen. Mit Charme, Einfühlungsvermögen und subtilem Humor hat Hilma Wolitzer einen wunderbaren Roman geschrieben, der zu Herzen geht, ohne auf die Tränendrüsen zu drücken.

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