Hilmar Klute Wir Ausgebrannten

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Inhaltsangabe zu „Wir Ausgebrannten“ von Hilmar Klute

Deutschland schlafft ab Eine Polemik gegen die Burnout-Epidemie, kurz und knackig und politisch unkorrekt, die die Lust am Leiden, die Empathie für Gestresste und das auswuchernde Therapieangebot für Ausgebrannte endlich unter die Lupe nimmt. Alle Zeit lang entdecken wir Deutschen ein neues Leiden für uns, mit dem sich fabelhaft erklären lässt, warum wir mit dem Leben und seinen Begleiterscheinungen gar nicht klarkommen können. Dieses Leiden pflegen wir dann wie eine Stubenkatze und stellen es umstandslos unter unseren Schutz. Hilmar Klute wagt deshalb die Behauptung: Burnout ist keine Krankheit, sondern nur ein negativer Egotrip. Dauerthema Burnout Deutschland schlafft ab

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  • Rezension zu "Wir Ausgebrannten" von Hilmar Klute

    Wir Ausgebrannten
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    27. September 2012 um 13:39

    Seit langem schon bin ich der Meinung, dass ein sogenannter Burnout nicht etwas ist, was einem einfach so zustößt oder widerfährt, sondern ein seelischer oder körperlicher Zustand ist, den man selbst herbeigeführt und zugelassen hat, und aus dem man deshalb auch wieder herauskommen kann. Hilmar Klute, Redakteur des Süddeutschen Zeitung, bezeichnet das aktuelle Leiden der Deutschen ( in anderen Ländern hört man wenig davon oder nennt seine schwere Form das, was es ist, nämlich eine ausgewachsene Depression und behandelt sie entsprechend) den „neuen Trend erschöpft zu sein.“ Seine These, die er in seinem Essay virtuos begründet, lautet: Burnout ist vor allen Dingen eine Art negativer Ego-Trip. Er fragt: „Muss jeder, der am Sinn seines Tuns zweifelt, der einmal nicht mehr weiterweiß, sofort als kranker Mensch gelten, der in eine Spezialklinik gehört? Und ist Burnout nicht vielleicht auch eine probate und gewinnträchtige Erfindung für eine Gesellschaft, die sich zunehmend als therapeutisch definiert und die für jede Unpässlichkeit eine passende Krankheit bereithält, für die es auch eine Heilmethode gibt? Und schließlich: Sid wir aufgeklärte Bürger nicht auch in der Pflicht, für unser Wohlergehen selbst Sorge zu tragen und die reichlich kurze Zeit hienieden mit Würde und Sinn zu füllen und diese Würde und diesen Sinn sogar selbst zu definieren?“ Ich stimme Klute völlig zu darin, das wir alle unsere Entscheidungen für oder gegen das Leben selbst zu treffen haben, ohne Ratschläge und Bedienungsanleitungen. Wir müssen, sagt er, einfach nur so vernünftig sein, unser Leben so zu zentrieren, dass ein erheblicher Teil der Energie für uns selbst übrig bleibt. Dafür braucht es keine Kliniken, sondern unseren Verstand und unser Gefühl. Dass genau das vielen Menschen heutzutage abhanden gekommen scheint, ist keine Begründung, eine neue Volkskrankheit zu goutieren, sondern Ansporn, genau diesen Verstand wieder zu gebrauchen und in uns hineinzuhören und die Gefühle wieder zu entdecken. Alles etwas langsamer zu tun, und vor allen Dingen, allem vom wirklichen Leben Ablenkenden immer weniger Raum zu geben von unserer Zeit, das könnte schon ein guter Anfang sein. Unsere Kinder, wenn wir denn welche haben und mit ihnen zusammenleben, werden es uns danken. Denn sie brauchen für ihre Entwicklung keine abgehetzte erschöpfte Eltern, sondern wache, kritische und selbstbewusste Erwachsene, von denen sie lernen und an denen sie er- wachsen können.

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