Helle Tage, helle Nächte

von Hiltrud Baier 
4,1 Sterne bei68 Bewertungen
Helle Tage, helle Nächte
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Mira20s avatar

tragische Familiengeschichte, sehr ruhig erzählt!

Nusseiss avatar

Auf der wunderschönen schwäbischen Alb & im beeindruckenden Lappland spielt dieses tolle Buch. Wunderbare Beschreibungen der Landschaft.

Alle 68 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Helle Tage, helle Nächte"

Zwei ungleiche Frauen,

eine alles für immer verändernde Entscheidung

und die große Weite der Natur.

Frühling. Die Kirschbäume blühen. Es könnte so idyllisch sein. Doch Anna Albinger, die in einer Kleinstadt am Fuß der Schwäbischen Alb lebt, wird schwer krank. Plötzlich wird sie von dem Gefühl eingeholt, dass es für manche Dinge irgendwann zu spät sein könnte. Denn es gibt diese große Lüge in ihrem Leben. Schweren Herzens schreibt sie einen langen Brief, den ihre Nichte Frederike für sie nach Lappland bringen soll.

Frederike, frisch geschieden und auf der Suche nach einem neuen Anfang, ist wenig begeistert. Nur widerwillig lässt sie die kranke Tante zurück und bricht in den menschenleeren Norden auf, sucht den Mann, an den Annas Brief adressiert ist. Doch Petter Svakko scheint verschwunden. Allein auf sich gestellt in der Bergwelt Lapplands, merkt Frederike, dass man manchmal auch am falschen Ort sein kann und trotzdem das Richtige findet.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783810530387
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:FISCHER Krüger
Erscheinungsdatum:25.07.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 25.07.2018 bei Argon erschienen.

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    Bokmals avatar
    Bokmalvor einem Monat
    Wunderschöne Familiengeschichte

    "Helle Tage, helle Nächte" erzählt auf wunderschöne Weise die gemeinsame Geschichte von zwei unterschiedlichen Frauen. 
    Als Anna erfährt, dass sie Krebs hat, ist es ihr ein Herzensanliegen, die große Lüge ihres Lebens aufzudecken und den betreffenden Personen reinen Wein einzuschenken. Aus diesem Grund schickt sie ihre Nichte Frederike mit einem geheimnisvollen Brief nach Lappland, den sie persönlich einem Fremden übergeben soll. 
    Nach dem Tod ihrer Schwester und deren Mann ist Frederike wie eine Tochter bei Anna aufgewachsen. Nun, viele Jahre später, sorgt sich Frederike um ihre Tante Anna und stellt sich der Aufgabe, obwohl sie nicht versteht, warum es Anna so wichtig ist. Unterwegs ist sie sowieso gerade, da sie nach ihrer Scheidung mit einem Bus durch Europa fährt um sie über einige Dinge klar zu werden. Sofort ist sie zur Stelle, als ihre Tante sie braucht. Doch auf ihrer Reise fragt sie sich mehr als einmal, wer dieser Petter ist, dem sie den Brief bringen soll und was Sinn und Zweck des Ganzen ist. 
    Der Autorin ist es gelungen eine spannende Geschichte zu schreiben! Als Leser grübelt man während des Lesens über die Zusammenhänge und das große Geheimnis, das am Ende gelüftet wird. Herrlich zu lesen sind auch die Naturbeschreibungen, sowohl in den Bergen Süddeutschlands als auch auf Frederikes Reise in den Norden und schließlich bei ihrer Ankunft in Lappland. 
    Durch die Rückblenden in Annas Leben versteht man nach und nach, was Anna auf dem Herzen liegt und empfindet Mitleid für die Frau, allerdings hinterfragt man auch kritisch ihr Handeln und ob es nicht andere Möglichkeiten gegeben hätte, dieser Lüge aus dem Weg zu gehen. 
    Fazit: Ein wunderschönes Buch, das in eine andere Welt eintauchen lässt – besonders in die Weite Lapplands. 

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    WinfriedStanzickvor einem Monat
    Das Buch entwickelt immer mehr einen Charme, dem sich der Leser nicht entziehen kann



    Anna Albinger ist eine Frau Ende sechzig. Sie lebt in einer Kleinstadt am Fuß der Schwäbischen Alb. Eines Tages erfährt sie von einem Arzt, den sie wegen ständiger Nackenschmerzen aufgesucht hat, dass sie an Lungenkrebs erkrankt ist.

    Dieses nahe Lebensende konfrontiert Anna erneut aber dieses Mal mit einer großen Wucht, mit ihren jahrzehntelangen Lebenslügen. Sie will sich bevor sie stirbt, endlich ehrlich machen und schreibt einen langen Brief. Ihre etwa 50-jährige Nichte Frederike, die gerade ihre jüngst erfolgte Scheidung noch verarbeitet, soll diesen Brief, dem ein zweiter kurzer an sie selbst beigefügt ist, nach Lappland bringen, der Heimat ihrer Großmutter Igga.

    Frederike ist wenig begeistert von dieser Idee, will aber ihrer Tante, die sie vor 40 Jahren nach dem frühen Tod ihrer Eltern aufgenommen und ihr sogar ein Studium ermöglichte, diesen letzten großen Wunsch nicht abschlagen. Sie willigt nach langem Überlegen ein und macht sich auf den Weg nach Nordschweden, in die Gegend, in der die Samen leben und in der ihre Großmutter geboren wurde.

    Als sie Petter Svattko, den Mann, an den der Brief von Anna adressiert ist, trifft, erkennt dieser in Frederike sofort seine leibliche Tochter. Noch am gleichen Tag verschwindet er für Wochen und Frederike muss sich in Petters Hütte selbst versorgen.

    In ständig zwischen Anna, die zu Hause ihr Leben reflektiert und Frederike, die oben in den noch schneebedeckten Bergen langsam zu sich selbst kommt, wird eine lange von einer großen Lüge geprägte Familiengeschichte erzählt.

    Das Buch entwickelt immer mehr einen Charme, dem sich der Leser nicht entziehen kann. Er wird angesteckt von der Liebe der Autorin sowohl zu ihrer süddeutschen Heimat als auch zu ihrer neuen Heimat in Lappland.
    Wunderschöne Naturbeschreibungen und die Schilderung  einfache Lebensweise der Samen wechseln sich ab mit Porträts von Männern und Frauen, die alle eine bisher verborgene gemeinsame Vergangenheit zusammenhält.




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    Helena89vor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein äußerst poetisches und zugleich sehr realitätsnahes Werk, das man einfach lieben muss!
    Wunderschön und rührend

    Frederike ist auf dem Weg nach Lappland. Weshalb weiß sie auch nicht ganz genau. Ihre Tante, Anna, hat sie mit einem Brief für einen gewissen Petter Svakko dahin geschickt. Sie konnte ihrer Tante diese Bitte nicht abschlagen, schließlich wurde bei Anna Krebs diagnostiziert. Frederike hat sich gerade von ihrem Mann getrennt, hat ihren Job gekündigt und ihre Tochter, Paula, ist zurzeit in Australien. Noch weiß Frederike außerdem nicht wie sie ihre Zukunft nun gestalten möchte. Sie ahnt nicht, dass sie bald von einer großen Lebenslüge erfahren soll und dass sie gerade in Lappland den Ort finden wird, wo sie am glücklichsten ist.

    Hiltrud Baier gelingt mit ihrem Roman „Helle Tage, helle Nächte“ ein wunderschönes und rührendes Meisterwerk. Es hat alles zu bieten, was einen guten Roman ausmacht: Runde Charaktere, die einen direkt einnehmen und mitfiebern lassen, sowie ein Geheimnis, das es zu enträtseln gilt – verpackt in eine einnehmende Sprache voller Emotionen und doch jenseits falscher Sentimentalitäten. Indem uns die Autorin an dem Innenleben von Anna und Frederike teilnehmen lässt, offenbart sie uns ihre große Gabe das emotionale Gepäck, das jeder mit sich trägt, in Worte zu fassen. Man fühlt als Leser mit, kann die Gedanken und Reaktionen der Protagonistinnen nachempfinden und womöglich sogar für sich selbst nutzbringend verarbeiten. Die große authentische Liebe der Autorin zur Natur Nordschwedens spürt man in jedem ihrer Sätze, in denen sie diese beschreibt und reflektiert. Gleichzeitig berührt sie auf diese Weise den Nerv unserer schnellebigen Zeit und bringt die verborgene Saite eines jeden Menschen zum klingen – die Sehnsucht nach einem einfachen Leben im Einklang mit der Natur. Ein äußerst poetisches und zugleich sehr realitätsnahes Werk, das man einfach lieben muss!

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    Daniela8s avatar
    Daniela8vor einem Monat
    Kurzmeinung: In 2 Tagen ausgelesen! Hat mir sehr gut gefallen!
    Lappland...

    ...sagte mir bisher gar nichts. 

     Die Autorin schafft es mir mit ihrer Geschichte diesen besonderen Teil des schwedischen Nordens bekannt und liebenswert zu machen. Ein schönes Wohlfühlbuch für die Couch mit einer Tasse Tee. 

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    Fornikavor einem Monat
    Ausflug in den hohen Norden

    Frederike hat gerade eine Scheidung hinter sich, den Job gekündigt und braucht eine Auszeit. Sie tingelt mit ihrem VW-Bus gerade durch Südeuropa als sie von ihrer Ziehmama und Tante Anna erfährt, dass diese an Krebs erkrankt ist. Ihr sehnlichster Wunsch: Frederike möge einen Brief für sie abliefern. In Lappland! Die macht sich auf den langen Weg in den kargen Norden.

     Eigentlich passt das Buch nicht so recht in mein Beuteschema, ich habe es aber doch sehr gerne gelesen. Die Geschichte wird mal aus Frederikes, mal aus Annas Perspektive erzählt, ich mag beide Figuren wirklich gerne. Sie haben viel durchgemacht, das Herz aber trotzdem am rechten Fleck. Ihre samische Abstammung wird immer wieder thematisiert, zusammen mit Rikes Ausflug nach Lappland erfährt man quasi nebenbei sehr viel über Land, Leute und deren Traditionen. Auch die Natur und die Landschaft dort nehmen großen Raum in der Geschichte ein, ohne eintönig oder lückenfüllend zu wirken. Im Gegenteil, die Ruhe, die man dort finden kann, kommt auch beim Leser an. Die Handlung selbst ist jetzt nicht sehr überraschend, auch Annas Geheimnis ist für den Leser schnell keines mehr. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen, denn die Stimmung hat für mich vieles gerettet. Die Autorin schreibt sehr angenehm und so ist „Helle Tage, helle Nächte“ ein eher ruhiges und doch interessantes Buch.

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    Elonaivor 2 Monaten
    Emotionale Familiengeschichte

    Hiltrud Baiers Buch "Helle Tage, helle Nächte" hat mir sehr gefallen. Es erzählt die Lebensgeschichte von Anna Albinger, die viele Menschen in ihrem Umfeld belogen hat. Nur langsam lernt sie mit diesen Fehlern zu leben. 
    Der Roman ist toll geschrieben. Besonders hat mir gefallen, dass man die Liebe der Autorin zum schwedischen Lappland und auch der schwäbischen Alb spürt. Die Landschaft und die Menschen sind toll beschrieben. 
    Einziger Wermutstropfen war für mich der etwas zähe Anfang. Das erste Drittel zieht sich doch sehr. Hat man diesen Teil aber überwunden, wird man mit einer gefühlvollen und leise erzählten Geschichte belohnt, die ohne reißerische Ereignisse zu unterhalten weiß. 
    Besonders loben möchte ich noch das tolle Cover des Buches.

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    lisamvor 2 Monaten
    bewegende Reise nach Lappland

    „Helle Tage, helle Nächte“ schildert die Familiengeschichte aus der Sicht von zwei Frauen am Scheideweg ihres jeweiligen Lebens. Frederike ist frisch geschieden und muss sich entscheiden wie es in ihrem Leben beruflich und privat weitergehen soll. Seit dem überraschenden Ende ihrer Ehe reist sie mit einem Bus durch den Süden Europas, als sie der Anruf ihrer kranken Tante Anna erreicht. Anna ist an Krebs erkrankt und will eine gravierende Lebenslüge klären und dafür muss ihre Nichte Frederike einen Brief im fernen Lappland einem Mann überreichen. Widerwillig macht sich Frederike mit ihrem Bus auf den Weg.

    Mir hat Frederikes langsame Reise mit dem Bus bis ins tiefste Lappland sehr gut gefallen. Beide Frauen geben Einblick in ihr derzeitiges Leben und den Veränderungen darin und auch schöne Rückblicke auf ihre jeweilige Vergangenheit, durch die langsam vieles klarer verständlich wird. Annas Schilderungen ihrer Kindheit haben mir auch sehr gut gefallen. Es ist ein ruhiger, absolut lesenswerter Roman einer Familiengeschichte in der Gegenwart und der Nachkriegszeit.

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    Ekcnewvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein unterhaltsamer Roman
    Ein unterhaltsamer Roman

    Die Buchgestaltung und das Cover finde ich sehr ansprechend und gelungen. Insgesamt ist es ein guter Roman der angenehm unterhält. Der Schreibstil ist leicht und verständlich zu lesen. Allerdings bringt die Geschichte an sich keine großen Überraschungen mit - das muss aber auch nicht. Manches fand ich dann doch sehr vorhersehbar. Man ahnt, dass es ein Geheimnis gibt, das seinen Ursprung in der Vergangenheit hat. 

    Zum Inhalt: 

    Anna ist an Krebs erkrankt. Sie weiß, dass sie daran sterben wird. Frederike ist Annas Nichte. Sie ist quasi bei Anna aufgewachsen, nachdem Frederikes Eltern viel zu früh gestorben sind. Nun bittet Anna Frederike, einen Brief persönlich zu überbringen. Haken an der Sache, der Empfänger wohnt sehr abgeschieden im schwedischen Teil Lapplands. Frederike kann das nicht verstehen, warum sie diesen Brief persönlich überbringen soll. 

    Insgesamt ist dieses Buch eine leichte Lektüre für unbeschwerte Lesestunden.

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    claudi-1963s avatar
    claudi-1963vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Authentische Geschichte um eine geheime Liebe und die Liebe zu Lappland.
    Eine Lüge und die Ruhe und Schönheit Lapplands

    "Manchmal passen zwei Menschen so gut zusammen. Nur leider ihre Leben nicht." (spruechewelt.com)
    Es ist Frühling in Beuren am Rande der Schwäbischen Alb, als Anna erfährt, dass sie an Lungenkrebs erkrankt ist. Das ist auch der Grund für Anna endlich mit ihrem Leben aufzuräumen und den Menschen, die sie bisher belogen hat die Wahrheit zu sagen. Den schon viele Jahre lebt Anna mit einer Lüge in ihrem Herzen. Deshalb bittet sie ihre Nichte Frederike einen Brief, den sie schweren Herzens geschrieben hat nach Lappland zu bringen. Frederike ist frisch geschieden, während ihre Tochter Paula gerade in Australien verweilt. Dass sie Annas Brief extra nach Lappland bringen soll, versteht sie gar nicht. Aber da Anna so darauf drängt, fährt sie schweren Herzens in den Norden, um einem gewissen Petter Svakko einen Brief zu bringen. Dort angekommen hat sie Petter kurz zuvor verpasst, bevor er sich in die Einöde auf seine Hütte aufgemacht hat. Deshalb entschließt sie sich ihm in die Bergwelt zu folgen, ungeahnt das sie die Bergwelt Lapplands verändern wird.

    Meine Meinung:
    Ein recht unscheinbares Cover mit Wacholderbeeren oder Blaubeeren, lädt ein zu einer authentisch, deutsch-schwedischen Familiengeschichte. Die Leseprobe hat mich auf dieses Buch neugierig gemacht, da es zum Teil in Hiltrud Baiers ehemaligen Heimat der Schwäbischen Alb spielt. Aber es geht auch um einen geheimnisvollen Brief, eine heimliche Liebe und die Schönheit Lapplands. Der Schreibstil ist sehr gut, recht leicht zu lesen, dabei wechseln sich in der Geschichte die beiden Frauen Frederike und Anna jeweils mit ihren Erlebnissen ab. Im Plot geht es um eine Familiengeschichte, die nicht tragischer sein könnte, im Grunde fängt das ganze schon mit Frederikes Großmutter an. Sie verstirbt recht jung aus Sehnsucht nach ihrer Heimat Lappland. Sicher auch, weil sie kein Geld hatten, das sie ihre Eltern mal besuchen konnte. Dass sie so tragisch verstarben und sie nicht mal auf ihre Beerdigung konnte, setzt der jungen Frau zu. Doch die Familiengeschichte nimmt so erst ihren traurigen Verlauf. Die Charaktere sind aufgrund dessen, das die Autorin selbst auf der Schwäbischen Alb und Lappland gewohnt hat, sehr authentisch dargestellt. Vor allem Frederike zeigt alle Facetten, von Wut, Trauer, aber auch von Harmonie, Ausgeglichenheit bis hin zur Freude die sie erst in der Einsamkeit Lapplands wiederfindet. Man merkt bei der Autorin sehr gut die Liebe zu ihrer schwäbischen Heimat, aber auch zu Lappland ihrem jetztigen Zuhause, in dem sie mit ihrer Familie wohnt. Allein die Beschreibung von Land, Leuten und auch dem Brauchtum dieser Region macht das Buch lesenswert. Dass, man in so einer schönen und ruhigen Gegend sein Leben verändert kann, kann ich mir gut vorstellen. Auch wenn das Verschwinden von Petter und der daraus resultierende längere Aufenthalt etwas eigenartig war, war es schön Frederikes Veränderung mitzuerleben. Das einzige was mir ein wenig zu flach blieben, waren die Emotionen, die habe ich nicht ganz nachempfinden können. Trotzdem bekommt das Buch von mir 5 von 5 Sterne.

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    Tinka2s avatar
    Tinka2vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine ungewöhnliche Reise in den Norden, die Vergangenheit, eine reale Parallelwelt und zu sich selbst.
    Eine ungewöhnliche Reise!

    Am 25. Juli bei Fischer Krüger erschienen hat "Helle Tage, helle Nächte" eine interessante Besonderheit: Es wurde von einer nach Lappland ausgewanderten Deutschen über eine ebensolche Frau geschrieben. Der Text wirkt also von Anfang an authentisch und ist nicht aus dem Blauen herbei gezaubert.

    Hauptfigur ist Frederike, Anfang 50, die sich aktuell von ihrem Mann scheiden lässt. Ihre 20 Jahre alte Tochter Paula verbringt aktuell ein Jahr in Australien und da ihre Eltern beide schon seit 40 Jahren Tod sind hat sie viel Zeit, die sie mit ihrer Tante Anna verbringen kann.

    Anna wiederum ist Anfang 70, alleinstehend und schon seit Jahren Frederikes Mutterersatz. Allerdings hat sie, trotz der langen Zeit, die die beiden Frauen miteinander verbracht haben, noch einige Geheimnisse parat, von denen keiner weiß. Und die sind auch der Auslöser für Frederikes Lapplandreise, denn dort soll sie einem Samen einen Brief überbringen - warum, dass ist eines der vielen Dinge, über die Anna nicht gern redet.

    Frederikes Reise nach Lappland ist gleichzeitig eine Reise zu sich selbst, in ihre Vergangenheit und gewissermaßen in eine reale Parallelwelt, die vielen von uns fremd ist.

    Das Cover ist sehr schlicht und ansprechend gestaltet. Die hauchdünnen Streifen und die Beeren lassen es sehr nordisch wirken, einzig gestört hat mich das grelle Orange (obwohl es meine Lieblingsfarbe ist, aber an dieser Stelle passte es einfach nicht) - eine etwas gedecktere Farbe wäre schön gewesen, ein Rostrot zum Beispiel.

    Die Sprache ist, wie auch das Cover, sehr schlicht gehalten aber ordentlich und liest sich gut. Zum Teil findet sich hier fantastisches "Show-don't-tell" sprich: Die Autorin sagt nicht einfach nur "Frederike fühlte sich traurig" sondern hinterlässt durch äußere Umstände etc. den Eindruck beim Leser, so dass der auch sofort mitfühlen kann.

    Erzählt wird abwechselnd von Frederike und Anna, was sehr spannend ist, da sich so die vielen kleinen Puzzelteile zu einem Ganzen zusammenfügen.

    Insgesamt fand ich das Buch sehr interessant und obwohl man sich zu Beginn bereits vieles denkt kommt dann doch alles ganz anders und man wird überrascht. Die Geschichte ist sehr gut durchdacht, hat einige verrückte Ecken und Kanten und ist voller liebevolle Details!

    Deshalb und aus vielen anderen Gründen, die man dieser Rezension hoffentlich entnehmen konnte, würde ich das Buch sofort weiterempfehlen!
           

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    unfabulousvor 4 Monaten
    Das Buch klingt nach einer interessanten, tiefsinnigen Geschichte, bei der ich hoffentlich auch einiges für mich selber mitnehmen kann.
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