Helle Tage, helle Nächte

von Hiltrud Baier 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Helle Tage, helle Nächte
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Inhaltsangabe zu "Helle Tage, helle Nächte"

Frühling. Die Kirschbäume blühen. Es könnte so idyllisch sein. Doch Anna Albinger, die am Fuß der Schwäbischen Alb lebt, erkrankt schwer. Plötzlich wird sie von dem Gefühl eingeholt, dass es für manche Dinge irgendwann zu spät sein könnte. Denn da gibt es diese eine große Lüge in ihrem Leben. Schweren Herzens schreibt sie einen Brief, den ihre Nichte Frederike für sie nach Lappland bringen soll. Frederike, frisch geschieden und auf der Suche nach einem neuen Anfang, bricht in den menschenleeren Norden auf. In der Bergwelt Lapplands ist sie auf sich allein gestellt und versucht, ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Sie findet den Mann, an den Annas Brief adressiert ist, und noch viel mehr...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B07F2KWRVB
Sprache:Deutsch
Ausgabe:herunterladbare Audio-Datei
Verlag:Argon Verlag
Erscheinungsdatum:25.07.2018
Das aktuelle Buch ist am 25.07.2018 bei FISCHER Krüger erschienen.

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    WinfriedStanzickvor 13 Stunden
    Ein Hörbuch, das die gedruckte Fassung auf einzigartige Weise interpretiert


     

    Anna Albinger ist eine Frau Ende sechzig. Sie lebt in einer Kleinstadt am Fuß der Schwäbischen Alb. Eines Tages erfährt sie von einem Arzt, den sie wegen ständiger Nackenschmerzen aufgesucht hat, dass sie an Lungenkrebs erkrankt ist.

     

    Dieses nahe Lebensende konfrontiert Anna erneut aber dieses Mal mit einer großen Wucht, mit ihren jahrzehntelangen Lebenslügen. Sie will sich bevor sie stirbt, endlich ehrlich machen und schreibt einen langen Brief. Ihre etwa 50-jährige Nichte Frederike, die gerade ihre jüngst erfolgte Scheidung noch verarbeitet, soll diesen Brief, dem ein zweiter kurzer an sie selbst beigefügt ist, nach Lappland bringen, der Heimat ihrer Großmutter Igga.

     

    Frederike ist wenig begeistert von dieser Idee, will aber ihrer Tante, die sie vor 40 Jahren nach dem frühen Tod ihrer Eltern aufgenommen und ihr sogar ein Studium ermöglichte, diesen letzten großen Wunsch nicht abschlagen. Sie willigt nach langem Überlegen ein und macht sich auf den Weg nach Nordschweden, in die Gegend, in der die Samen leben und in der ihre Großmutter geboren wurde.

     

    Als sie Petter Svattko, den Mann, an den der Brief von Anna adressiert ist, trifft, erkennt dieser in Frederike sofort seine leibliche Tochter. Noch am gleichen Tag verschwindet er für Wochen und Frederike muss sich in Petters Hütte selbst versorgen.

     

    In ständig zwischen Anna, die zu Hause ihr Leben reflektiert und Frederike, die oben in den noch schneebedeckten Bergen langsam zu sich selbst kommt, wechselnden Perspektiven, wird eine lange von einer großen Lüge geprägte Familiengeschichte erzählt.

     

    Das Buch entwickelt immer mehr einen Charme, dem sich der Leser nicht entziehen kann. Er wird angesteckt von der Liebe der Autorin sowohl zu ihrer süddeutschen Heimat als auch zu ihrer neuen Heimat in Lappland.

     

    Wunderschöne Naturbeschreibungen und die Schilderung  einfache Lebensweise der Samen wechseln sich ab mit Porträts von Männern und Frauen, die alle eine bisher verborgene gemeinsame Vergangenheit zusammenhält.

     

    Die Schauspielerinnen Hannelore Hoger und Elisabeth Günther haben diese authentische Familiengeschichte in eine sehr empfehlenswerte Hörbuchfassung gebracht, die die Autorin autorisiert hat. Während Hannelore Hoger ihre tiefe, warme und unverwechselbare Stimme Anna leiht, die nach ihrer schlimmen Diagnose ihre Lebenslüge endlich offenbaren will, wird die Rolle der Nichte Friederike, auf der Suche nach einem neuen Platz im Leben von Elisabeth Günther warmherzig und mitfühlend gesprochen.

     

    Ein Hörbuch, das die gedruckte Fassung auf einzigartige Weise interpretiert. Empfehlenswert.

     

     

     

     

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