Hitonari Tsuji Warten auf die Sonne

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Inhaltsangabe zu „Warten auf die Sonne“ von Hitonari Tsuji

Der alte Regisseur Hajime Inoue wartet auf die Sonne, die ihm das ersehnte Licht für seinen letzten Film bringen soll. Shiro, der Filmrequisiteur, wartet, daß sein Bruder aus dem Koma erwacht. Und das Mafiamitglied Fujisawa wartet auf die Tasche von Shiros Bruder, deren Inhalt außerordentlich gefährlich ist … Ein Roman zwischen Traum und Realität und die berauschende Entdeckung eines japanischen Schriftstellers, der auf wundervolle Art süchtig macht.

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  • Rezension zu "Warten auf die Sonne" von Hitonari Tsuji

    Warten auf die Sonne

    yoko

    10. July 2009 um 12:23

    Warten. Es kann auch eine Kunst oder gar eine Tugend sein, warten zu können. Sich dem hinzugeben und zu warten, egal, wie ermüdend es manchmal sein kann. In dem Roman von Hitonari Tsuji empfindet man als Leser eine wahre Freude daran, mit den unterschiedlichen Menschen, die alle auf eine besondere Art und Weise miteinander verbunden sind, auf das große Ereignis zu warten. Ich denke an den großen Regisseur Inoue, der nur auf die richtige Sonneneinstellung wartet, die er einst vor vielen Jahren erlebt hat oder an Shiro, der hofft, dass sein großer Bruder bald aus dem Koma erwacht. Jede Figur hat hier ihre eigene Geschichte und sie wird wieder ganz im japanischen Stil erzählt: Bildhaft, naturverbunden, nachdenklich und philosophisch. Ein weiterer, spannender Aufhänger in dem Roman ist der Krieg zwischen Japan und China sowie zwischen Amerika und Japan. Der Leser wird nicht verschont vor der hässlichen Fratze, die mit Hass und Blut beschmutzt ist. Murakami-Fans werden das Buch natürlich gern lesen, aber es kommt noch lange nicht an dessen schriftstellerische Kraft heran. Dennoch gibt es oft Sätze und Gedanken, die, man auch hätte beim Meister Murakami entdecken können: "Die Welt, zu der auch die Sonnenflecken vor mir auf dem Flur gehören, ist eigentlich in mir, nicht in meinem Gehirn, sondern an irgendeinen ideellen fundamentalen Ort in mir." Relativ schnell hat sich bereits am Anfang wieder das Empfinden eingestellt, dass einem häufig beim Lesen von japanischen Büchern wie eine schnurrende, glückliche Katze umschmeichelt: Das Gefühl, als läge man auf einer warmen Sommerwiese und bekäme die Geschichte von einem guten Freund erzählt. Es ist die gewisse Ruhe und Vertrautheit, die auch in diesem Buch zu finden ist. Für mich als Liebhaberin japanischer Literatur war dieser Roman eine schöne Bereicherung, die ich nicht missen möchte.

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  • Rezension zu "Warten auf die Sonne" von Hitonari Tsuji

    Warten auf die Sonne

    lesemaus

    30. March 2009 um 16:52

    Bewegend, traurig und wunderschön.

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