Hjalmar Hjorth Boyesen

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Hjalmar Hjorth BoyesenSelbstbestimmung
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Selbstbestimmung
Selbstbestimmung
 (3)
Erschienen am 12.03.2008
Hjalmar Hjorth BoyesenIlka on the Hill-Top; And Other Stories
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Ilka on the Hill-Top; And Other Stories
Ilka on the Hill-Top; And Other Stories
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Erschienen am 10.07.2012
Hjalmar Hjorth BoyesenBoyhood in Norway
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Boyhood in Norway
Boyhood in Norway
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Erschienen am 15.03.2010
Hjalmar Hjorth BoyesenTales from Two Hemispheres
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Tales from Two Hemispheres
Tales from Two Hemispheres
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Erschienen am 15.01.2009
Hjalmar Hjorth BoyesenA Daughter of the Philistines
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A Daughter of the Philistines
A Daughter of the Philistines
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Erschienen am 14.10.2010
Hjalmar Hjorth BoyesenBoyhood In Norway - Stories Of Boy-Life In The Land Of The Midnight Sun
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Boyhood In Norway - Stories Of Boy-Life In The Land Of The Midnight Sun
Hjalmar Hjorth BoyesenA Good-for-nothing
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A Good-for-nothing
A Good-for-nothing
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Erschienen am 15.02.2009
Hjalmar Hjorth BoyesenBoyhood in Norway
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Boyhood in Norway
Boyhood in Norway
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Erschienen am 30.05.2009

Neue Rezensionen zu Hjalmar Hjorth Boyesen

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emeraldeyes avatar

Rezension zu "Selbstbestimmung" von Hjalmar Hjorth Boyesen

Rezension zu "Selbstbestimmung" von Hjalmar Hjorth Boyesen
emeraldeyevor 9 Jahren

Hulda, eine 19-jährige Pfarrerstochter aus einem entlegenen Fjorddorf an der Westküste Norwegens, dort wo die Ankunft eines Dampfers ein Großereignis ist, soll den sympathischen, wenn auch langweiligen Hilfsprediger Falck heiraten. Damit hat die Familie eine Esserin weniger und der einzige Sohn kann die Lateinschule besuchen. Hulda hat sich nach langer Gegenwehr überreden lassen, da taucht ein junger Künstler auf. Dieser wurde "aufs Land" geschickt, um ihm seinen unsteten Lebenswandel abzugewöhnen. Hulda ist hingerissen und ihr Verlobter gerät zusehends ins Hintertreffen. Der Künstler schwärmt von der Freiheit Amerikas und wenig später ist er auch schon auf dem Weg dorthin. Hulda bleibt zurück, erst voller Hoffnung, dann resigniert. Die Hochzeit mit Falck wird angesetzt, doch in letzter Minute flieht Hulda und folgt ihrem wahren Geliebten nach Amerika.
Ende des 19.Jahrhunderts geschrieben, ist der Roman von Hjalmar Hjorth Boyesen überraschend modern und zeigt die Frauen als die aktiven, bestimmenden Elemente einer an sich immer noch streng patriarchalischen Gesellschaft. Eine sehr junge Frau rebelliert gegen die Konventionen und begibt sich auf eine ungewisse Reise zu sich selbst und in ein anderes Land. Ob sie letztendlich glücklich wird, bleibt offen. Der letzte Kommentar dazu kommt von dem düpierten Hilfspfarrer, aber zumindest hat sie für sich entschieden und es ist nicht für sie entschieden worden. Das ist meiner Meinung nach die zentrale Aussage des Romans. Erstaunlich finde ich, dass ein Mann einen solchen "Emanzipationsroman" schreiben konnte.

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Binea_Literatwos avatar

Rezension zu "Selbstbestimmung" von Hjalmar Hjorth Boyesen

Rezension zu "Selbstbestimmung" von Hjalmar Hjorth Boyesen
Binea_Literatwovor 9 Jahren

Ein Schwan unter den Enten

Jeder Mensch hat seine eigenen Vorstellungen und seinen eigenen Kopf. So will auch Hulda, die älteste Tochter des Pfarrers einer Fjordgemeinde, ihr Leben in die eigene Hand nehmen. Doch ihre Mutter sieht das etwas anders, denn sie möchte ihrem Sohn eine gelehrte Erziehung ermöglichen. Um das verwirklichen zu können, muss Hulda als hübscheste Tochter verheiratet werden. Am besten natürlich mit einem vermögenden Herrn. Obwohl Hulda den für sie Bestimmten noch nicht gesehen hat, hasst sie ihn schon jetzt. Herr Falck ist Hilfsprediger und entpuppt sich als sympathisch-eleganter Nichtsnutz. Hulda willigt in die Verlobung ein, verliebt sich aber fast zeitnah in den charmanten Eisenbahningenieur Olaf Brun. Sie befindet sich in einer Zwickmühle und als die beiden eines Nachts entdeckt werden, wird Olaf Brun von ihrer Mutter aus dem Haus verwiesen. Hulda entscheidet sich, das Elternhaus zu verlassen und reist dem Glücklosen hinterher. Er versucht sich nun als Maler in Amerika eine Existenz aufzubauen. Der Weg ist für ihn, wie auch für sie, sehr schwer, denn Amerika bietet wenige Möglichkeiten. Gemeinsam ohne Fremdbestimmung wird dieses Abenteuer in Angriff genommen.

Hulda als starke Frauengestalt widersetzt sich den familiären Zwängen und findet ihren eigenen Weg durchs Leben. Hjalmar Hjorth Boyesen beschreibt vor allem den in Amerika spielenden Teil für den Leser sehr packend. Mit der Protagonistin zusammen wird dem Leser ein Eindruck vermittelt, wie damalige Einwanderer behandelt wurden.

Am Ende wird ein Einblick über das Leben des Autors und über seine Zeit gegeben. Auch biographische Daten der bekannte Übersetzerin Mathilde Mann werden erwähnt.

Der Roman zeigt den Gegensatz zwischen norwegischer Landschaft und dem geschäftig-verrückten Großstadtleben auf und vermittelt, dass in jeder Lebenslage Freundschaft und Liebe alles bezwingen kann.

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Claris avatar

Rezension zu "Selbstbestimmung" von Hjalmar Hjorth Boyesen

Rezension zu "Selbstbestimmung" von Hjalmar Hjorth Boyesen
Clarivor 10 Jahren

Hjalmar Hjorth Boyesen Selbstbestimmung
Lilienfeld ISBN 3940357057

Mit herber Melancholie und leisen Tönen beginnt die Geschichte einer jungen Frau, die weit ab aller Zivilisation im Hause ihres Vaters an der Westküste Norwegens aufgewachsen ist. Der Vater ist Pfarrer in einem Fischerdorf.
Im Kreise ihrer fünf Schwestern und des kleinen Bruders geht es verständlicherweise spartanisch und einsam zu. Besorgt zeigt sich die Mutter, wie sie ihre sechs Töchter unter die Haube bringen soll. Als ihr Mann einen Hilfsprediger einstellt, zielt ihre Hoffnung auf die baldige Verlobung mit der ältesten Tochter Hulda. Diese ist ein eigenständiges Wesen, das den Gedanken an ein Alltagsleben mit dem gehemmten Hilfsprediger Franck weit von sich weist. Romantisch veranlagt hofft sie immer noch auf die große Liebe. Als sie schließlich schon in die Verlobung eingewilligt hat, begegnet ihr ein verführerischer und ansehnlicher junger Mann von zweifelhaftem Ruf: Bahningenieur Olaf Brun hat es aus gegebenem Anlass in die einsame Gegend verschlagen. Er ist hübsch, charmant, musikalisch und hegt hochfliegende Pläne, sobald er mündig ist und damit den Vorgaben seines Vormunds entkommen kann. Dass er sich in Hulda verliebt, und sie ihm auf verschlungenen Wegen begierig in ein neues Leben folgt, entwickelt sich zum eigentlichen Plot der Geschichte.

Bunt und heimelig wird das Leben der Familie geschildert. Charaktere wie der Pfarrer und seine Frau, der eine gutmütig und freundlich, die Frau eher von strengem und nüchternem Wesen, lassen einen mit Vergnügen am Leben der Familie teilnehmen. Selbst bestimmt, stolz und eigenwillig zeigt sich die schöne Tochter in ihrem heiteren Wesen. Die Dramatik im Leben der abtrünnigen Tochter entsteht aus dem Gegensatz von geordnetem Leben zu Hause und ihrer unstillbaren Sehnsucht nach romantischer Liebe und dem fernen Abenteuer.
Die Handlung ist im 19. Jahrhundert angesiedelt. Der Autor Hjalmar Hjorth Boyesen ist Norweger, hat von 1848 -1895 gelebt, und hat zwei Jahre vor seinem frühen Tod diese kleine Geschichte veröffentlicht. Es geht ihm wie in vielen seiner Werke um die Selbstbestimmung des Menschen, die zu seiner Lebenszeit noch nicht die Regel war. Fesselnd und lebendig ist ihm auf nur 169 Seiten das Lebensbild der selbstbewussten Hulda in einer in sich geschlossenen Erzählung gelungen.
Sein Stil trifft den Ton der Zeit: betulich, etwas steif und umständlich, gelegentlich leicht amüsiert und dabei höchst unterhaltsam und lesenswert.
In einem Nachwort ist eine anspruchsvolle literarische Expertise über das Leben und Schaffen des Autors angefügt.
Mathilde Mann ist die hervorragend Übersetzerin.

Dem Lilienfeld Verlag gebührt Dank dafür, dass er die Geschichte neu aufgelegt und einem größeren Publikum zugänglich gemacht hat.

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