Holger Balodis

 4.4 Sterne bei 5 Bewertungen

Alle Bücher von Holger Balodis

Die Vorsorgelüge

Die Vorsorgelüge

 (2)
Erschienen am 14.09.2012
Berufsunfähigkeit gezielt absichern

Berufsunfähigkeit gezielt absichern

 (2)
Erschienen am 18.04.2011
Die große Rentenlüge

Die große Rentenlüge

 (1)
Erschienen am 01.08.2017
Garantiert beschissen!

Garantiert beschissen!

 (0)
Erschienen am 14.09.2015
Privatrenten und Lebensversicherungen

Privatrenten und Lebensversicherungen

 (0)
Erschienen am 21.06.2010
Berufsunfähigkeit gezielt absichern

Berufsunfähigkeit gezielt absichern

 (0)
Erschienen am 25.10.2016

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Rezension zu "Die große Rentenlüge" von Holger Balodis

Dezidiert linke Positionen
WinfriedStanzickvor einem Jahr


„Warum eine gute und bezahlbare Alterssicherung für alle möglich ist“ – das versuchen die Autoren des vorliegenden Buches  mit ihren Thesen nachzuweisen. Immer wieder – und auch nach der nächsten Wahl wird das so sein – wird die Rentendebatte geführt. Immer mehr Menschen in meinem Bekanntenkreis diskutieren über ihre längere Lebensarbeitszeit, fragen sich, wie sie das schaffen sollen und wie sie dereinst mit einer beschämend niedrigen Rente ihre Miete bezahlen und ihr normales Auskommen finanzieren können. Dabei kenne ich immer mehr Menschen jüngeren Alters, die zwar Jobs haben, aber für die private Vorsorge, die immer wieder propagiert wird, sich von ihrem Einkommen nicht leisten können. Düstere Aussichten also.

Allen an diesem Thema interessierten Menschen die sich einen gut lesbaren Überblick über eine scheinbar komplizierte Materie machen wollen und dabei gleichzeitig nach Orientierung für machbare Lösungen aus dem Rentendesaster suchen, kann man dieses Buch empfehlen.

Die beiden Autoren haben sich schon mit früheren Büchern und Veröffentlichungen durchaus als Fachleute in der Frage der Rentenfinanzierung erwiesen. Sie geben in ihren Buch einen profunden Überblick über die Lösungen, die andere Staaten gefunden haben, skizzieren und kritisieren den bisherigen Weg in Deutschland und machen Vorschläge, wie man das gesamte System reformieren könnte. Kernpunkt ist dabei, dass all die (meist reichen) Gruppen miteinbezogen werden müssen in die Finanzierung.

Es ist zu hoffen, dass in der bald wieder losbrechenden gesellschaftlichen Debatte um die Zukunft der Rentenfinanzierung solche dezidiert linke Positionen einbezogen und diskutiert werden. Außer den Linken hat sie im Augenblick, so wie ich das sehe, keine Partei wirklich auf dem Schirm.



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Rezension zu "Die Vorsorgelüge" von Holger Balodis

Rezension zu "Die Vorsorgelüge" von Holger Balodis
Sophia!vor 6 Jahren

Der schöne Schein privater Altersvorsorge radikal entlarvt
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„Die Lobby zur Beseitigung der staatlichen Sozialkassen ist kein Hirngespinst, sie existiert wirklich und ist erschreckend erfolgreich […]“
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Altersarmut ist heute schon ein ebenso schockierendes wie ärgerliches Faktum und damit zugleich ein hochsensibles Thema des öffentlichen Diskurses. Die Autoren Holger Balodis und Dagmar Hühne, beides ausgewiesene Experten auf dem Gebiet Altersvorsorge und Versicherungen, präsentieren ihren Lesern einen umfassenden Bericht rund um die aktuellen Missstände zum Thema Rente. Als Autoren der ARD-Magazine „monitor“, „plusminus“ und „Ratgeber Recht“ zeichnen sich durch eine präzise Recherchearbeit aus, die auch während der Lektüre dieses Titels deutlich wird. Sie leisten im Bereich der Altersarmut eine regelrechte, längst überfällige Aufklärungsarbeit und ermöglichen einen schonungslosen Einblick in das skrupellose Spiel durch Politik und Wirtschaft mit der Angst der Bevölkerung. Intrigen und Manipulationsversuche von Seiten der Politik werden unverblümt offengelegt. Interessant ist hier auch ein kurzer Rückblick auf die Anfänge der Misere und den Versuch einer Demontage der gesetzlichen Rentenversicherung.
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Im Zentrum des Buches steht u.a. der Risikofaktor der privaten Altersvorsorge, präzise belegt anhand verschiedenster Beispiele. Trotz der Vorteile des Umlageverfahrens der staatlichen Rente sind Riester, Rürup und Co. sukzessive erfolgreicher und stärker geworden und das auf Kosten der Versicherten. Ein Beispiel hierfür wäre etwa die reelle Unmöglichkeit des Vertragswechsels bei der Rürup-Rente oder die Tatsache, dass viele der abgeschlossenen Garantien faktisch kaum geleistet werden können, etwa dann, wenn sich nicht von der deutschen Muttergesellschaft, sondern vielmehr von ausländischen Töchtern gegeben werden. Dank einer stichhaltigen Argumentation wird schnell ersichtlich, wieso die Riester-Rente plakativ als Milliardengrab bezeichnet werden kann. Ausführlich erörtert wird zudem die Bedeutung der Finanz- und Eurokrise für die private Rente sowie die Möglichkeit von Alternativen und deren vorausgesetzte Korrekturen im System.
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Fazit: Auf wissenschaftlich fundierter Basis und auf hohem sprachlichen Niveau präsentieren sich die jeweiligen Kapitel des Buches. Informativ und aufschlüssig sind zudem die verwendeten Quellen, die im Anmerkungsverzeichnis am Ende des Textes aufgelistet sind. Ein hochinteressanter Bericht eines wichtigen Themas. Sehr zu empfehlen.

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