Holger Balodis , Dagmar Hühne Die Vorsorgelüge

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Inhaltsangabe zu „Die Vorsorgelüge“ von Holger Balodis

Alle sagen: Private Rentenversicherung muss sein, sonst droht Altersarmut. Doch die von der Versicherungswirtschaft angebotenen Formen der Privatrente sowie Riester- und Rürup- Rente taugen nicht als Ersatz für die gesetzliche Rente. Im Gegenteil: Kunden verlieren Milliarden, weil private Rentenversicherungen systematisch zu ihrem Schaden konstruiert sind. Politiker, Finanzlobbyisten und Wissenschaftler haben die gesetzliche Rente demontiert, um das private Geschäft mit der Altersvorsorge anzukurbeln – zu Lasten der Rentner von morgen. Holger Balodis und Dagmar Hühne decken auf, wie sich ein mafiöses Interessengeflecht die Altersvorsorge zur Beute macht und uns in die Altersarmut stürzt.

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  • Rezension zu "Die Vorsorgelüge" von Holger Balodis

    Die Vorsorgelüge
    Sophia!

    Sophia!

    03. February 2013 um 19:55

    Der schöne Schein privater Altersvorsorge radikal entlarvt _ „Die Lobby zur Beseitigung der staatlichen Sozialkassen ist kein Hirngespinst, sie existiert wirklich und ist erschreckend erfolgreich […]“ _ Altersarmut ist heute schon ein ebenso schockierendes wie ärgerliches Faktum und damit zugleich ein hochsensibles Thema des öffentlichen Diskurses. Die Autoren Holger Balodis und Dagmar Hühne, beides ausgewiesene Experten auf dem Gebiet Altersvorsorge und Versicherungen, präsentieren ihren Lesern einen umfassenden Bericht rund um die aktuellen Missstände zum Thema Rente. Als Autoren der ARD-Magazine „monitor“, „plusminus“ und „Ratgeber Recht“ zeichnen sich durch eine präzise Recherchearbeit aus, die auch während der Lektüre dieses Titels deutlich wird. Sie leisten im Bereich der Altersarmut eine regelrechte, längst überfällige Aufklärungsarbeit und ermöglichen einen schonungslosen Einblick in das skrupellose Spiel durch Politik und Wirtschaft mit der Angst der Bevölkerung. Intrigen und Manipulationsversuche von Seiten der Politik werden unverblümt offengelegt. Interessant ist hier auch ein kurzer Rückblick auf die Anfänge der Misere und den Versuch einer Demontage der gesetzlichen Rentenversicherung. _ Im Zentrum des Buches steht u.a. der Risikofaktor der privaten Altersvorsorge, präzise belegt anhand verschiedenster Beispiele. Trotz der Vorteile des Umlageverfahrens der staatlichen Rente sind Riester, Rürup und Co. sukzessive erfolgreicher und stärker geworden und das auf Kosten der Versicherten. Ein Beispiel hierfür wäre etwa die reelle Unmöglichkeit des Vertragswechsels bei der Rürup-Rente oder die Tatsache, dass viele der abgeschlossenen Garantien faktisch kaum geleistet werden können, etwa dann, wenn sich nicht von der deutschen Muttergesellschaft, sondern vielmehr von ausländischen Töchtern gegeben werden. Dank einer stichhaltigen Argumentation wird schnell ersichtlich, wieso die Riester-Rente plakativ als Milliardengrab bezeichnet werden kann. Ausführlich erörtert wird zudem die Bedeutung der Finanz- und Eurokrise für die private Rente sowie die Möglichkeit von Alternativen und deren vorausgesetzte Korrekturen im System. _ Fazit: Auf wissenschaftlich fundierter Basis und auf hohem sprachlichen Niveau präsentieren sich die jeweiligen Kapitel des Buches. Informativ und aufschlüssig sind zudem die verwendeten Quellen, die im Anmerkungsverzeichnis am Ende des Textes aufgelistet sind. Ein hochinteressanter Bericht eines wichtigen Themas. Sehr zu empfehlen.

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