Holger Kalweit

 2,8 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Das Totenbuch der Kelten, Das Totenbuch der Germanen und weiteren Büchern.

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Das Totenbuch der Kelten

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Erschienen am 01.06.2006
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Das Totenbuch der Germanen

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Erschienen am 01.06.2006
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Die 7 Urmütter der Europäer

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Erschienen am 02.01.2018

Neue Rezensionen zu Holger Kalweit

Cover des Buches Das Totenbuch der Germanen (ISBN: 9783855027064)annlus avatar

Rezension zu "Das Totenbuch der Germanen" von Holger Kalweit

Die Götterwelt der Germanen
annluvor 3 Jahren

Nach einer Einleitung, die einen Grobüberblick über das Weltbild, das der Autor aus der Dichtung erstellt, werden die fünfzehn Dichtungen der Liederedda – aufgeteilt in kurze Stücke – wiedergegeben und Deutungen aber auch Erläuterungen dazu gegeben.


Der Autor sagt über sich selbst, er sei der Erste, der die Edda dazu nutzt eine Interpretation als Weltbild zu machen. In der Einleitung wird die Dreiteilung der Welt als eine Vorstellung in Bezug auf Seele und Seelenzustände erläutert. Hier sind die Andeutungen, dass er selbst an eine solche Weltvorstellung glaubt sehr stark. Dazu kommt immer wieder Kritik an andere Herangehensweise an die Edda als Naturdeutung oder literarisches Werk. Schon hier wurde ich skeptisch.


Die Liederedda zeigte sich als Bruchstücke eines Ganzen, das sich auch auf Grund des Alters von der jüngeren Prosaedda unterscheidet. Die verwickelte Geschichte, die nicht gradlinig erzählt wird

birgt viele Namen aber auch Kennings (Umschreibungen dieser). So ist sie schwer zu verstehen. Der Autor behauptet, dass er nicht deuten, sondern nur kurze Bruchstücke noch einmal mit anderen Worten darlegen will. Leider gelingt ihm dies selten. So zieht sich Odin als Allwissender und das Beharren auf die Nicht-Stofflichkeit der Prinzipien durch seine Beschreibungen.


Um die Liederedda kennenzulernen eignet sich dieses Buch bedingt. Die einzelnen Dichtungen werden hier immer wieder durch die Erläuterungen unterbrochen. Einerseits hilft das zwar beim Verständnis, da gesagt wird, wann andere Namen genannt werden und in welcher Verbindung die vielen Orte, Götter und Riesenabkömmliche zueinander stehen (was auch sehr anschaulich in vielen Skizzen gezeigt wird). Hinzu kommen viele interessante etymologische Deutungen. Andererseits empfand ich die Interpretationen des Autors doch öfters sehr eigen. Seine eigenen Überzeugungen fließen stark mit ein, andere Meinungen werden rigoros abgelehnt und so konnte ich die Informationen nicht als gegeben sehen.


Fazit: Wer das Ganze mit einer guten Portion Kritik liest, kann einiges über das Totenbuch der Germanen erfahren – meiner Meinung nach gibt es dazu aber leichtere Methoden.

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Cover des Buches Das Totenbuch der Kelten (ISBN: 9783855027217)Ferrantes avatar

Rezension zu "Das Totenbuch der Kelten" von Holger Kalweit

Rezension zu "Das Totenbuch der Kelten" von Holger Kalweit
Ferrantevor 14 Jahren

Ja, ja, es waren die liebe Neugier und auch das gute alte Verlangen nach Spiritualität, die mich zu dem Buch greifen ließen. Der Autor inszeniert sich allerdings grauenhaft penetrant als der erleuchtete Guru schlechthin, der aus den Überlieferungen der Kelten Verschwörungstheorien der (real existierenden) Feen gegen die Menschen usw. herausliest. Die grundlegenden spirituellen Aussagen in diesen Mythen, die der Autor für so revolutionär hält, sind gar nicht neu: nach dem Tod lebt die Seele weiter, alles ist eins/"wie oben so auch unten" usw. Allerdings werden sie hier in Kalweits schwer verdauliches Gemisch aus Selbstbeweihräucherung, Gesellschaftskritik nach dem Motto "alles ist scheiße" und "Ich weiß alle Antworten, sage sie aber nicht"-Posiererei reingeworfen und gehen darin unter.

Sicher gibt es mehr auf dieser Welt, als wir sehen können. Auf jeden Fall sollte man aber Abstand nehmen von "Gurus" wie Holger Kalweit, die sich als vollkommen Erleuchtete inszenieren und sich selbstherrlich im Besitz aller Antworten wähnen - egal, auf welchem Gebiet! Der gefährliche religiöse Fanatismus ist hier nur eine andere Seite derselben Medaille. Einen Rat dazu gibt David Harp in seinem empfehlenswerten Buch "Meditieren in drei Minuten", wenn er davon spricht, dem Nicht-Wissen in unserem Denken doch größeren Raum zu geben. In einer Geschichte vergleicht er den Verstand mit einer Teetasse und schreibt: "Eine Teeschale, die zu voll ist, kann nichts weiter aufnehmen. Ebenso ist es mit dem Geist" (S. 110). Und wie schon Kant klarstellte: Wir können mit unseren Sinnen Gott u.ä. nicht begreifen, sondern eben nur als vage Idee erahnen.

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