Holger Karsten Schmidt Isenhart

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Inhaltsangabe zu „Isenhart“ von Holger Karsten Schmidt

Im Namen des Herzens Ein Serienmörder im hohen Mittelalter. Der junge Schmied Isenhart versucht ihm als früher »Profiler« auf die Spur zu kommen - und zugleich dem Geheimnis seiner eigenen Existenz. Ein umwerfend spannender Roman aus einer Zeit, in der der freie Geist mit Denkverboten rang - und die uns gar nicht so fern erscheint. Anno Domini 1171. Isenhart stirbt bei der Geburt. Und wird wieder zum Leben erweckt. Der wissbegierige Junge, der irgendwie »anders« ist, wächst als Sohn eines Schmieds auf der Burg Laurin bei Spira auf. Zusammen mit Konrad, dem Stammhalter des Hauses Laurin, erhält er Zugang zu einem ungeheuren Privileg: Bildung. Isenharts Welt bricht entzwei, als seine heimliche Liebschaft, die Fürstentochter Anna von Laurin, barbarisch ermordet - und ihr das Herz geraubt - wird. Der Mörder ist schnell gefasst und gerichtet. Doch dann ereignet sich ein weiterer Mord nach identischem Muster. Isenhart und Konrad machen sich auf, den Serienmörder mit den forensischen Mitteln ihrer Zeit zur Strecke zu bringen. Die Jagd führt sie bis ins ferne Iberien, in den »Basar des Wissens« von Toledo, wo freie Geister aus Morgen- und Abendland sich austauschen. Dann findet Isenhart in einem dunklen Gewölbe nie gesehene anatomische Zeichnungen des menschlichen Herzens ...

Etwas schwerfällig in der Mitte, doch das historische Setting motiviert, weiterzulesen!

— deadcatscantfly
deadcatscantfly

Sehr spannend und mit viel Aktion. Sehr empfehlenswert!!!

— buchhase
buchhase

Ein Wahnsinnstrip durchs Mittelalter!

— MissJaneMarple
MissJaneMarple

Hervorragender Roman zur Zeit der Kreuzzüge mit abenteuerlicher Krimiermittlung

— sommerlese
sommerlese

Ein wunderbares Buch!

— Sternenstaubfee
Sternenstaubfee

Dann rate ich Ihnen zum Buch und bin auch gespannt :-)

— hks
hks

Beides noch hier - das Buch und den Film. ich bin mal sehr gespannt.

— MichaelSterzik
MichaelSterzik

Sehr schöner historischer Roman: da ist wirklich alles drin - Mittelalter, Kreuzzüge, Liebesgeschichte, Mord, Kirche, Wissenschaft - perfekter, spannender Schmöker

— Andras
Andras

Welch großartiger Mittelalter-Roman!

— LEXI
LEXI

Fazit: Ein intelligenter, sehr gut recherchierter Kriminalroman aus dem Mittelalter, der durch seine interessante, atmosphärisch dicht umgesetzte Geschichte und den wunderbar beschriebenen Charakteren überzeugt.

— Bellexr
Bellexr

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    Isenhart
    harakiri

    harakiri

    09. February 2016 um 08:35

    Sehr schwer, hier eine Rezension zu schreiben. Das Buch ist nciht einfach zu lesen und zwischendurch stellte sich auch mal gähnende Langeweile ein. Gerade am Anfang, wenn man doch den Leser fesseln soll geschieht nicht viel außer dass die Männer in den Krieg ziehen und kämpfen. Da war ich schon versucht, nur 2 Sterne zu vergeben Zum Glück nahm die Handlung dann Fahrt auf und hat mich doch noch fesseln können. Die vielen unerwarteten Wendungen fand ich sehr gelungen. Es werden falsche Fährten gestreut, die man heute dank DNA-Analysen und anderen technischen Raffinessen gar nicht mehr legen könnte. Mir gefielen auch die vielen Denkweisen Isenharts, der für seine Zeit schon sehr revolutionär war. Alles in allem hätte man die Geschichte gut etwas kürzen können, das hätte der Spannung nicht geschadet, eher im Gegenteil.

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  • So war das Leben im Mittelalter

    Isenhart
    sommerlese

    sommerlese

    "*Isenhart*" ist der historische Roman von "*Holger Karsten Schmidt*" aus dem Jahr 2011. Er erscheint bei "*Kiepenheuer & Witsch*". 1171: Ein Serienmörder treibt sein Unwesen im Mittelalter und entnimmt den Opfern ihr Herz. Der junge Schmied Isenhart verliert seine große Liebe Anna von Laurin und setzt alles dran, mit den damaligen forensischen Mitteln dem Mörder auf die Schliche zu kommen. Dabei erfährt er seine eigene Herkunft, denn er starb nach seiner Geburt und wurde wiederbelebt. Als wissbegieriger Junge wird er auf der Burg Laurin mit Konrad, dem Sohn des Burgherren unterrichtet und gelangt so zu einem ungeheuren Privileg, zur Bildung. Die Suche nach dem Mörder führt Isenhart und Konrad bis ins ferne Iberien, nach Toledo. Dort treffen sich Gelehrte aus Morgen- und Abendland, um sich auszutauschen. In einem Gewölbe findet Isenhart anatomische Zeichnungen des menschlichen Herzens … Man taucht in diesem Roman sofort in die mittelalterliche Zeit von 1171 ein und erlebt die Lebensumstände, die Probleme und das alltägliche Leben hautnah mit. Der bildhafte Schreibstil des Autors zeigt dem Leser diese Zeit sehr lebendig und realistisch vor Augen. Die Erlebnisse der Figuren sind so genau beschrieben, dass man mit ihnen fühlt und die Emotionen mit ihnen teilt, sei es nun Freude, Schmerz oder Trauer. Man ist dabei wie Isenhart unter dramatischen Umständen geboren wird, sieht ihn heranwachsen, sich verlieben und durch einen Mord, seine Geliebte verlieren. Man begleitet ihn auch gedanklich, wie er mit den ihm damals zur Verfügung stehenden Mitteln Spuren in ähnlich gelagerten Mordfällen sammelt, seine Schlüsse zieht und ermittelt. Sein Mitstreiter Konrad ist ebenfalls ein starker Charakter, der kämpferisch für seine Ziele einsteht. Der Autor führt den Leser auf eine Reise über die Alpen, lässt seine Protagonisten eine Schifffahrt bestehen und landet in Toledo, wo sich im Basar des Wissens Gelehrte jeglichen Glaubens und verschiedener Herkunft über ihre Forschungen im wissenschaftlichen Disput austauschen. Dabei geht es um Anatomie und Medizin, Philosophie und Astrologie. Die Personen und Schauplätze sind gut gewählt, sie wirken historisch gut recherchiert und sorgen für eine unterhaltsame, aber auch informative Lektüre. Die mittelalterliche Geschichte lebt in den Beschreibungen über die Kreuzzüge, über die damalige Medizin und auch über das alltägliche Leben der Menschen. Gelungen finde ich die Einbindung von Redewendungen, die der Autor auf seine Ursprünge hin erklärt. Ein gelungener Roman, der das Leben im Mittelalter aufzeigt und durch seine Krimiermittlung und Abenteuer auffällt. Ein dicker Schinken, den man aber flott lesen kann.

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    • 2
  • Der Seelensammler

    Isenhart
    MissJaneMarple

    MissJaneMarple

    Inhalt: (Klappentext) Anno Domini 1171. Isenhart stirbt bei der Geburt. Und wird wieder zum Leben erweckt. Der wissbegierige Junge, der irgendwie anders ist, wächst als Sohn eines Schmieds auf der Burg Laurin bei Spira auf. Zusammen mit Konrad, dem Stammhalter des Hauses Laurin, erhält er Zugang zu einem ungeheuren Privileg: Bildung.  Isenharts Welt bricht entzwei, als seine heimliche Liebschaft, die Fürstentochter Anna von Laurin, barbarisch ermordet – und ihr das Herz geraubt – wird. Der Mörder ist schnell gefasst und gerichtet.  Isenhart widmet sich seinem großen Traum: dem Traum vom Fliegen. Und seiner Sehnsucht, zu verstehen, was die Welt im Innersten zusammenhält – dabei immer auf der Hut vor der katholischen Inquisition.  Doch dann ereignet sich ein weiterer Mord nach identischem Muster. Isenhart und Konrad machen sich auf, den Serienmörder mit den forensischen Mitteln ihrer Zeit zu Strecke zu bringen. Die Jagd führt sie bis ins ferne Iberien, in den Basar des Wissens von Toledo, wo freie Geister aus Morgen- und Abendland sich austauschen. Dann findet Isenhart in einem dunklen Gewölbe nie gesehene anatomische Zeichnungen des menschlichen Herzens … Meinung: Erstmal vorweg "Isenhart" ist kein Buch für zwischendurch. Der Schreibstil ist außerordentlich komplex und anspruchsvoll. Die relativ langen Kapitel teilen sich immer wieder in Rückblicke, Gegenwartserzählungen und Isenahrts Überlegungen, da sollte man schon aufmerksam lesen, um den vielen Sprüngen folgen zu können. Die Geschichte an sich ist einfach nur fantastisch. Ein einfacher Junge kommt durch die Gunst eines Gönners zu Bildung und macht das Allerbeste daraus! Er wird zum Überflieger, doch das ist im Mittelalter gefährlich. Isenhart und Konrad von Laurin werden durch ihre gemeinsame Ausbildung Freunde und bald verwischen die Grenzen zwischen Herr und Diener.  Walter von Ascisberg und Vater Hieronymus, die Lehrer der Jungen, werden im Laufe der Geschichte zu guten Freunden und wichtigen Vertrauten der Beiden. Auch die anderen Charaktere sind sehr intensiv und detailgenau beschrieben, was jedem für sich, sein ganz eigenes Leben einhaucht. Ganz nebenbei erwirbt der Leser auch ein großes Wissen über das Mittelalter und über den Ursprung so mancher Redewendung. So manches Mal wird der Leser auch zum Nach- und Überdenken angeregt. Der Autor schildert das Mittelalter alles andere als romantisch, es zeichnet es so, wie es durchaus gewesen sein könnte - nämlich hart, kalt und bedingungslos und doch kommt auch die Liebe nicht zu kurz.  Anders als erwartet, gab es auf den ganzen 816 Seiten keinen Durchhänger, keine Langatmigkeit, kein verzweifeltes Seiten füllen. Die Geschichte ist durch und durch spannend und fesselnd. Einziger Kritikpunkt an meiner Ausgabe, ist der relativ kleine Druck, der mit 37 Zeilen pro Seite nicht wirklich entspannt zu lesen ist. Fazit: Wer komplexe Romane mit vielen Zeitsprüngen und authentischen Charakteren mag, der wird "Isenhart" lieben! 

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    • 12
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    02. August 2014 um 18:14
  • Rezension zu "Isenhart" von Holger Karsten Schmidt

    Isenhart
    lalibertad

    lalibertad

    Seit "Isenhart" im September 2011 erschienen ist, war ich immer wieder kurz davor es zu kaufen, bis ich es letztendlich geschenkt bekommen habe. Aufgrund der hohen Erwartungen, die ich an den Roman hatte, war ich skeptisch, ob ich die 800 Seiten schaffen, oder vorher enttäuscht würde. Die Befürchtungen bewahrheiteten sich aber glücklicherweise nicht, denn 'Isenhart' ist eines der Bücher, die einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen haben. Die Geschichte beginnt in der kleinen Hütte einer Hebamme, die grade einer Todgeburt beigewohnt hat. Dieses Kind ist Isenhart, der durch einen geheimnisvollen Mann wieder zum Leben erweckt und später von Walther von Ascisberg mit auf die Burg seines besten Freundes Sigimund von Laurin genommen wird. Isenhart wächst dort als Sohn des Schmiedes auf und lernt dessen Handwerk, bekommt auf von Ascisbergs Bitten hin jedoch auch eine schulische Ausbildung, die sonst den Adeligen vorbehalten ist. Isenhart erweist sich als neugierig und überaus intelligent, was nicht allen auf der Burg gefällt. In seiner Teenagerzeit wird die Fürstentochter Anna von Laurin, in die Isenhart heimlich verliebt war, ermordet aufgefunden. Von dort an beginnt die Suche nach dem Mörder, die sich über viele Jahre seines Lebens erstrecken wird, denn Anna soll nicht das einzige Opfer bleiben. Spannend von der ertsen bis zur letzten Seite erzählt Holger Karsten Schmidt die Geschichte des jungen Schmieds, der seiner Zeit geistig weit voraus ist. Wie ein roter Faden zieht sich die Suche nach dem Mörder Annas und weiterer jungen Mädchen durch den Roman, eingepackt in die Lebensgeschichte eines Mannes, dessen größter Schatz sein Wissen ist. Mit viel Erfindungsgeist und Neugier erfasst Isenhart Indizien, die ihn zum Kriminologen seiner Zeit machen: Todesursache, Haarfarbe des Täters oder Zeitpunkt des Todes kann er meist bestimmen. Trotz dieser modernen anmutenden Methoden bleibt die Handlung authentisch, da er sich dabei immer der Mittel und Wege seiner Zeit bedient. Doch nicht nur der kriminalistische Teil der Geschichte beeindruckt, sondern auch das Wissen, das der Autor in diesen Roman gepackt hat. Anatomie, Medizin, Philosophie und Astrologie sind nur einige der Bereiche, die immer wieder angeschnitten und deren führende Köpfe immer wieder zitiert werden. Insgesamt habe ich die Geschichte, die immer wieder kleinere Spannungshochs erfährt, bis sie schließlich zum entscheidenden Showdown führt, mit ihren intelligenten Dialogen genossen und war auch bei Schilderungen des Alltags nie gelangweilt, sonndern immer freudig gespannt auf das, was kommt. Auch für die Charaktere hat Holger Kartsten Schmidt ein Händchen. Ob Isenhart, Konrad von Laurin, Walther von Ascisberg oder Henning von der Braake, sie alle sind Figuren mit einer Vergangenheit und einer Zukunft, die während des Lesens wie Menschen aus Fleisch und Blut erscheinen. Sie machen Fehler, lernen dazu, sind manchmal stur, aber dabei immer menschlich - und das auf positive und negativer Art und Weise. Nach dem ganzen Lob komme ich jetzt zu einem Punkt, der mir während des Lesens zunehmend ins Gedächtnis gerufen wurde: Rechtschreibung und Grammatik. Leider bin ich immer wieder über Fehler gestolpert, sei es nun die falsche grammatische Form, ein Tippfehler, ein fehlender Buchstabe oder gar ein ganzes Wort, was fehlte und den Satz ohne Sinn zurückließ. Die ersten Male habe ich noch drüber hinwegschauen, Fehler passieren schließlich, besonders in so einem dicken Buch. Allerdings bin ich so häufig drüber gestolpert, dass ich es hier erwähnen muss. Alles in Allem ist 'Isenhart' aber ein absolut lesenswertes Buch, das ich jedem ans Herz legen kann, der mehr möchte, als eine Kriminalgeschichte im Mittelalter. Ein großartiges Werk, von dem ich jede Seite genossen habe.

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    • 4
    buchjunkie

    buchjunkie

    15. March 2014 um 21:26
  • Profiler im Mittelalter

    Isenhart
    MamaBuecherschrank

    MamaBuecherschrank

    09. March 2014 um 23:43

    Der junge Schmied Isenhart ist "anders". Alleine die Geschichte, die sich um seine Geburt rankt unterscheidet ihn von anderen. Aber schon früh erkennt der Fürst die herausragende Intelligenz des Jungen und schickt ihn gemeinsam mit seinem Sohn Konrad in die Schule. Eine innige Freundschaft verbindet die beiden auch nach der Schulzeit noch, die auch nicht zerbricht als Isenhart sich in Konrads Schwester verliebt und eine leidenschaftliche Affaire mit ihr beginnt. Aber dann wird Anna grausam ermordet. Ein Täter ist schnell gefasst und verurteilt. Doch dann geschieht ein zweiter Mord nach genau dem gleichen Muster. Isenhart schwört, den Mörder zu finden und macht sich mit Methoden auf die Suche, die für seine Zeit eher ungewöhnlich sind. Dabei stößt er auch auf seine eigene Vergangenheit. Isenhart ist ein sehr ungewöhnlicher historischer Roman. Hier wird streckenweise moderne Kriminaltechnik in eine mittelalterliche Atmosphäre verlegt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Den Leser erwartet eine spannende Story mit kniffligen Rätseln in einer düsteren Atmosphäre. Ein Gesamtpaket, das Lust auf mehr macht.

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  • Vom Roman und seiner TV-Verfilmung

    Isenhart
    FreydisNeheleniaRainersdottir

    FreydisNeheleniaRainersdottir

    01. March 2014 um 15:53

    Ich hatte "Isenhart" erst im Fernsehen gesehen. Hilfe. Den Film fand ich so schlecht, ich musste mir das Buch holen, um mich davon zu überzeugen, dass es besser ist. Und den Göttern sei dank, es war besser. Es erzählt die Geschichte, des Jungen Isenhart, dessen große Liebe Anna ermordet wird und er sich darauf hin auf die Suche nach ihrem Mörder, aber auch nach seiner eigenen Existenz macht. Wer ist, woher kommt er? Als das klärt sich im Laufe der Geschichte. Das Buch lässt sich eigentlich recht gut lesen, ich hatte aber nicht den selben Effekt wie bei Follett-Romanen, dass ich anfange, aber nicht mehr aufhören kann. Leider ist die Geschichte auch ein kleines bisschen langatmig, aber wenn man bedenkt, was man in der TV-Produktion daraus gemacht hat, ist das zu verzeihen. Denn im Gegensatz zum Film waren im Buch Emotionen wie Trauer und Wut auch spürbar. Meine Empfehlung: Vergesst die Verfilmung und lest den Roman!

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  • Verlosung & Diskussion: Welche Bücher werden die neuen Klassiker?

    muchobooklove

    muchobooklove

    Wir alle lieben die Klassiker unter den Büchern, die immer wieder von Generation zu Generation weitergegeben werden und die jeder kennt, egal wie alt man ist. Der Ravensburger Verlag hat mit Büchern wie "Die Welle" oder als "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" bewiesen, dass er immer wieder ein Gespür für Geschichten hat, die über Jahrzehnte hinweg Leser begeistern können. Aber welche aktuellen Bücher haben ebenfalls Potential, zu Klassikern zu werden? Wir haben aus dem interessanten Ravensburger Programm drei Bücher ausgewählt, die wir uns in Zukunft als Klassiker vorstellen können: Zebraland von Marlene Röder:  "So wurde „Zebraland“ für mich zu einem echten Leseabenteuer, da ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, weil mich die Geschichte so fesselte. Gerade weil sie so authentisch wirkt." — Michaela G. Liverpool Street von Anne C. Voorhoeve: "Anne Voorhoeve hat ein bewegendes Mädchenportrait geschrieben und den Überlebenden des Nationalsozialismus eine Stimme verschafft. Großartig, wie sie die widerstreitenden Gefühle eines Kindes schildert."— Buecherstapel Wolfszeit von Nina Blazon: "Ich habe mit den Figuren mitgefiebert, mich in eine fremde Zeit ziehen lassen, der Entwicklung eines jungen Protagonisten zugesehen, einen kriminalistischen Fall mit aufgedeckt und am Ende auch noch eine kleine, aber (fast) kitschfreie Liebesgeschichte verfolgt. Was will das Leserherz mehr?!" — Mausezahn Ihr habt die Möglichkeit, diese Bücher zu gewinnen, denn wir verlosen gemeinsam mit dem Ravensburger Verlag 5 Buchpakete, in denen jeweils diese 3 Titel enthalten sind. Für die Chance auf eines der 5 Buchpakete, müsst ihr nur bis zum 3. Oktober einen Beitrag hier im Thema verfassen und mit den anderen Lesern darüber diskutieren, welche Kinder- oder Jugendbücher eurer Meinung nach zukünftig zu Klassikern werden könnten? Dabei würde uns besonders folgende Frage interessieren: Was macht ein Buch für euch zu einem Klassiker und was braucht dieses Buch, damit ihr es immer wieder in die Hand nehmt? Wir sind schon sehr gespannt auf eure Meinungen!

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    • 289
  • Interessanter Anfang, konnte mich aber nicht überzeugen

    Isenhart
    Saphir610

    Saphir610

    21. April 2013 um 00:06

    Ein recht mysteriöser Beginn. 1171, bei der Geburt ihres Kindes stirbt eine Frau und auch das Baby kommt tot zur Welt. Doch ein Fremder taucht auf und haucht dem Baby wieder Leben ein. Dieser Fremde scheint auf der Flucht und verschwindet, als Walther von Ascisberg auftaucht. Walther erstickt ds Kind, besinnt sich aber, und haucht ihm ebenfalls wieder das Leben ein. Dann bringt er es zu seinem Freund von Laurin, mit dessen Sohn er später lesen und schreiben lernt, aber beim Gesinde, einem Schmied, aufwächst. Als Namen bekommt er Isenhart. Soweit verläuft Isenharts Leben in ruhigen Bahnen, bis Anna von Laurin ermordet wird. Nicht nur, dass Isenhart und Anna ein Liebespaar waren, hier begin-nen auch reichlich unglückselige Umstände für Isenhart und die von Laurins. Jahre später wird wieder eine junge Frau auf dieselbe Weise wie Anna umgebracht und Isenhart setzt alles daran den Mörder zu finden. Alle weiteren entstehenden Handlungsstränge, Verwicklungen, Begebenheiten und aus der in dieser Zeit scheinbar raren Wissbegier und Kombinationsgabe Isenharts sich entwickeln-den Geschehnisse hier anzureißen, wäre einfach zu viel. Ein sehr umfangreicher Roman, der zum Ende 12, Jahrhunderts spielt und der unheimlich viele Punkte mit anreißt. Wie Länder- und Kirchenfürsten, wo gerade letztere mal wieder weit weg von christlichen Gedanken handeln. Neugierige, wissensdurstige Menschen, die ihre Entdeckungen geheim halten müssen. Böses und gutes, dass daraus entsteht, und dabei noch irgendwie eine Art Krimi, der sich als roter Faden durch den Roman ziehen soll. Eine sehr interessante Idee für einen Roman, der sich dadurch zu Anfang viel versprechend liest. Doch gerade diese immense Menge an Stoff erfordert vom Leser viel Durchhaltever-mögen. Immer wieder geht dieser rote Faden etwas verloren, werden viele andere Dinge recht ausführlich beschrieben, erwähnt. Da mag der häufige Hinweis, dass eine der Figuren nun Geschlechtsverkehr mit Tieren hat, auch nicht weiter stören. Trotzdem fehlt den ver-schiedenen Charakteren noch der letzte Rest an Tiefgang in ihrer Darstellung. Isenhart scheint schon eine außergewöhnliche Person in seiner Zeit gewesen zu sein, doch komplett fesseln konnten er, und die anderen Hauptprotagonisten, mich nicht. Für mich ist dieser Roman einfach viel zu umfangreich gewesen, um begeistert lesen zu können. Entsprechend, denke ich, hat sich das auf den Schreibstil, oder mein Empfinden dafür, ausgewirkt. Die Gestaltung des Einbandes und des Schutzumschlages gefällt mir sehr gut.  

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  • Rezension zu "Isenhart" von Holger Karsten Schmidt

    Isenhart
    Ines_Mueller

    Ines_Mueller

    04. September 2012 um 11:45

    "Eine Menge Gedanken schossen von Ascisberg durch den Kopf. Vor allem aber jener, der ihn mit tiefer Befriedigung erfüllte. Dies war das Ziel, auf das so viele Lehrmeister vergeblich hofften: Dass einer ihrer Schüler das Handwerkszeug, das man ihm mit auf den Weg gab, auf neue Weise nutzte und so seinen Lehrmeister übertraf." . Durch die Verfilmung dieses historischen Thrillers mögen wohl viele Leser auf dieses Buch aufmerksam geworden sein. So auch bei mir. . Zuerst einmal die positiven Gesichtspunkte: Holger Karsten Schmidt hat mit "Isenhart" zwei Genre miteinander verknüpft, die ansonsten eher wenig gemein haben: Und zwar die der historischen Romane und die des Thrillers. Mag diese Mischung anfangs etwas seltsam anmuten, so legt sich dieses Gefühl bald wieder und der Leser kann in eine neue, einfallsreiche Welt abtauchen. . Besonders gelungen ist es dem Autor dabei auch, den Geist des Mittelalters im 12.-13. Jahrhuntert aufzufangen und wiederzugeben. Ohne Umschweife werden das Denken und die Lebensweise geschildert, sowie den eher zweizüngigen Einfluss der Kirche. . Allerdings bedient sich der Autor hierbei einer eher trostlosen und stellenweisen lieblosen Schreibweise, die mir nicht so sehr zusagte. Zwar ermöglichte eben dieser Schreibstil ein schnelles Vorankommen in "Isenhart", doch hatte ich eigentlich etwas besseres erwartet. . Zudem dreht die Story sich immer wieder im Kreis, was zwar sehr authentisch rüberkommt, aber die Geduld des Lesers eher auf die Probe stellt: So müssen wir immer wieder (fiktionale) Jahre mit Isenhart und seinen Freunden erleben, bis wieder einmal eine Spur zum Mörder auftaucht. . Fazit: Ein Buch, das sich durchaus sehen lassen kann, dafür aber auch mit einigen Mängeln aufwarten kann. Großes Lob aber an die Grundidee!

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  • Leserunde zu "Blutsommer" von Rainer Löffler

    Blutsommer
    prloeffler

    prloeffler

    Wer hat Lust auf einen deutschen Thriller? Mein Thrillerdebüt "Blutsommer" erscheint am 1. Juni bei Rowohlt. Alle, die gern mitlesen möchten, können sich hier bis einschließlich 23.05. für eines von 25 Leseexemplaren für die Leserunde bewerben. Dann können wir uns in den Leseabschnitten über das Buch austauschen und über Rezensionen freue ich mich natürlich sehr. Hier mehr zum Inhalt: Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch! Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der «Metzger» hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension. Es gibt auch schon eine erste Leseprobe, in die ihr gern reinlesen dürft.

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    • 1748
  • Rezension zu "Isenhart" von Holger Karsten Schmidt

    Isenhart
    hanniball

    hanniball

    23. April 2012 um 11:01

    *Isenhart* ist sicherlich ein ungewöhnliches Buch, sowohl was die Geschichte als auch deren Umsetzung betrifft. Erzählt wird die Lebensgeschichte von Isenhart, einem totgeborenen, wiederbelebten und hochbegabten Waisen niederer Herkunft, dem aus bis zur Mitte des Buches unerfindlichen Gründen zahlreiche Privilegien zugestanden werden, die selbst für Adlige der Zeit nicht selbstverständlich gewesen wären. Erzählt wird aber auch die Jagd nach einem mittelalterlichen Serienmörder, die sich auch durch fast das gesamte Buch erstreckt. Aber erstmal zu Isenhart: Isenharts Mutter, eine niedere Landbewohnerin, stirbt bei der Geburt und Isenhart selber wird bei der Geburt durch die Nabelschnur erdrosselt. Kurz nach der Geburt dringt ein Unbekannter bei der Hebamme ein und haucht dem Säugling einen Teil seiner Seele ein. Heute würde man das wohl Wiederbelebung durch Beatmung nennen, damals erschien es eher als Wunder. Der Unbekannte flüchtet, als ein lokal bekannter Ritter zusammen mit einigen Söldnern erscheint. Der Ritter erstickt Isenhart zunächst, um ihn dann, von schlechtem Gewissen gepeinigt, auch einen Teil seiner Seele einzuhauchen, ihn also erneut wiederzubeleben. Isenhart wird dann mitgenommen und auf der nahegelegenen Burg eines guten Freundes untergebracht. Hier wächst Isenhart als (Zieh-)Sohn des dörflichen Schmiedes auf. Gleichzeitig bekommt er aber Unterricht zusammen mit Konrad, dem Sohn des Burgherren, wobei selbst dieser Unterricht für einen Sohn eines doch eher niederen und unbedeutenden Adligen zu der Zeit ungewöhnlich gewesen sein muss. Aus diesem Unterricht entwickelt sich nach so einigen Umwegen eine tiefgehende Freundschaft zwischen dem eher an Wissenschaft interessiertem Isenhart und dem eher an Kampf interessierten Konrad, die ein Leben lang halten wird. Und würde sich hier ein üblicher historischer Roman weiter entwickeln, so gäbe es jetzt eben die üblichen romantischen Liebesgeschichten, die üblichen Tragödien und Intrigen, ritterliche oder auch eher unritterliche Kämpfe und am Ende ein Happy End für (fast) alle Helden, die es gerade eben noch geschafft haben, nicht am Leben zu zerbrechen oder bei irgendeinem der Kämpfe schlicht und einfach umzukommen. Und alles das bekommt der Leser auch geliefert. Aber auch noch viel mehr. Nachdem Isenharts erste große Liebe und Konrads Schwester in Personalunion bestialisch ermordet wird, nehmen Isenhart und Konrad die Jagd auf den Mörder auf, wobei zunächst nicht klar ist, dass es sich um mehr als eine Einzeltat handelt. Im Rahmen dieser Jagd hinterlassen die beiden durchaus eine blutige Spur. Das Rechtsprinzip, erst die Schuld zweifelsfrei festzustellen bevor der angebliche Täter umgebracht wird, war zu der Zeit halt noch nicht wirklich umgesetzt. Alles in allem aber wirkt die Begründung für den Serienmord, eine Mischung aus pervertierter Wissenssehnsucht und der Suche nach dem ewigen Leben, und auch die Jagd in sich konsistent und dem Mittelalter angemessen. Neben diesen beiden Ansätzen, die sicherlich beide für einen gewöhnlichen historischen Roman gereicht hätten, möchte dieser Roman aber noch mehr leisten. Er schildert Personen, die an der damaligen Machtposition der Kirche und der damit verbundenen Wissenschaftsfeindlichkeit verzweifeln, er bezieht vehement Position für die Freiheit der Menschen, Wissen zu sammeln, zeigt aber hier auch die Grenzen, die dabei nicht überschritten werden dürfen und die vor allem in der Achtung vor anderen Menschen begründet sein müssen. Und er zeigt die Grenzen des damaligen Wissens auf, zeigt aber auch, gerade in der Person Isenharts, wie viel mehr an Wissen und Fertigkeiten ohne kirchliche Denkverbote möglich gewesen wäre. Und mit diesem großen Anspruch läuft Herr Schmidt gelegentlich Gefahr, sich zu verheben. Manchmal erläutert er ein wenig viel, manchmal schafft er es nur knapp, den erzählerischen Faden nicht zu verlieren. Und daher hätte ich, wenn es halbe Punkte gäbe, wohl nur viereinhalb gegeben. So aber habe ich mich nach kurzem Schwanken für fünf Punkte entschieden. Denn Holger Karsten Schmidt ist hier ein wirklich ungewöhnlicher Roman weit ab von den üblichen Klischee-behafteten Historienschinken gelungen.

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  • Rezension zu "Isenhart" von Holger Karsten Schmidt

    Isenhart
    Curculio

    Curculio

    22. April 2012 um 21:07

    Isenhart kommt 1171 tot auf die Welt, wird aber wieder zum Leben erweckt. So viel Glück hatte seine Mutter nicht und so wird er in die Obhut des Schmiedes Chlodio gegeben. Er wächst auf der Burg Laurin auf und freundet sich mit Konrad von Laurin an. Dank Walther von Ascisberg kommt Isenhart in den Genuss von Bildung. Schon bald zeigt sich, dass Isenhart einen unstillbaren Durst nach Wissen besitzt. Seine Welt scheint in Ordnung, bis er sich in Konrads Schwester, Anna von Laurin, verliebt. Doch das Glück der beiden währt nicht lange und weiteres Unglück zieht herauf. Dieser Schicksalsschlag lenkt Isenharts Leben in ganz neue Bahnen und holt ihn Jahre später wieder ein. . Dieser Roman ist unheimlich vielschichtig. Der Werdegang von Isenhart und Co., die unerklärlichen Morde, Isenharts Streben nach Erkenntnis, ungeachtet aller Konventionen. Was am Anfang noch denkbar miteinander zu tun hat, verknüpft sich im Laufe des Romans und hat mich immer weiter in die Welt des ausgehenden 12. Jahrhunderts geführt, mitsamt seinen Sitten und Gebräuchen, aber auch anderen, weniger offensichtlichen Seiten. Besonders gelungen finde ich auch die Charaktere, die alle ihre Geheimnisse haben. Sie sind sehr lebendig und authentisch dargestellt, was sich sogar in den Nebencharakteren fortsetzt. Durch den langen Handlungszeitraum wird sehr viel Wert auf ihre Entwicklungen gelegt. Der Schreibstil passt hervorragend zu der Geschichte, allerdings ist dieser Roman nichts für Zwischendurch, ein gewisses Maß an Konzentration ist erforderlich. Aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz, brenzlige Situationen gibt es etliche und am Ende spitzt es sich richtig zu. Ich hätte mir vom Autor allerdings ein ausführlicheres Nachwort gewünscht, mit näheren Informationen zu einigen Dingen, seiner Recherche usw. Bei anderen historischen Romanen hat das für mich immer eine Bereicherung dargestellt, daher habe ich das hier ganz besonders vermisst. Ich habe mich dann eben im Internet schlau gemacht und da die Geschichte so toll war, gibt es dafür keinen Abzug. . *Fazit:* Alles in allem ein vielschichtiger und lebendig erzählter historischer Roman, der seine Zeit sehr authentisch wiedergibt. Hier stimmt alles: Die Charaktere, die Handlung, der Schreibstil. Solche historische Romane würde ich mir öfters wünschen! Einziges Manko bleibt das fehlende Nachwort.

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  • Rezension zu "Isenhart" von Holger Karsten Schmidt

    Isenhart
    DANTE

    DANTE

    02. April 2012 um 20:47

    Isenhart wird 1171 tot geboren. Seine Mutter erliegt den Strapazen der Geburt. Ein Fremder, der scheinbar zufällig die Hütte betritt, haucht dem Säugling eine „Stück seiner Seele“ ein und erweckt das Kind zum leben. Kurz darauf betritt Walther von Ascisberg die Hütte, der schon lange auf der Suche nach diesem Fremden mit der“ dunklen Seite“ ist. Nach den Schilderungen der Hebamme, die den Vorfall beobachtet hat, erstickt er den Säugling, denn in ihm steckt die Seele des Bösen. Vom schlechten Gewissen geplagt haucht er dem Kind „zum Wettstreit der Seelen“ seinen Atem ein. Walter bringt das Kind zu seinem Freund und Verbündeten Sigismund von Laurin. Dort wächst Isenhart in der Familie des Schmieds auf und erhält das für diese Zeit ungewöhnliche Privileg der Bildung. Zusammen mit Konrad, Sohn des Sigimund von Laurin, wird er von Vater Hieronymus und Walther unterrichtet und zeigt sich als übermäßig intelligent und wissbegierig. Während er zu einem jungen Mann heranwächst verlieben sich Anna, Sigimunds Tochter und Isenhart ineinander und treffen sich heimlich. Eines Abends, als Isenhart verspätet am verabredeten Ort eintrifft, findet er Anna ermordet unter einem Baum liegend auf. Schmerzhaft muss Isenhart feststellen das der Mörder seiner geliebten Anna das Herz herausgeschnitten hat. Nach einem weiteren, fast identischen Mord beginnt die Suche nach dem Mörder, der sein Handwerk zu verfeinern scheint. Die Jagd führt Isenhart und Konrad ins ferne Iberien und Isenhart lässt keine Gelegenheit ungenutzt seinem Traum vom Fliegen und dem Wunsch verstehen zu können, was die Welt im Innersten zusammenhält nachzugehen. Die Geschichte ist hervorragend erzählt und stellt eine perfekte Mischung aus historischem Roman und Krimi dar. Die Umgebung, die Lebensweise und verschiedenen Facetten der Geschichte sind detailreich und spannend beschrieben, sodass man sich in die Zeit hineinversetzt fühlt. Mit dem Protagonisten Isenhart schafft der Autor einen sympathischen, intelligenten und wissbegierigen jungen Mann in dessen Gefühls- und Gedankenwelt man eintauchen darf. Ein absolutes Lesevergnügen für das ich gut und gerne 10 Punkte vergeben würde !

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  • Rezension zu "Isenhart" von Holger Karsten Schmidt

    Isenhart
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. March 2012 um 14:05

    Ein Serienmörder im hohen Mittelalter. Der junge Schmied Isenhart versucht, ihm als früher "Profiler" auf die Spur zu kommen - und zugleich dem Geheimnis seiner eigenen Existenz. Ein interessanter, über weite Strecken auch spannender Roman aus der dunklen Zeit. Ich bin nicht unbedingt der Historienfan, aber dieser Roman konnte mich zeitweilig schon packen. Aber, eben nur zeitweilig. Es war interessant und spannend, etwas mehr über das sogenante "christliche Gebaren" in dieser Zeit zu erfahren, am Rande auch etwas über die Kreuzzüge, was auch in Ordnung ist, denn es war ja kein Roman über die Kreuzzüge, sondern es geht um den Lebensweg eines jungen Mannes. Dieser als "untotes Kind" heranwachsende Isenhart, lebt zur falschen Zeit am falschen Ort. Er ist zu intelligent für diese doch sehr vom Klerus geprägte Zeit und sein Geist lässt sich nur schwer bändigen und sein Forscher - und Wissensdrang bringt ihn ein ums andere Mal in präkere Situationen. Er träumt den Urtraum der Menschen, den Traum vom Fliegen. Dumm nur, er träumt nicht nur, sondern versucht es auch in die Tat umzusetzen, was ihn letztendlich einen Teil seines Körpers kostet. Als früher "Profiler" versucht er mehr herauszufinden über den Tod seiner ersten großen Liebe und den Mörder, was dazu führt, das er weitere gleichgeartete Todesfälle entdeckt und diese Entdeckung sein weiteres Leben bestimmt. Er wird getrieben davon, herauszufinden, wer diese Morde auf dem Gewissen hat und warum und weshalb sie geschehen mussten. Ich vergebe gerne 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Historienfans. Warum keine 5 Sterne, das kann ich gerne erklären - subjektiv. Die Beschreibung des Lebens von Simon Rubinstein ist mir zu positiv. Sicher hatten die Juden im 11. + 12. Jhrh. im Deutschen Römischen Reich ihre Hochzeit, aber so hoch war es auch wieder nicht, leider. Ganz besonders halte ich die Ausübung des Rechtes der 1. Nacht für Utopie. Die Beschreibung des Judenviertels grenzt schon an die Beschreibung einer schönen Stadt in der Stadt, halte ich für unwahrscheinlich. Und nur, weil der Wirt einer Kneipe den Wein selbst keltert, wird er nicht kosher. Was mir aber besonders zu schaffen machte, ist das Ende von Gweg. Die Logik, die sich wie ein roter Faden durch den gesamten Roman zieht, wurde mir dabei nicht offenbar. Kann natürlich auch an mir liegen, denn ich bin eher der Bauchmensch. Aber, das hätte ich nicht gebraucht. Wie gesagt, alles nur subjektiv - aus meiner Sicht. Die Leseempfehlung bleibt;-)

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  • Rezension zu "Isenhart" von Holger Karsten Schmidt

    Isenhart
    Marine-Katrine

    Marine-Katrine

    16. February 2012 um 16:53

    An Isenhart, dem „Held“ des Buches“ ist vieles anders. Schon seine Geburt macht ihn zu etwas besonderem, da er tot geboren und von einem geheimnisvollen Mann zum Leben erweckt wird. Es wächst auf der Burg Laurin auf, lernt lesen und schreiben und entwickelt einen für die damalige Zeit beinahe unglaublichen Wissensdurst. Sein Leben ist allerdings nicht von Glück geprägt. Seine große Liebe Anna, die Tochter des Fürsten von Laurin, wird auf grausame Weise ermordert und ihr Herz geraubt. Für Isenhart bricht eine Welt zusammen und als er Jahre später durch Zufall in einem Stall auf ein junges Mädchen stößt, das auf die gleiche Weise getötet und beraubt wurde, beginnt er Nachforschungen anzustellen. Die Kurzbeschreibung klingt sehr nach einem Krimi und so wird das Buch auch beworben. Dem kann ich nicht ganz zustimmen. Immerhin vergehen zwischen dem Mord an Anna und der nächsten Leiche um die 200 Seiten, die getrost als historischer Roman beschrieben werden können. Nicht, dass dieser Teil langweilig wäre, im Gegenteil. Das Buch besteht aus viel mehr als aus der bloßen Jagd nach dem Mörder. Es ist eigentlich ein rundum gelungener historischer Roman mit Ansätzen eines Krimis. Spannend ist das Buch auf jeden Fall. Als ich erst in der Geschichte gefangen war, konnte ich es kaum mehr weglegen. Für rasche Wendungen und Überraschungen wird definitiv gesorgt. Durchschaubar ist der Roman auf keinen Fall. Genau wie Isenhart gelangt der Leser erst nach und nach zu gewissen Erkenntnissen, die ihn weiter und der Lösung näher bringen. Zwischendurch gibt es viele Passagen, die sich um Religion, Philosophie und andere bewegende Gedanken drehen. Mancher mag diese vielleicht als langatmig oder überflüssig bezeichnen, mir haben sie gut gefallen. Sie passen sehr gut zum Wesen Isenharts und damit des Buches und regen oftmals zum Nachdenken an. Das zentrale Thema des Buches, das ich hier nur als „Wie weit darf Wissenschaft gehen?“ bezeichnen will, um vom Inhalt nicht zu viel zu verraten, ist auch in der heutigen Zeit noch ein strittiges Thema. Es ist sehr interessant zu lesen, wie sich das zu Beginn dieser abgespielt haben könnte. Die Personen sind recht überzeugend dargestellt und wirken authentisch. Anfangs war es zwar schwierig, die Namen und die Beziehungen untereinander einzuordnen, aber das legte sich mit der Zeit. Ansonsten war es relativ leicht, sich in die Handlung einzufinden. Die Sprache ist nicht unbedingt als „sehr einfach“ zu bezeichnen. Es kommen immer wieder Ausdrücke, Wendungen oder ganze Sätze vor, die man zwei Mal lesen muss, um sie vollkommen zu erfassen. Dies empfand ich beim Lesen nicht als störend, eher als Bereicherung. :-) Alles in allem ein absolut empfehlenswertes, spannendes und unterhaltsames Buch, dessen Fragen und Gedanken einen im Nachhinein noch beschäftigen, wenn man sich vollends darauf einlässt. Volle Punktzahl! :-)

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