Auf das Buch wurde ich aufmerksam durch eine Pressemail und weil ich selbst einen Hund habe, war ich neugierig, wie Lena das Leben ihrer Familie auf den Kopf gestellt hat.
Die Handlung des Romans ist nicht chronologisch und so sind wir gerade in der Zeit von Lenas letzten Tagen und ihr Herrchen Holger hängt seinen Gedanken nach. Wie Lena zu ihnen kam, die gemeinsamen Abenteuer und dann schließlich auch, wie Lena krank ist. Dadurch ist es jedoch schwer, die Zeit im Auge zu halten. Ich als Leser konnte nicht sagen, wie viel Zeit zwischen Lenas Tod und der Feststellung ihrer Krankheit liegt. Oder wie alt Lena überhaupt wurde. Ich glaube zwar, der Autor erwähnt es zwischenzeitlich, aber genau sagen kann ich es nicht mehr.
Als Hundebesitzer versteht man Holger und seine Frau so gut und leidet mit ihnen, man schmunzelt über die Marotten des Hundes und freut sich über Alltägliches. Aber man liest auch heraus, das der Hund die Rolle der Kinder übernommen hat und total verwöhnt wird. Der Hund isst mit am Tisch, sogar vom Teller, bekommt Steak angebraten und man fragt sich einfach nur, was da falsch läuft.
Fazit: Eine (etwas bizarre) Liebeserklärung an den Hund.
Holger Schnitgerhans
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Lena schläft
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Dieses wunderbare Buch des Journalisten Holger Schnitgerhans über seinen Hund Lena, einen kleinen Jack-Russel-Terrier wird jeden Hundefreund begeistern. Aber auch für mich hundelosen Zeitgenossen war das Buch nicht nur eine vergnügliche Lektüre, sondern auch eine stellenweise nachdenkliche.
Denn nachdem sich Hans Schnitgerhans vor langer Zeit von seiner Frau dazu überreden ließ, dass sie ihm einen Hund schenkt, hat sich sein Leben verändert. Der Hund bringt frischen Wind in seine Alltagsroutine und verändert auch berufliche Abläufe, einfach indem er bei einer Redaktionskonferenz etwa anwesend ist.
Doch dann wird Lena krank, nach zehn wunderbaren gemeinsamen Jahren. Lena schläft oft. Und das ist für ihren Herrn der Anlass, dieses Buch zu schreiben. „Schreib auf, erinnere dich. Trauer beginnt vor dem Tod.“ Es waren nicht nur Sätze wie dieser, die mich erfasst haben, nachdenklich gemacht haben über das, was wir aus den Beziehungen zu Tieren vielleicht auch für unsere mitmenschlichen Beziehungen lernen können.
Indem Hans Schnitgerhans den letzten Kampf seiner Hündin beschreibt, bevor sie stirbt, erinnert er sich an all die Jahre und die vielen, teilweise sehr lustigen Erlebnisse mit ihr. Und eine ganz besondere Beziehung wird lebendig.
Ein unterhaltsames, nachdenkliches Buch nicht nur für Hundefreunde.
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