Holger Senzel "Arschtritt"

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Inhaltsangabe zu „"Arschtritt"“ von Holger Senzel

Wie Holger Senzel sein Leben in den Griff bekam

„Sie sind auch liebenswert, wenn Sie schwach sind!“ hörte der Journalist Holger Senzel immer wieder von seinen Therapeuten. Aber sie halfen ihm nicht stark zu werden. Fünfmal begab der Autor sich auf die Reise ins eigene Ich – und bekam sein Leben trotzdem nicht in den Griff. Auch wenn er seine Fehler erkannte und lernte, was schief lief, und wie er es besser machen könnte. Aber was nützt alle Erkenntnis, wenn die Kraft zur Veränderung fehlt. Irgendwann gab er die Seelenbeschau auf und trat sich einfach mal für vier Wochen selbst in den Hintern. Sport, Theater, Museen, Bücher, Aufräumen, Kochen, Steuererklärung machen, nicht trinken, nicht fernsehen... Große Lebensfragen ignorieren und sich nur ums Machbare kümmern. 28 Tage so vollpacken, dass zum Grübeln keine Zeit bleibt; ein konkreter Plan statt guter Vorsätze. Irgendetwas tun, statt immer nur um sich selbst zu kreisen. Weil es im Leben nicht nur darum geht, wie Dinge sich anfühlen – sondern dass sie eben gemacht werden müssen. Einfach mal vier Wochen sich selbst besiegen und stark sein. Vier Wochen, die das Leben des Autors nachhaltiger veränderten als zehn Jahre Therapie.

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  • stark verallgemeinert

    "Arschtritt"

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. October 2013 um 09:33

    Das Einzige, was ich zu diesem Buch sagen kann, ist, dass der Autor maximal unter leichten Depressionen leidet / gelitten hat. Wer schwere Depressionen hat, dem helfen Pläne / Aktivitäten, dem hilft das klassische "sich zusammenreißen" nicht, der braucht professionelle Hilfe, die hier vom Autor recht stark abgewertet wird, was, wie ich finde, ziemlich "von oben herab" wirkt, da er einerseits betont, dass es genau IHM nicht geholfen hat, andererseits stark verallgemeinert.

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  • Rezension zu ""Arschtritt"" von Holger Senzel

    "Arschtritt"

    miss_marpel

    31. March 2012 um 18:07

    Arschtritt - dieses Buch sprang mich in der Buchhandlung an, ich mußte es mitnehmen. Der Autor leidet an Depressionen und wollte sich da quasi selbst wieder heraus ziehen, indem er seinen Tag mit Aktivitäten vollpackt um nicht ins Grübeln zu kommen. Da ich selbst an wiederkehrenden Depressionen leide, dachte ich, das ist sicher interessant zu lesen. Um die sich selbst gestellte Aufgabe zu erfüllen, gründet der Autor einen Pakt mit sich selbst, er verpflichtet sich auf viele Dinge des täglichen Lebens zu versichten ( zum Bsp Alkohol, Fernsehen) und schreibt sich einen genauen Tagesplan, er verplant quasi jede Minute. Das Buch beginnt, in dem der Autor seine aktuelle Lage berichtet. Dann schreitet er zu der Idee, sich selbst zu helfen, er beschreibt weiter den Start des Projektes, erzählt von Erfolgen und Mißerfolgen und schließlich sein Faszit. Ich denke, für leicht depressive ohne weitere Erkrankungen könnte das Buch hilfreich sein. Ich persönlich habe mich an mehreren Stellen angegriffen gefühlt, weil ich seine Einstellung zur Therapie und zu psychischen Krankheiten insgesamt als zu lax empfinde. Kein schlechtes Buch an sich, aber ich finde psychisch Erkrankte mit weiteren Erkrankungen und schwerer Depressive können aus dem Buch keinen Nutzen schlagen, denn wenn Heilung so einfach wäre, würden wir es ja alle so machen

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  • Rezension zu ""Arschtritt"" von Holger Senzel

    "Arschtritt"

    Today

    18. January 2012 um 11:26

    Holger Senzel berichtet in seinem Buch über seine Erfahrungen mit Depressionen, verschiedenen Klinikaufenthalten und Gesprächen bei Therapeuten sowie, und darauf wird der Schwerpunkt gelegt, seinem Projekt „Arschtritt“. Dieses Projekt startet er, als er die Anzeichen einer weiteren beginnenden Depression erkennt. Seine Idee: Bisher hat er versucht sich „von innen“ zu heilen. Dies scheint langfristig gesehen und erfahrungsgemäß nicht erfolgsversprechend zu sein. Nun möchte er es „von außen“ versuchen. Er erstellt und unterschreibt einen Vertrag mit sich selbst, 4 Wochen lang auf verschiedene Handlungen, wie z.B. Rauchen und Alkohol, zu verzichten und gleichzeitig Sport zu treiben und persönliche sowie haushaltstechnische Dinge zu erledigen. Er will sich damit quasi selbst „disziplinieren“ und aus seiner Lethargie des Alltags, die ihn zu lähmen scheint, herauskommen. Holger Senzel beschreibt die verschiedenen Tage seines Projektes „Arschtritt“. Ich denke, Menschen mit (leichten) Depressionen könnten hier vielleicht Anregungen bekommen. Die Frage ist natürlich, inwiefern es Menschen mit schweren Depressionen wirklich erreicht. Er versucht zwar auch die Schattenseiten, Zweifel und die Mühen zu beschreiben, diesen Vertrag durchzuhalten (z.B. in dem er anfangs immer wieder scheitert und von neuem anfängt). Dennoch bekommt man als Leser manches Mal den Eindruck einer gewissen Leichtigkeit. Etwas störend fand ich auch die längeren Einschübe von Teilen von Büchern, die er gelesen hat. Da Sie am Kern der Sache, der Depression, vorbeigehen. Insgesamt finde ich das Projekt „Arschtritt“ aber trotzdem eine sehr gute Sache! Dieses Buch ist nicht nur für Personen mit Depressionen, sondern gerade für Menschen, die ihr Leben wieder in den Griff bekommen wollen. Keine Ausreden mehr – einfach machen! So einen Arschtritt braucht jeder mal, denke ich.

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