Holger Sonnabend

 4 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Unter dem Vesuv, Tiberius und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Holger Sonnabend

Holger Sonnabend, geb. 1956, ist Professor für Alte Geschichte am Historischen Institut der Universität Stuttgart.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Aufstieg und Fall großer Reiche (ISBN: 9783806244052)

Aufstieg und Fall großer Reiche

Erscheint am 01.01.2022 als Hardcover bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG).

Alle Bücher von Holger Sonnabend

Cover des Buches Unter dem Vesuv (ISBN: 9783896788801)

Unter dem Vesuv

 (2)
Erschienen am 15.05.2014
Cover des Buches Große Bauwerke der Antike (ISBN: 9783896783905)

Große Bauwerke der Antike

 (2)
Erschienen am 27.08.2009
Cover des Buches Tiberius (ISBN: 9783805352581)

Tiberius

 (1)
Erschienen am 01.02.2021
Cover des Buches Antike. 100 Seiten (ISBN: 9783150204313)

Antike. 100 Seiten

 (1)
Erschienen am 17.03.2017
Cover des Buches Atlas der Antike. (ISBN: 9783944594408)

Atlas der Antike.

 (1)
Erschienen am 01.04.2016
Cover des Buches Katastrophen in der Antike (ISBN: 9783534255702)

Katastrophen in der Antike

 (1)
Erschienen am 01.12.2017
Cover des Buches Götterwelten (ISBN: 9783806226355)

Götterwelten

 (0)
Erschienen am 01.07.2014
Cover des Buches Große Bauwerke der  Antike (ISBN: 9783534217526)

Große Bauwerke der Antike

 (0)
Erschienen am 01.02.2014

Neue Rezensionen zu Holger Sonnabend

Cover des Buches Tiberius (ISBN: 9783805352581)Motzbecks avatar

Rezension zu "Tiberius" von Holger Sonnabend

Ein Kaiser, dem das Volk verloren ging
Motzbeckvor 7 Monaten

Tiberius war nach Augustus von 14 -37 n. Chr. der zweite Princeps, also der zweite römische Kaiser. Wenig weiß man über ihn, wahrscheinlich kennen durch die biblische Geschichte weitaus mehr Menschen den Namen seines Statthalters in der Provinz Judäa, Pontius Pilatus, als den seinen. Vergleichsweise wenig historisch Bleibendes ist unter seiner Herrschaft passiert, sieht man mal von der Kreuzigung eines Religionsgründers ab, für die er aber nicht verantwortlich war und von deren Vollzug in einem entlegenen Winkel des römischen Reiches er nicht einmal gewusst haben dürfte.

Wer war nun dieser Mann, der als Übergang zwischen Augustus und Caligula, dem ersten, dem Caesarenwahn Verfallenem, eine eher blasse Spur in der Geschichte zurückgelassen hat? Zunächst war es jemand, der eigentlich gar keine Chancen auf sein späteres Amt hatte. Als Enkel eines Republikaners, der in der Schlacht von Philippi auf der falschen Seite, der der Gegner Octavians, gekämpft hatte, kam er 42 v. Chr zur Welt, sodass seine Mutter im gleichen Jahr eben Mutter wurde und ihren Vater durch Selbstmord nach der Niederlage verlor. Auch Tiberius' Vater hatte sich im Bürgerkrieg auf der falschen Seite positioniert, doch immerhin musste er das nicht mit seinem Leben bezahlen. Stattdessen musste er in die Scheidung von seiner Gattin Livia, in die sich Octavian offensichtlich spontan verliebt hatte, einwilligen, sodass Tiberius dessen Stiefsohn, später auch Adoptiv- und Schwiegersohn wurde.Damit war sein weiterer Lebenslauf vorgeprägt, denn als Thronprätendent kam er nun durchaus in Frage. Doch war er nur einer von vielen, und offensichtlich zog Augustus die anderen vor, doch letztendlich überlebte Tiberius alle anderen, sodass Augustus an ihm nicht mehr vorbei kam. Die Eheschließung mit Augustus' Tochter Julia untermauerte dann die präsumptive Thronfolge, dafür musste Tiberius 12 v. Chr. sich von seiner geliebten ersten Ehefrau trennen.

Doch selbst dann sollte es noch weitere 26 Jahre dauern, bis der nunmehr 55-jährige  für 24 Jahre Princeps wurde. Die Zeit als Herrscher hat wenige Spuren hinterlassen, umal er die letzten 10 Jahre zurückgezogen auf der Insel Capri verbrachte, wo ihm so ziemlich jede moralische Verfehlung, die begangen werden kann, nachgesagt wurde. Sein weiteres Manko: er betrieb eine weitgehend solide Politik, war aber offensichtlich nicht in der Lage, so wie sein Vorgänger mit dem Volk zu kommunizieren, eine Fähigkeit, die für das frühe Kaisertum von elementarer Bedeutung war. So ist es kein Wunder, dass er das Volk verlor und nach seinem Tod die römische Stadtbevölkerung "Tibrius in den Tiber" skandierte.

Holger Sonnabend betont mehrfach, wie schwierig es ist, diesem Kaiser gerecht zu werden, da die überlieferten antiken Quellen, insbesondere Tacitus und Sueton, die in deutlichem zeitlichen Abstand schrieben, ein eindeutig negatives Bild von ihm zeichnen, das aber von den eigenen Voreinstellungen geprägt ist, fast möchte man sagen, dass der Kaiser bei diesen Biographen keine Chance auf eine objektive Würdigung hatte. Lediglich sein Zeitgenosse Velleius Paterculus zeichnet ein positives Bild von ihm, aber auch das ist von Voreinstellungen geprägt, so dass, wie so oft, die Wahrheit irgendwo dazwischen liegen dürfte.

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Cover des Buches Atlas der Antike. (ISBN: 9783944594408)adventurouslys avatar

Rezension zu "Atlas der Antike." von Holger Sonnabend

Spannender Einblick in die klassische Antike
adventurouslyvor 4 Jahren


Das Buch informiert über die klassische Antike, also nur über Antikes Griechenland und Römisches Reich. Dafür aber sehr ausführlich, nicht nur über alle Kaiser und Herrscher wird berichtet, sondern auch über Sachgebiete wie Technik, Literatur, Handel usw. 


Ich konnte alles leicht nachvollziehen und fand dieses Zeitalter wirklich sehr spannend und interessant. Mit diesem Buch bekam ich einen wirklich sehr guten Einblick und Überblick über die klassische Antike. Der Zeitstrahl am Ende hilft nochmal alles gedanklich zu ordnen. 
Einziger Kritikpunkt für mich ist, dass fast ausschließlich nur die Geschichte Griechenlands und des Römischen Reiches bearbeitet wird und was nebenbei in Mesopotamien oder bei den Germanen passiert, wird nicht berichtet.
Im Großen und Ganzen bin ich aber froh, dass ich dieses Buch gelesen habe, denn mein Ziel das Wichtigste über diese Zeit zu erfahren, ist mir damit gelungen und mein Wissen wurde erweitert.

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Cover des Buches Antike. 100 Seiten (ISBN: 9783150204313)seschats avatar

Rezension zu "Antike. 100 Seiten" von Holger Sonnabend

Gelungener Bildungshappen
seschatvor 5 Jahren

Der Althistoriker Holger Sonnabend liebt sein Fach und brennt dafür, was ich gut nachvollziehen kann.

Kurzweilig, aber durchaus pointiert liest sich seine populärwissenschaftliche Einführung in die Antike. In gut ausgewählten, übersichtlichen Kapiteln widmet sich der Autor dieser vielfältigen Epoche. 

Seine Entdeckungsreise beginnt mit der zeitlichen Einordnung, die nicht unumstritten ist, und steuert danach die wichtigsten Stätten des antiken Griechenland und Italien an. 

Es macht einfach Laune, Sonnabends anekdotenreiche wie fachlich überzeugende Ausführungen zu studieren; das muss auch der Fachmann neidlos anerkennen. 

Ein besonderes Plus des Büchleins ist die moderne Herangehensweise des Autors an die doch etwas eingestaubte Materie. So bezeichnet er beispielsweise Caesar und Alexander den Großen als Promis oder gibt Einblick in die damalige weit fortgeschrittene Technikgeschichte. Auch der Nahostkonflikt ist kein Kind der Moderne, sondern reicht bis in die Antike zurück.

Neben berühmten Innovationen der Zeit, wie der Demokratie oder den olympischen Spielen, finden auch archäologische Stätten (z. B. der Parthenon in Athen, der Palast von Knossos oder die Stadt Pompeji) Erwähnung. Natürlich dürfen in einem Werk über die Antike auch berühmte Wissenschaftler/Historiker wie Winckelmann oder Mommsen nicht fehlen. Denn beide gelten als Gründerväter der wissenschaftlichen Rezeption der Antike und damit der Herausbildung der Altertumswissenschaften.
Am Ende seiner ansprechenden Darstellung gibt der Autor einen interessanten Überblick über bis heute ungelöste Rätsel, wie z. B. die Verortung von Atlantis oder dem Alexandergrab.

FAZIT
Sonnabends 100-seitiger Geschichtsband ist beste Werbung für das exotische Studienfach Alte Geschichte und regt zur tiefgründigeren Beschäftigung mit der Antike an. 

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