Holger Weinbach Brudermord

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Inhaltsangabe zu „Brudermord“ von Holger Weinbach

Das Ostfrankenreich im Jahr 956: Es herrscht wieder Frieden im Reich König Ottos, nachdem im Vorjahr die ungarischen Horden erfolgreich auf dem Lechfeld geschlagen wurden. Doch die vermeintliche Ruhe trügt. Die noch vor wenigen Monaten einig hinter ihrem König stehenden Fürsten trachten danach, ihre Macht im Reich zu festigen und ihren Einfluss auszudehnen. Kaltblütig werden selbst gegen die eigene Familie Intrigen geschmiedet! Durch einen Verrat seines Bruders soll die gesamte Familie des Grafen Farold gemeuchelt werden. Einzig dem siebenjährigen Sprössling Rogar gelingt die Flucht in dieser Blutnacht. Traumatisiert und ohne Kenntnis über seine wahre Identität, wird er als Waisenkind unter dem Namen Faolán in das Noviziat eines Benediktinerordens nahe Neustatts aufgenommen, wo ihn der Abt und der Kellermeister vor den meuchelnden Fingern des Verräters zu bewahren versuchen. Auch die irdischen Mächte bleiben nicht untätig. Der junge Ritter Brandolf, der seinem Herrn Farold selbst nach dessen Tod treu ergeben ist, strebt danach, Rogar zu finden und zu seinem rechtmäßigen Erbe zu verhelfen. Zu diesem Zweck rufen er und sein Vater die höchste Instanz im Reich an, König Otto selbst, und beschuldigen Farolds Bruder öffentlich des Verrats. Doch der Herrscher hat weitreichende Pläne und benötigt hierzu schlagkräftige Vasallen … Unwissend über all diese Streitereien, lernt Faolán eines Tages das Mädchen Svea kennen. Von diesem Tag an beginnt sich sein Leben auf dramatische Weise zu wandeln. Sein bisheriges Weltbild gerät ins Wanken, als er sich seiner Liebe zu Svea bewusst wird. Faolán versucht alles in seiner Macht stehende, um das Mädchen wiederzusehen. Dabei begeht er einen fatalen Fehler, der seinen Häschern nach all den Jahren endlich eine Gelegenheit eröffnet, den wahren Erbe der Grafschaft ein für alle Mal aus dem Weg zu schaffen.

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  • Rezension zu "Brudermord" von Holger Weinbach

    Brudermord

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    23. November 2012 um 06:44

    Inhalt Der Frieden im Jahre 956 im ostfränkischen Reich hält nicht lange an. Rurik übernimmt durch eine List die Burg seines Bruders, des Grafen Faolan und hinterlässt einen Berg von Leichen. Zum Glück kann der Sohn des Grafen, Rogar, entkommen. Völlig abgemagert und am Ende seiner Kräfte wird er von zwei Ordensleuten eines Benediktinerordens gefunden und wieder aufgepäppelt. Diese beiden geben in einen neuen Namen und verstecken ihn so gut es geht, weil sie wissen, das er von dem bösen Veräter Rurik gesucht wird. Die Jahre vergehen, Faolán wächst zu einem Jüngling heran und er lernt ein Mädchen namens Svea kennen. Durch sie verändert sich sein Leben drastisch und er gerät in Gefahr.... Meinung Da ich solche mittelalterlichen Bücher sehr gerne lese, war ich gespannt, wie „Brudermord“ ist. Der Autor hat mich mit diesem Buch teilweise gut in den Bann gezogen. Die ersten Seiten haben sich ein wenig gezogen, da für mich viel zu viele Charakteren aufeinmal beschrieben wurden. Danach ging es aber und die Spannung stieg von Seite zu Seite. Der Schreibstil ist locker und flüssig, man kann sich in die Personen hineindenken und es macht Spaß mit ihnen mitzufiebern. Liebevoll und detailgerecht beschreibt der Autor die einzelnen Figuren, wobei manche dabei sind, die man sofort ins Herz schließt und einige, die man von Anfang an abgrundtief hasst. Teilweise hätte ich mir aber gewünscht, noch etwas ausführlicher von den einzelnen Personen zu erfahren. Warum hat sich z.B. Faolán nicht einfach mal gehen Drogo gewehrt? Oder Branduf, der einzig Überlebende des damaligen Massakers. Von ihm hätte ich auch gerne noch mehr erfahren. Trotzdem hat mich das Buch überzeugt und hat mir ein paar kurzweilige Lesestunden beschert. Einziges Manko für mich war allesdings die Schrift, welche mir ein wenig zu klein war. Charakteren Svea, ein absolut liebenswürdiges Mädchen, das vor ihrem Vater flieht und sich dann immer im Wald bei einer Heilerin versteckt. Bei ihr findet sich ein neues Zuhause, und so kann sie ein klein wenig die Demütigungen und Schläge ihres Vaters vergessen. Sie wirkt auf mich mystisch und hat irgendetwas an sich, das man nicht genau beschreiben kann. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Faolán, oder besser gesagt Rudgar, wird als still und in sich gekehrt beschrieben. Er hat in seinem kurzen Leben schon viel mitmachen müssen und die Benediktiner bemühen sich, ihm wieder Selbstvertrauen zu geben. Erst als er Svea kennenlernt, kommt er allmählich aus sich raus und wird auch etwas mutiger. Drogo, der Sohn des Verräters Rurik, war mir von Anfang an ein Dorn im Auge. Der Autor hat diesen Charakter so perfekt böse ins Licht gestellt, das man ihn sofort hassen kann. Aber auch alles anderen Protagonisten hat Herr Weinbach gekonnt in Szene gesetzt und überaus detailgerecht beschrieben. Mein Kompliment dazu. Cover Trotz das das Cover in schlichtem Braun gehalten wurde, verbinde ich irgendwie etwas Mystisches damit. Das Runenzeichen ist geheimnisvoll und die Blutstropfen deuten auf etwas Grausames. Toll gewählt und passt gut zu dem Buch. Fazit Dieser Einstieg in die „Eiswolf-Saga“ ist Holger Weinbach richtig gelungen. Spannend und interessant geschrieben und es macht Lust, den nächsten Band zu lesen. Das Buch erhält von mir 4 von 5 Sternen und eine zusätzliche Leseempfehlung. Ich danke dem Acabus Verlag, für die Bereitstellung dieses Exemplares.

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  • Rezension zu "Brudermord" von Holger Weinbach

    Brudermord

    Penny Warren

    01. August 2011 um 20:44

    Wir schreiben das Jahr 956 und im ostfränkischen Reich herrscht endlich wieder Frieden, nachdem zuvor die ungarischen Horden dort ihr Unwesen trieben. Scheinbar ist es aber dem hiesigen Adel zu ruhig und die Gier nach Macht ruft. So bleibt auch Graf Gerold nicht vom Verrat verschont und das kostet ihn und dessen Frau das Leben. Einzig sein Sohn Rogar kann dem Gemetzel auf der Grafenburg entrinnen. Rogar wird traumatisiert im Wald gefunden und im nahegelegenen Kloster als Novize aufgenommen. Da er sich nicht einmal mehr an seinen Namen erinnern kann, geben ihm die Mönche den Namen Faolán, unter dem er seine Zukunft verbringen soll. Doch auch im Kloster währt der Frieden nicht lange und das Geheimnis um Faoláns Herkunft schwebt in Gefahr. Schon bei dem ersten Satz dieser Geschichte, war mir klar, dass ich dieses Buch beenden werde und auch muss. Durch den Schreibstil, fühlte ich mich beim Lesen, als wäre ich Teil dieser Geschichte und würde als Beobachter direkt neben den Charakteren stehen. Ich weiß nicht wie, doch auch an Stellen, die weniger spannend waren, wurde ich von diesem Buch eingefangen und Situationen und Gefühle ließen mich nicht los. Das Ende des Buches fand ich jedoch richtig gemein, im Sinne von: Ich brauche dringend Band 2! Ein Dankeschön an dieser Stelle an den Acabus-Verlag für das Rezensionsexemplar :)

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  • Rezension zu "Brudermord" von Holger Weinbach

    Brudermord

    Sevotharte

    30. April 2011 um 19:25

    Meine Rezension zu - Brudermord - Die Eiswolfsaga Teil 1 - von - Holger Weinbach -. - COVER UND LAYOUT - Schlicht, beigefarben und ziemlich passend. Der Runenstein in der Mitte passt hervorragend und vermittelt bereits beim ersten Ansehen das Gefühl, einen fantastischen, historischen Roman in den Händen zu halten. Vor allem der durchgezogene Textstreifen am unteren Drittel weiß zu überzeugen. Er hebt den Titel hervor, ohne dabei zu aufdringlich zu wirken, was bei diesem Buch völlig fehl am Platz wäre. Der Klappentext ist leider ein zweischneidiges Schwert. Einerseits macht er Lust aufs Lesen, andererseits erfährt man in diesem fast die gesamte Geschichte des 1. Bandes, was den Spannungsbogen stark vermindert. Da man schon weiß, was passieren wird, kommt keine Überraschung mehr auf. Da wäre weniger wohl mehr gewesen. Außerdem wäre ein Blocksatz wünschenswert gewesen. Sieht einfach schöner und geordneter aus. Die Schrift finde ich passend gewählt, für meinen Geschmack hätte sie aber etwas größer ausfallen dürfen. Auch die Ränder hätten ein wenig mehr Freiraum vertragen können. Dadurch vermittelt das Buch den Eindruck, als wäre es regelrecht voll gestopft worden. Als wäre kein Platz mehr für weitere Seiten gewesen. Ich lese vor allem abends und wenn dann die Augen irgendwann müder werden, fällt es gerade bei dieser kleinen Schrift schwer, noch etwas lesen zu können. Musste daher öfters abbrechen, obwohl ich es gar nicht wollte. Etwas Schade, wie ich finde. Wertung: 4 von 5 Sternen. - HANDLUNG - Die Geschichte des 1. Teils wird in drei Handlungssträngen erzählt, dabei reist man vom Jahre 949 bis ins Jahre 963. König Otto regiert das Land und doch spielt er hier eher eine kleine Rolle, was sich aber im Laufe der nächsten Bände noch ändern kann. Zuerst einmal geht es aber um Rogar, bzw. Faolán, Svea und Brandolf. Wie schon im Klappentext beschrieben beginnt alles mit dem Angriff auf die Greifenburg, wo Faoláns Eltern ums Leben kommen. Durch göttliche Fügung und den starken Willen seiner Mutter erreicht er kurze Zeit später das Benediktinerkloster Nahe Neustatt und wird dort als Novize aufgenommen. Was Svea und Brandolf dabei für eine Rolle spielen, will ich hier nicht verraten, ein wenig Lesespannung muss ja auch noch bleiben. Obwohl bei mir, gerade wegen dem Klappentext, die gesamten 335 Seiten (und das sind bei dieser kleinen Schrift einiges zu lesen) keine wirkliche Spannung aufgekommen ist, wurde es mir nie wirklich langweilig. Holger Weinbach weiß, wie man eine Geschichte erzählt und gerade zum Ende hin hatte ich mehr das Gefühl, ein Märchen zu lesen, als einen historischen Roman. Ich wollte dieses Erstlingswerk immer wieder in die Hand nehmen und den Charakteren durch ihr Leben begleiten. Für mich das Wichtigste, was ein Buch ausmachen sollte. Top! Wertung: 5 von 5 Sternen. - Charaktere - Obwohl sich die Haupthandlung um Faolán, Svea und Brandolf dreht, tauchen noch viele andere Charaktere während der Zeit auf, die allesamt ihre eigene Art haben, was ja auch so sein sollte. Holger Weinbach weiß, seine Charaktere zu beschreiben, ohne es zu übertreiben und den Leser mit Informationen zu erschlagen. Trotz der Tatsache, dass einige Charaktere stark Klischee behaftet sind, hat es mich nicht einmal während des Lesens gestört. Sollen doch die Guten richtig gut sein und die Bösen so richtig schon fies, mir egal, so lange es passt, und das tut es. Man schließt nach einer gewissen Zeit jede einzelne Person ins Herz, sei es nun positiv oder negativ. Oh Mann, wie oft habe ich mit Faolán mit gelitten, während ich den Prior dutzende Male verflucht habe. Dadurch wirken für mich die Charaktere real, lebendig und unvergesslich. So soll es sein. Wertung: 5 von 5 Sternen. - SCHREIBSTIL - Altertümlich, mit neusprachlichen Ansätzen und einer Prise Holger Weinbach selbst, so würde ich den Schreibstil des Autors beschreiben. Wie es sich für einen historischen Roman gehört benutzt er natürlich eine alte Sprache, die aber nicht altbacken wirkt, dass ich sehr genossen habe. Außerdem weiß Herr Weinbach, wie man schreibt und das macht das Buch umso besonderer. Kaum Wortwiederholungen, oft wird nicht nur der Name benutzt, sondern die Person umschrieben und gerade die bildlichen Passagen sind ein wahrer Leseschmaus. Man merkt deutlich, dass Holger Weinbach Architekt ist und das tut dem Werk mehr als gut. Ich habe nichts zu bemängeln. Wertung: 5 von 5 Sternen. - FAZIT - Holger Weinbach hat definitiv ein Erstlingswerk geschaffen, das Lust auf mehr macht. Gerade da Brudermord mit einem gewaltigen Cliffhanger aufwartet und man einfach so stehengelassen wird, schreit es förmlich danach, die Fortsetzungen zu lesen. Er weiß den Leser zu fesseln und genau das macht einen guten Autor aus. Herr Weinbach, weiter so. Abschließende Wertung: 5 von 5 Sternen.

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  • Rezension zu "Brudermord" von Holger Weinbach

    Brudermord

    marion_gallus

    30. March 2011 um 20:47

    Es wird das Jahr 956 geschrieben und im Reich von König Otto herrscht endlich wieder Frieden. Dennoch werden Intrigen geschmiedet, denn Rurik, der Bruder des Grafen Farold – ein vom Volk geehrter, geachteter und angesehener Mann – strebt nach dessen Position. Er inszeniert einen Überfall auf die Greifenburg, den Sitz des Grafen Farold und seiner Familie. Farold und seine Frau Sigrun kommen bei dieser Tat ums Leben, einzig ihrem siebenjährigen Sohn Rogar gelingt – dank des Mutes seiner Mutter – die Flucht. Er wird in einem benachbarten Benediktinerkloster als Waisenkind aufgenommen. Dort lebt er als Novize unter dem Namen Faolán und wird somit vor seinem bösartigen Onkel versteckt. Faolán selbst hat keine Erinnerungen mehr an die schrecklichen Erlebnisse dieser Nacht, doch der Abt des Ordens sowie der Kellermeister Ivo erkennen anhand eines eindeutigen Beweises wer er ist. Faolán wächst unter den Argusaugen des Abtes Degenar und des Cellears Ivo zu einem Jüngling heran und bekommt in diesem Alter ein weiteres Privileg, dass nicht alle Novizen erhalten: er darf gemeinsam mit Ivo, dem Kellermeister, an Markttagen die nahe gelegene Stadt Neustatt aufsuchen und die Waren des Klosters feilbieten oder tauschen. Hier trifft Faolán – mittlerweile 14 Jahre alt – das erste Mal auf die gleichaltrige Svea. Das Mädchen stellt das Gefühls- und Seelenleben des Novizen völig auf den Kopf und somit nimmt das Schicksal seinen Lauf…. Dieser Roman ist das Debut des Schriftstellers Holger Weinbach und er hat eine historische Geschichte geschaffen, die alles andere als „staubig“ ist. Er versteht es, den Leser in die Welt des Mittelalters zu versetzen. Er schreibt in einer schönen, angenehmen aber nicht übertrieben alten Sprache die sich flüssig liest. Er schafft eine Atmosphäre, die mich als Leserin wirklich durch die zugigen Burgen und kalten, dunklen Klostergebäude hat gehen lassen. Die Markttage in der Stadt beschreibt er mit sämtlichen Eindrücken des Protagonisten so real, das man z.B. den Gestank der Stadt riechen kann. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, sowohl die sympathischen als auch die unsympathischen. Die Handlung wird in drei Strängen erzählt. Immer wieder gibt es Wechsel zwischen diesen. Die Kapitel sind relativ lang gehalten, werden aber ab und an durch Szenenwechsel innerhalb eines Handlungsstranges unterbrochen. Somit zieht sich die Geschichte nicht in die Länge, sondern es gibt immer etwas Abwechslung. Gegen Ende des Romans verknüpfen sich die drei Stränge und fliessen ineinander ein. Was mir auch sehr gut gefallen hat war, dass es keinen „Charakteroverload“ gab. Die Namen der Figuren sind „alt“ und somit nicht so leicht zu behalten wie Frank oder Paul. Dadurch das es aber in jedem Teil der Geschichte immer nur eine Handvoll an wichtigen und regelmässig wiederkehrenden Figuren gibt, bleibt alles angenehm überschaubar und man kann sich auf die einzelnen Personen und deren Position in der Handlung einlassen. Das faszinierende an der Geschichte ist für mich ausserdem, dass oft über viele Seiten hinweg gar nichts Spannendes geschieht. Man erlebt beispielsweise „nur“ mit, wie Faolán seinen Alltag als Novize bestreitet, arrangiert und versucht den unangenehmen Dingen dieses Lebens aus dem Weg zu gehen. Aber dennoch wird es nie langweilig, sondern es macht einfach Freude dabeizusein. Auch wenn ich nichts weiter von der Handlung erwähnen möchte, muss ich noch eines loswerden. Weinbach hat es auf wunderbare, sehr einfühlsame Weise geschafft, das Gefühlschaos um seinen Protagonisten zu beschreiben. Faolán trifft als 14-jähriger auf das Mädchen Svea und urplötzlich geschehen Dinge in seinem Gefühlsleben (sowohl seelisch als auch körperlich) von denen er nichts wusste und über die auch nie eine Person mit ihm gesprochen hat und ihn somit völlig überrumpeln und verwirren. Dies zu lesen hat schon eine Gänsehaut beschert. Die Ausgabe, die ich gelesen habe ist die 3. Auflage. Der Roman ist als Taschenbuch veröffentlicht und mir gefällt das Cover sehr gut. Es ist in angenehmen, schönen Farben, dezent gehalten. Allerdings fällt mir leider wieder auf, dass die Haltbarkeit der Bücher nicht wirklich gut ist. Wie auch beim ersten Exemplar, das ich vom Acabus-Verlag gelesen habe, löst sich bereits wieder die Folie an den Seiten des Buches. Und ich bin jemand, der mehr als sorgsam mit seinen Büchern umgeht. Auch bin ich der Meinung, dass man aus diesem Buch noch mehr hätte machen können. Ich habe an anderer Stelle gelesen, dass es Verlage gibt, die aus solch einer Handlung ein 800 Seiten Buch zaubern. Das sehe ich auch so. Dieser erste Teil umfasst knappe 340 Seiten und hätte man diese ein wenig aufgelockert und nicht so vollgepackt, wäre es nicht nur für das Auge angenehmer zu lesen, sondern auch optisch schöner. Was mir wiederum sehr gut gefällt, ist das Personenregister im Anhang des Buches. Es ist sehr hilfreich und ich habe es mehrmals genutzt. Dieses Register wurde wohl auch erst in der 3. Auflage hinzugefügt. Die Inhaltsangabe auf der Rückseite ist leider weder im Blocksatz noch zentriert geschrieben und wirkt somit für mich unordentlich. Ich denke für den guten Gesamteindruck eines Buches gehört auch eine „aufgeräumte“ Inhaltsangabe auf die Rückseite. Diese hier genannten kleinen Mängel am Buch, nicht am Werk des Autors, haben mich veranlasst einen halben Punkt in der Bewertung abzuziehen. Also bekommt dieses Romandebüt von mir in der Gesamtwertung 4,5 von 5 Sternen. Mitterweile bin ich bereits dabei, den zweiten Teil der Eiswolf-Saga „Irrwege“ zu lesen, den ich gut zur Hälfte durchgelesen habe. Genau wie sein Vorgänger absolut lesenswert, auch wenn man vorher kein Extremleser von Historischen Romanen war, so wie ich. © Buchwelten 2011

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  • Rezension zu "Brudermord" von Holger Weinbach

    Brudermord

    Volpina

    15. December 2010 um 19:00

    Die Eiswolf-Saga ist keine Reihe oder Buchserie, hierbei handelt es sich um einen Mehrteiler und hat einen riesigen Cliffhanger am Ende. Wenn man sich dessen bewusst ist, kann man damit aber leichter umgehen. Um Grunde besteht der Roman aus 3 Geschichten, die voneinander abhängig sind, wie die Figuren, die darin eine Hauotrolle spielen. Im Laufe der Zeit, die unerbittlich voranschreitet und uns als Kapitelüberschriften immer vor Augen geführt wird, berühren sich die Geschichten und verweben sich teilweise. Faolan, oder besser Rugar, ist der Sohn des Grafen, dessen misgünstiger Bruder mitten in der Nacht über die Burg herfällt. Nur Rugar kann fliehen, Graf und Gräfin sterben, wie auch viele andere. Der große Verlust, die schrecklichen Erlebnisse und die nervenaufreibende Flucht sind wohl die wahrscheinlichsten Gründe, warum er sich nicht an seinen Namen erinnnern kann, als er irgendwann vom Kellermeister einer Abtei gefunden wird. Dieser erkennt ihn zwar als Grafensohn, doch um den Jungen zu schützen, nennt er ihn Faolan und versteckt seine wahre Herkunft. Denn der Brudermörder wäre nur zu gern selbst Graf geworden; doch er kann jederzeit die Burg und die Grafschaft wieder verlieren, solange Rugar lebt, Sein Leben ist also noch immer in Gefahr. Um den ruhigen Jungen vor den regelmäßigen Anfeindungen anderer Novizen zu schützen, nimmt der Kellermeister ihn als Gehilfen auf und so kommt auch Faolan irgendwann an einem Markttag in die Stadt, um Svea zu treffen und sich zu verlieben. Svea verbingt viel Zeit mit den Schweinen im Wald, um von ihrem übelgelaunten Vater wegzukommen. Nachdem die Alte sie vor den Schlägen ihres Vaters bewahrt, bleibt Svea dort und lernt viel über das Handwerk der Heilerin. Die beiden werden es nicht einfach haben, und dass sich das Schicksal gegen ihre Liebe zu stellen scheint, ist klar, schließlich haben wir noch 5 Bände vor uns. Währenddessen sucht ein weiterer Überlebender des Überfalls nach dem vermissten Grafensohn. Immer wieder erfahren wir, wie Brandulf, ein Getreuer des verstorbenen Grafen, nach dem Jungen sucht. Leider scheint er damit kein Glück zu haben. Es ist eine wirklich schöne Geschichte, mit Charakteren zum Lieben und Figuren, die man so richtig schön hassen kann, denen es aber leider an Entwicklung und Ambivalenz fehlt. Obwohl die Figuren des Buches liebevoll gestaltet sind und es mir nicht schwer fällt sie vor Augen zu haben, sind sie auch mein größter Kritikpunkt. Die Geschichte gleicht eher einem Märchen, in dem die Figuren stark überzeichnet einem bestimmten Weg zu folgen haben. Mir fehlt es auch an inneren Einsichten, die mich verstehen lassen warum bestimmte Dinge passieren. Dieses stereopyte Verhalten nimmt dem Roman die Tiefe, nicht jedoch den Lesespaß. Denn wie ich schon sagte, ich liebte, ich hasste und ich litt. Originaltext zu finden auf: http://wortsplitter.wordpress.com/

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  • Rezension zu "Brudermord" von Holger Weinbach

    Brudermord

    Tialda

    13. November 2010 um 15:02

    x Autor: Holger Weinbach x (Original-) Titel: Die Eiswolf-Saga Teil 1: Brudermord x Genre: Historischer Roman x Erscheinungsdatum: 04. Februar 2010 x 335 Seiten x Acabus Verlag x ISBN: 3941404393 x Der erste Satz: Die Sonne brannte unbarmherzig auf die spröde, rissige Erde der Lichtung und keine einzige Wolke war am Himmel zu sehen. Klappentext: Im Jahr 956 herrscht wieder Frieden im ostfränkischen Reich, nachdem im Vorjahr die ungarischen Horden dort ihr Unwesen getrieben haben. Doch die vermeintliche Ruhe trügt. Die noch vor wenigen Monaten einig hinter König Otto stehenden Fürsten trachten danach, ihre Macht im Reich zu festigen. Kaltblütige Intrigen werden geschmiedet, selbst gegen die eigene Familie! Der Verrat seines Bruders kostet Graf Farold und dessen Gemahlin das Leben. Einzig ihrem Sohn Rogar gelingt die Flucht. Traumatisiert und ohne Kenntnis über seine wahre Identität, wird er als Waisenkind unter dem Namen Faolán in das Noviziat eines Benediktinerordens aufgenommen, wo ihn der Abt vor den meuchelnden Fingern des Verräters zu bewahren versucht. Als der Jüngling Faolán aber eines Tages das Mädchen Svea kennen lernt, beginnt sich sein Leben auf dramatische Weise zu verändern. Sein bisheriges Weltbild gerät ins Wanken und seine Häscher wittern nach all den Jahren die Gelegenheit, ihren einstigen Verrat für immer vollkommen zu machen. Worum geht es? Heimtückisch wird Graf Farolds Burg in einer kalten Nacht des Jahres 956 von den Nordmännern überfallen. Er und seine Gemahlin erliegen den Angreifern, einzig ihr siebenjähriger Sohn Rogar entkommt auf dem Pferd seiner Mutter und wird Tage später von einem Benediktinermönch ohne Erinnerung im Wald gefunden. In der Zwischenzeit war Farolds Bruder Rurik seltsam schnell zur Stelle um sich auf dem Thron der Burg niederzulassen. Der Abt des Klosters und sein Kellermeister ahnen wer der kleine Waise aus dem Wald ist, machen ihn zum Novizen und benennen ihn, um ihn zu schützen, in Faolán um – denn unter den Brüdern befindet sich ein Verräter, der Farolds Sohn finden und aus dem Weg schaffen möchte damit Rurik zum Grafen ernannt werden kann. Jahre später lernt Faolán auf einem Markt das Mädchen Svea kennen und droht in seinem verliebten Zustand seinen Häschern in die Hände zu fallen. Rezeption: Wortgewandt erweckt Holger Weinbach die Zeit König Ottos I. im ostfränkischen Reich wieder zum Leben und hat somit einen grandiosen Auftakt der Eiswolf-Saga geschaffen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und hat mich schon nach kurzer Zeit in seinen Bann gezogen. Auffallend ist, dass viel Zeit und Mühe darauf verwendet wurden die wichtigsten Personen in den ersten 5 von 13 Kapiteln vorzustellen, die man somit lieben und/oder hassen lernt und zu denen man so Zugang findet. “Brudermord” lässt sich leicht lesen und der Schreibstil wirkt trotzdem nicht primitiv. Man merkt einfach, dass der Autor Spaß beim Schreiben hatte, denn er spielt regelrecht mit den Worten und es macht großen Spaß sein Buch zu lesen und in der Geschichte zu versinken. Ich bin richtig begeistert, kann das Buch nur weiterempfehlen und freue mich schon auf den zweiten Band, “Irrwege”, der noch diesen Herbst erscheint. Für Fans von diesem Buchgenre wird klar, Holger Weinbach ist ein neuer Lichtblick auf dem Markt der historischen Romane – aber auch Leser, die mit dem Mittelalter nicht so bewandert sind, werden sich von diesem Roman sicher angesprochen fühlen. Fazit: Spannender historischer Roman mit Liebe zum Detail – der wunderbare Auftakt einer Saga. Über den Autor (lt. Klappentext) Holger Weinbach, 1971 im baden-württembergischen Buchen geboren, lebt heute mit seiner Frau und zwei Kindern in seiner Wahlheimat Freiburg. Um seiner Leidenschaft, dem Schreiben, mehr Zeit widmen zu können, hat er sich 2009 als Autor und Architekt selbstständig gemacht. Seit vielen Jahren bewegt er sich privat in der Mittelalterszene und recherchiert für seine historischen Romane nicht nur mittels Fachliteratur, sondern mit Vorliebe auch an Originalschauplätzen in Deutschland und Skandinavien. Originalrezension auf http://www.necroweb.de/magazin/buch/die-eiswolf-saga-teil-1-brudermord/

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  • Rezension zu "Brudermord" von Holger Weinbach

    Brudermord

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. October 2010 um 09:31

    Abt Degenar weiß, wen er vor sich hat. Der vom Wirtschaftsverwalter Ivo gefundene Junge jedoch hat die Erinnerung an seinen Namen verloren. Traumatisiert von den grauenvollen Ereignissen der letzen Tage verschließt er sich vollständig. Dennoch stimmt er zu, Aufnahme als Novize in einem Benediktinerkloster zu erhalten und den Namen Faolán anzunehmen. Die Frage ist nur, ob er hier auf Dauer sicher ist, denn schon scheint der intrigante Prior Walram den Hauch einer gewissen Ahnung zu verspüren ... Falschheit liegt in der Luft. Sigrun spürt das aufziehende Unheil. Es nähert sich ein Unwetter, doch nicht nur das. Gewitterwolken verdecken den Mond und spenden den Verrätern schützende Dunkelheit. Noch warten sie auf ein Signal und können ihrem dunklen Drang kaum mehr Einhalt gebieten. Sie sind zu allem bereit und sie wollen handeln. Graf Farold schlummert weinbetäubt im Schlafgemach, während seine Gattin hilflos mit ansehen muss, wie sich ihre fürchterliche Ahnung bewahrheitet. Doch es kommt viel schlimmer, als sie denkt. Die Greifburg wird angegriffen. Eigentlich unmöglich, denn die Festung ist uneinnehmbar. War es Verrat? Rurik, der jüngere Bruder des Grafen, hatte für den nächsten Tag seinen Besuch angekündigt. Entgegen den üblichen Gepflogenheiten trafen jedoch zwei Männer seines Gefolges bereits einen Tag zuvor auf der Burg ein. Gibt es hier einen Zusammenhang? Doch Sigrun bleibt keine Zeit mehr. Sie flüchtet mit ihrem Sohn in die Stallungen, während die Burg in einem grausigen Gemetzel bereits dem Untergang geweiht ist. Eine gemeinsame Flucht zu Pferd ist jedoch nicht mehr möglich, denn zwei Nordmänner stürmen im Blutrausch den Stall. Sigrun schafft es nicht einmal mehr, einen Sattel aufzulegen - nur ihren geliebten Sohn Rogar, der nicht begreift, wie ihm geschieht, vermag sie noch auf das Pferd zu setzen. Mit einem Schlag in die Flanke besiegelt sie seine Rettung, denn unverzüglich braust das Pferd los. Begünstigt durch die allgemeine Verwirrung gelingt die Flucht in letzter Sekunde - die Mutter erlebt jedoch ihre letzte. Sie nimmt noch das Bild ihres fliehenden Kindes mit in ihre sterbende Erinnerung, bevor sie von kaltem Stahl durchbohrt wird. Derweil kämpft Graf Farold seinen letzten Kampf. Brandolf, Sohn des Edelherren Gerold, eilt ihm zu Hilfe und streckt in rasender Verzweiflung einen Feind nach dem anderen nieder. Doch letztlich kommt er zu spät und kann den schwer verwundeten Grafen nicht mehr retten. Ein letzter verzweifelter Dialog und ein fester Händedruck bleiben Brandolf sowie die Gewissheit, seinem Herrn auch über den Tod hinaus Treue und Ehre zu erweisen. Brandolf weiß, was er zu tun hat ... All das geschah im Jahre 956. Sieben Jahre zuvor erblickte ein kleines Mächen das Licht der Welt. Freya wäre bereits siebenfache Mutter, wären nicht drei ihrer Kinder tot auf die Welt gekommen und ein weiteres im Winter gestorben. Auch dieses Mal ahnt sie, bereits völlig mutlos und entkräftet, dass etwas nicht stimmt. Die Wehen haben bereits eingesetzt und von ihrem Mann kann sie keinerlei Unterstützung erwarten. Mit Hilfe der Heilerin Alveradis und Freyas ältestem Sohn Georg gelingt es jedoch, das falsch im Mutterleib liegende Baby zu drehen. Svea kommt auf die Welt - doch seiner Mutter geht es ganz und gar nicht gut ... ! Es war das Jahr 949. Niemand - auch nicht Kräuterfrau und Seherin Alveradis - können wissen, wie sich die Zukunft des kleinen, rothaarigen Mädchens gestalten wird ... Dieses Buch in Händen zu halten, ist schon etwas Besonderes. Man spürt bereits den Zauber der Geschichte, ohne einen einzigen Satz gelesen zu haben. Vielleicht ist es der Titel, vielleicht sind es die Blutspritzer oder das Cover insgesamt, welches nach einem alten Runenstein gestaltet wurde. Man spürt Ungemach, aber man spürt auch eine Art seltsame Ruhe und Weisheit. Das Buch ist geduldig und drängt sich nicht auf. Es hat alle Zeit der Welt. Es könnte auch auf dem Stapel verschwinden und würde sich nicht grämen, erst in zwei Jahren gelesen zu werden. Dennoch trieb mich eine sagenhaft schwingende Neugier auf die erste Seite, um wenigstens einen unverbindlichen Blick auf die ersten Zeilen zu wagen. Doch damit war es nicht genug ... Holger Weinbach schreibt, wie andere Menschen Kinofilme drehen. Zu Beginn eines Films ist es oft dieser Schwenk und diese Kamerafahrt, die uns sofort in eine andere Welt entführt. Schon bei der ersten Einstellung wissen wir, mehr oder weniger unbewusst, ob uns ein guter oder ein schlechter Streifen erwartet. Die ersten Zeilen der Eiswolf-Saga halten diesem Vergleich mühelos stand. Es öffnet sich ein Vorhang, der uns unvermittelt weit über tausend Jahre in die Vergangenheit führt. Man spürt regelrecht die Sonne brennen und riecht diesen Sommerduft ...! Man glaubt dabei zu sein in jenen längst vergangenen Tagen. Es sind keine platten, zweidimensionalen Schilderungen, der Autor lässt dreidimensionale, scheinbar begehbare Bilder entstehen. Für den Leser ist es ein Glück, einer solchen ersten Seite zu begegnen, denn sie gehört zu denjenigen, die halten, was sie versprechen! Doch es geht nicht nur um Schauplätze und "Action", sondern auch und vor allem um die Menschen in dieser Geschichte und das Glück und das Leid, das ihnen in jenen Tagen widerfahren ist. Kinder wurden unter erbärmlichsten Verhältnissen zur Welt gebracht. Nicht selten starben die Mutter, das Kind oder beide. Das Leben war ein ständiger Kampf. Die einen kämpften mit der Armut und gegen sie - und die, die etwas zu sagen hatten, kämpften um Macht und Besitz. Rurik ist einer von ihnen und er geht über Leichen. Nach dem Verrat an seinem Bruder wiegt er sich als neuer Graf in Sicherheit. Sein Bruder, Graf Farold ist tot, und dessen geflohener Sohn Rogar auch nach jahrelanger Suche unauffindbar. Doch Rogar lebt unter anderem Namen in einem Benediktinerkloster - ahnt aber nicht, wer er ist ... Eingetaucht in die Eiswolf-Saga begegnen wir dem schlimmsten aller Morde und einer Geschichte, die spannender und eindringlicher nicht erzählt werden kann. Mehr kann ein Buch nicht erreichen. Dennoch geht es einen Schritt über das gesteckte Ziel hinaus ... ... denn die wahrhaft unbändige Neugier auf den zweiten Teil zu zügeln wird ein verdammt hartes Stück Arbeit werden! © Thomas Lawall - www.querblatt.com

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  • Rezension zu "Brudermord" von Holger Weinbach

    Brudermord

    Federchen

    11. October 2010 um 20:04

    Familie ist das Wichtigste. . Wie weit würde man gehen, wenn der eigene Bruder mehr Macht besitzt, mehr Geld, eine große Burg, wenn er Graf ist? . Holger Weinbach beantwortet im ersten Teil seiner Eiswolf-Saga diese Frage. Rurik, der Bruder des Grafen Farold hat es satt immer nur der zweite zu sein. Voller Gier und Hinterlist tötet er seinen Bruder, seine Frau und reist die Macht an sich. Einzig der kleine Grafensohn Rogar kann fliehen. Von Macht geblendet, in Sicherheit wiegend, kümmert Rurik sich nicht weiter um den Vermissten. Rogar wird unterdessen in einem Kloster unter dem Namen Faolán als Novize aufgenommen. Der getreue Ritter Brandolf macht sich auf die Suche nach dem rechtmäßigen Erben der Grafschaft. Diese Suche gestaltet sich schwieriger als erwartet und es gehen Jahre ins Land. Faolán, inzwischen auf dem Weg ein Mann zu werden, verliebt sich in Svea. Das rothaarige Mädchen floh einst vor ihrem brutalen Vater in die Arme einer Heilerin. Bei ihr findet sie Geborgenheit, Zuneigung und wird in die Kräuterkunde eingewiesen. . Der Schreibstil von Holger Weinbach ist etwas ungewöhnlich. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kam ich aber damit gut zurecht und konnte mein Kopfkino in Gang bringen. Der Autor lässt genügend Raum für eigene Vorstellungen der einzelnen Szenerien. Nicht jede Kleinigkeit wird beschrieben. Einzelne Charaktere sind so liebenswert, beinahe naiv, dass man am liebsten den fiesen Charakteren die Meinung sagen möchte. Von Anfang an ist der Leser voll im Bilde und das macht die Geschichte so spannend. Man brennt darauf, endlich die Gerechtigkeit siegen zu sehen. Doch so einfach macht es Herr Weinbach natürlich nicht. Ein spannender erster Teil, der die Vorfreude auf mehr schürt.

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  • Rezension zu "Brudermord" von Holger Weinbach

    Brudermord

    Leserrezension2010

    24. August 2010 um 18:05

    A171 Brudermord von Holger Weinbach Kategorie: Allgemein 949 nach Christus: Auf einem kleinen armseligen Hof kommt ein Mädchen mit Hilfe einer, vom Vater unerwünschten, Heilerin zur Welt. Das Mädchen soll Svea heißen. Nicht lange nach der Geburt stirbt die Mutter. 956 nach Christus: Eine Burg im ostfränkischen Reich. Der Bruder des Grafen hat seinen Besuch angekündigt, und, entgegen aller Gepflogenheiten erschienen bereits ein Tag vor dem Termin zwei seiner Männer auf der Burg. Sigrun. die Gemahlin des Burgherrn, erwacht durch ihren Sohn Rogar. Bei dem Versuch ihn wieder zu beruhigen, sieht sie ein Unwetter aufziehen. Doch das ist es nicht, was sie irgendwie ängstigt. Es liegt Unheil in der Luft. Und plötzlich bemerkt sie das offene Burgtor und die Reiterschar, die eindringt. Ein Überfall! Ein Überfall auf eine Burg, die als eine der sichersten überhaupt gilt. Da muss Verrat im Spiel sein. Der Burgherr schickt seine Frau weg, sie soll sich und den Knaben in Sicherheit bringen. Im letzten Moment kann Rogar, auf einem ungesattelten Pferd sitzend, entkommen. Doch Sigrun muss, genauso wie ihr Gemahl, sterben. Auch wenn inzwischen 'Hilfe' eingetroffen ist. Der Edelherr Brandolf sieht Rogar noch wegreiten, will Sigrun noch helfen, kommt jedoch zu spät. Die beiden Meuchler kann er noch zur Strecke bringen. Er eilt zur Halle, und trifft dort des Grafen Bruder Rurik, dem er den Treueschwur leisten muss, obwohl dieser im Moment noch dem Knaben Rogar gilt. Doch Rorik misstraut Brandolf und lässt ihn beobachten. Trotzdem kann Brandolf entkommen, und er sucht den Knaben.... Eine Abtei nicht allzu weit von der Burg: Ein Benediktinerkloster. Der Kellermeister der Abtei, Ivo, findet im Wald einen Knaben, der vom Pferd gestürzt ist. Er nimmt ihn mit ́und ruft seinen Freund, den Abt Degenar zu Hilfe. Dieser sieht sich das Kind und auch seine Kleidung genau an, und entdeckt an einer Kette einen Siegelring. Das Siegel des Grafen. Ihm wird klar, dass er den Sohn des Ermordeten vor sich hat, den Rurik verzweifelt sucht. Doch er befürchtet bei Rurik das Schlimmste für das Kind und gibt, da der Knabe sich auch an nichts mehr erinnern kann, ihm den Namen Faolàn. In diesem Kloster wächst der Sohn des Grafen auf. Viel Ungemach von Seiten eines Mönchs, Walfram, der ihn am liebst totgeprügelt hätte, denn er hat einen Verdacht, muss der Junge erdulden. Aber auch der Sohn des neuen Grafen Rurik, Drogo, wurde im Kloster als Novize aufgenommen. Mit mehr Kräften ausgestattet als Faolàn traktiert er ihn immer wieder Eines Tages nimmt Ivo, der Kellermeister, den Jungen mit zum Markt. Dort werden die Erzeugnisse des Klosters verkauft, und ebenso Benötigtes gekauft. Auf dem Rückweg sieht Faolàn das Mädchen Svea wieder, das er auf dem Markt kurz kennengelernt hat, und er verliebt sich in sie. Immer wieder treffen sie sich, und eines Tages, werden sie zusammen in einem Tümpel badend, von Mönch Walfram erwischt. Für den war diese Sünde des Novizen ein gefundenes Fressen. Ivo kommt gerade noch rechtzeitig, um zu verhindern, dass Walfram den Jungen fast totschlägt. Natürlich muss der Abt diese Sache erfahren, das ist Ivo klar. Als Strafe muss Faolàn die Kirche neu streichen. Doch eines Tages, sieht er das Bild Sveas mit Holzkohle gemalt an der Kirche. Walfram erwischt ihn wiederum, als er gerade verzweifelt versucht, das wegzuwischen. Außerdem hat er sein Habit verschmutzt: Es ist voller Holzkohle und im Schoß nass. Für Walfram ist die Sache klar. Und als Konrad, ein Freund Faolàns ihm helfen will, wird er auch noch hineingezogen. Walram besteht auf der schärfsten Strafe für die beiden Knaben, doch Abt Degenar kann gerade noch erreichen, dass es nur eine Verbannung in eine andere Abtei wird.... Wie es Faolàn hier ergeht und wie die Geschichte weitergeht, kann der geneigte Leser im zweiten Teil dieser Reihe erfahren. Holger Weinbach hat hier ein spannendes Buch geschrieben, das ungeduldiges Warten auf den Folgeband auslöst. Es ist fesselnd von Anfang bis Ende und natürlich darüber hinaus. Ich habe mit Faolàn gelitten, wenn er, eigentlich zu Unrecht, bestraft wurde, wenn der neue Grafensohn ihn malträtiert hat, und ich habe mich gefreut, dass er auch schöne Stunden im Kloster und natürlich mit Svea hatte. Aber auch Svea tat mir leid, weil ihr Vater einem Mädchen nichts abgewinnen konnte, er hielt nichts von ihnen, für ihn waren nur Jungen etwas wert. Als Svea dies erkannte, verließ sie ihn, und lebte fortan bei der Heilerin. Hier war sie glücklich. Ich bin wirklich gespannt, wie es mit Faolàn und Svea weitergeht, wird er Svea wiedersehen? Das Buch kann ich wirklich jedem empfehlen!

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  • Rezension zu "Brudermord" von Holger Weinbach

    Brudermord

    Leserrezension2010

    20. August 2010 um 11:03

    A69 Brudermord von Holger Weinbach Kategorie: Allgemein Die Eiswolfsaga - Brudermord (1/6) – der erste Teil einer „Sextologie“ . Mal etwas Anderes - etwas Neues. Bisher kannte ich nur Trilogien, und nun dass, eine Sixtologie/Sextologie. Ich liebe „Geschichte“ ( besonders deutsche Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart) als Sachbuch, aber auch in Form von historischen Romanen, wie hier von Holger Weinbach zu Papier gebracht Weit zurück, bis in die Zeit König Otto`s (um 950) ins ostfränkische Reich reicht diese mitreissende und spannende Geschichte. Graf Farold (treuer Vasall des Königs) und dessen Gemahlin fallen durch Verrat seines Bruder Rurik einer heimtückischren Intrige zum Opfer. Nur der Sohn des Grafen Farold, Rogar kann diesem kaltblütigem Gemetzel auf der Greifburg entfliehen. Der Überfall und seine Flucht haben Rogar traumatisiert. Heute würde man sagen er leidet an einer Amnesie. Ohne Kenntnis über seine wahre Identität, wird er als Waisenkind in das Noviziat eines Benediktinerkloster aufgenommen. Degenar, der Abt des Klosters und deren Gefährte und Freund Ivo der Kellermeister, erahnen jedoch die Herkunft des Jungen. Um ihn vor dem intriganten Verräter Rurik zu bewahren und zu schützen, lebt er von nun an im Kloster als Novize Faolan. Die Jahre vergehen, er reift vom Kind zum Jüngling heran. Doch auch im Kloster ist er nicht nur von Freunden und Gönnern umgeben. So manch Klosterbruder und andere Novizen sind ihm nicht unbedingt wohlgesonnen. Eines Tages lernt er das rothaarige Mädchen Svea kennen. Ein Mädchen dass ihm die Sinne raubt und sein bisheriges Weltbild ins Wanken bringt. Schon bald ist er selbst im bisherigen Kloster nicht mehr sicher vor den Häschern des Grafen Rurik, der nach wie vor versucht den einstigen Verrat an seinen Bruder vollkommen zu machen. Spannung von Anfang bis Ende. Eine tiefgründige, mit viel Herzblut gestaltete Geschichte ohne Längen, dafür mit viel Action und flüssig lesbar. So muss ein guter historischer Roman sein. Chapeau, hier ist dem Autor wirklich ein faszinierendes Debüt gelungen. Aus meiner Sicht mit Bestsellerautoren wie Ken Follett oder Rebecca Gable durchaus auf Augenhöhe. Holger Weinbach hat hier ein spannendes Buch geschrieben, das ungeduldiges Warten auf den Folgeband auslöst, aber auch die Latte hochgelegt, dass es zu hoffen bleibt, das er die Spannung bis zum sechsten und abschliessenden Band halten kann. Ich wünsche es ihm. Der erste Teil umfasst ca. 275 Seiten und endet genau an einem wichtigen Wendepunkt im Leben des jungen Grafensohns mit einem Cliffhänger, der auf eine ebenso spannende Fortsetzung hoffen lässt. Ich warte ..... und bin schon super gespannt.

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  • Rezension zu "Brudermord" von Holger Weinbach

    Brudermord

    ladymarion

    25. July 2010 um 18:34

    Durch eine Intrige erobert Rurik die Burg seines Bruders, des Grafen Farold. Dabei werden Farold und seine Gattin Sigrun getötet. Sigrun kann vor ihrer Ermordung gerade noch ihren kleinen Sohn Rogar auf ein Pferd setzen und fortschicken. Rogar wird von einem Mönch gefunden und ins Kloster als Novize Faolán aufgenommen. Er selbst hat keine Erinnerung daran, dass er der eigentliche Erbe des Grafen ist. Nur wenige Menschen wissen um seine wahre Identität… Holger Weinbachs Roman spielt im Mittelalter und das unterstreicht er auch durch seinen altmodisch anmutenden Schreibstil. Das Leben im Mittelalter wird anschaulich und detailliert beschrieben und das allein macht dieses Buch schon interessant und lesenswert! Die Geschichte ist spannend, wenn auch nicht ganz befriedigend, da es sich ja um den ersten Band einer sechsteiligen Saga handelt. Als ich das Buch fertig gelesen hatte, wollte ich doch sehr gerne sofort wissen, wie es nun weitergeht mit Faolán und Svea...! ;)

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  • Frage zu "Die Jesuitin von Lissabon" von Titus Müller

    Die Jesuitin von Lissabon

    DieBuchkolumnistin

    Gestern hatten wir die Livestreamlesung mit Titus Müller und er hat aus seinem historischen Roman gelesen: http://www.lovelybooks.de/lesung/titus-mueller/ (auch nochmal zum Nachsehen). Ich habe bisher nur Diana Gabaldon gelesen und wollte euch fragen, welche historischen Romane ihr so gerne lest (und mir empfehlt) und warum :-)

    • 13
  • Rezension zu "Brudermord" von Holger Weinbach

    Brudermord

    Ellika

    29. June 2010 um 12:46

    Als Mitarbeiterin einer Bücherei muss ich mich durch viele Genres lesen und bin durch diverse, recht triviale Romane nicht sehr für historische Geschichten. Nun also die "Eiswolfsaga", vom Cover und vom "Handling" her schon etwas ungewöhnlich, aber sehr ansprechend. Die Geschichte von Faolàn, der nach dem Mord an seinen Eltern mit diesem neuen Namen in einer alten Abtei aufwächst und dem Mädchen Svea, die nach einem Streit mit ihrem Vater bei einer Heilerin Zuflucht sucht, die Begegnung der beiden - das hörte sich für mich erst einmal nicht sehr spektakulär an. Doch kaum in der Geschichte angekommen, hat sie mich gefangen genommen, ich wollte einfach nicht aufhören zu lesen. Die Protagonisten sind hervorragend beschrieben, die Sprache, die Aufteilung und einfach der ganze Stil des Buches verdienen meiner Meinung nach sogar mehr als 5 Sterne. Die Beschreibungen der damaligen Zeit sind zu keiner Zeit langatmig, sondern man bleibt wirklich mit den Augen an jeder Zeile haften, was mir selten oder nie passiert. Vor allem hat es mich gefreut, das man durch das besondere Format des Buches gefühlte 500 Seiten gelesen hat und dadurch die Geschichte nicht so schnell zu Ende war.

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  • Rezension zu "Brudermord" von Holger Weinbach

    Brudermord

    Mandylein

    http://www.mandythoss.de/buchblog/?p=219

    • 3

    Mandylein

    24. June 2010 um 21:25
  • Rezension zu "Brudermord" von Holger Weinbach

    Brudermord

    Jens65

    24. June 2010 um 20:32

    Die Eiswolfsaga - Brudermord (1/6) – der erste Teil einer „Sextologie“ . Mal etwas Anderes - etwas Neues. Bisher kannte ich nur Trilogien, und nun dass, eine Sixtologie/Sextologie. Ich liebe „Geschichte“ ( besonders deutsche Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart) als Sachbuch, aber auch in Form von historischen Romanen, wie hier von Holger Weinbach zu Papier gebracht Weit zurück, bis in die Zeit König Otto`s (um 950) ins ostfränkische Reich reicht diese mitreissende und spannende Geschichte. Graf Farold (treuer Vasall des Königs) und dessen Gemahlin fallen durch Verrat seines Bruder Rurik einer heimtückischren Intrige zum Opfer. Nur der Sohn des Grafen Farold, Rogar kann diesem kaltblütigem Gemetzel auf der Greifburg entfliehen. Der Überfall und seine Flucht haben Rogar traumatisiert. Heute würde man sagen er leidet an einer Amnesie. Ohne Kenntnis über seine wahre Identität, wird er als Waisenkind in das Noviziat eines Benediktinerkloster aufgenommen. Degenar, der Abt des Klosters und deren Gefährte und Freund Ivo der Kellermeister, erahnen jedoch die Herkunft des Jungen. Um ihn vor dem intriganten Verräter Rurik zu bewahren und zu schützen, lebt er von nun an im Kloster als Novize Faolan. Die Jahre vergehen, er reift vom Kind zum Jüngling heran. Doch auch im Kloster ist er nicht nur von Freunden und Gönnern umgeben. So manch Klosterbruder und andere Novizen sind ihm nicht unbedingt wohlgesonnen. Eines Tages lernt er das rothaarige Mädchen Svea kennen. Ein Mädchen dass ihm die Sinne raubt und sein bisheriges Weltbild ins Wanken bringt. Schon bald ist er selbst im bisherigen Kloster nicht mehr sicher vor den Häschern des Grafen Rurik, der nach wie vor versucht den einstigen Verrat an seinen Bruder vollkommen zu machen. Spannung von Anfang bis Ende. Eine tiefgründige, mit viel Herzblut gestaltete Geschichte ohne Längen, dafür mit viel Action und flüssig lesbar. So muss ein guter historischer Roman sein. Chapeau, hier ist dem Autor wirklich ein faszinierendes Debüt gelungen. Aus meiner Sicht mit Bestsellerautoren wie Ken Follett oder Rebecca Gable durchaus auf Augenhöhe. Holger Weinbach hat hier ein spannendes Buch geschrieben, das ungeduldiges Warten auf den Folgeband auslöst, aber auch die Latte hochgelegt, dass es zu hoffen bleibt, das er die Spannung bis zum sechsten und abschliessenden Band halten kann. Ich wünsche es ihm. Der erste Teil umfasst ca. 275 Seiten und endet genau an einem wichtigen Wendepunkt im Leben des jungen Grafensohns mit einem Cliffhänger, der auf eine ebenso spannende Fortsetzung hoffen lässt. Ich warte ..... und bin schon super gespannt.

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