Holger Witzel Gib Wessis eine Chance

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Inhaltsangabe zu „Gib Wessis eine Chance“ von Holger Witzel

Schmerzhaft, aber wahr – und unglaublich lustig: Neue Satiren vom bösen »Ostbeauftragten« Seine Kolumnen auf stern.de sind legendär, auch als Buch ist »Schnauze Wessi« ein großer Erfolg. Nun legt Witzel nach: Auf den ersten Blick etwas versöhnlicher, trifft er nach wie vor jedes innerdeutsche Wespennest. Mit dem Blick des Fremden im eigenen Land staunt er über den Mut westdeutscher Frauen, die 60 Jahre nach ihren Ost-Schwestern plötzlich Karriere und Kinder unter einen Hut bekommen wollen. Er wundert sich über den Personenkult um den neuen Bundesprediger und wirbt bei seinen Landsleuten, Westdeutschen eine zweite Chance zu geben. Viel Spaß!
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  • Rezension zu "Gib Wessis eine Chance" von Holger Witzel

    Gib Wessis eine Chance
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    01. March 2013 um 11:09

    Allesamt schon einmal im STERN erschienen, hatten die im letzten Jahr als Buch zusammengefassten "Pöbeleien aus einem besetzten Land" des Leipziger Stern-Journalisten Holger Witzel einen großen Publikumserfolg. Sie bewegten sich allesamt auf dem schmalen Pfad zwischen scharfsinniger Reportage und vorurteilsbeladener, bissiger Satire. Nun kommt unter dem Titel „Gib Wessis eine Chance“ eine Fortsetzung mit neuen „Beiträgen zur Völkerverständigung.“ Seine Kolumnen beschreiben, was eine große Zahl von Bundesbürgern im Osten des Landes wirklich denkt und empfindet bei all der penetranten Musterelternschaft und teilweise krimineller Aufbauhilfe, die ihnen da in der letzten beiden Jahrzehnten aus dem Westen angedient wurden. Man ist zunächst geneigt, seine Texte zu lesen als Satire, als eine Art Ostvariante der im Westen schon langem grassierenden permanenten Comedy auf allen Kanälen. Doch das, was Witzel da beobachtet und mit spitzer Feder beschreibt, sind Fakten, die man nicht einfach abtun kann. Sie treffen einen Kern der Wahrheit über den inneren Zustand unseres Landes. Mit zahlreichen Bemerkungen zu vielen Rückmeldungen auf sein erstes Buch, will Witzel den „Wessis eine Chance“ geben. Doch er ist nur auf den ersten Block versöhnlicher geworden. Seine Kolumnen sind nach wie vor voller gnadenloser Bissigkeit. Wenn er in seinen Kolumnen in Richtung Westen ruft zu einer Klientel, die Bücher aus einem Verlag liest, der bekannt ist für die christliche und liberale Orientierung seines Programms, verbindet sich bei ihm das möglicherweise mit der stillen Hoffnung, dass die Wessis ihren Mund nicht halten, sondern sich endlich ehrlich mit dem befassen, worauf er hinweisen will.

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