Holger Witzel Schnauze Wessi

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Inhaltsangabe zu „Schnauze Wessi“ von Holger Witzel

Ein Ostdeutscher schlägt zurück Ätzender als Holger Witzel beschreibt niemand den Zustand der innerdeutschen Einheit 20 Jahre nach der so genannten Wiedervereinigung. Seine Kolumne ist regelmäßig die meistgeklickte und meistdiskutierte auf stern.de. Die Fakten und Beobachtungen, mit denen der bekennende Ossi dabei argumentiert, schmerzen besonders, weil sie trotz aller Überspitzung im Kern sehr wahr sind. Und: Sie machen richtig Spaß! Kriminelle, die als Aufbauhelfer getarnt sind, das Märchen von der 'Ostalgie' als Marketingtrick westdeutscher Konzerne oder die kokette Sehnsucht vieler Schwaben, ein echter Ostberliner zu werden – nichts ist vor seiner spitzen Feder sicher. Auch nicht die Buchform – jetzt zum Selberlesen oder Verschenken. Die ewigen Missverständnisse 20 Jahre nach der Einheit Schmerzhaft, im Kern jedoch sehr wahr Die Kult-Kolumne des stern-Reporters endlich auch als Buch
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  • Rezension zu "Schnauze Wessi" von Holger Witzel

    Schnauze Wessi
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    06. March 2012 um 11:18

    Allesamt schon einmal im STERN erschienen, bewegen sich die hier nun als Buch zusammengefassten „Pöbeleien aus einem besetzten Land“ des Leipziger Stern-Journalisten Holger Witzel auf dem schmalen Pfad zwischen scharfsinniger Reportage und vorurteilsbeladener, bissiger Satire. Seine Kolumnen beschreiben, was eine große Zahl von Bundesbürgern im Osten des Landes wirklich denkt und empfindet bei all der penetranten Musterelternschaft und teilweise krimineller Aufbauhilfe, die ihnen da in der letzten beiden Jahrzehnten aus dem Westen angedient wurden. Man ist zunächst geneigt, seine Texte zu lesen als Satire, als eine Art Ostvariante der im Westen schon langem grassierenden permanenten Comedy auf allen Kanälen. Doch das, was Witzel da beobachtet und mit spitzer Feder beschreibt, sind Fakten, die man nicht einfach abtun kann. Sie treffen einen Kern der Wahrheit über den inneren Zustand unseres Landes, für den Witzel nur einen Vorschlag kennt: „Schnauze Wessi!“ Wenn er das als Überschrift zu seinen Kolumnen in Richtung Westen ruft zu einer Klientel, die Bücher aus einem Verlag liest, der bekannt ist für die christliche und liberale Orientierung seines Programms, verbindet sich bei ihm das möglicherweise mit der stillen Hoffnung, dass die Wessis ihren Mund nicht halten, sondern sich endlich ehrlich mit dem befassen, worauf er hinweisen will.

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