Holger Wolandt

 3,7 Sterne bei 1.005 Bewertungen
Autor von Kleine Elche im Schnee, Elche im Schnee und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Holger Wolandt

Holger Wolandt, geboren 1962 in Würzburg, studierte Nordistik, Anglistik und Germanistik in München. Heute lebt er als Reisejournalist, Übersetzer und Herausgeber in Stockholm. Er hat zahlreiche Anthologien herausgegeben, darunter »Elche im Schnee«, »Tod am Fjord«, »Mittsommernachtsliebe«, »Schwedische Appetithappen«, »Elche am Fjord« und zuletzt »Mittsommer bei den Elchen«.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Albert Bonnier und seine Zeit (ISBN: 9783492071109)

Albert Bonnier und seine Zeit

Erscheint am 28.10.2021 als Hardcover bei Piper.
Cover des Buches Alter schützt vor Morden nicht (ISBN: 9783442771462)

Alter schützt vor Morden nicht

Neu erschienen am 11.10.2021 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von Holger Wolandt

Cover des Buches Entführt (ISBN: 9783453267602)

Entführt

 (157)
Erschienen am 27.02.2012
Cover des Buches Der zweite Mord (ISBN: 9783442726240)

Der zweite Mord

 (87)
Erschienen am 01.03.2001
Cover des Buches Die Tätowierung (ISBN: 9783442738274)

Die Tätowierung

 (79)
Erschienen am 05.05.2008
Cover des Buches Der erste Verdacht (ISBN: 9783442735969)

Der erste Verdacht

 (75)
Erschienen am 02.01.2007
Cover des Buches Tod im Pfarrhaus (ISBN: 9783641066505)

Tod im Pfarrhaus

 (69)
Erschienen am 30.05.2011
Cover des Buches Feuertanz (ISBN: 9783442737154)

Feuertanz

 (57)
Erschienen am 03.03.2008
Cover des Buches Der Buchhändler aus Kabul (ISBN: 9783548604305)

Der Buchhändler aus Kabul

 (46)
Erschienen am 01.02.2004
Cover des Buches Die Frauen von Kopenhagen (ISBN: 9783453292512)

Die Frauen von Kopenhagen

 (33)
Erschienen am 26.04.2021

Neue Rezensionen zu Holger Wolandt

Cover des Buches Die Frauen von Kopenhagen (ISBN: 9783453292512)ConnyKathsBookss avatar

Rezension zu "Die Frauen von Kopenhagen" von Gertrud Tinning

Historisch interessant, aber sehr düster und deprimierend
ConnyKathsBooksvor 20 Tagen

Kopenhagen 1885: Nelly und Marie arbeiten in der größten Weberei Kopenhagens - bis Marie bei einem Unfall am Webstuhl schwer verletzt wird. Die Verantwortlichen versuchen die Sache zu vertuschen, doch Nelly sucht Gerechtigkeit - nichtsahnend, dass sie damit sich und ihren Geliebten Johannes in große Gefahr bringt. Dessen Schwester Anna kommt zur selben Zeit aus Jütland nach Kopenhagen und begibt sich furchtlos in einen fast aussichtslosen und gefährlichen Kampf... 

"Die Frauen von Kopenhagen" stammt aus der Feder der dänischen Autprin Gertrud Tilling. Die Inhaltsangabe klang vielversprechend, doch so richtig überzeugt hat mich der Roman leider nicht. 

Zunächst geht es recht spannend los - mit einem entsetzlichen Unfall in der Tuchfabrik Rubens, der auf sehr dramatische und eindringliche Weise zeigt, welch unmenschliche Arbeitsbedingungen dort herrschen. Mit Nelly habe ich daher sofort mitgefühlt. Leider wechselt die Perspektive bald von Nelly zu Anna, womit ich nicht gerechnet hatte. Ebensowenig wie mit der ziemlich deprimierenden Handlung. 

Dabei fand ich den Einblick in die Anfänge der dänischen Arbeiterbewegung und den Kampf um mehr Frauenrechte durchaus interessant. Ebenso wie die Schauplätze und die anschauliche Darstellung der damaligen Arbeits- und Lebensbedingungen. 

Trotzdem konnte mich das Ganze nicht so fesseln wie erhofft. Denn ich fand die Story einfach zu düster. Und zu hoffnungslos. Denn nach Maries Unfall folgen noch weitere schreckliche und traurige Ereignisse. Der Tod spielt eine große Rolle;  Krankheit, Folter, Gewalt, Gefängnis, Blut und Leichen. Definitiv keine leichte Lektüre. Vielleicht war ich auch einfach nicht in der richtigen Stimmung, aber mir war es eindeutig zu viel des Schlechten. Irgendwie hatte ich hier auch mehr Arbeiter- und Frauenrechte-Kampf statts Krimi erwartet. Daher habe ich mich vor allem in der zweiten Hälfte nur durch das Buch gequält und viele Passagen überflogen. Zumindest am Ende blitzt ein kleiner Hoffnungsschimmer am Horizont auf, was die Story aber auch nicht wirklich rettet. 

Insgesamt kann ich daher "Die Frauen von Kopenhagen" nur sehr eingeschränkt empfehlen. Historisch interessant, aber für mich zu düster und deprimierend. Knappe 3 Sterne von mir. 

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Cover des Buches Der Buchhändler aus Kabul (ISBN: 9783548604305)graphidas avatar

Rezension zu "Der Buchhändler aus Kabul" von Asne Seierstad

Der Autorin ist ein sehr facettenreiches Bild gelungen von einem Land, dessen Moralvorstellungen bei mir zu Irritationen geführt hat.
graphidavor 3 Monaten

Dieses Buch zu beschreiben ist nicht einfach. Die Geschichte des Buchhändlers wurde von der Journalistin Åsne Seierstad aufgrund eigener Erlebnisse aufgeschrieben. Fünf Monate hat sie bei dem Sultan Khan und seiner Familie, seinen Frauen und seinen Kindern verbracht. Ihre Erlebnisse hat sie in einem lesenswerten Buch festgehalten.

 

Mit großem Einfühlungsvermögen und schonungsloser Klarheit schildert sie den Alltag einer afghanischen Familie, die Wirren des Krieges, das Leben unter der Herrschaft der verschiedenen Regimes, die Härte der Taliban und der eigenen Landsleute erlebt.

Das Gesetz ist das Familienoberhaupt und alle haben sich seinen Anweisungen zu fügen, so antiquiert sie auch sein mögen. Einerseits ist Sultan ein belesener Mann, andererseits ein diktatorischer Herrscher im eigenen Haus. Menschenrechte, Frauenrechte, Selbstständigkeit, Freiheit – Fehlanzeige.

Die Frauen haben keinerlei Rechte, nicht einmal das Recht auf eine Intimsphäre. Der Wert der Frauen misst sich an ihrer Arbeitskraft, an ihrer Jungfräulichkeit und später an der Anzahl der Kinder, bevorzugt der männlichen Nachkommen. Sie beten zu Allah und hoffen auf seinen Beistand, damit das nächste Kind ein Junge sein möge, nicht noch eine Tochter.

 

Schon im Kindesalter ist die Aufgabe der Mädchen zu putzen, die Wünsche der Männer zu erfüllen, sei es der älteren Verwandten oder der jüngeren Brüder. Eine 7jährige geht bei uns selbstverständlich zur Schule, sie muss weder um 4 Uhr aufstehen um sauber zu machen oder zu kochen, noch die Kleidung der männlichen Familienmitglieder waschen und bereitlegen.

 

Sehr früh werden die Kinder verheiratet, ohne jegliches Mitspracherecht; entscheidend ist allein der Stand des Bräutigams und seine Gebote für das Mädchen. 14-jährige die sich schlechte ‚vermitteln‘ lassen müssen sich dann mit einem dreimal so alten Mann und den bereits vorhandenen Kindern abfinden, für die sie nun zu sorgen hat.

 

Der Autorin ist ein sehr facettenreiches Bild gelungen von einem Land, dessen Moralvorstellungen bei mir zu Irritationen geführt hat. Immer wieder habe ich mich gefragt: wie ist das möglich ?

 

Die Unterschiede zwischen Afghanistan und Deutschland könnten krasser nicht sein. Wird in dem einen Land in Bildung investiert besteht die Hauptaufgabe im anderen Land in Unterdrückung. Den Frauen wird von klein auf keinerlei Wertschätzung entgegengebracht, sie sind Arbeitskraft und Geburtseinrichtung und versteckt vor den Blicken der Männer. Was macht es mit einer Frau die die Welt nur durch ein Fadengitter wahrnimmt, den Blick begrenzt, die Bewegungsmöglichkeit eingeschränkt ? Vielleicht ist unser Blick auf Burkatragende Frauen auch einseitig, denn sie scheint nicht nur eine Last, sondern bietet auch Schutz und manche Frau scheint völlig überfordert, wenn sie diesen Schutz ablegen soll.

 

Die Wertvorstellungen und das Rechtsverständnis könnte zwischen dem einen und dem anderen Land nicht unterschiedlicher sein. Ich habe das Buch immer wieder weglegen müssen, um das Gelesene zu sacken zu lassen, so unglaublich ist die Schilderung.

 

Insgesamt gab das Buch einen tiefen Einblick, der manchmal verwirrend und manchmal abstoßend war, der aber auch deutlich machte, dass eine Veränderung nur durch Bildung möglich macht. Die Integration der Menschen die Afghanistan verlassen um in Europa eine neue Heimat zu finden kann nur durch Bildung, Aufklärung und Vermittlung der hiesigen Werte gelingen.

 

Männer sollten lernen, dass Frauen nicht ihre billige Arbeitskraft ist, dass sie nicht für sie zur Verfügung stehen, wann immer es ihnen passt, sie lassen jeden Respekt vermissen und verhalten sich so unglaublich, dass es schmerzt.

 

Und die Frauen müssen ermutigt werden in ihrem Selbst-Bewusstsein, ihrer Selbstwahrnehmung, ihrem Recht auf Respekt.

 

Das Buch wurde (zu Recht) mehrfach ausgezeichnet und es ist gut, dass sich die Autorin nicht hat einschüchtern lassen und die Veröffentlichung trotz 13 Jahre andauernder Prozesse gelungen ist. Der wahre Buchhändler fühlte sich in seiner Ehre verletzt, wobei es wohl eher um die schonungslose Ehrlichkeit ging, die er der Autorin anlastete.

 

Der Buchhändler aus Kabul war aufschlussreich und bot einen Einblick in afghanische Lebensweise und Traditionen, soweit dies durch ein Nichtfamilienmitglied überhaupt möglich ist.

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Cover des Buches Der Buchhändler aus Kabul (ISBN: 9783036961118)graphidas avatar

Rezension zu "Der Buchhändler aus Kabul" von Asne Seierstad

Lesenswerte, facettenreiche, irritierende Beschreibung einer anderen Kultur.
graphidavor 3 Monaten

Dieses Buch zu beschreiben ist nicht einfach. Die Geschichte des Buchhändlers wurde von der Journalistin Åsne Seierstad aufgrund eigener Erlebnisse aufgeschrieben. Fünf Monate hat sie bei dem Sultan Khan und seiner Familie, seinen Frauen und seinen Kindern verbracht. Ihre Erlebnisse hat sie in einem lesenswerten Buch festgehalten.

Mit großem Einfühlungsvermögen und schonungsloser Klarheit schildert sie den Alltag einer afghanischen Familie, die Wirren des Krieges, das Leben unter der Herrschaft der verschiedenen Regimes, die Härte der Taliban und der eigenen Landsleute erlebt.

Das Gesetz ist das Familienoberhaupt und alle haben sich seinen Anweisungen zu fügen, so antiquiert sie auch sein mögen. Einerseits ist Sultan ein belesener Mann, andererseits ein diktatorischer Herrscher im eigenen Haus.

 

Menschenrechte, Frauenrechte, Selbstständigkeit, Freiheit – Fehlanzeige.

Die Frauen haben keinerlei Rechte, nicht einmal das Recht auf eine Intimsphäre. Der Wert der Frauen misst sich an ihrer Arbeitskraft, an ihrer Jungfräulichkeit und später an der Anzahl der Kinder, bevorzugt der männlichen Nachkommen. Sie beten zu Allah und hoffen auf seinen Beistand, damit das nächste Kind ein Junge sein möge, nicht noch eine Tochter.

Schon im Kindesalter ist die Aufgabe der Mädchen zu putzen, die Wünsche der Männer zu erfüllen, sei es der älteren Verwandten oder der jüngeren Brüder. Eine 7jährige geht bei uns selbstverständlich zur Schule, sie muss weder um 4 Uhr aufstehen um sauber zu machen oder zu kochen, noch die Kleidung der männlichen Familienmitglieder waschen und bereitlegen.

Sehr früh werden die Kinder verheiratet, ohne jegliches Mitspracherecht; entscheidend ist allein der Stand des Bräutigams und seine Gebote für das Mädchen. 14-jährige die sich schlechte ‚vermitteln‘ lassen müssen sich dann mit einem dreimal so alten Mann und den bereits vorhandenen Kindern abfinden, für die sie nun zu sorgen hat.

Der Autorin ist ein sehr facettenreiches Bild gelungen von einem Land, dessen Moralvorstellungen bei mir zu Irritationen geführt hat. Immer wieder habe ich mich gefragt: wie ist das möglich ? 

Die Unterschiede zwischen Afghanistan und Deutschland könnten krasser nicht sein. Wird in dem einen Land in Bildung investiert besteht die Hauptaufgabe im anderen Land in Unterdrückung. Den Frauen wird von klein auf keinerlei Wertschätzung entgegengebracht, sie sind Arbeitskraft und Geburtseinrichtung und versteckt vor den Blicken der Männer. Was macht es mit einer Frau die die Welt nur durch ein Fadengitter wahrnimmt, den Blick begrenzt, die Bewegungsmöglichkeit eingeschränkt ? Vielleicht ist unser Blick auf Burkatragende Frauen auch einseitig, denn sie scheint nicht nur eine Last, sondern bietet auch Schutz und manche Frau scheint völlig überfordert, wenn sie diesen Schutz ablegen soll.

Die Wertvorstellungen und das Rechtsverständnis könnte zwischen dem einen und dem anderen Land nicht unterschiedlicher sein.

Ich habe das Buch immer wieder weglegen müssen, um das Gelesene zu sacken zu lassen, so unglaublich ist die Schilderung.

Insgesamt gab das Buch einen tiefen Einblick, der manchmal verwirrend und manchmal abstoßend war, der aber auch deutlich machte, dass eine Veränderung nur durch Bildung möglich macht. Die Integration der Menschen die Afghanistan verlassen um in Europa eine neue Heimat zu finden kann nur durch Bildung, Aufklärung und Vermittlung der hiesigen Werte gelingen.

Männer sollten lernen, dass Frauen nicht ihre billige Arbeitskraft ist, dass sie nicht für sie zur Verfügung stehen, wann immer es ihnen passt, sie lassen jeden Respekt vermissen und verhalten sich so unglaublich, dass es schmerzt.

Und die Frauen müssen ermutigt werden in ihrem Selbst-Bewusstsein, ihrer Selbstwahrnehmung, ihrem Recht auf Respekt.

Das Buch wurde (zu Recht) mehrfach ausgezeichnet und es ist gut, dass sich die Autorin nicht hat einschüchtern lassen und die Veröffentlichung trotz 13 Jahre andauernder Prozesse gelungen ist. Der wahre Buchhändler fühlte sich in seiner Ehre verletzt, wobei es wohl eher um die schonungslose Ehrlichkeit ging, die er der Autorin anlastete.

 

Der Buchhändler aus Kabul war aufschlussreich und bot einen Einblick in afghanische Lebensweise und Traditionen, soweit dies durch ein Nichtfamilienmitglied überhaupt möglich ist.

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