Hollie Overton

 4.1 Sterne bei 76 Bewertungen
Autor von Babydoll, The Wife. Schütze, wen du liebst und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Hollie Overton

Hollie Overton wuchs zusammen mit ihrer Zwillingsschwester bei ihrer Mutter auf. Erst spät erfuhr sie, dass ihr Vater Mitglied einer kriminellen Gang war und sogar mehrere Jahre wegen Totschlags im Gefängnis saß. Die Erfahrungen ihrer Kindheit und Jugend haben sie stark geprägt und fließen stets auch in ihr Schreiben ein. Hollie Overton lebt in Los Angeles.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Hollie Overton

Cover des Buches Babydoll9783442205202

Babydoll

 (51)
Erschienen am 15.05.2017
Cover des Buches The Wife. Schütze, wen du liebst9783442488070

The Wife. Schütze, wen du liebst

 (16)
Erschienen am 15.04.2019
Cover des Buches Baby Doll9781780895079

Baby Doll

 (9)
Erschienen am 30.06.2016

Neue Rezensionen zu Hollie Overton

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Rezension zu "The Wife. Schütze, wen du liebst" von Hollie Overton

Die dunkle Seite der Liebe...
Buecherseele79vor 4 Monaten

Kristy ist alleinerziehend und muss sich auch um ihren lungenkranken Vater kümmern, gar nicht so einfach ohne Ehemann und zusätzliches Einkommen.

Und ihr Beruf im Todestrakt des texanischen Hochsicherheitsgefängnisses zermürbt sie immer mehr.

Dann hat ihr Sohn Ryan eine Schlägerei in der Schule und Kristy erfährt dass ihr Sohn heimlich Kampfunterricht nimmt um sich verteidigen zu können...

Als Kristy den Lehrer Lance zur Rede stellt werden diese beiden Freunde und verlieben sich ineinander... doch schnell nach der  Hochzeit wird Kristy klar dass Lance ein anderes, brutales und sehr gefährliches Gesicht hat...


„Babydoll“ der Autorin fand ich schon so super umgesetzt und da dieses Buch extrem gehypt wird wollte ich unbedingt wissen was daran wahr ist.

Und ich persönlich kann sagen – auch dieses Buch  hat mich komplett überzeugt und mitreißen können.


Der Schreibstil ist flüssig, leicht zu verstehen und baut schon eine Spannung auf, auch weil Kristy ihr Job sehr nervenaufreibend und doch interessant ist.


Kristy selbst habe ich schnell in mein Herz geschlossen da sie als alleinerziehende Mutter ihr Bestmögliches gibt damit ihr Sohn Ryan es mal besser hat als sie, dass er seine Stärken in der Schule voll ausnutzt und studieren kann.

Auch kümmert sie sich liebevoll um ihren lungenkranken Vater der ebenfalls im Gefängnis von Texas gearbeitet hatte.


Zwischen dem Todeskandidaten Clifton und ihr entsteht eine Art Freundschaft denn Kristy ist Pressesprecherin für das Gefängnis, sie gibt alle Informationen zur anstehenden Todesspritze raus, informiert über den Ablauf und redet aber auch mit den Insassen und hört ihnen zu.

Auf der einen Seite mag Kristy ihren Job überhaupt nicht, auf der anderen Seite wird sie von den Insassen für ihre Art, für ihr Wesen aber geliebt und akzeptiert, man merkt dass die Gespräche mit Kristy, für viele Insassen, der einzige Lichtblick in der Woche sind.


In meinen Augen hat die Autorin zwei sehr wichtige Themen sehr gekonnt in diesem Buch umgesetzt – Todesstrafe bzw. auch die gerechte Verurteilung oder die gerechte Verhandlung vor Gericht sowie häusliche Gewalt.


Bei dem Fall Clifton zeigt die Autorin das Rechtssystem auf, auch das System der Todesstrafe und vor allem – wenn du eben die „falsche“ Hautfarbe hast und nicht dementsprechend in das System passt kann dir eine Verurteilung schneller passieren als dir lieb ist.

Ist die Todesstrafe noch „zeitgemäß“?

Kann man dies noch verantworten,  nehmen die Verbrechen dadurch ab?

Wie ergeht es den Menschen im Todestrakt wenn sie meist jahrelang auf ihre Hinrichtung warten müssen?


Und auf der anderen Seite die häusliche Gewalt.... und ihre Folgen... für die Familie, für einen selbst und für das gesamte Umfeld.

Wie hoch sind die Chancen dass ein Opfer Gehör findet bei Polizei, Anlaufstellen, der eigenen Familie?

Wie kann sich eine Person von häuslicher Gewalt wehren?
Welche Möglichkeiten hat sie um diesem Gefängnis zu entkommen?

Auf wen ist in diesen Moment wirklich noch Verlass?


Man erfährt sehr realistisch und sehr einfühlsam die Veränderungen die Kristy selbst durchlebt als ihr die häusliche Gewalt widerfährt, wie auch ihr Denken und Fühlen beeinflusst wird, wie sie ständig zwischen Situationen „switchen“ muss damit sie den Tag übersteht.

Gerade hier hat die Autorin viel Gefühl und Realität gewagt und dadurch besticht und gewinnt dieses Buch auch.


Wie alleine Frauen sind, in dieser oft für sie sehr ausweglosen Situation.

Mit Kristy hat die Autorin hier ein rundum sehr gelungenes Bild zu sehr wichtigen Themen geschaffen und viele Handlungen und Überlegungen von Kristy konnte ich zu 100% nachfühlen und nachvollziehen.


Ein Buch welches durch seine wichtigen und aktuellen Themen besticht und von daher spreche ich eine ganz klare Leseempfehlung aus!



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Rezension zu "The Wife. Schütze, wen du liebst" von Hollie Overton

wahnsinnig emotional und packend
TheBelladonnaEyesvor 4 Monaten

Kritik:

Hollie Overton konnte mich trotz des packenden Klappentext zu „Babydoll“ nicht zu 100 % von sich überzeugen, dennoch wollte ich die Autorin weiterhin auf dem Schirm behalten.

Als ich sah, dass ihr zweites Werk erschien ist, musste ich es lesen, denn der Klappentext erinnerte mich an meine liebsten Autorinnen wie Joy Fielding, Sandra Brown oder Gwen Hunter.


Die junge Kristy geht jeden Tag ohne große Motivation in das Hochsicherheitsgefängnis und muss zusehen, wie Straftäter hingerichtet werden. Zudem liegt ihr Aufgabenbereich darin, die Häftlinge durch Interwies bis zu ihrem letzten Tag zu begleiten. Einer unter denen ist der „Kindermörder“ Clifton Harris –der ihr regelmäßig Briefe schreibt.

Neben all dem Übel auf Arbeit muss sie sich noch um ihren schwerkranken Vater kümmern und ihren 14 jährigen Sohn. Als ihr Sohn in einer Schlägerei verwickelt ist, lernt sie den charmanten Lance Dorbon kennen. Dieser beehrt sie nicht nur mit seinen Besuchen, sondern bietet ihnen regelmäßig seine Unterstützung an. So nähern sie sich immer weiter und sie wagen weiteren Schritt. Nach der Hochzeit verändert er sich um 180 Grad und Kristy lernt sein wahres Ich kennen. Jedoch nur Kristy gegenüber, denn in den Augen der Außenstehenden und ihrer Familie ist er der familienfreundliche Lance. Nur Kristy bekommt das Monster in ihm zu Gesicht. Aus Angst vor den Folgen spielt sie die treue und liebevolle Ehefrau. Erst misshandelt und vergewaltigt er sie, bis er ihr mit dem Leben ihrer Liebsten droht. Doch dann überschreitet er jede Grenze, denn Kristy ließ die Gräueltaten über sich ergehen, aber könnte es nie ertragen, wenn er ihrer Familie etwas antun könnte. Da sie von ihrem Job weiß, dass ihr niemand glauben wird, nimmt sie ihr Schicksal selbst in die Hand.


Ich muss zugeben, dieses Buch war einfach große Klasse. Zu Beginn hatte ich so meine Bedenken, doch im Nachhinein verstehe ich, warum die Autorin den Anfang so langsam anging. Denn der Leser soll ebenfalls von Lance um die Finger gewickelt werden. Und genau darauf bin ich auch reingefallen. Ich konnte einfach nicht nachvollziehen, warum Kristy sich Lance gegenüber veränderte. Erst hielt ich sie für krankhaft eifersüchtig, weil er eine Vaterrolle für ihren Sohn einnahm. Doch damit wollte er nur alle auf seine Seite locken und von seinem Charme überzeugen.  


Als Leser begleiten wir zudem Cliftons Weg der Hinrichtung. Dieser erfolgt mit Hilfe der Besuche und unzähliger Briefe an Kristy. Sein Schicksal ist ebenfalls sehr emotional gewesen. Da machte ich mir schon Gedanken über das Thema „Hinrichtung“.  


Die Autorin verzichtete auf die genaue Beschreibung der physischen Misshandlung, sondern zielte genau auf die psychischen Misshandlung und Kontrolle, der Kristy ausgesetzt ist. Die Autorin baut Spannung immer weiter auf. Wenn man denkt, dass sie den Höhepunkt erreicht hat, legt sie noch einmal eine Schippe drauf. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Es war spannend, klug und grausam. Die gesamte Handlung wird so realistisch und bildlich beschrieben, dass man alles vor Augen hat und gleichzeitig den Schmerz von Kristy nachempfinden kann.


Ein besseres und unvorhersehbares Ende hätte man sich nicht ausdenken können. Ich wurde auf die falsche Fährte geführt und am Ende stellte sich vieles anderes heraus. Bis zum Schluss erhoffte ich mir nur das Beste für Kristy und ihrer Familie.


Raffiniert finde ich die Tatsache, dass die Hauptprotagonistin Fälle von Selbstjustiz von Häftlingen vor sich bekommt und dann muss sie selbst durch diese Hölle gehen. Das hätte sie sich nie in ihrem sonst langweiligen Leben ausgemalt. Oft stellt man sich die Frage: Ist Selbstjustiz in Ordnung? Wie würde man in ihre Lage handeln?


Nachdem ich das Buch beendet habe, musste ich lange darüber nachdenken. Zeitweise verschlug es mir den Atem. Gerade, weil die Mutter der Autorin Opfer häuslicher Gewalt war.


Fazit:

Ich könnte noch lange das Buch bis in den Himmeln loben! Dieses Buch muss unbedingt gelesen werden. Es gehört zu meinen liebsten Frauen-Morden-Thrillern.

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Rezension zu "The Wife. Schütze, wen du liebst" von Hollie Overton

Wenn Liebe und schöne Momente von Entsetzen, Hilflosigkeit, Ängsten und Wut verdrängt werden
HibiscusFlowervor 9 Monaten

Klappentext des Verlages:

Kristy arbeitet im Todestrakt eines Hochsicherheitsgefängnisses. Kein Traumjob, aber die alleinstehende Mutter muss nicht nur für ihren Sohn, sondern auch für ihren kranken Vater sorgen. Kristys Schicksal scheint sich zu wenden, als sie den charmanten Lance kennenlernt, und er sie bittet, seine Frau zu werden. Kristy sagt überglücklich ja. Doch Lance ist ein perfider Sadist, der seiner Frau das Leben zur Hölle macht. Aber als er auch ihren Sohn und ihren Vater bedroht, geht er zu weit. Kristy hat in ihrem Job viel über Mord und Totschlag gelernt – und sie würde alles tun, um ihre Familie zu schützen. Wirklich alles… 

"In ihrem Berufsalltag war sie die meiste Zeit von gewalttätigen, unbeherrschten, reuelosen Männern umgeben - und doch hatte sie sich hinters Licht führen lassen. Lance wahres Wesen kam nun immer mehr zum Vorschein." (S. 115 - eBook - Kristy)

Dabei war ihr Lance Dobson kurz nach dem Kennenlernen ein sehr guter Freund geworden, mit dem sie lachen konnte, der ihr in schwierigen Situationen Halt gegeben und der sowohl ihren Sohn wie auch ihren Vater in jegliche Aktivitäten mit einbezogen hat. Als kurz nach der Hochzeit die ersten kleinen, gewalttätigen Anzeichen in den Alltag einziehen, verdrängt Kristy diese, in der Hoffnung, dass es sich um ein Versehen handelt. Doch schon bald muss sie erkennen, was für ein Monster ihr Ehemann wirklich ist, selbst wenn für alle anderen - auch für Kristys Sohn Ryan und ihrem Vater Frank - den Guten spielt.

"Das Schlimmste sind nicht die Schmerzen, sondern dass ich nie weiß, wann er wieder zuschlägt." (S. 134 - eBook - Kristy)

Scham, Angst und das Gefühl, dass ihr niemand Glauben schenken würde, verhindern, dass sich Kristy jemanden anvertraut. Aber es gibt einen aufmerksamen Menschen, der die Anzeichen und Veränderungen an Kristy bemerkt, sie darauf anspricht und zum Nachdenken/Handeln bewegt.

"Sie hatte schon zu viel verloren, zu viel gelitten. Sie hatte es satt, abzuwarten, darauf zu warten, dass jemand sie oder ihre Familie rettete." (S. 211 - eBook - Kristy)

Der Autorin ist es wunderbar gelungen, ihre LeserInnen zunächst in das Leben ihrer Protagonistin eintauchen, ihre Bemühungen als alleinerziehende Mutter erkennen, die besondere Beziehung zu ihrem Sohn und ihrem Vater spüren sowie die Sorgfalt, mit der sie ihrem Job nachgeht, herauslesen zu lassen und ihr dennoch persönliche Wünsche und Bedürfnisse zu zugestehen, bevor sie mit einem klaren Schnitt die Atmosphäre beklemmender werden lässt und Kristys Albtraum in unterschiedlichen Nuancen schildert. Sowohl der Schreibstil wie auch die Figurenausarbeitung vermögen zu überzeugen und fesseln an ein Geschehen, welches von schönen Momenten aber auch Entsetzen, Hilflosigkeit, Ängsten, Liebe und Wut geprägt ist.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Kristys Vorgehen - um ihre Familie zu schützen - unterschiedliche Meinungen hervorruft. Doch bis dahin wird sehr gut dargestellt, welchen inneren Kampf Betroffene ausgetragen und wie verzweifelt sie - häufig allein - gegen  die Ausweglosigkeit ankämpfen.

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