Hollis Seamon Einer da oben hasst mich

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Inhaltsangabe zu „Einer da oben hasst mich“ von Hollis Seamon

Lasst mich lieben, bevor ich sterbe! Eigentlich ist der 17-jährige Richard ein ganz normaler Teenager – doch er hat Krebs und verbringt die letzten Tage seines Lebens in einem Sterbehospiz. Trotz dieses 'Einer-da-oben-hasst-mich-Syndroms', wie Richard es selbst nennt, hat er seinen Lebensmut nicht verloren und tut alles dafür, so viel wie möglich aus der ihm verbleibenden Zeit zu machen: Sei es, sich Privatsphäre zu verschaffen, wo es eigentlich keine gibt, zu Halloween verkleidet durch die Straßen zu fahren oder die Nähe der 15-jährigen und ebenfalls sterbenskranken Sylvie zu suchen …

Ich fand das Buch also abschließend gesagt, "okay". Meine Erwartungen wurden zwar nicht erfüllt, doch viele Aspekte haben mir auch gefallen.

— wordworld

Brutal ehrlich

— Averyx

http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/einer-da-oben-hasst-mich/325190804-76-7980?ref=myads -AN DIESEM BUCH INTERESSIERT?schautvorb

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Für mich ein enttäuschendes Buch, mit einer tollen Idee und einer nicht ganz so tollen Umsetzung!

— LeoLoewchen

Musste trotz des ernsten Themas häufig schmunzeln.

— sophiekatrin

Berührend, hart und unausweichlich

— Wuschelchen99

Stimmt mich nachdenklich, es hat mich gepackt beim lesen.

— Linny

Eine interessante Geschichte mit viel Potential, die mich leider nicht erreichen konnte.

— Buecherfee82

Ein zu kurzes Leben - eine Liebesgeschichte-der Tod. Ein Buch, das unter die Haut geht.

— Buchraettin

Kurzweilig aber zu "oberflächlich"

— kathwie

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  • "Ich habe das EDOHM-Syndrom!"

    Einer da oben hasst mich

    wordworld

    29. November 2016 um 17:25

    Allgemeines:Titel: Einer da oben hasst michAutor: Hollis SeamonGenre: DramaISBN-10: 3570162834ISBN-13: 978-3570162835Preis: 8,99€ (Kindle-Edition)14,99€ (gebundene Ausgabe) Inhalt:"Ich habe das Einer-Da-Oben-Hasst-Mich-Syndrom. Ich finde, diese Diagnose bringt auf den Punkt, was davon zu halten ist, wenn ich, Sylvie und andere in unserem Alter an einem Ort wie diesem enden und etwas hinter sich haben, das in unseren Grabreden bald ungefähr so klingt: "... ein mutiger Kampf gegen ... (bitte die jeweilige Krankheit einsetzen)."Wie soll man unser Problem sonst in Worte fassen? EDOHM trifft es meiner Meinung nach verflucht noch mal am besten."-Lasst mich lieben, bevor ich sterbe!-Eigentlich ist der 17-jährige Richard ein ganz normaler Teenager – doch er hat Krebs und verbringt die letzten Tage seines Lebens in einem Sterbehospiz. Trotz dieses »Einer-da-oben-hasst-mich-Syndroms«, wie Richard es selbst nennt, hat er seinen Lebensmut nicht verloren und tut alles dafür, so viel wie möglich aus der ihm verbleibenden Zeit zu machen: Sei es, sich Privatsphäre zu verschaffen, wo es eigentlich keine gibt, zu Halloween verkleidet durch die Straßen zu fahren oder die Nähe der 15-jährigen und ebenfalls sterbenskranken Sylvie zu suchen … Bewertung:Erster Satz: "Ich will euch nichts vormachen."Dieses Buch ist auf jeden Fall keine leichte Kost, trotzdem wird noch ein letzter Rest Leichtigkeit und Witz vermittelt, weshalb man trotzdem gut vorankommt und sich nicht "durchbeißen" muss. Meine Meinung zu diesem Buch ist nicht ganz eindeutig. Einerseits setzt es sich sensibel und doch sehr unterhaltsam mit einem schwierigen Thema auseinander, andererseits hat es mich aber etwas genervt.  Das Cover ist schlicht, das Weiß sieht ein bisschen nach Krankenhaus, oder in dem Falle, Hospiz aus, was sehr gut passt. Zusehen ist neben dem roten Titel, der recht anklagend klingt, ein Junge, der den Finger zum Himmel erhoben hat, wie auf den zu zeigen, der Schuld an seinem Debakel ist. Sehr gelungen!Es geht in erster Linie um Richard, ein siebzehnjähriger Krebspatient, der unheilbar krank in der Hospizstation dahinsiecht. Das könnte man vielleicht meinen, doch tut er das wirklich? Absolut nicht! Anstatt uns einen bemitleidenswerten Sterbenden vorzusetzen, zeichnet die Autorin den Protagonisten an erster Stelle als aufmüpfiger Teenager. Man darf ihn als Leser zwar in seinen letzten Tagen begleiten, doch ein trauriges Buch ist es deshalb noch lange nicht. Er erscheint fast immer gut gelaunt und versucht seine verbleibende Zeit so gut wie möglich zu gestalten. Man hat ständig das Gefühl, er versuche das beste in der Situation zu sehen und findet tatsächlich immer etwas Positives, wo andere nur Tod und Verzweiflung sehen würden."Das alles ist nicht so schlimm. Aber einen ganzen Tag verpassen, so als hätte er gar nicht stattgefunden? Das ist wirklich eine Tragödie."Am Anfang des Buches habe ich einige teilweise recht verstörende Augenblicke miterleben dürfen und wurde in den Alltag in einem Hospiz eingeführt. Dabei wird über die eigentliche Krankheit nur sehr wenig gesprochen, sie sogar fast ignoriert, während Richard verzweifelt versucht ein normaler Teenager zu sein. Er durchlebt im Schnelldurchlauf seinen Abschied zur Kindheit und versucht alles mitzunehmen, was geht: Sich verlieben, mit einem Mädchen zusammen sein und vielleicht auch mit ihr schlafen. Sich rausschleichen oder sich auch mal volllaufen zu lassen, nur um zu wissen wie das so ist. Nicht alles das tun was Erwachsene verlangen und mal über die Strenge schlagen. Deshalb ist diese Geschichte weniger ein Buch über eine unheilbare Krankheit, als ein Buch über einen Teenager der ganz normal sein möchte. "Ich habe mal eine Liste mit Sachen zusammengestellt, über die ich mir keine Sorgen zu machen brauche: Arbeitslosigkeit, undankbare Kinder, Scheidung, Weisheitszähne, Cholesterinspiegel. Jetzt kann ich noch Kugelbauch und Mittelglatze hinzufügen."Der Schreibstil ist sehr locker und leicht zu lesen. Wir erleben Richards Gefühle und Gedanken aus der Ich-Perspektive, und zum ersten Mal seit langem hatte ich das Gefühl, dass wirklich ein 17 jähriger Junge seine Geschichte erzählt und kein 60jähriger Opa, der verzweifelt versucht, den Jugendjargon zu treffen und sich dabei vollkommen lächerlich macht. Durch kurze und prägnante Sätze wirkt der Stil jugendlich, unbeschwert und unpassend fröhlich, was in diesem Fall jedoch ein Pluspunkt ist.Also warum musste ich dieses Buch doch mit sehr gemischten Gefühlen aus der Hand legen? Mein größter Kritikpunkt sind die Emotionen: Es sind kaum welche vorhanden. Auch wenn das Buch gegen Ende noch einige süße Wendungen nimmt, war mir dieses Buch viel zu wenig emotional und ernst. Immer wenn es zu einer Situation kam, die eigentlich sehr emotional und berührend sein könnte, wurde stark gekürzt oder das Gefühl übergangen und einen Witz gerissen. Natürlich versucht Richard alles etwas zu verdrängen, doch vor allem das Ende hat mich sehr enttäuscht. Mit einem Schuss mehr Gefühlen und Dramatik hätte es mir denke ich, besser gefallen. Die 15 jährige Sylvie, die zweite Hauptperson ist mir etwas zu blass geblieben. Außerdem gefällt mit Richard an sich nicht wirklich. Dafür dass er angeblich 17 Jahre alt ist, denkt er wie ein schwer pubertierender 13 Jähriger und das ist wirklich kein Genuss auf den man kommen will. Er wurde mir einfach nicht richtig sympathisch, da mir etwas an ihm gefehlt hat, auch wenn ich nicht genau benennen kann, was das war. Vor allem gegen Ende hat er mich irgendwie genervt, auch wenn ich hier ebenfalls nicht genau sagen kann, wieso. Bei mir ist einfach keine richtige Empathie oder Mitleid aufgekommen, ich habe das Buch zu Ende gelesen, zugeklappt und das war es - keine Traurigkeit am Ende (sorry, es war ja sowieso klar, was passiert), nichts.Trotz meiner recht harten Bewertung kann ich die vielen Rezensenten durchaus verstehen, die dieses Buch mit Fünf-Sterne-Rezensionen anpreisen. "Jeannette, beten sie manchmal?""Beten? Gute Frage. Vielleicht sollte ich es tun, aber anders als viele andere kann ich mir nicht vorstellen, dass Gott mir sein Ohr leiht. Ich meine, sieh doch nur, wo ich arbeite! Ich wüsste ja nicht mal, für wen ich zuerst beten soll." Fazit:Ich fand das Buch also abschließend gesagt, "okay". Meine Erwartungen wurden zwar nicht erfüllt, doch trotzdem haben mir viele Aspekte auch gefallen. Ein Buch zu diesem Thema auf diese Art und Weise zu schreiben ist sehr mutig und interessant: kein gestelltes "Schnulli-bulli-alles-wird-gut-Buch", das uns einen perfekten und starken Helden vorsetzt, aber auch nicht tragisch und zum mitleiden, auf ganz neue Weise wird eine Krebsgeschichte aufgezogen, leider nicht ganz mein Fall. Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei: www.w0rdw0rld.blogspot.com

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  • Leo Löwchen 14J. Rezi zu "Einer da oben hasst mich"

    Einer da oben hasst mich

    LeoLoewchen

    Wieso werden einige Menschen von Schicksalsschlägen getroffen? Und wieso gibt es so viele Wege… …damit umzugehen? Heute habe ich für euch das Buch “Einer da oben hasst mich” von Hollis Seamon aus dem cbt Verlag.   Richard ist erst 17 Jahre alt und liegt im Sterben. Wieso gerade er, wieso gerade jetzt? Für Richard gibt es nur eine Antwort “Einer da oben hasst mich”! Auch wenn er weiß, dass er nicht mehr viel Zeit hat, nervt ihn die Eintönigkeit des Hospiz an. Immer dasselbe, immer alles so vorsichtig. Wenn ihm doch nur noch so wenig Zeit bleibt – wieso soll er sie dann nicht nutzen? Außer Sylvie kann niemand verstehen, was in Richard vorgeht – schließlich leidet sie am Schicksal wie er. Zusammen mit ihr will Richard die Zeit nutzen – alles Verbotene tun, was jeder normale Teenager macht. Denn was haben Sie schon zu verlieren? Doch manchmal überrascht einen das Schicksal und wirft alles durcheinander…   Ich hatte mich bei diesem Buch auf eine Geschichte gefreut, die in die Tiefe geht. Ein emotionale Geschichte, die einen zum Nachdenken anregt. In dieser Hinsicht wurde ich total enttäuscht! Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich sofort begeistert und habe mir sofort viel von diesem Buch versprochen… Ich hatte mir an so vielen Stellen gewünscht, dass Richard mal wirklich nachdenkt, dass die ganze Geschichte einen packt und man total mitfiebern kann. Stattdessen war mir Richard unglaublich unsympathisch und es gab nur noch wenig, dass mich an der Geschichte interessiert hat. Der Schreibstil passt sehr gut zum Buch und wirkt dabei auch authentisch. Da ich mit Richard und seiner Denkweise nicht wirklich gut klarkam, hat mich der Schreibstil auch nicht wirklich umgehauen, aber er wirkt echt und ließ sich flüssig lesen. Eigentlich schade, da dieses Thema wirklich viel Potential gehabt hätte… Für mich ein enttäuschendes Buch, mit einer tollen Idee und einer nicht ganz so tollen Umsetzung.   Ich vergebe 3 von 5 Löwchens!   Das war es dann von mir! Viele Grüße Eure Leo Löwchen

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    • 4

    Nenatie

    21. April 2015 um 14:33
    parden schreibt Schade..

    Ja wirklich schade

  • Es ist cool, am Leben zu sein

    Einer da oben hasst mich

    Gospelsinger

    03. November 2014 um 23:46

    Hollis Seamon: Einer da oben hasst mich Es klingt nach einem sehr traurigen Buch, also nicht nach entspannender Ferienlektüre, aber dieses Buch ist ganz anders als erwartet. Der 17jährige Richie stirbt. Seine letzten Tage verbringt er im Hospiz, wo er sich allerdings völlig fehl am Platz und unverstanden fühlt. Schließlich unterscheidet ihn und seiner Mitpatientin Sylvie etwas von den „uralten“ anderen Patienten. „Wir sind Teenager und liegen trotzdem im Sterben. Was ist mit unseren Gefühlen? Wir haben doch auch Rechte!“ Richie ist stinksauer, dass er sterben muss. Am EDOHM-Syndrom, wie er es nennt: Einer Da Oben Hasst Mich. Besonders nervt ihn, dass er sich nie zurückziehen kann, schon gar nicht zusammen mit Sylvie. Es gibt kein Teeniezimmer mit einem „Betreten verboten“-Schild. Für Sylvie ist es noch schlimmer, ihre Familie wechselt sich an ihrem Krankenbett ab, so dass sie nie allein ist. Keine einzige Minute. Im Hospiz gibt es keine Besuchszeiten, Besuch kann zu jeder Tages- und Nachtzeit kommen. Nur Besucher mit Grippe werden nicht eingelassen. „Schon verrückt, findet ihr nicht? Hier drinnen liegen alle im Sterben, aber krank sollen wir nicht werden.“ Und auf dem Flur spielt eine Frau ständig Harfe. Nicht auszuhalten. Dazu kommen dann noch die körperlichen Probleme, die das Sterben so mit sich bringt. Das macht alles keinen Spaß. Bis Richies Onkel Phil auftaucht und ihn zu Halloween aus dem Hospiz schmuggelt. Und das ist nicht die einzige Überraschung, die auf Richie wartet. „Deswegen ist es ja so cool, am Leben zu sein, egal unter welchen Bedingungen. Überall lauern Überraschungen, nie weiß man, was als Nächstes kommt.“ Dieses Buch hat mich zum Weinen gebracht, aber auch zum Lachen. Alle Charaktere sind mir ans Herz gewachsen.

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  • Berührend, aber nicht sentimental

    Einer da oben hasst mich

    onion73

    13. September 2014 um 21:35

    Ein unheimlich berührendes Buch, das seine Leser nachdenklich zurück lässt. Dabei ist es nicht übertrieben sentimental, sondern teilweise sogar ein wenig pragmatisch geschrieben. Diese Geschichte zeigt, welche Größe und innere Stärke Kinder und Teenager in extremen Situationen entwickeln können. Trotz einer ausweglosen Situation und Krankheiten, die nur einen Verlauf nehmen können, haben sie das Feingefühl für ihre Mitmenschen nicht verloren. Sie versinken nicht in Selbstmitleid, sondern genießen das, was ihnen die wenigen verbleibenden Tage noch bringen können. Dabei bleiben sie aber auch Kinder mit Wünschen und Sehnsüchten, Teenager, die die erste Liebe erleben möchten. Wir erleben mit Richard und Sylvie aber nicht nur harte Zeiten. Es gibt komische humorvolle Situationen, die die Stimmung immer wieder auflockern. Dadurch wirkt die Geschichte umso authentischer. Richard ist sich bewusst, dass er nur noch Wochen oder gar Tage zu leben hat und doch ist er sogar bereit, auf ein wenig mehr Lebenszeit zu verzichten, um seiner Freundin einige Tage mehr zu gönnen. Er sorgt sich um seine Mutter und versucht, sich um ihre Zukunft zu kümmern. Dabei verschanzt er seine Sensibilität und Unsicherheit hinter einem Schutzschild von Sarkasmus und versucht seine Umgebung durch makabere Aktionen zu provozieren. Dieses Jugendbuch ist nichts für zarte Gemüter. Hollis Seamon greift die Themen Krankheit und Tod schonungslos auf und schreibt sehr anschaulich über die unterschiedlichen psychischen Auswirkungen auf die Betroffenen und ihre Familien. Ich würde das Buch für Jugendliche ab 16 Jahren empfehlen, da ich denke, dass es schon so einiges an Emotionen zu verarbeiten gibt und nach dem Lesen sicher auch Gesprächsbedarf mit Gleichaltrigen oder Eltern bestehen wird. Dieses Buch gibt uns den Rat mit auf den Weg, mehr auf die kleinen Dinge im Leben zu achten, die gemeinsame Zeit mit den Kindern, Lebenspartnern, Familie und Freunden intensiv zu nutzen und jeden Tag aufs Neue zu genießen. Wichtig ist nicht das, was man verpasst, sondern das, was man erleben durfte.

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  • Leider kein Vergleich zu John Green & Co

    Einer da oben hasst mich

    JuliaO

    05. September 2014 um 23:33

    Ich habe gut die Hälfte von "Einer da oben hasst mich" gelesen - und dann habe ich eine Lesepause gemacht. Und irgendwie habe ich das Buch auch nicht wieder angefangen. Ich lese sehr, sehr gerne Problembücher - egal welches Thema. Sei es Essstörung, Drogen, Krankheit, Mobbing oder Depressionen - mich interessiert was in Menschen in so einer Situation vorgehen mag. Wie man sich fühlt, wenn man plötzlich feststeckt in einer Sackgasse ohne Ausweg. Doch das hat mir hier einfach gefehlt. Bei mir kamen nicht wirklich Emotionen an. Die Hauptfiguren tun etwas, weil sie es eben tun - Hintergründe und Gedanken bleiben aus. Klar - es ist aus der Sicht des Protagonisten, somit könnte er nur seine eigenen Emotionen klar kennen, doch selbst diese kamen bei mir einfach nicht an. Bei anderen Büchern - z.B. "In meiner Haut" von Froese, bekomme ich jetzt, 10 Jahre später, noch eine Gänsehaut wenn ich daran denke. Auch "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" wird mir immer im Kopf bleiben.  Da ich dieses Buch ohne Probleme weglegen konnte und auch nach einigen Tagen kein großes Bedürfnis hatte es wieder aufzunehmen, kann ich es also leider nicht empfehlen.

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  • Einer Da Oben Hasst Mich

    Einer da oben hasst mich

    JDaizy

    "Warum bist du hier? Was fehlt dir, mein Sohn? Dann sage ich ganz ernst und unschuldig: Ich habe das EDOHM - Syndrom. Der andere steht dann dumm da und sagt nur so was wie Hä?, und dann sage ich es nochmal: Ich habe das EDOHM - Syndrom. Es ist ein Akronym. Viele Wissen nicht, was ein Akronym ist, aber ich warte immer ein bisschen, bevor ich sie aufkläre: Ich habe das Einer-Da-Oben-Hasst-Mich-Syndrom." Der 17 - jährige Richard Casey hat Krebs im Endstadium. Und als Endstation empfindet er auch seinen Aufenthalt im Hospiz.  Er vermisst seine Privatsphäre und es gibt Momente, an denen wäre er wirklich lieber allein. Wenn, ja wenn da nicht die 15 - jährige Sylvia wäre.  Auch sie liegt im Hospiz. Und beide wirbeln den Stadionsalltag tüchtig durcheinander.  Wie muss man sich verhalten, wenn man nicht weiß, ob man bald sterben muss? Oder ist alles erlaubt, wenn man zum Sterben verurteilt ist?  Das Buch ist in der Ich - Perspektive geschrieben und man findet sich schnell in den Gedanken von Richard wieder. Auch die Sprache ist eher jugendlich, oft sogar etwas flapsig.  Und genau wie von Richard, habe ich auch bei den anderen Personen im Buch eine genaue Vorstellung vor Augen. Einzig Sylvia kommt mir etwas zu kurz; spielt sie doch neben Richard eine Hauptrolle in der "Geschichte".  Wer erwartet, hier ein Buch über das Sterben in den Händen zu halten, der irrt. Es werden eher die Träume der Jugendlichen, ihre Hoffnungen, Zukunftspläne, aber auch ihre Ängste thematisiert. Für mich an einigen Stellen leider ein wenig zu emotionslos. Nur einmal war ich den Tränen nahe. An einer Stelle, an der es weder um Richard, noch um Sylvia ging.  Auch der Sex spielt mir persönlich eine zu große Rolle in dem Buch. Vielleicht empfinden das jugendliche Leser aber durchaus spannender.  Und noch etwas hat mich beim Lesen wirklich gestört. Zitat: "Wie gesagt, ich werde und will nicht ins Detail gehen." Immer wieder wird man mit diesem oder ähnlichen Zitaten abgespeist. Leider immer gerade dann, wenn es spannend oder tiefer gehend hätte werden können. Schade. Denn dieses Buch hat Potential zu mehr.  Vielleicht sollte man auch die Überreaktionen von Sylvias Vater noch einmal überdenken. Ein erwachsener Mann, der einen totkranken, bis auf die Knochen abgemagerten Jugendlichen windelweich prügelt ... das kann und will ich mir einfach nicht vorstellen.  Fazit:  Ein wirklich empfehlenswertes Buch für Betroffene, Angehörige oder Jugendliche, die sich für das Thema interessieren.  Schönes Cover, jugendliche Sprache, eine gelungene Ich - Perspektive und eine einfache nachvollziehbare Handlung, die auch vor dem Thema Sex nicht Halt macht.  Definitiv lesenswert, wenn man keine tiefgreifenden Emotionen erwartet. 

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    • 2
  • Lebensfreude im Hospiz

    Einer da oben hasst mich

    Gurke

    29. July 2014 um 20:06

    Richie steht kurz vor seinem 18.Geburtstag, doch ob er den von vielen Jugendlichen ersehnten Schritt in das Erwachsensein noch erleben wird, ist fraglich, denn Richie hat Krebs im Endstadium. Die letzten Wochen bis zu seinem Tod muss er in einem Hospiz verbringen, wo hauptsächlich alte und gebrechliche Menschen auf ihre letzte Reise warten - bis auf Sylvie. Sie ist erst 15 Jahre alt und Richies große Liebe. Gemeinsam treiben sie (sofern es ihre Kräfte zulassen) viel Unfug im Krankenhaus und schmieden Pläne für die Zukunft, falls ihr Immunsystem vielleicht doch noch die nötigen Kräfte für die Genesung mobilisieren kann oder die Wissenschaft einen bahnbrechenden Durchbruch schafft. Den grenzenlosen Optimismus von Sylvie kann der Protagonist allerdings nicht teilen, denn die Chancen für einen Junge mit dem EDOHM-Syndrom, was bedeutet, dass eine höhere Macht ihn in diese missliche Lage gewünscht hat, stehen denkbar schlecht. Mir hat der Roman von Hollis Saemon sehr gut gefallen, weil der Alltag im Hospiz authentisch, aber nicht zu bedrückend dargestellt wurde. Man spürt deutlich, dass die Amerikanerin selbst (gezwungenermaßen durch die Pflege ihres Sohnes) einige Zeit in den Fluren und Zimmern solcher Einrichtungen verbracht hat und nicht nur wie unbeteiligte Besucher den bedrückenden Geruch nach Desinfektionsmitteln wahrnimmt. Aus der Sicht eines Jungen geschrieben, dem manchmal schon die Kräfte zum Aufrichten im Bett fehlen und trotzdem nicht den Sinn für Ironie und Abgeklärtheit verlor, hat die Autorin dennoch ein starke Persönlichkeit gemacht. Aufgrund seines Schicksals lässt er sich nicht hängen, sondern genießt die Treffen mit seinem flippigen Onkel oder die Gespräche mit der hübschen Sylvie unendlich. Vollkommen in seine Gefühlswelt aufgenommen, habe ich mich zwar nicht gefühlt, weil er bei heiklen Themen gerne abwiegelt und sie unter den Teppich kehrt, aber durch seine kindliche Ader, die durch das Kuscheln mit seiner Sternendecke ein Gesicht bekommt und natürlich seine furchtbaren Begleiterscheinungen der Krankheit, war er mir sofort sympathisch! Der lockere Schreibstil vermitteln zudem den Eindruck, als würden wir die Geschichte aus erster Hand am Bett des Patienten hören. Die Hoffnung, dass es auf der Hospiz-Station vielleicht ein kleines Wunder gibt und das Pärchen Hand in Hand die Medikamente absetzen kann, flackert vermutlich automatisch bei den Lesern in regelmäßigen Abständen auf, sodass wir bis zum Ende mitfiebern. Ein regelrechter Stimmungskiller der Handlung ist allerdings Sylvies herrischer und ungehobelter Vater, der sich wie ein Elefant im Porzellanladen aufführt und damit allen Beteiligten (inklusive den Lesern) die Laune vermiest. Klüger wäre hier in meinen Augen einen etwas weniger aufbrausenden Charakter dem schwächlichen Richie entgegenzusetzen, obwohl er sich ohne Frage wacker schlägt!

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  • Schön, aber für mich nicht das Neue "Fault in our Stars"

    Einer da oben hasst mich

    Marcsbuecherecke

    17. July 2014 um 10:42

    Meine Meinung: Schreibstil: Am Anfang musste ich mich ein wenig durch dieses Buch "kämpfen". Mit der Zeit (ca. 50 - 70 Seiten) wurde es aber besser, wobei ich sagen muss, dass ich nicht sagen kann, ob wirklich der Schreibstil besser wurde, oder ich mich einfach daran gewöhnt habe. Charaktere: Richard und Sylvie sind mir im Laufe des Buches wirklich sehr ans Herz gewachsen, auch wenn ich nicht alle Entscheidungen wirklich nachvollziehen konnte.  Handlung: Gut gefallen hat mir, dass in dieser Geschichte die Tatsache, dass mal nicht die Krankheit als Solche, sondern eher die "Liebesgeschichte" zwischen Richard und Sylvie im Vordergrund steht.   Fazit: Schönes und Gelungenes Buch, dass mich gut unterhalten konnte, in meinen Augen "dem Schicksal ist ein mieser Verräter" nicht das Wasser reichen kann.    Viel Spaß beim Lesen!  Bis bald!

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  • Berührend, hart und unausweichlich

    Einer da oben hasst mich

    Wuschelchen99

    10. July 2014 um 12:26

    Mit 17 Jahren ist Richard Casey, genannt Richie, nicht unbedingt der typische Bewohner eines Hospizes, doch genau dort lebt er. Er hat Krebs im fortgeschrittenen Stadium und nach Meinung der Ärzte noch einen Monat zu leben. Richie meint von sich selbst, das „Einer-da-oben-hasst-mich-Syndrom“ zu haben, denn wie kann es sonst sein, dass er schon seit seinem 11. Lebensjahr erkrankt ist und sein Leben beendet sein wird, bevor er erwachsen ist? Der größte Teil der Sterbehospizbewohner hat sein Leben schon hinter sich. Doch Sylvie ist anders. Sie ist erst 15 und mit ihr bringt Richie das ganze Hospiz mächtig durcheinander. Die beiden Teenies haben allerhand Flausen im Kopf und leben diese aus. Aber auch Richards Onkel und seine außergewöhnliche Großmutter sind an einigen der Vorkommnisse nicht unbeteiligt. Richie und Sylvie wollen alles mitnehmen, was ihnen ihr kurzes Leben noch geben kann. Auch die aufkeimende junge Liebe zwischen beiden findet trotz der eigentlich nicht vorhandenen Privatsphäre ihren Weg.   Der Leser erlebt in Hollis Seamons Roman 10 Tage der Geschichte eines typischen Teenagers mit all seinen Problemen um seine Selbstfindung, Hoffnungen, Zukunftsplänen und Ängsten, alles aus der Perspektive eines todkranken Jungen. Die Wortwahl ist teilweise recht locker, was auch die oft unüberlegten Reaktionen des Jugendlichen zeigt. Doch so sind sie halt. Der flüssige Schreibstil passt gut dazu. Auch wird sehr gut geschildert, wie jeder der Angehörigen und Betroffenen selbst mit dem Thema Tod umgeht. Der Autorin gelingt es wunderbar, alle Personen mit ihren besonderen Eigenschaften (z.B. Richard bis auf die Knochen abgemagert, der etwas irre Onkel, die aufgetakelte Großmutter, ein schwuler Pfleger, die Harfenistin) so gut zu beschreiben, dass alle sehr gut vorstellbar sind. Man fühlt sich mitten im Hospiz. Ich denke, so unterhaltsam muss das Buch auch sein, sonst wäre das Thema für ein Jugendbuch zu heftig. Manche Szenen sind sehr hart und entsetzenden, aber doch auch berührend. Vieles regt zum Nachdenken an, das Ergebnis zeigt sich erst später. Richies Worte: „Schluss, aus, Ende.“ zeigen, dass er seinen Weg mit der Diagnose und dem unausweichlichem Ende gefunden hat.   „Einer da oben hasst mich“ hat mich sehr berührt. Ich habe eigentlich mehr damit gerechnet, dass auf die Tränendrüse gedrückt wird, was die Autorin aber sehr gut umging. Genau das macht dieses Buch aus. Ein hartes Thema super umgesetzt, nicht nur für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet, sondern auch für Erwachsene. Volle Punktzahl von mir für dieses gelungene Werk.    

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  • Ein ernstes Thema gut umgesetzt, ohne zu belasten

    Einer da oben hasst mich

    Alexandra_vom_Buecherkaffee

    05. July 2014 um 17:48

    Bei "Einer da oben hasst mich" sprach mich die schon der Stil in der Leseprobe direkt an so dass ich beschloss, dieses Buch unbedingt weiter zu lesen. Ein Blick in die Vita der Autorin war für mich sehr interessant und traurig zugleich, denn es zeigte mir, dass die Autorin selbst mit der Thematik vertraut war. Durch die jahrelange Pflege ihres Sohnes hat Hollis Seamon viel Zeit in Kinderkrankenhäusern verbracht. Die Jugendlichen dort, die trotz ihrer Krankheit Teenager blieben, haben sie dazu inspiriert, dieses Jugendbuch-Debüt zu schreiben. Wie schon gesagt, der Stil gefiel mir besonders, denn Richie sprach mich direkt an, erzählte mir aus seinem Leben im Sterbehospiz. Zehn Tage, in denen ich einen Einblick in sein Leben bekam, in seine Gedanken... Zehn Tage, die interessant und aufwühlend gleichzeitig waren. Nichts erscheint oberflächlich, auch wenn Richies Ausdrucksweise vielleicht manchmal dafür sorgen mag, dass man diesen Eindruck erhält. Aber er ist siebzehn und das merkt man eben auch an seiner Art, seine Geschichte zu erzählen. Das darf auch schon mal flapsig und frech sein, oder? Vielleicht ist es aber auch genau das, was der Geschichte die Schwere nimmt. Es herrscht eine gewisse Art von Lockerheit und doch wird mir vermittelt, wie sich nicht nur Richie, sondern auch die Angehörigen, die Pfleger und Freunde fühlen, was sie bewegt, womit sie tagtäglich kämpfen. Sich komplett aufgeben kommt für Richie nicht in Frage. Er ist realistisch und verdrängt nichts, aber er bewahrt sich dennoch seinen Humor, natürlich durchzogen mit einem gewissen Grad an (sehr verständlichem) Sarkasmus. Aber er findet Sterben einfach "todlangweilig" und nutzt die Zeit, seine Umwelt auf der Hospizstation eingehend zu studieren - angefangen bei den Patienten, Pflegekräften, Besuchern bis hin zur (in seinen Augen äusserst schrägen) Harfenistin am Eingang, So fertigt er sich auch einfach mal eine Liste an, was ihm denn nun so erspart bleibt, über was er sich keine Sorgen mehr machen muss: Arbeitslosigkeit, Scheidung, undankbare Kinder, Weisheitszähne, Cholesterinspiegel oder auch Mittelglatze sind nur so ein paar Dinge, die er da notiert hat. Er findet es auf eine gewisse Weise "ziemlich cool". Er erlaubt sich Späße und macht gerne mal alle verrückt. Dass er in der Tat aber nichts verdrängt, merkt man bewusst an den Momenten, in denen er sich um die Zukunft seiner Mutter sorgt und gewisse Vorsorge trifft. Und dann ist da ja auch noch Sylvie... Die Gefühle, die sich zwischen den beiden Teenagern entwickeln, stärken beide. Richie verweigert das Essen plötzlich nicht mehr und Sylvie fühlt sich stärker, kräftiger. Die Entwicklung der Romanze mag dem ein oder anderen vielleicht zu schnell vorkommen und womöglich zu extrem sein, aber es gelten leider auch ganz andere Maßstäbe... zumal es da ja auch wahrlich kein Regelwerk dafür gibt. Sie haben die Möglichkeit, die Liebe noch kennen zu lernen und lassen es einfach zu, lassen es auf sich zukommen. "Liebe" kann so facettenreich sein... Sie kann plötzlich auftreten und auch nur ein ganz kleines Gefühl sein, ein Kribbeln im Bauch, ein ständiger Gedanke - oder auch eine regelrechte Gefühlsachterbahn. Und wenn sich zwei Menschen auf diese Weise Gutes tun wie Sylvie und Richie, dann kann auch das Liebe sein... oder Glück... oder erfüllter Abschied... Kurz & gut - mein persönliches Fazit "Einer da oben hasst mich" ist kein leichter Jugendroman, was die Thematik betrifft. Aber Hollis Seamon ist es gelungen, eine ausgeglichene Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit dem Thema gegenüber zu schaffen, so dass das Lesen eigentlich sehr leicht fällt. Dennoch regt das Buch sehr zum Nachdenken an und das Gelesene hallt noch eine ganze Weile nach und beschäftigt. Nicht die Krankheit selbst steht hier im Vordergrund - sondern der Mensch selbst. Das empfinde ich als ein äußert positives Merkmal dieses Buches. Vergleiche zu anderen Werken dieser Art möchte ich in keinem Fall ziehen, da hierbei doch jedes für sich alleine steht und das Thema auf eine ganz andere Weise angeht. Ich habe mir nach Zuschlagen des Buches noch lange Gedanken darüber gemacht und ich kann es wirklich sehr empfehlen. © Rezension: 2014, Alexandra buecherkaffee.de

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  • Die Geschichte eines todkranken Jungen...

    Einer da oben hasst mich

    dreamer

    01. July 2014 um 10:13

    Die Geschichte eines todkranken Jungen... ..oder auch einem Teenager der erwachsen sein möchte... Richard möchte wie jeder andere Teenager sein. Er will verliebt sein, ausgehen und machen was jeder andere in seinem Alter macht. Aber Richard hat Krebs und das schon im Endstadium, er verbringt seine letzten Wochen in einem Hospiz, wo er ein ebenfalls krankes Mädchen kennenlernt, das mit ihrer Ausstrahlung im nu sein Herz erobert. Sie ist sein kleiner Lichtblick und mit ihr will er erleben wie es ist normal zu sein, mit einigen Hindernissen, denn ein Hospiz ist immerhin keine Bar oder ein Club. Meine Meinung Ich erfuhr von diesem Buch über eine Werbemail des Verlags. Nachdem ich gelesen hatte, dass die Autorin durch die Pflege ihres Sohnes selbst viel mit dem Thema zu tun hatte, war ich gespannt. Ich erwartete mir eher einen Bericht über Erlebtes, fand mich dann aber in einer Geschichte wieder die etwas Fern der Realität schien. Der Titel des Buches ist etwas aufwühlend, aber durchaus passend und das erfahren wir schon recht bald im Buch und dem Jungen mit dem EDOHM-Syndrom. Das Cover des cbt Verlages ist zwar okay, aber leider nicht sehr aussagekräftig, wohingegen das des Originals sehr gut passt, zumindest zum Inhalt. Wir erleben diese Geschichte aus der Perspektive von Richard, einem todkranken Jungen, der in einem Hospiz, unter ständiger Beobachtung, seine letzten Wochen erlebt. Leser die selbst noch nicht in Berührung mit solchen Fällen gekommen sind, erleben teilweise verstörende Augenblicke, nur um dann wieder Verhaltensweisen eines ganz normalen Teenagers mitzubekommen, wie die erste Verliebtheit, sich rausschleichen oder sich auch mal volllaufen zu lassen, nur um zu wissen wie das so ist. Dadurch ist der Schreibstil auch sehr typisch jugendlich, jedoch ungewöhnlich fröhlich und erscheint damit nicht als Buch über eine Krankheit, sondern eher als Buch über einen Teenager der ganz normal sein möchte. Obwohl die Idee der Autorin nicht schlecht ist und sie mit ihrer Idee hinter die Fassade einer schweren Krankheit zu blicken, unglaublich interessante Einblicke liefert, kamen mir beim Lesen manchmal Zweifel zwecks Glaubwürdigkeit, da einiges doch ganz schön abgehoben ist. Diese Momente wurden dann aber fast ganz weggewischt als Richard seinen Plan, einem Mädchen seinen letzten Wunsch zu erfüllen in die Hand nimmt und sich indirekt um seine Mutter kümmert, sollte er irgendwann nicht mehr da sein. Herzlich und sehr menschlich erleben wir den jungen Krebskranken, der in einer Woche mehr erlebt als unsereins in einem Monat. Fazit Diese Geschichte lässt seinen Leser nicht kalt. Wir schwanken zwischen einer tragischen, aber unausweichlichen Geschichte und einem Erzähler der noch lange nicht fertig ist, obwohl nur noch wenig Zeit bleibt. Erfahrt mehr über Richards Jugend in einem Hospiz, das sich binnen dieser paar Hundert Seiten oft in mehr verwandelt. Von mir gibt es 4,5 von 5 Wölkchen.

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  • Tiefgründigkeit fehlt leider

    Einer da oben hasst mich

    Selinavo

    29. June 2014 um 22:15

    Das Buch handelt von dem 17jährigen Richard, der sich im Endstadium Krebs befindet und somit seine letzten Wochen in einem Hospiz verbringt. Er sagt, er habe das "Einer-da-oben-hasst-mich-Syndrom", wenn einer nachfragt. Im Hospiz lernt er die 15jährige Sylvie kennen, die beide zusammen das Personal des Hospizes in den Wahnsinn treiben. Meiner Meinung nach hat die Geschichte sehr viel Potenzial gehabt, nur leider wurde dieses nicht ausgeschöpft. Das Buch war sehr angenehm zu lesen, nur bei einem solchen Thema habe ich die ganze Zeit über mehr erwartet - mehr Tiefgründigkeit. Des öfteren wurde der Leser durch Sätze wie "Da werde ich jetzt nicht in die Tiefe gehen, das wäre zu privat" abgespeist. Aber genau an diesen Stellen hätte der Autor diese fehlende Tiefgründigkeit herstellen können. Ich fand das Buch jetzt nicht schlecht, aber ich habe bei dem Thema einfach andere Erwartungen gehabt. Für einen krebskranken Jungen im Endstadium hat sich Richard die ganze Zeit jedoch noch recht "fit" gehalten, fand ich, was etwas unrealistisch wirkte. Auch dass der Vater von Sylvie ihn so zusammenschlägt - ich denke nur wirklich psychisch kranke Menschen würden so etwas tun, aber nicht jemand, der selbst eine todkranke Tochter hat. Fazit: Nettes Buch für Leser, die nicht so sehr in die Tiefe gehen wollen. Ansonsten auch gut für zwischendurch, wenn man mal etwas nicht so anspruchvolles lesen möchte.

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  • Eine interessante Geschichte mit viel Potential, die mich leider nicht erreichen konnte.

    Einer da oben hasst mich

    Buecherfee82

    24. June 2014 um 11:55

    Inhalt: Richie ist siebzehn Jahre alt und hat ein Problem: Krebs! Er ist sich ganz sicher, dass "der da oben" ihn hasst, wieso sonst ist er schon seit seinem elften Lebensjahr so krank und wieso hat er das Gefühl, dass er nicht einmal das Erwachsenenalter erreicht, bevor er sterben wird? Richie ist sich ganz sicher: Einer-da-oben-hasst-mich! Mit der fünfzehn Jährigen Sylvie liegt er im Hospiz. Natürlich sind da noch andere Leute, aber die scheinen ihr Leben schon gelebt zu haben. Noch gibt Richie nicht auf. Die beiden jungen Leute stellen das ganze Hospiz auf den Kopf. Zu sagen, dass sie dabei ihr Leben riskieren, klingt in diesem Fall eher ironisch. Meine Meinung: Auch jetzt, wo ich schon eine Nacht drüber geschlafen habe bin ich mir noch nicht so sicher, wie ich das Buch finden soll.  Ich bin hin - und hergerissen. Einerseits hat die Autorin hier ein sehr ernstes und auch emotional mitreißendes Thema aufgefasst. Sie selbst hat durch ihren kranken Sohn viele Jahre in Krankenhäusern verbracht. Ihre Protagonisten sind alle sehr unterschiedlich und auf den ersten Blick sympathisch, aber ich habe die ganze Zeit auf mehr gewartet. Sylvie und Richie wissen, dass sie sterben müssen. Sie wollen leben, aber sie wissen das Hospiz so etwas wie Endstation heißt. Sylvie sagt sie hat keine Angst, Richie schon. Leider spüre ich absolut keine Angst. Natürlich finde ich es toll, dass sie ihre Tage nutzen, dass sie versuchen aus dem Alltag auszubrechen und verrückte Dinge anstellen. Mir gefällt es das beide sich zueinander hingezogen fühlen wie normale Teenager, aber... die Gefühle erreichen mich nicht. Sie stehen zwar auf dem Papier, sind aber absolut nicht greifbar. Weder die Liebe, noch die Angst, keine Wut - rein gar nichts ist zu spüren. Auch wenn ich nicht überzeugt wurde, so gab es doch auch einige interessante Sachen. Mir hat die Harfenistin gut gefallen. Am Anfang wirkte sie sehr makaber mit ihrer Himmelsmusik, aber sie hat das Herz am rechten Fleck. Der schwule Pfleger ist wohl der liebenswerteste im ganzen Hospiz, aber auch eine Schwester ist so natürlich und echt, dass mir diese zwei Personen auch sehr gut gefallen haben.  Ebenso mochte ich den Onkel von Richie. Der Onkel ist der Außenseiter, ein begabter Künstler, aber ein Taugenichts. Schlägereien, Sauftouren und Gefängnis.  Die Mutter von Richie wird als starke Frau vorgestellt. Eine Frau, die im Teenageralter Mutter wurde. Man merkt, dass die beiden sich lieben und aufeinander aufpassen, denn die Mutter ist schon immer alleine für Richie verantwortlich gewesen und hat sie über die Runden gebracht.  Das dann aber auch die Großmutter ihr Kind so früh bekommen hat und dann rumläuft, als wenn sie selbst noch ein Teenager ist, war mir dann auch wieder zuviel des Guten.  Auch das Ende konnte mich nicht überzeugen. Wer das Buch lesen wird, der wird verstehen was ich meine wenn ich sage, dass auf drei Seiten das Ende dahingeklatscht wird. Das Ende war für mich mehr als unrealistisch. Schade eigentlich. Fazit: Eine interessante Geschichte mit viel Potential, die mich leider nicht erreichen konnte.

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  • Eine Liebeserklärung an das Leben

    Einer da oben hasst mich

    Fannie

    23. June 2014 um 15:35

    Richard ist 17, verknallt in Sylvie und Fan von Black Sabbath. Ein ganz normaler Teenager also – mit dem Unterschied, dass Richard und Sylvie im Hospiz leben. Sie wissen, dass ihre Zeit begrenzt ist und lassen es deshalb an diesem so ernsten Ort sehr zum Ärger des Pflegepersonals gerne richtig krachen. Manchmal aber reicht die Kraft der beiden Teens nicht einmal dafür, aufzustehen. Dann sind sie zwei kahlköpfige hilflose Wesen, die der Krebs voll im Griff hat. Doch so leicht ergeben sich Richard und Sylvie nicht… Die US-Autorin Hollis Seamon hat mit “Einer da oben hasst mich” ein mutiges Thema für ein Jugendbuch gewählt: Den nahenden Tod zweier Teenager, die doch das ganze Leben noch vor sich haben sollten. Ihre Hauptfigur Richard, der gleichzeitig der Erzähler ist, wirkt anfangs ziemlich cool und abgebrüht. Doch Seite um Seite dringt man als Leser näher in das Seelenleben des Jungen vor. Dabei merkt man, dass seine Fassade nichts als ein Schutzschild ist. Er ist bemüht, seine Mutter aufzuheitern und ihm tut es sogar leid, dass er sie mit seiner Krankheit derart belastet. Auch vor den Pflegern und Schwestern gibt er mit gelegentlichem Sarkasmus oft den lässigen Typen. Doch in seinem Inneren hat er Angst, Todesangst. Im Laufe des Buches habe ich Richard liebgewonnen. Er ist nämlich ein sensibler und charmanter Typ, der sich niemals selbst bemitleidet. Deshalb ist “Einer da oben hasst mich” auch keine Herzschmerz-Geschichte, bei der pausenlos die Tränen kullern, sondern eine von einem starken Jungen schnoddrig erzählte Liebeserklärung an das Leben. Oft hatte ich einen Kloß im Hals bei Richards messerscharfen und schonungslosen Betrachtungen. Hochinteressante und sehr real wirkende Figuren um den Protagonisten herum, schockierende Situationen, in denen mit den Angehörigen die Nerven durchgehen, die Beziehung zu Sylvie und so manche witzige Situation machen aus “Einer da oben hasst mich” ein großartig erzähltes und ganz besonderes Buch, in das man von der ersten Silbe an regelrecht hineingezogen wird. Und wie das bei allen guten Büchern so ist: Leider war es viel zu schnell gelesen. Die Frage nach der Altersempfehlung würde ich mit mindestens 15 Jahren beantworten. Einerseits ist das Hauptthema selbst für Erwachsene harte Kost. Zum anderen schildert Richard deutlich einige prickelnde Sexszenen. Das Thema Drogen wird am Rand gestreift. Wer also auf der Suche nach einem tiefgreifenden, schonungslosen und emotionalen Jugendroman ist, der ohne Kitsch auskommt, wird von “Einer da oben hasst mich” angetan sein und dieses Buch nicht so schnell vergessen.

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  • Ein Buch, das mich gespalten zurückgelassen hat

    Einer da oben hasst mich

    frenx1

    20. June 2014 um 17:35

    “Einer da oben hasst mich”  hat mich etwas gespalten zurückgelassen. Einerseits: Es ist ein anrührendes Buch aus der Sicht eines 17-Jährigen, der Krebs hat, in einem Hospiz lebt und kurz davor ist, zu sterben. Richard, so heißt der junge Mann, ist taff und pfiffig, einfühlend und liebenswert gleichermaßen. Er schafft es immer wieder, die Pflegekräfte um den Finger zu wickeln. Und ebenso die 15-jährige Sylvie, die auch im Hospiz lebt – eine kleine Liebesgeschichte bahnt sich an. Gleichzeitig ist Richard aber auch ein Jugendlicher, der Fehler macht – der sich irrt bei der Einschätzung seiner Mitmenschen. Immer wieder muss er erkennen, dass dieser oder jener doch netter ist, als er zunächst dachte.  Manches bekommt er auch einfach nicht mit, zum Beispiel, warum die Harfinistin im Hospiz immer spielt, Problemen geht er aus dem Weg.  Ein typischer Jugendlicher also, der mit sich selbst beschäftigt ist. Andererseits: Ich hatte beim Lesen so gut wie alle anderen Figuren deutlicher vor Augen: der durchgeknallte Onkel, die aufgetakelte Großmutter, der schwule Pfleger, die biestige Krankenschwester (die sich dann doch als liebenswert herausstellt) und so weiter. Das illustre Tableau an Figuren ist zwar sehr unterhaltend, lässt aber Richard, die Hauptfigur, dagegen sehr blass wirken. Nach dem (zugegeben!) knalligen Einstieg zu Halloween lässt die Handlung zudem nach, teilweise wirkt sie auch etwas konstruiert. “Einer da oben hasst mich” ist kein Wohlfühlbuch, das einen kleinen Helden präsentiert. Aber auch keines, das einen mitweinen lässt, denn dafür macht der Protagonist zu viele Fehler. “Einer da oben hasst mich” lässt einen etwas ratlos zurück. Vielleicht ist es ja gerade deshalb doch ein gutes Buch.

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