Holly Black Black Heart

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Inhaltsangabe zu „Black Heart“ von Holly Black

Cassel Sharpe knows he's been used as an assassin, but he's trying to put all that behind him. He's trying to be good, even though he grew up in a family of con artists and cheating comes as easily as breathing to him. He's trying to do the right thing, even though the girl he loves is inextricably connected with crime. And he's trying to convince himself that working for the Feds is smart, even though he's been raised to believe the government is the enemy.§But with a mother on the lam, the girl he loves about to take her place in the Mob, and new secrets coming to light, the line between what's right and what's wrong becomes increasingly blurred. When the Feds ask Cassel to do the one thing he said he would never do again, he needs to sort out what's a con and what's truth. In a dangerous game and with his life on the line, Cassel may have to make his biggest gamble yet - this time on love.

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  • "Black Heart", Holly Black (Curse Workers, #3)

    Black Heart

    Shiku

    19. May 2013 um 10:42

    Die Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Bänden. ______________________________________________________ Hätte man Cassel vor einigen Wochen gesagt, dass er mal für die Regierung arbeiten würde, hätte er denjenigen lachend stehen gelassen. Seine Mutter gerät immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt, sein Bruder ist ein notorischer Lügner, das Mädchen, das er liebt, wird einmal den Posten als Kopf der Mafia von ihrem Vater übernehmen – er selbst ist auch nicht gerade ein Engel. Und trotzdem tut er jetzt genau das; schlimmer noch: Barron auch. Herausfinden darf es niemand, denn einen größeren Verrat hätte er nicht begehen können. Aber wie das immer so ist: Ein Problem kommt selten allein und schon bald ist Cassel in zu viele Konflikte verstrickt, bei denen jeder einzelne ihn seinen Kopf kosten könnte. Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht? Das zumindest scheint sich auch Holly Black (mal wieder) gedacht zu haben. Ist ja nicht so, als könnte Cassel nicht mit Problemen jedweder Art zurechtkommen. (Auch wenn der Kerl wirklich mal eine Pause verdient hätte.) Und so darf er darauf trainieren, ein Agent zu werden, die Probleme seiner Mutter lösen, Herzschmerz haben, zwischen seinen Freunden vermitteln und sich mal wieder mehr als einmal in Lebensgefahr begeben. Dass seine Noten nebenbei einen Ausflug in die Unterwelt machen, verwundert wohl niemanden weiter. „Black Heart“ hat, was ich in „Red Glove“ ein wenig vermisst hatte: die Überraschung, die Spannung. Nicht so wie noch im ersten Band, aber es muss ja nicht alles einander gleichen, um gut zu sein. Hier warten wieder viele große und kleine Offenbarungen auf uns, Antworten zu Fragen, von denen wir gar nicht wussten, dass wir sie wirklich hatten, so dass ich ab und an mal wieder mit offenem Mund dasaß. Einiges davon war einfach zum Brüllen, manches lädt zum Grübeln ein und wiederum anderes ist ein wenig traurig. Man kriegt eigentlich aus jeder Ecke der Gefühlspalette was geboten, so dass es gar nicht langweilig werden kann.  Nicht dass die Charaktere das zugelassen hätten. Cassel kann einem eigentlich nur leidtun, zumindest die meiste Zeit über. Allein schon seine Beziehung mit Lila – er mag sie und sie mag ihn auch, nur will er das natürlich nicht begreifen; wenn man jemandem ein wenig mehr Selbstachtung einprügeln könnte, ich hätte es hier gern getan. Trotzdem kommt man mal wieder nicht umhin zu bewundern, wie er sich aus den fiesesten Situationen herauswinden kann und auch immer wieder die Kraft findet, das zu tun – schön ist es ja, denn trotz allem wünscht man dem sympathischen Teilzeitkriminellen nur das Beste, auch wenn unsere Ansichten, was das genau ist, ein wenig auseinander gehen. Ohnehin löst dieses Buch reichlich „feels“ aus – ob das nun Cassel und Lila betrifft, die Sharpes als Familie, Cassels Freunde Daneca und Sam oder die Situation der Worker im allgemeinen. Wir lernen die Sharpe-Familie nie richtig kennen, immerhin ist Cassels Vater schon lange tot und auch die Zeiten, in denen die Jungs sorglos leben konnten, sind vorbei. Aber man erhascht immer mal wieder Blicke auf dieses Leben und dass es das nicht mehr gibt, tut weh. Genauso verhält es sich mit Sam und Daneca, die sicherlich nicht nur ich glücklich sehen möchte – bestenfalls miteinander? Das ist hier die Frage und nicht mal am Ende kann ich sicher sagen, ob ich sie beantworten könnte. Und natürlich die Worker, die für die Guten und für die Bösen arbeiten, die missbrauchen und missbraucht werden, die zum Großteil einfach ihr Leben ohne die Angst vor einer Verfolgung leben wollen. Wie kann man nicht mit ihnen leiden? Die Worker gehören aber auch zu dem Punkt, der mich am meisten (wenn auch nicht zu sehr) gestört hat. Ich hätte mir mehr Politik gewünscht, ich will wissen, wie es mit den Workerrechten weitergeht. Eine Richtung wurde eingeschlagen, aber den Weg kann man auch ganz schnell wieder verlassen. Es wäre schön gewesen, mehr über das große Ganze zu erfahren, auch wenn es Cassel nur zum Teil betrifft und er nebenbei ganz sicher noch viele Sorgen mehr hat. Aber wer weiß – vielleicht setzt sich Holly Black irgendwann doch noch an einen vierten Band und mehr meiner Fragen können beantwortet werden. Das war’s dann also mit Cassel Sharpe und uns – zumindest vorerst. Es war mal wieder eine rasante Fahrt, die allerlei Spaß gemacht hat, aber auch für weniger schöne Gefühle gesorgt hat (im positiven Sinne). „Black Heart“ ist zum Glück ein wenig besser als „Red Glove“ und auch wenn man die Handlung an sich als abgeschlossen betrachten kann, hätte ich im Moment absolut nichts gegen ein weiteres Buch einzuwenden.

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