Spinster Girls – Was ist schon normal?

von Holly Bourne 
4,3 Sterne bei118 Bewertungen
Spinster Girls – Was ist schon normal?
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Witzig, berührend und stark. Ein wichtiges Jugendbuch mit brandaktuellen Themen.

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Ich muss ehrlich sagen das mir das Buch gefallen hat, aber es hat mich gleichzeitig auch enttäuscht. Ich hab mir mehr Mädels power gewünscht

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Inhaltsangabe zu "Spinster Girls – Was ist schon normal?"

Wir sind stark, wir lassen uns nichts sagen und küssen trotzdem. Wir sind die Spinster Girls!
Alles, was Evie will, ist normal zu sein. Und sie ist schon ziemlich nah dran, denn immerhin geht sie wieder zur Schule, auf Partys und hat sogar ein Date. Letzteres entpuppt sich zwar als absolutes Desaster, dafür aber lernt sie dadurch Amber und Lottie kennen, mit denen sie den Spinster Club gründet. Doch schafft sie es auch, mit ihren neuen Freundinnen über ihre Krankheit zu sprechen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423717977
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:20.07.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    FrauNightingales avatar
    FrauNightingalevor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Witzig, berührend und stark. Ein wichtiges Jugendbuch mit brandaktuellen Themen.
    Tolle Figuren und wichtige Messages

    Meine Meinung

    In WAS IST SCHON NORMAL?, dem Auftakt der »Spinster Girls« Trilogie, werden sehr wichtige Themen wie Psychische Störung, Feminismus, Sexualität, Freundschaft und Liebe aufgegriffen. Eine knackige Mischung, so viel ist klar. Evie leidet  an einer faustdicken Zwangsstörung, die sich in Form von Angst vor Keimen und Unsauberkeit äußert. Sie hat drei Jahre lang mit ihrer Krankheit abgeschottet von der Außenwelt gelebt. Zur schlimmsten Zeit konnte sie nicht mal mehr ihr Zimmer verlassen, ohne eine Panikattacke zu bekommen. Ihre Tage und Wochen wurden dominiert von Krankenhausaufenthalten, Therapiestunden und Medikamenten. Auch ihre Eltern und ihre kleine Schwester hatten darunter zu kämpfen.

    Aber Evie hat sich wieder hochgerappelt und ist hoffnungsvoll und motiviert. Ihre Medikamentendosis ist mittlerweile stark gesenkt, die Therapie schlägt gut an und sie kann sich endlich auf das College freuen. Ihr großer Wunsch endlich wie eine normale Sechzehnjährige zu sein, gibt ihr Kraft.

    Evie selbst hat eine äußerst lebhafte Stimme, was mir ganz besonders gut gefiel. Sie ist ehrlich, gewitzt, schlau, frech und liebenswert. Ich liebte es, mich in ihrer Welt zu bewegen, selbst als es herzzerreißend und verstörend wurde. Ich sah Evie zu keinem Zeitpunkt als die Summe ihrer Krankheit, obwohl diese ihr Leben zweifellos stark in Beschlag nimmt. Ein Aspekt, auf den ich ganz besonders geachtet habe.
    Das Holly Bourne diese Kurve sogar spielend gemeistert hat, gab dem Buch viel Glaubwürdigkeit. Sie scheute sich nicht vor dem Schmerz, der Wut, der Verzweiflung und den einfachen Freuden von Evies Leben. Eine ebenfalls sehr gelungene Idee sind die Gedankentagebücher von Evie.

    Frauenbilder und Feminismus sind ein weiteres großes Thema in WAS IST SCHON NORMAL? Und das bringt mich auf die dynamische Freundschaft, welche zwischen Evie, Amber und Lottie entfacht. Diese drei Mädels können alles zusammen erreichen. Sie unterstützen sich gegenseitig, zeigen wahres Interesse und echte Zuneigung für den jeweils anderen. Sie passen aufeinander auf. Und das ging mir sehr nahe. Vor allem nachdem Evie sich von ihrer bisher einzigen Freundin Jane distanziert hat. Neben Evie war für mich Amber eine Figur, die ich sofort ins Herz schloss. Aber auch Lottie ist ein interessantes Mädel. Alle drei haben ihre ganz eigenen Päckchen zu tragen.

    Evie, Amber und Lottie wollen sich nicht mehr durch Jungs verbiegen lassen und schließen sich zum »Spinster Girls Club« zusammen. Bei ihren Club-Treffen tauschen sie sich über den Bechdel-Test aus, diskutieren über unfaire Geschlechterrollen und mit welcher Form von Sexismus sie täglich umgehen müssen. Sie ermutigen einander, sich nicht von ihren Gefühlen zu debilen Entscheidungen hinreißen zu lassen…und scheitern so manches Mal kläglich.

    Jungs sind immer wieder DAS Thema, zumindest für Evie und Lottie. Vor allem Evies Verschleiß ist sagenhaft. Irgendwann definiert sie ihr „Normalsein“ nur noch über eine funktionierende Beziehung. Damit eckte ich sehr an. Dieser Weg gefiel mir gar nicht. Allerdings könnte diese Denkweise auch von Holly Bourne für die folgende Handlungsentwicklung genutzt worden sein. Grundsätzlich kommt die Geschichte nicht ohne ein paar typische Jugendbuch-Klischees aus. Das kann man natürlich nicht ändern [weil es ein Jugendbuch ist]. Die Message hingegen ist besonders und lässt den Buchtitel aus der Masse hervorstechen.

    In der Fortsetzung WAS IST SCHON TYPISCH MÄDCHEN? setze ich auf noch mehr Frauenpower und Feminismus. Und natürlich möchte ich unheimlich gerne Amber und Lottie näher kennenlernen, setze ich auf noch mehr Frauenpower und Feminismus. Und natürlich möchte ich unheimlich gerne mehr über Amber und Lottie erfahren.


    Fazit

    Ein Teenager bin ich längst nicht mehr, empfinde den Spinster Girls-Auftakt aber dennoch als sehr lesenswert und vor allem als wichtig. Tatsächlich wünschte ich, dass es diese Form von Jugendbuch schon zu meiner Zeit gegeben hätte. Holly Bourne hat mit Evie eine witzige, warmherzige und starke Figur gezeichnet. Die Diskussionen im Spinster Club erinnern daran, wie wichtig die Beziehungen von Frauen untereinander sein sollten. Zusammen rocken wir. Lasst uns stark, unabhängig und Frau sein! Und vergesst nicht: Niemand ist »normal«.

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    AnnaSalvatores avatar
    AnnaSalvatorevor 25 Tagen
    Kurzmeinung: Ein bewegendes, aber auch unterhaltsames Buch, das eine fabelhafte Mischung für den Leser bereithält
    Ein bewegendes, aber auch unterhaltsames Buch, das eine fabelhafte Mischung für den Leser bereithält

    GANZE REZENSION: https://annasalvatoresbuchblog.blogspot.com/2018/08/von-zwangsstorungen-und.html

    MEINUNG
    Ach, ich bin immer noch hin und weg. Dieses Buch hatte neben einer unterhaltsamen Geschichte so viele wichtige Gedanken, Gedanken, die ich selber beobachtet und nicht so in Worte hätte fassen können, dass ich während des Lesens nur meine Bestätigung hinausschreien wollte.

    Der größte Pluspunkt sind für mich die Gedanken zur Gleichberechtigung, zum Patriarchat, zu Neid zwischen den Frauen und den vielen, vielen Beobachtungen in unserer Gesellschaft, wo es noch viel zu tun gibt. Auch wenn schon eine Menge erreicht wurde meiner Meinung nach, kann man dennoch nicht überall von kompletter, umfassender Gleichberechtigung sprechen.

    Puh, aber jetzt mal zurück zur Geschichte. Denn auch die hätte so oder so die Höchstwertung von mir bekommen.
    Mit Evie als Protagonistin bekommen wir es mit einem Menschen zu tun, der unter Zwangsstörungen leidet. Ihr Weg zur Besserung wird ebenso thematisiert wie ihr "normales" Teenager-Leben, was zusätzlich zu den Gleichberechtigungsgedanken eine äußerst gelungene Mischung für mein Leserherz darstellt ohne belehrend zu sein.

    Der Schreibstil von Bourne ist wieder so super gewesen wie ich es in Erinnerung hatte. Zwar war es zu Anfang einen Tick wirr und hektisch (was aber immerhin durch eigene Überschriften abgegrenzt wurde), doch das legt sich bald, sodass man dann die Anekdoten mehr genießen konnte. Ansonsten ließ es sich äußerst flüssig lesen, unterhaltsame Dialoge und witzige Vergleiche spicken die Geschichte. In der Tat las ich das Buch sehr schnell durch, da es einen wirklich gefangen nimmt.

    Aber auch die Handlung ist wirklich gelungen. Die witzigen Anekdoten, dann das Kennenlernen von Evie, ihrem Umfeld und natürlich den Spinster Girls. Das hat mir alles sehr gefallen und ich genoss die Geschichte. Einziger Dorn im Auge war mir Guy, aber da die Spinster Girls zum Ende hin das gut behandelt haben, finde ich es eigentlich sogar gut, dass ein Typ wie er eingebaut wurde. Einfach um auch jüngeren Lesern zu zeigen, dass man sich eben nicht so rumschubsen lassen muss.
    Zum Ende hin wurde übrigens gerade der Aspekt mit der Zwangsstörung unheimlich spannend - und hat mich wirklich mitfiebern lassen. Mir schien es wurde gut und authentisch damit umgegangen (soweit ich das als Armateur beurteilen kann^^).


    FAZIT
    Ein bewegendes, aber auch unterhaltsames Buch, das eine fabelhafte Mischung für den Leser bereithält. 
    Zudem haben mir die Gleichberechtigungsgedanken sehr, sehr gut gefallen und würde es am liebsten zur Pflichtlektüre in Schulen erheben, da es so viele ernste Themen modern angeht und trotzdem noch eine unterhaltsame Geschichte in petto hat.
    Höchste Leseempfehlung, die ich nicht einschränken will!

    - Begeisterte 5 von 5 Feenfaltern -



    Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar!

    © Anna Salvatore's Bücherreich

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    Naburas avatar
    Naburavor einem Monat
    Spinster Girl sein jetzt, sich für niemanden zu ändern und seine Meinung zu sagen

    Endlich geht Evie aufs College, wo sie einen ganz normalen Neuanfang wagen kann. Sie möchte tolle Freundinnen haben und sich verlieben, ohne dass jemand von ihrer Zwangserkrankung weiß, in deren schlimmster Phase sie das Haus für acht Wochen nicht verlassen hat. Jetzt ist sie zwar noch in Therapie, hat die Krankheit aber ganz gut im Griff. Ihr erstes Date stellt sich leider als Vollkatastrophe heraus, und der zweite Kandidat scheint noch verrückter zu sein als sie. Evie und ihre neuen Freundinnen Lottie und Amber ernennen sich zu Spinster Girls: Sie sind fest entschlossen, sich für Jungs nicht zu ändern und möchten bei ihren Clubtreffen über feministische Themen sprechen. Jungs bleiben natürlich ebenfalls Thema – und die stellen Evies Leben bald ganz schön auf den Kopf.

    In diesem ersten Band der Spinster Girls Trilogie begleitet der Leser Evie bei ihrer ersten Zeit auf dem College. Für sie ist das eine große Sache, denn dort weiß kaum jemand von ihrer Zwangserkrankung. Eine Ausnahme ist ihre ehemals beste Freundin Jane, doch klebt nur noch an ihrem Freund, hat ihren Stil für ihn komplett verändert und für nichts anderes mehr Zeit. Evie ist fest entschlossen, nun ein Leben zu führen, dass so „normal“ ist wie das aller anderen.

    Ich fühlte mich Evie schnell nahe, denn sie lässt den Leser intensiv an ihren Gedanken teilhaben. Immer wieder sind es Ausschnitte aus ihrem Genesungstagebuch abgedruckt, in welchem sie ihre Gedanken festhält und Hausaufgaben von ihrer Therapeutin notiert sind, an denen sie arbeiten soll. Außerdem sind ihre unguten Gedanken, die durch die Erkrankung entstehen, hervorgehoben. So wird begreiflich gemacht, zu welchen Handlungen sie durch diese getrieben wird. Dadurch wird greifbar gemacht, was es heißt, mit einer Zwangserkrankung zu leben. Das klingt bedrückend, ist es aber nicht. Evie erzählt unterhaltsam aus ihrem Leben, der Ton ist locker und frech. Es gibt immer wieder ernstere Momente, durch welche die Atmosphäre jedoch nicht kippt. Denn Evie ist eine Kämpferin, die vor ihrer Krankheit nicht mehr so leicht kapitulieren will.

    Die beiden weiteren großen Themen des Buchs sind Jungs und Feminismus. Durch die Gründung des Clubs der Spinster Girls werden die Themen gelungen kombiniert. In Lottie und Amber findet Evie zwei tolle neue Freundinnen, mit denen sie über vieles reden kann. Nur über ihre Erkrankung will sie mit ihnen nicht sprechen. Dafür tauschen sie sich intensiv über Jungs aus und erinnern sich gleichzeitig gegenseitig an die Clubregeln, die besagen, dass man sich bei aller Verliebtheit selbst treu bleiben muss. Evies erste Dating-Erfahrungen sind schräg und zeigen, was in ihrem Alter so passieren kann. Bei den Clubtreffen kommen auch feministische Themen nicht zu kurz und geben dem Leser kleine Einblicke in unterschiedliche Aspekte des Feminismus.

    „Spinster Girls: Was ist schon normal?“ ist eine kurzweilige Lektüre, die gelungen Einblicke in das Leben von Evie gibt, die an einer Zwangserkrankung leidet, diese aber nicht über ihr Leben bestimmen lassen will. Am College findet sie neue Freundinnen, mit denen sie über ihre ersten Dating-Erfahrungen und feministische Themen reden kann. Der Tonfall ist meist locker, doch nicht alles läuft nach Plan, sodass es auch bedrückende Momente gibt. Ich empfehle das Buch gern an jugendliche Leser weiter!

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    T
    Tariaswenvor einem Monat
    Ein etwas "anderes" Jugendbuch

    Evie ist eine Teenagerin, die unter einer Zwangsstörung leidet und deshalb auch schon in der Psychatrie war. Nun ist sie in psychotherapeutischer Behandlung und langsam werden ihre Medikamente reduziert. Sie will ein normales Leben führen und so ist es schön für sie, dass sie auf der neuen Schule direkt Anschluss findet. Sie hat ihr erstes Date und hier merkt der Leser schon, dass sie vielleicht doch noch nicht wieder ganz gesund ist. Das Date ist alles in allem eine Katastrophe, ihre ehemals beste Freundin ist nur mit ihrem Freund beschäftigt, als Evie Ambre und Lottie kennen lernt. Mit ihnen gründet sie den Spinster Club. Amber und Lottie haben eine eigene, feministische Sichtweise und bringen diese Evie näher. Doch hält sie vor ihnen ihre Krankheit zunächst geheim.


    Erzählt wird dieses Buch, was das erste einer Trilogie ist, aus der Sicht von Evie. Was ich sehr interessant fand sind die immer wieder eingestreuten Einträge aus ihrem Genesungstagebuch. Hier hält Evie ihre “guten” und “unguten” Gedanken fest. Der Leidensdruck nach “Normalität” und “Dazugehören” ist sehr gut dargestellt. Die zwei großen Themen (psychische Krankheiten und Feminismus) sind interessant in dem Buch behandelt. Es ist sehr locker, an manchen stellen schon fast flapsig, geschrieben, genau so, wie man sich Evie vorstellt - etwas unkonventionell und “anders”.

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    Saimes avatar
    Saimevor einem Monat
    Teenie Push

    Was ist schon normal? von Holly Bourne.
    Das auffällige Cover welches in gelb und schwarz gehalten ist, hat mich sofort angesprochen. Auch der Klappentext sowie die Leseprobe lasen sich sehr vielversprechend.
    Eine leichte und schnelle Lektüre. Die drei Hauptprotagonisten Evie, Amber und Lottie gründen zusammen einen Spinster Club. Regelmäßig diskutieren die drei Mädchen dort über Rollenzwänge, Gender-fragen und die süßen aber total idiotischen Jungs aus der Schule.

    Die Grundidee des Buchs finde ich sehr gut, einzelne Handlungen der Charaktere blieben für mich hier und da nicht immer nachvollziehbar, liegt vielleicht auch an meinem Alter (29), wer weiß schon noch wie ich mich mit 16 verhalten hätte. Aber der lockere Schreibstil der britischen Autorin konnte mich zum Weiterlesen animieren. 

    Im großen und ganzen ein Super Cooles Jugendbuch welches ich weiter empfehlen werde. Für einen kleinen Push für die Teenie Jahre.

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    lenasbuecherwelts avatar
    lenasbuecherweltvor einem Monat
    LL rezensiert

    Holly Bourne versucht in “Spinster Girls” die Verbindung von Themen wie psychischen Krankheiten und Feminismus mit einem locker-leichten Jugendbuch. Diese ist ihr meistens auch gut geglückt… Aber von vorne:

    Protagonistin Evie hat mit einer Zwangsstörung zu kämpfen und nimmt uns mit Hilfe ihres Gesundheitstagebuchs für einige Zeit in ihrem Leben mit. Wir begleiten sie bei ihren Versuchen, wirklich gesund zu werden und schauen ihr beim Kämpfen, aber auch beim Fallen zu. Die Umsetzung des Krankheitsaspekt es ist in meinen Augen wirklich geglückt: Es war nicht zu viel und wirkte trotzdem so authentisch, da gezeigt wurde, wie hart eine solche psychische Krankheit wirklich zu bekämpfen ist.

    Geschrieben ist das Buch dabei leicht und mit vielen humorvollen Passagen, die das Lesen sehr angenehm gemacht haben.

    Den feministischen Aspekten stehe ich gespalten gegenüber. Grundsätzlich finde ich die Einbringung dieses Themas sehr gut und auch Evies Freundinnen ist es wichtig, sich auch ohne Jungs definieren zu können. Trotzdem kann mir dieses Thema manchmal zu gewollt, zu überspitzt-aufdringlich vor, was sehr schade war, weil es den Feminismusteilen damit an Seriosität gefehlt hat.

    Dem Teenagerleben von Evie und ihren Freundinnen zu folgen, hat mich auch nur mäßig begeistert – es gab immer wieder Momente, in denen ich die Charaktere sehr anstrengend fand.


    “Spinster Girls” kombiniert wichtige Themen mit einer humorvollen Geschichte. Besonders die Krankheitsaspekte haben mich überzeugt, während ich andere Teile der Geschichte eher anstrengend fand.

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    M
    Mira08vor einem Monat
    Tolles Jugendbuch mit wichtigem Thema

    Inhalt:
    Wir sind stark, wir lassen uns nichts sagen und küssen trotzdem. Wir sind die Spinster Girls!
    Alles, was Evie will, ist normal zu sein. Und sie ist schon ziemlich nah dran, denn immerhin geht sie wieder zur Schule, auf Partys und hat sogar ein Date. Letzteres entpuppt sich zwar als absolutes Desaster, dafür aber lernt sie dadurch Amber und Lottie kennen, mit denen sie den Spinster Club gründet. Doch schafft sie es auch, mit ihren neuen Freundinnen über ihre Krankheit zu sprechen?
    (Quelle: Verlag)

    Es handelt sich hier um den in sich abgeschlossenen ersten Band der Spinster Girls Trilogie.

    Meinung:
    Das Cover finde ich sehr passend, es ist frech und cool und sticht hervor.
    Im Buch geht es um Evie, die an einer Zwangsstörung leidet, dass aber vor ihren neuen Freundinnen, auf der neuen Schule geheim hält. Sie will genauso sein, wie alle anderen auch – doch ist normal überhaupt gut?
    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig lesbar, spritzig und passt gut zu den jugendlichen Protagonisten.
    Erzählt wird aus der Perspektive von Evie. In den Kapiteln gibt es auch oft so tagebuchartige „gute Gedanken“ und „ungute Gedanken“, was ich eine echt tolle Idee fand.
    Ich habe das Buch verschlungen! Evies Krankheit – und diese Themen kommen wirklich noch zu selten in Jugendbüchern vor – wird sehr genau und authentisch beschrieben, mit Höhen aber auch Tiefen, sodass man mit ihr litt bis zum Ende. Durch diese authentische Beschreibung hat mir Evie sehr gut gefallen und als es ihr im Laufe des Buches wieder schlechter ging, hat einen das schonungslos mitgenommen.
    Aber es geht nicht nur um Evies Krankheit. Aufgelockert wird es immer wieder durch humorvolle Passagen über Freundschaft und Jungs, was das ganze einfach rund macht.

    Fazit:
    Ein unglaublich tolles Jugendbuch, das mit seiner wichtigen Aussage voll ins Schwarze trifft. Sei wie du bist, akzeptiere deine Macken, denn was ist schon normal?

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    Damariss avatar
    Damarisvor einem Monat
    Eine ehrliche und pfiffige Geschichte, die Mut macht, sich mit dem Leben auseinanderzusetzen

    Drei Mädchen gründen den Spinster Club, um Themen des Feminismus zu diskutieren. Das klingt doch nach einer tolle Idee! Genau das war mein erster Gedanke, als ich das Buch in der Hand hielt. Denn ich bin der Meinung, dass wir starke Mädchen brauchen, dass Mädchen unabhängig und eigenständig denken sollten, um laut ihre Meinung zu sagen. Und dass Mädchen davon profitieren, füreinander einzustehen und sich zu unterstützen.

    Das Buch ist der Anfang einer Trilogie, in der jedes Mädchen des Spinster Clubs (Evie, Lotti und Amber) seine eigene Geschichte bekommt. In "Was ist schon normal?" geht es um Evie, die an einer psychischen Krankheit leidet und darüber auf keinen Fall mit ihren neuen Freundinnen sprechen möchte. Es geht um Freundschaft, aber auch Ängste, um Meinungsbildung, Akzeptanz und Vertrauen.
    Die Geschichte liest sich super! Spritzig und humorvoll, soweit ich das beurteilen kann, auch authentisch. Evie möchte zwar ihren Freundinnen nichts über ihre Krankheit erzählen, gibt dem Leser aber einen sehr detaillierten Einblick. Das ist oft direkt und schonungslos und ergreifend. Nichts dieser psychischen Erkrankung ist die Schuld des Betroffenen. Neben diesem Hauptthema - und dem Thema Jungs (und da kommen wirklich viele vor, was verständlich ist, die Mädchen sind sechzehn), - geht der Spinster Club manchmal ein bisschen unter. Trotzdem wird über Themen diskutiert, die Mädchen und Frauen betreffen. Es lohnt sich, sich darüber Gedanken zu machen.

    Kritisch im Buch muss ich den Alkoholkonsum der Mädchen sehen, denn diesen empfand ich als eindeutig zu hoch. Und um die Frage des Buchtitels aufzugreifen, das ist nicht normal und sollte es bei Jugendlichen auch nicht sein. Es geht nicht darum, dass Alkohol getrunken wird, sondern dass die Autorin keine Konsequenz aufzeigt oder dem Leser deutlich macht, dass es eben nicht okay ist, so viel zu trinken.

    Im Verlauf der Geschichte merkt man, wie Evie sich verändert, in alte Denkmuster und Zwänge zurückfällt. Alles steuert auf einen großen Zusammenbruch zu. Hier habe ich das Buch mit einer gewissen Anspannung gelesen, weil es mich sehr durchgerüttelt hat. Das Ende, rund um Evie, ihre Familie und auch ihre Freundinnen fand ich sehr gut gelungen. Denn, was kaum möglich schien, Evie ist am Schluss auf einem guten Weg der Akzeptanz ihrer selbst, inklusive dem Willen, die psychische Erkrankung als einen Lebensbestandteil anzusehen und Maßnahmen zu ergreifen, damit bestmöglich umzugehen. Denn was ist heute schon normal?

    Zusammengefasst:
    "Spinster Girls: Was ist schon normal?" gelingt ein großartiger Spagat zwischen spaßiger Unterhaltung, Girl Power, und dem Thema psychische Erkrankungen (hier Zwang- und Angststörungen). Es ist eine ehrliche Geschichte, bei der man viel lacht, die ganz schön durchschüttelt und am Ende Mut macht, sich mit dem Leben und sich selbst auseinanderzusetzen. Ich empfehle dieses Buch ganz stark und würde es jederzeit nochmals lesen ... und alle weiteren Bände dazu.

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    twinklingletterss avatar
    twinklinglettersvor einem Monat
    Mut zum Anderssein!

    "Spinster Girls - Was ist schon normal?" von Holly Bourne ist der erste Band einer Trilogie und handelt von der jungen Evie. Diese hat mit den ganz normalen Problemen eines Teenagers zu Kämpfen: erster Kuss, erster Freund, Partys und Freunde finden. Bei ihr kommt aber noch ein weiterer Punkt hinzu, welcher ihr das Leben schwer macht. Evie leidet an einer Zwangsstörung, nämlich dem sog. Waschzwang. Deswegen ist sie nämlich vor einiger Zeit auch in eine Klinik bekommen und versucht jetzt zusammen mit einer Therapeutin ihren Alltag nicht mehr von dieser Erkrankung dominieren zu lassen. Auf einer Party lernt sie dann Amber und Lottie kennen. Beide sind so ganz anders, als die anderen in ihrem Alter. Sie machen sich zu vielen Themen Gedanken, wie Feminismus etc. Evie freundet sich mit ihnen an und hat wieder Freude in ihrem Leben. Doch was ist wenn die beiden erfahren, dass Evie Ein Geheimnis hat und ganz anders ist, als sie sich nach außen gibt?

    Holly Bourne ist mit diesem Roman eine wirklich tolle Geschichte zu einem sehr wichtigen Thema gelungen. Auf angenehme und authentische Weise taucht der Leser in Evie's Gedankenwelt ein und erlebt ihre Gefühle hautnah, auch wenn es weh tut. Die Charaktere sind sehr sympathisch und baut schnell eine Beziehung zu ihnen auf und es fällt schwer am Ende wieder Abschied nehmen zu müssen.

    Ich kann die Spinster Girls wahrlich weiter empfehlen und hoffe auf weitere Geschichtem mit ihnen in den beiden folgenden Bänden!

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    DaniB83s avatar
    DaniB83vor 2 Monaten
    Spinster-Girls sind cool

    Das Lesen dieses Jugendbuches hat wirklich viel Spaß gemacht und ging so schnell, dass ich kaum mit dem Umblättern nachkam. An keiner Stelle wurde es langweilig und bis zum Schluss wollte ich wissen, was mit der Protagonistin Evie passiert. Leider fühle ich mich schon etwas zu alt (bin 35 Jahre alt) beziehungsweise passt meine Lebenssituation (verheiratet, zwei kleine Kinder) nicht mehr dazu, ein Spinster-Girl zu werden, geschweige denn, einen Club zu gründen. Doch wäre ich noch jünger, würde ich es auf jeden Fall unterschreiben.

    Evie leidet an Zwangsstörungen, befindet sich in Therapie und schraubt kontinuierlich ihre Medikation runter. Ihre Therapeutin Sarah hilft ihr dabei, indem sie die 16-Jährige unterstützt und sie motiviert. Zu ihren neuen Freundinnen Amber und Lottie hat sie zwar Vertrauen, aber nicht so viel, dass sie ihnen von ihrer Krankheit erzählen würde. Die Angst, dass sie wie von ihrer damals besten Freundin Jane aufs Abstellgleis gestellt wird, ist vorherrschend. Dafür stürzt sich Evelyne in mehr oder weniger romantische Affären, die aber leider nie so ausgehen, wie sie sich das erhofft.

    Gut, dass Amber, Lottie und Evie den Spinster-Club gründen. Sie treffen einander regelmäßig, um über feministische Themen zu diskutieren und lassen auch die Menstruation nicht aus. Sie nehmen sich den Bechdel-Test aus der Filmszene zum Vorbild und möchten nicht nur über Männer sprechen - was ihnen aber irgendwie gar nicht so leicht fällt.

    Ich persönlich finde das Werk sehr gelungen, denn es spricht junge, starke Frauen an und ermutigt dazu, sich auf die Beine zu stellen.

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