Short

von Holly Goldberg Sloan 
4,0 Sterne bei1 Bewertungen
Short
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Inhaltsangabe zu "Short"

Julia ist zu kurz geraten für ihr Alter. Sogar ihr zwei Jahre jüngerer Bruder ist größer als sie. Als ihre Mutter sie zu einem Casting für die Musical-Produktion von "Der Zauberer von Oz" anmeldet, fragt sie sich, wozu. Sie kann weder singen noch tanzen – und sie ist … nicht groß. Doch Julia ist schnell verzaubert von der aufregenden Theaterwelt. All die ungeahnten Möglichkeiten und Inspirationsquellen! Julias Selbstbild ändert sich von Grund auf: Spielt es wirklich eine so große Rolle, welche Körpergröße man hat? Kommt es nicht vielmehr darauf an, wer man ist und was einen als Künstler ausmacht? Julia wachsen buchstäblich Flügel, und das nicht nur in ihrer Rolle als Fliegender Affe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783446260474
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Hanser, Carl
Erscheinungsdatum:20.08.2018

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    R_Mantheys avatar
    R_Mantheyvor einem Monat
    "Das Leben ist einfach ein großer und langer Kampf um Beifall"

    Solche Weisheiten erwartet man nicht unbedingt in einem Kinderbuch. Aber "Short" ist eigentlich kein gewöhnliches Buch für Leser zwischen 10 und 12 Jahren, allein schon deswegen, weil es eine ziemlich gewöhnliche Geschichte aus dem wirklichen Leben erzählt, bei der wahrscheinlich nichts geschönt wurde. Vielleicht hat dies aber einen kleinen Haken. Meine Vermutung ist nämlich, dass die Autorin glaubt, dass Kinder so denken und reden und dass die ganze Geschichte herzergreifend ist und entsprechend auf Kinder wirkt. Sicher bin ich mir allerdings nur, dass sie das bei empathischen Erwachsenen tut.

    So ein Satz nämlich, wie der in der Überschrift, kommt eher selten aus dem Mund eines kleinen Mädchens, das vom Leben noch nicht viel weiß. Aber Julia denkt viel nach. Auch darüber, dass sie nicht richtig wachsen will. Julias kleiner Bruder, der sie inzwischen körperlich überragt, möchte unbedingt in einem Theaterstück an der Uni mitspielen. Und vor allem singen. Aufgeführt werden soll "Der Zauberer von Oz", ein amerikanischer Kinder-Klassiker, dessen wahrer Hintergrund den meisten Menschen bis heute wohl verschlossen geblieben ist. Da Julia von ihrer Unfähigkeit zu singen und zu tanzen völlig überzeugt ist, muss ihre Mutter eine Menge Überzeugungsarbeit leisten, damit sie ihren Bruder zum Vorsingen begleitet. Beide werden schließlich genommen.

    Dann beschreibt die Autorin, die Probenarbeit, in der neben Julia auch noch andere völlig über sich hinauswachsen. Vielleicht ist das die Botschaft dieses Buches: Man möge sich ausprobieren, denn wie soll man sonst herausfinden, was man kann und was man will?

    Da die Autorin dieses Buch allen, "die Teil des Carnegie Theaters an der Universität von Oregon waren" gewidmet hat, muss man davon ausgehen, dass sie die Idee zu diesem Buch dort entwickelte und es nach ihren Erlebnissen konzipierte. Ihr Stil erinnert etwas an leicht altkluge Quasselstrippen, was allerdings dem Ganzen nicht abträglich ist, sondern es nur etwas erwachsener macht, weil Kindern so einfach nicht reden. Beispiel: "Ich glaube nicht, dass ich irgendeine Art von Künstler bin, aber ich möchte schon gerne wissen, was um mich herum passiert. Ich höre auch hin, wenn Leute privat miteinander reden, was laut unserem Regisseur also nicht heißt, dass ich eine Schnüfflerin bin; ich bin eine aufmerksame Beobachterin." So weit so gut. Dann aber folgt ohne Übergang: "Früher dachte ich immer, Beobachter wären Leute mit Ferngläsern." Absatz. Nächster Satz: "Ich mag Teleskope lieber als Ferngläser." Absatz. Nächster Satz: "Es ist wunderschön, nachts Sterne anzuschauen, vor allem, wenn man mit dem Hund draußen ist."

    Danach geht es sofort mit einem anderen Thema weiter. Ein Albtraum für wenig zu permanenten Sprüngen neigende Gehirne, aber lustig zu lesen. Und dieser Stil dominiert das Buch. Es ist ein einziger atemloser Monolog.
    So richtig weiß ich nicht, wie dieses Buch bei Kindern ankommen wird. Es ist schön, aber vielleicht eher für gewisse Erwachsene. Das vermutete Thema, jemand ist klein und leidet darunter, kommt aber dann ganz groß heraus, findet in Wirklichkeit nicht statt, denn Julia leidet nicht unter ihrer temporären Rückständigkeit in der Körpergröße, noch wird sie von jemandem deswegen schlecht behandelt. Jeder besitzt auch gelegentlich unerwartete Talente – das kann man aus dieser Geschichte lernen.

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