Short

von Holly Goldberg Sloan 
3,7 Sterne bei3 Bewertungen
Short
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

CorniHolmess avatar

Ein ganz besonderes Buch mit vielen liebenswerten Charakteren und einer tollen Botschaft!

Alle 3 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Short"

Julia ist zu kurz geraten für ihr Alter. Sogar ihr zwei Jahre jüngerer Bruder ist größer als sie. Als ihre Mutter sie zu einem Casting für die Musical-Produktion von "Der Zauberer von Oz" anmeldet, fragt sie sich, wozu. Sie kann weder singen noch tanzen – und sie ist … nicht groß. Doch Julia ist schnell verzaubert von der aufregenden Theaterwelt. All die ungeahnten Möglichkeiten und Inspirationsquellen! Julias Selbstbild ändert sich von Grund auf: Spielt es wirklich eine so große Rolle, welche Körpergröße man hat? Kommt es nicht vielmehr darauf an, wer man ist und was einen als Künstler ausmacht? Julia wachsen buchstäblich Flügel, und das nicht nur in ihrer Rolle als Fliegender Affe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783446260474
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Hanser, Carl
Erscheinungsdatum:20.08.2018

Videos zum Buch

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,7 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne0
  • 4 Sterne2
  • 3 Sterne1
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Damariss avatar
    Damarisvor einem Monat
    Spröder als erwartet, mit einem schönen Achtsamkeitsthema. Muss man ausprobieren.

    "Short" hat ein Achtsamkeitsthema, das mich sofort ansprach. Einfach, weil ich es in dieser Form noch in keinem Buch gelesen habe. Es geht vordergründig um Julias Körpergröße, ihre Selbstwahrnehmung und zunehmende Reife, und darum, dass die Bedeutung eines Menschen nicht von Äußerlichkeiten abhängt. Das wird im Buch auch gut dargestellt, jedoch kam die Handlung für mich spröder daher, als ich das erwartet hätte.

    Julia ist zu kurz geraten. Nicht kleinwüchsig, aber einfach (zu) klein für ihr Alter. Das ist für Julia völlig okay, nur das Wort kurz mag sie nicht und möchte es nicht mehr verwenden. Dass sie den Sommer über für eine Theateraufführung proben soll, kann sie sich jedoch nicht vorstellen. Was soll ein kleines Mädchen wie sie dort auch darstellen? Diese Meinung ändert sich, als Julia im Theater neue Freunde und Vorbilder trifft.
    Die Gedanken von Julia kommen während des Lesens ungeschönt und sehr direkt beim Leser an - und sie denkt über wirklich viele Dinge nach. Für mich las sich das Buch fast wie ein durchgängiger Monolog. Das ist teilweise anstrengend und wirkt kindlich, manchmal aber auch durchaus humorvoll. Die ständigen Theaterproben, und Julias Meinungen und Gedanken darüber, können zu einer gewissen Eintönigkeit beim Lesen führen. Ich bin mir nicht sicher, ob das bei der jugendlichen Zielgruppe so gut ankommt.

    Charakterlich würde ich Julia als vorsichtig beschreiben, manchmal zurückhaltend, aber aufmerksam. Sie gewinnt den Sommer über an Reife, schätzt es, im Mittelpunkt zu stehen, und wirkt am Ende glücklicher als zu Beginn. Das Alter von Julia ist nicht genau bekannt, ich schätze sie auf 9-11 Jahre. Generell empfand ich sie nicht als sehr sympathisch. Das ist für mich beim Lesen aber kaum relevant, den Sympathien sind subjektiv. Trotzdem ist Julia ichbezogen und egoistisch, manchmal berechnend gegenüber ihren Mitmenschen und ihrer Familie. Ich habe mir immer wieder ins Gedächtnis gerufen, dass Julia ein Kind ist. Darum hielten sich meine negativen Gefühle auch in Grenzen.

    Mich persönlich konnte die Geschichte erreichen. Ich mochte das Thema und die Einblicke in die (nicht immer angenehmen) Gefühle eines jungen Mädchens, auch wenn ich einen Lesesog, und das ständige Bedürfnis weiterzulesen, vermisst habe. Generell benötigt man viel Empathie, damit man das Buch mag.

    Zusammengefasst:
    "Short" ist für emphatische Menschen ein empfehlenswertes Buch über ein körperlich kleines Mädchen, für das ein einziger Sommer (inneres) Wachstum um Größe bedeutet. Wer nicht gut mit kantigen Charakteren oder einem monologartigen Erzählstil zurechtkommt, wird vielleicht keinen perfekten Zugang zum Buch finden. Für mich ist sicher, dass "Short" bei erwachsenen Lesern besser ankommen wird, als bei Jugendlichen. Ausprobieren!

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    CorniHolmess avatar
    CorniHolmesvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein ganz besonderes Buch mit vielen liebenswerten Charakteren und einer tollen Botschaft!
    Manchmal wächst man über sich hinaus

    Bei einem Blick in die Vorschau des Hanser Verlags ist mir „Short“ sofort ins Auge gesprungen. Die witzige Gestaltung des Titels hatte es mir auf Anhieb angetan und auch die auffällig knalligen Farben finde ich richtig klasse. Nachdem ich mir den Klappentext durchgelesen hatte, wusste ich einfach, dass dieses schöne Kinderbuch ganz genau das Richtige für mich sein wird.


    Julia ist zu klein für ihr Alter. Mittlerweile misst sogar ihr zwei Jahre jüngere Bruder Randy mehr Zentimeter als sie. Stören tut sie das schon, aber es besteht ja noch die Hoffnung, dass sie wächst. Was sie auch etwas wurmt, ist ihre (angebliche) Talentfreiheit. Julia kann nicht singen, ist nicht musikalisch (was ihre Klavierstunden nur zu gut bewiesen haben), sie kann nicht tanzen...dennoch meldet ihre Mutter sie und ihren Bruder für das Casting des Musical von „Der Zauberer von Oz“ an. Das kann ja nichts werden, denkt Julia. Doch mit dieser Annahme soll sie falsch liegen. Sie und Randy ergattern beide Rollen als Munchkins, zusammen mit vielen anderen Kindern und drei kleinwüchsigen Erwachsenen. Von nun an heißt es, jeden Tag zur Probe zu gehen, und das in den Sommerferien. Eigentlich hatte sich Julia ihre schulfreie Zeit anders vorgestellt. Doch dann merkt sie, wie schön und spannend die Theaterwelt ist. Sie lernt viele neue Menschen kennen, gewinnt neue Freunde und sie wird sich etwas ganz Wichtiges bewusst: Es kommt im Leben nicht auf die Körpergröße an, vielmehr darauf, wer man ist. Nur ob Julias Fähigkeiten auch wirklich für das Musical ausreichen werden?


    Mit „Short“ ist Holly Goldberg Sloan ein ganz besonderes Buch gelungen, welches mir sehr schöne Lesestunden beschert hat. Ich bin mir nur ehrlich gesagt nicht sicher, wie es bei der Zielgruppe ankommen wird. Für Kinder ab 10 Jahren wird die Handlung vermutlich zu ruhig und wenig spannend sein. Es liegt natürlich immer am Kind, aber ich denke, dass jüngere Leser die Geschichte als zu langweilig empfinden werden. Mich, als Erwachsene, konnte die Handlung jedoch von den ersten Seiten an begeistern; ich persönlich würde das Buch tatsächlich eher erwachsenen Lesern als Kindern empfehlen.

    Unsere Protagonistin Julia ist zwar ein Mädchen von etwa 10 Jahren, da sie aber sehr reif für ihr Alter ist und sich sehr viele Gedanken macht, macht sie oft einen deutlich älteren Eindruck. Als Leser erfahren wir alles aus ihrer Sicht, daher ist der Schreibstil recht kindlich gehalten. Ich bin nur immer wieder über Formulierungen gestolpert, bei denen ich mich gefragt habe, ob ein Kind wirklich so spricht. Da bin ich mir auch nicht sicher, ob diese Schreibweise bei Kindern so ankommen wird wie von der Autorin beabsichtigt, da die Geschichte sich sehr wie ein Monolog liest. Nicht jedermanns Sache, mir jedenfalls hat diese Weise zu erzählen sehr gut gefallen.


    Julia habe ich sofort ganz fest in mein Herz geschlossen. Sie ist ein total liebes, cleveres und aufgewecktes Mädchen, die mich mit ihrer lustigen Art immer wieder sehr zum Schmunzeln gebracht hat. So altklug sie stellenweise wirkt, man merkt doch sehr, dass sie noch jung ist und viel Kindliches an sich hat. So fand ich es sehr unterhaltsam, ihr Denken über Redensarten zu verfolgen. Julia macht sich wirklich über vieles so ihre Gedanken. Wie sie dies tut, kann einem nur ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.


    Etwas, was Julia sehr beschäftigt, ist ihre Körpergröße. Für ihr Alter ist sie extrem kurz geraten. Wie ihr Alter, so erfahren wir auch nicht, wie groß genau sie ist. Als Leser erfährt man nur, dass Julia sehr kleinwüchsig ist. Ehrlich gesagt hätte es mich ja schon sehr interessiert, welche Größe sie genau misst. Na, egal, das bleibt eben der Fantasie von uns Lesern überlassen. :D

    Julia ist auf jeden Fall klein, was ihr Leben nicht immer einfach gestaltet, was aber auch so einige Vorteile mit sich bringen kann. Wie bei dem Theaterstück „Der Zauberer von Oz“, welches in dem Buch eine sehr große Rolle spielen wird.


    Julia und ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Randy werden von der Mutter zu einem Musical-Casting angemeldet. Das passt Julie zunächst gar nicht, sie hatte eigentlich anderes in ihren Sommerferien vor. Ihre Einstellung soll sich aber noch ändern. Im Verlaufe des Buches lernt Julia das Proben immer mehr zu lieben, sie gewinnt neue Freunde und sie merkt etwas ganz Entscheidendes: Es kommt im Leben nicht auf die Körpergröße an, auch kleine Menschen können ganz groß sein. Julia gewinnt in diesem Buch nicht an Länge, sie wächst aber dennoch über sich hinaus.


    Mir hat die Botschaft des Buches richtig gut gefallen. Auch Julias Entwicklung konnte mich überzeugen. Was mich nur etwas erstaunt hat, ist, dass Julia gar nicht so sehr unter ihrer kleinen Körpergröße leidet und auch gar nicht deswegen gemobbt wird. Irgendwie hatte ich da mit etwas anderem gerechnet. Aber dass dies dann etwas anders als von mir erwartet war, hat mich nicht gestört. Auch die vielen Beschreibungen rund um das Musical empfand ich als sehr interessant und aufregend. Da könnte ich mich nur wiederum vorstellen, dass jüngeren Lesern die ausführlichen Beschreibungen der Proben zu langatmig sein werden. Wie bereits erwähnt, ich finde es echt schwierig, dieses Buch als ein Kinderbuch anzusehen. Es erzählt eine eher ungewöhnliche Geschichte für diese Altersklasse, ist in meinen Augen aber etwas ganz Besonderes und absolut Lesenswertes.


    Fazit: Dieses Buch zu bewerten fällt mir nicht leicht. Mich, als Erwachsene, konnte es begeistern, nur befürchte ich, dass das Buch für die Zielgruppe zu ruhig und langweilig sein wird. Auch der Schreibstil ist nicht jedermanns Sache und wird vermutlich, trotz der kindlichen Erzählweise, nicht so gut bei Kindern ankommen wie von der Autorin beabsichtigt. Ich persönlich würde „Short“ tatsächlich eher Jugendlichen und Erwachsenen empfehlen. Mit „Short“ ist Holly Goldberg Sloan auf jeden Fall ein besonderes Buch gelungen voller liebenswerter Charaktere und einer tollen Botschaft. Ich vergebe hier 4 von 5 Sternen!

    Kommentieren0
    34
    Teilen
    R_Mantheys avatar
    R_Mantheyvor 3 Monaten
    "Das Leben ist einfach ein großer und langer Kampf um Beifall"

    Solche Weisheiten erwartet man nicht unbedingt in einem Kinderbuch. Aber "Short" ist eigentlich kein gewöhnliches Buch für Leser zwischen 10 und 12 Jahren, allein schon deswegen, weil es eine ziemlich gewöhnliche Geschichte aus dem wirklichen Leben erzählt, bei der wahrscheinlich nichts geschönt wurde. Vielleicht hat dies aber einen kleinen Haken. Meine Vermutung ist nämlich, dass die Autorin glaubt, dass Kinder so denken und reden und dass die ganze Geschichte herzergreifend ist und entsprechend auf Kinder wirkt. Sicher bin ich mir allerdings nur, dass sie das bei empathischen Erwachsenen tut.

    So ein Satz nämlich, wie der in der Überschrift, kommt eher selten aus dem Mund eines kleinen Mädchens, das vom Leben noch nicht viel weiß. Aber Julia denkt viel nach. Auch darüber, dass sie nicht richtig wachsen will. Julias kleiner Bruder, der sie inzwischen körperlich überragt, möchte unbedingt in einem Theaterstück an der Uni mitspielen. Und vor allem singen. Aufgeführt werden soll "Der Zauberer von Oz", ein amerikanischer Kinder-Klassiker, dessen wahrer Hintergrund den meisten Menschen bis heute wohl verschlossen geblieben ist. Da Julia von ihrer Unfähigkeit zu singen und zu tanzen völlig überzeugt ist, muss ihre Mutter eine Menge Überzeugungsarbeit leisten, damit sie ihren Bruder zum Vorsingen begleitet. Beide werden schließlich genommen.

    Dann beschreibt die Autorin, die Probenarbeit, in der neben Julia auch noch andere völlig über sich hinauswachsen. Vielleicht ist das die Botschaft dieses Buches: Man möge sich ausprobieren, denn wie soll man sonst herausfinden, was man kann und was man will?

    Da die Autorin dieses Buch allen, "die Teil des Carnegie Theaters an der Universität von Oregon waren" gewidmet hat, muss man davon ausgehen, dass sie die Idee zu diesem Buch dort entwickelte und es nach ihren Erlebnissen konzipierte. Ihr Stil erinnert etwas an leicht altkluge Quasselstrippen, was allerdings dem Ganzen nicht abträglich ist, sondern es nur etwas erwachsener macht, weil Kindern so einfach nicht reden. Beispiel: "Ich glaube nicht, dass ich irgendeine Art von Künstler bin, aber ich möchte schon gerne wissen, was um mich herum passiert. Ich höre auch hin, wenn Leute privat miteinander reden, was laut unserem Regisseur also nicht heißt, dass ich eine Schnüfflerin bin; ich bin eine aufmerksame Beobachterin." So weit so gut. Dann aber folgt ohne Übergang: "Früher dachte ich immer, Beobachter wären Leute mit Ferngläsern." Absatz. Nächster Satz: "Ich mag Teleskope lieber als Ferngläser." Absatz. Nächster Satz: "Es ist wunderschön, nachts Sterne anzuschauen, vor allem, wenn man mit dem Hund draußen ist."

    Danach geht es sofort mit einem anderen Thema weiter. Ein Albtraum für wenig zu permanenten Sprüngen neigende Gehirne, aber lustig zu lesen. Und dieser Stil dominiert das Buch. Es ist ein einziger atemloser Monolog.
    So richtig weiß ich nicht, wie dieses Buch bei Kindern ankommen wird. Es ist schön, aber vielleicht eher für gewisse Erwachsene. Das vermutete Thema, jemand ist klein und leidet darunter, kommt aber dann ganz groß heraus, findet in Wirklichkeit nicht statt, denn Julia leidet nicht unter ihrer temporären Rückständigkeit in der Körpergröße, noch wird sie von jemandem deswegen schlecht behandelt. Jeder besitzt auch gelegentlich unerwartete Talente – das kann man aus dieser Geschichte lernen.

    Kommentieren0
    2
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Manchmal wächst man über sich hinaus – eine Liebeserklärung an das Theater von Holy Goldberg-Sloan, der Autorin von „Glück ist eine Gleichung mit 7“

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks