Ich bin echt ein Fan von Holly Jackson’s Büchern und mochte vor allem Five Survive und die Good Girl’s Guide to Murder Trilogie super gerne. Da dieses Buch auch echt im Hype war auf den sozialen Medien, war ich sehr gespannt und hatte auch hohe Erwartungen an die Geschichte – und ich wurde nicht enttäuscht.
Jet war zu Beginn der Geschichte etwas unzugänglich für mich. Sie wirkte so, als würde sie ihr gesamtes Leben sowie andere Personen nicht so ganz ernst nehmen. Durch ihre Unnahbarkeit konnte ich am Anfang nicht so richtig mit ihr sympathisieren und ganz mit ihr warm. Im Laufe der Geschichte konnte man als Leser jedoch immer mehr hinter ihre Fassade blicken, da sie oft Witze nutzt, um mit ihren wahren Gefühlen umzugehen bzw. sich gerade dahinter zu verstecken. Ihr Charakter hat echt eine tolle Entwicklung durchgemacht, da ihr aufgrund dieses Realitätsschocks bewusst geworden ist, was wirklich wichtig im Leben ist.
Auch der Schreibstil hat mir wieder richtig gut gefallen. Am Anfang musste ich erst einmal in die Halloween-Szene reinkommen mit den vielen verschiedenen Charakteren, deren Konstellationen man ja erst einmal verstehen muss. Ich war mir auch zunächst nicht sicher, ob mir das Englisch so liegen wird, obwohl ich ihre restlichen Bücher auch auf Englisch gelesen habe. Nach den ersten Kapiteln hat sich jedoch dieses Gefühl wieder gelegt und ich bin mit der Sprache super zurechtgekommen. Hinsichtlich der Auflösung des Falls muss ich sagen, dass ich jetzt ja schon einige ihrer Bücher und auch viele andere Thriller gelesen habe, die krasse Plottwists enthalten. Deswegen war ich so ein bisschen schon darauf vorbereitet und hatte auch eine Vermutung, wer dahinterstecken könnte. Eine von meinen zwei Theorien ist tatsächlich aufgegangen und deswegen fehlte bei mir auch die krasse Überraschung zum Ende hin. Dennoch waren die Erklärungen für mich plausibel und es hat für mich Sinn ergeben.
Insgesamt war das Buch für mich eine tolle Mischung aus der Auflösung eines Kriminalfalls und das Genießen des Lebens in vollen Zügen bzw. sich Bewusstwerdens, wie begrenzt die Zeit teilweise sein kann, so dass es wirklich wichtig ist, im Hier und Jetzt zu leben. Einige Szenen sind mir wirklich nah gegangen und auch Jet ist mir als Protagonistin wirklich ans Herz gewachsen. Auch wenn mich die Auflösung nicht sehr überrascht hat, habe ich dennoch alle Entwicklungen interessiert verfolgt und fand die verschiedenen Aspekte, die nach und nach aufgedeckt worden, sehr gut dargestellt. Wieder einmal ein tolles Buch der Autorin!
Rezension auf meinem Blog: https://josbuecherblog.weebly.com/startseite/rezension-not-quite-dead-yet-von-holly-jackson
























